Hallo zusammen,
am 1ten Mai gab’s zum Frühstück Laugenteilchen. Jetzt habe ich sie zum 2ten Mal selbst gemacht und schon bin ich so vermessen, die Herstellung hier öffentlich zu zeigen – die, die’s richtig können, mögen nachsichtig schmunzeln, den anderen rate ich, es auszuprobieren, es lohnt wirklich!
Gleich vorweg: ich zeige hier die Hausfrauenversion. Bäcker nehmen eine etwa 4%ige Natronlauge aus Natriumhydroxid, die hat den Vorteil, dass man die Teigstücke nur wenige Sekunden eintauchen muss, und sie produziert eine knusprig-rösche Kruste. Sie hat allerdings auch den Nachteil, Handschuh- und Schutzbrillenpflichtig zu sein – das mag ich nicht, deshalb nehme ich eine ungiftige 5%-ige Natronlösung aus Natriumhydrogencarbonat, also gewöhnlichem Haushalts-Natron (zumindest jetzt noch - vielleicht seht Ihr in einigen Wochen auch Bilder von Fingern in dicken Handschuhen...).
Genug der Vorrede: am Vorabend hatte ich einen wenig wasserhaltigen Hefeteig aus:
• 1 kg 550er Mehl
• 20 g Salz
• 40 g Hefe
• 50 g Rapsöl
• 350 ml kalte Milch
• 150 g kaltes Wasser
angesetzt, der über Nacht im Kühlschrank langsam gehen durfte. Am Morgen habe ich dann 18 Teigstücke von jeweils knapp 90 g abgenommen...
..von denen ich die Hälfte für Laugenweckle rund gewirkt habe:
Die restlichen neun wurden erst mal grob in eine längliche Form gebracht...
...durften dann kurz ruhen...
...bevor sie auf die richtige Länge gebracht wurden:
Danach habe ich die Brezeln geformt:
Die Teigstücke mussten jetzt zugedeckt nochmals 45 Minuten gehen.
In der Zwischenzeit habe ich eine kleine Beigabe fürs Mittagessen vorbereitet (das wird eine Knoblauch-Petersilien-Paste, der Ofen soll ja gut ausgenutzt werden
Weiter mit den Brezeln: jetzt musste die Lauge angesetzt werden – ich habe 50 g Natron in einem Liter Wasser aufgekocht...
...darin mussten die Weckle (die ich fünf Minuten vorher aufgedeckt hatte, damit sie eine leichte Haut bekommen) 30 Sekunden schwimmen ...
...und auch tauchen...
...bevor auf einem Rost abtropfen durften:
Die belaugten Weckle ...
... bekommen noch ein Kreuzschnitt (beim nächsten Mal kriegen sie den gleich nach dem Belaugen, es bildet sich nämlich eine recht zähe Haut)...
Während die jetzt 20 Minuten bei 210° backen, habe ich Zeit, eine meiner liebsten Vesper-Deftigkeiten vorzubereiten. Zunächst habe ich Zwiebeln und Paprika geschnitten....
...und eine Vinaigrette mit viel scharfem Senf, Pfeffer, Majoran, wenig Salz, Apfelessig und wenig (!) Rapsöl vorbereitet:
Dann mussten auch schon die Brezeln gelaugt werden:
Die Weckle waren fertig (mein Fotoapparat und ich – eine ewige Geschichte. Die Bilder der Endprodukte auf dem Esstisch in der Morgensonne zeige ich Euch alle mit manuellem Weißabgleich und dem vom Hersteller empfohlenen Belichtungsprogramm – die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte...
Während die Brezeln backen, geht’s mit der Beilage weiter: eine Dose Hausmacher Leberwurst kommt dazu...
...und wird gut untergemischt und abgeschmeckt (wer ein Glas Cornichons o.Ä. offen hat, kann einen Schuss Gurkenwasser dazugeben, je nach Würze der Wurst kann auch Knoblauch gut tun) – nach Haute cuisine sieht das nicht aus...
...ist es auch nicht – aber unglaublich lecker
Und schon sind auch die Brezeln fertig (nächstes Mal werde ich die wieder 20 Minuten, aber bei 220° backen):
Die schmecken ausgesprochen lecker (nicht besser als richtig gute Bäcker-Brezeln, aber besser als die hier im Ort erhältlichen schon!), vielleicht probiere doch mal die „echte“ Brezellauge aus (dann halt in Gottes Namen mit Handschuhen...)
Einen schönen Sonntag Euch allen!
am 1ten Mai gab’s zum Frühstück Laugenteilchen. Jetzt habe ich sie zum 2ten Mal selbst gemacht und schon bin ich so vermessen, die Herstellung hier öffentlich zu zeigen – die, die’s richtig können, mögen nachsichtig schmunzeln, den anderen rate ich, es auszuprobieren, es lohnt wirklich!
Gleich vorweg: ich zeige hier die Hausfrauenversion. Bäcker nehmen eine etwa 4%ige Natronlauge aus Natriumhydroxid, die hat den Vorteil, dass man die Teigstücke nur wenige Sekunden eintauchen muss, und sie produziert eine knusprig-rösche Kruste. Sie hat allerdings auch den Nachteil, Handschuh- und Schutzbrillenpflichtig zu sein – das mag ich nicht, deshalb nehme ich eine ungiftige 5%-ige Natronlösung aus Natriumhydrogencarbonat, also gewöhnlichem Haushalts-Natron (zumindest jetzt noch - vielleicht seht Ihr in einigen Wochen auch Bilder von Fingern in dicken Handschuhen...).
Genug der Vorrede: am Vorabend hatte ich einen wenig wasserhaltigen Hefeteig aus:
• 1 kg 550er Mehl
• 20 g Salz
• 40 g Hefe
• 50 g Rapsöl
• 350 ml kalte Milch
• 150 g kaltes Wasser
angesetzt, der über Nacht im Kühlschrank langsam gehen durfte. Am Morgen habe ich dann 18 Teigstücke von jeweils knapp 90 g abgenommen...
..von denen ich die Hälfte für Laugenweckle rund gewirkt habe:
Die restlichen neun wurden erst mal grob in eine längliche Form gebracht...
...durften dann kurz ruhen...
...bevor sie auf die richtige Länge gebracht wurden:
Danach habe ich die Brezeln geformt:
Die Teigstücke mussten jetzt zugedeckt nochmals 45 Minuten gehen.
In der Zwischenzeit habe ich eine kleine Beigabe fürs Mittagessen vorbereitet (das wird eine Knoblauch-Petersilien-Paste, der Ofen soll ja gut ausgenutzt werden

Weiter mit den Brezeln: jetzt musste die Lauge angesetzt werden – ich habe 50 g Natron in einem Liter Wasser aufgekocht...
...darin mussten die Weckle (die ich fünf Minuten vorher aufgedeckt hatte, damit sie eine leichte Haut bekommen) 30 Sekunden schwimmen ...
...und auch tauchen...
...bevor auf einem Rost abtropfen durften:
Die belaugten Weckle ...
... bekommen noch ein Kreuzschnitt (beim nächsten Mal kriegen sie den gleich nach dem Belaugen, es bildet sich nämlich eine recht zähe Haut)...
Während die jetzt 20 Minuten bei 210° backen, habe ich Zeit, eine meiner liebsten Vesper-Deftigkeiten vorzubereiten. Zunächst habe ich Zwiebeln und Paprika geschnitten....
...und eine Vinaigrette mit viel scharfem Senf, Pfeffer, Majoran, wenig Salz, Apfelessig und wenig (!) Rapsöl vorbereitet:
Dann mussten auch schon die Brezeln gelaugt werden:
Die Weckle waren fertig (mein Fotoapparat und ich – eine ewige Geschichte. Die Bilder der Endprodukte auf dem Esstisch in der Morgensonne zeige ich Euch alle mit manuellem Weißabgleich und dem vom Hersteller empfohlenen Belichtungsprogramm – die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte...
Während die Brezeln backen, geht’s mit der Beilage weiter: eine Dose Hausmacher Leberwurst kommt dazu...
...und wird gut untergemischt und abgeschmeckt (wer ein Glas Cornichons o.Ä. offen hat, kann einen Schuss Gurkenwasser dazugeben, je nach Würze der Wurst kann auch Knoblauch gut tun) – nach Haute cuisine sieht das nicht aus...
...ist es auch nicht – aber unglaublich lecker

Und schon sind auch die Brezeln fertig (nächstes Mal werde ich die wieder 20 Minuten, aber bei 220° backen):
Die schmecken ausgesprochen lecker (nicht besser als richtig gute Bäcker-Brezeln, aber besser als die hier im Ort erhältlichen schon!), vielleicht probiere doch mal die „echte“ Brezellauge aus (dann halt in Gottes Namen mit Handschuhen...)
Einen schönen Sonntag Euch allen!



> muss der helle Wahnsinn sein.