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"Das System Wiesenhof"

"Das System ARD: Wie ein Fernsehsender medienwirksam einen deutschen Nahrungsmittelhersteller diskreditiert."

Zitat von der Wisenhof-HP:

Verbraucher müssen zeigen, was ihnen Tierwohl wert ist

Das Thema Tierschutz bestimmt immer stärker die öffentliche Diskussion. Ein Teil der Verbraucher wünscht sich geänderte Haltungsbedingungen für Nutztiere „Tatsache ist aber auch, dass viele Verbraucher zögern, für ein Extra an Tierwohl mehr Geld auszugeben“, sagt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe / WIESENHOF. Diese Erfahrung hat WIESENHOF bereits mit höherpreisigen Hähnchen aus der Auslaufhaltung gemacht. Das sog. „Weidehähnchen“ fand nicht genügend Käufer, obwohl 2004 mit dem Tierschutzpreis der bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

Durch das Weidehähnchen und Bio-Geflügel verfügt WIESENHOF über den größten Erfahrungsschatz mit alternativen Haltungsformen in der Geflügelbranche – dieses Know-how fließt in die Entwicklung von Privathof-Geflügel ein. „Wir sind der Meinung, dass die Zeit reif ist, für ein neues alternatives Geflügel-Konzept“, sagt Wesjohann. „Jetzt kann der Verbraucher entscheiden, wie viel ihm ein Mehr an Tierwohl wert ist.“

Und jetzt: :bierchips:
 
Ja da hab ich auch schon kontroverses drüber gelesen. Es gab ja wohl keine Drehgenehmigung, aber ein Angebot sich die Sache ohne Kamera anzuschauen,
was die Reporter wohl jetzt auch angenommen haben.
Teilweise sieht das Ganze für mich auch eher nach SAT1/RTL/BILD Journalismus aus.


Letztendlich tragen auch die Verbraucher eine Mitschuld. Denn es muß ja immer billig und viel sein :(


Gruß,

Marcus
 
Mein Gewissen ist - fast - rein

Hallo,

ich oute mich mal hier als Freilandhähnchen-Fan. Französische Freilandhähnchen. Ich habe seit mindestens drei Jahren keine anderen mehr gekauft. Und zwar weils schmeckt. Nicht aus ideologischen Gründen. Hier schmecke ich einen eindeutigen Qualitätsunterschied der den Mehrpreis deutlich rechtfertigt.

Was ich allerdings wie bisher noch von Anbietern wie Wiesenhof kaufe sind Hähnchenteile wie Wings etc.
Da fehlt das Angebot bzw. es wird so stark gewürzt daß es - seien wir ehrlich - geschmacklich nicht so auf das Huhn ankommt.

Wenn es in einem Beitrag um das "System Wiesenhof" geht sollte man allerdings im Hinterkopf haben daß es auch noch billigere Anbieter gibt. Wie´s dort wohl aussieht?

Viele Grüße,
Gerhard
 
Hallo,

ich oute mich mal hier als Freilandhähnchen-Fan. Französische Freilandhähnchen. Ich habe seit mindestens drei Jahren keine anderen mehr gekauft. Und zwar weils schmeckt. Nicht aus ideologischen Gründen. Hier schmecke ich einen eindeutigen Qualitätsunterschied der den Mehrpreis deutlich rechtfertigt.

:thumb2: Da kann ich dir nur zustimmen. Ärgerlich ist nur, das diese französischen Freilandhähnchen, wenn sie im Angebot sind, ratz fatz in der Metro ausverkauft sind. Und den Unterschied bei den Hähnchen schmeckt man.

Ich hatte ja mal in einem anderen Fred geschrieben, das ich diese Hühnerschlachtereien sehr gut von innen kenne, da ich am Anfang meiner Laufbahn, da auch Computer repariert habe. Und von der Hygiene oder der Verarbeitung selber kann man nichts negatives berichten.
Nur die Tiere selber...mehr als bedauernswert.

Also..fördert den freilaufenden Bauern ;)


Gruß,
Marcus
 
Hallo Marcus,

was französische Hähnchen angeht haben wir Saarländer einen kleinen geographischen Vorteil :rotfll:

Viele Grüße,
Gerhard
 
Letztendlich tragen auch die Verbraucher eine Mitschuld. Denn es muß ja immer billig und viel sein :(

Genau! 1KG Schweineschnitzel für 2,99 und ein Hähnchen (gegrillt) darf auch nicht teurer sein...das kann ja nicht funktionieren! Aber solange "wir" alles "fressen", was die Industrie produziert...
Mein Problem mit der Massentierhaltung ist die unwürdige Behandlung der Tiere! Das sind ja seelenlose Artikel...Waren!
Wir hatten hier in Freystadt (Franken) früher mal so eine Wiesenhof-Niederlassung. Diese Fabrik lag auf meiner Radroute und nur widerwillig erinnere ich mich der Szenen, wenn dort weiße Hähnchen aus Plastikkisten "gegrabscht" und irgendwie an Haken gehängt wurden und wie auf einem Fließband in die Fabrik transportiert wurden...LKW-weise!
Wenn die angesprochene Sendung dazu beitragen könnte, wenigstens "die Kreatur zu achten", wärs mir egal, wenn es sich hier um "Sensations-Journaille" handeln würde. Aber "die Kreatur achten" sind nicht nur hehre Worte sondern fromme Wünsche im Bereich der Fleischproduktion-und es werden fromme Wünsche bleiben, solange wir Verbraucher kiloweise Billigfleisch nachfragen! Womit ich wieder ganz bei meinem Freund Marcus bin!
 
Ihr habt schon alles dazu gesagt!
ähnliche Disk. hatte wir schon mehrfach,
leider ist halt die Zahl der "denkenden" Verbraucher noch gering

übrigens:
unsere Henderl laufen bei uns im Garten rum, schön rund um den Grill

gruas da stefan
 
die Massengeflügelhaltung ist echt zum kotzen :groundskeeper:

da krieg ich wirklich Brechreiz bei Geflügelfleisch aus dem Supermarkt

Geflügel nur noch von meinem Bauern den ich persönlich kenne und wo die Tiere das ganze Jahr frei laufen.

Vom Geschmack mal ganz zu schweigen.

:sun:
 
Bei mir gibts nur glückliche Hähnchen. Und zwar die die ich selber halte :). Sind aber leider nur wenige im Jahr. Aber die sind dafür umso besser.

Nur weiß ich leider noch nicht wo ich Wings herbekomme. Würd die ja auch gerne mal machen aber irgendwie hab ich noch keine Bezugsquelle gefunden.
 
Konnte den Bericht leider nicht sehen, da GöGa abgetickt ist. Konnte sie auch nicht dazu bewegen, sich anzusehen, was die Konsumenten wollen. Aber habe food.inc gesehen. Da wird ja mehr oder weniger alles gesagt / gezeigt. Würde gern das doppelte für ein Kilo Fleisch bezahlen, bin aber noch auf der Suche, nach einem Metzger, wo alles passt. In einem Nachbardorf gibt es freilaufende Hühner und Enten. Werde mich da mal erkundigen, wie die Haltebedingungen da aussehen und dann meine BBC´s dort kaufen. Denn, ich gestehe, meine letzen (und ersten) BBC´s waren von Wiesenhof. :x
 
Eine Schande, aber leider ist das die Realität. Selber werde ich noch mehr an diesen Aspekt beim Kauf denken.

Leider verdängt man gerne und muss auch die Finanzen beisammen halten. Als Sportler kommt 100% gutes Fleisch recht teuer....

Wiesenhof....TZz....
 
Ich fand die Reportage etwas dürftig, aber in einer halben Stunde ist es wohl auch nicht möglich auf alle Probleme einzugehen. Ich denke man hätte mehr versuchen sollen die Geiz-ist-geil-Käufer anzusprechen und mehr auf die Probleme der Hühner und Puten eingehen sollen.
Gut, es wurde kurz erwähnt, dass die Masthühner heutzutage auf hohe Muskelproduktion in kurzer Zeit gezüchtet werden und deswegen eigentlich nicht mehr fähig sind zu stehen. Aber das das Geflügel mit Antibiotika und sonstigen Medikamten vollgepümpt wird, das wurde komplett außen vor gelassen. Auch dass die meisten dieser Hühner wohl nie unter freiem Himmel überleben würden.

Aber wie schon erwähnt, die meisten die gerne dieses "saubere, gesunde, und weiße" Fleisch aus den Kühltruhen der Discounter kaufen, trauen sich nicht solche Reportagen anzusehen.

Ich denke die Reportage wird nciht viel gebracht haben, leider.
 
der link hier passt auch noch gut:

http://www.youtube.com/watch?v=g2Fj06hEJgE&feature=player_embedded#!

also bei meinen huehnern sieht das nich so aus...

allerdings haben die auch nich 2,99 / haelfte am grillwagen gekostet sondern 8 eur / stck lebendig.

jedoch war der "laden" wo ich die gekauft hab vermutlich auch nich viel besser... nachdem die huehnchen aus dem karton in den stall kamen, haben die sich erstmal 2 tage nich rausgetraut weil die dachten das tageslicht waer gefaehrlich oder so...

was ich dem zuechter jedoch zu gute halten muss war der hinweis das er keine huehnchen verkauft wenn es extrem heiss ist, wegen transport uswusw. man solle also frueh morgens kommen und auch erst wenn die huehnchen frisch geimpft und gross genug seien.

danach hab ich nie wieder geimpft.
sollte man sowas machen bei 5 huehnchen?
 
Immer wenn ich sowas sehe bin ich einfach nur glücklich auf dem Land zu wohnen, hier bekommt man wenigstens an jeder zweiten Ecke "glückliche Hühner"!!!..... Wenn man den bereit ist `n euro - `n eurofufzich mehr zu bezahlen. (was leider für manch einen schon ein halben Weltuntergang bedeutet)

btw, aufregen bringt rein gar nix, solang der Verbraucher nicht bereit ist ein paar euro mehr für Lebensmittel auszugeben, (weil man brauch ja ein neues Auto /TV /bluray-player/die neusten modischen Klamotten... die liste könnte man wohl endlos weiterführen) wird sich auch nix ändern. Und das gilt für die ganze Lebensmittelindustrie.
 
Wenn ich denn wüsste, dass die teureren besser "hergestellt" werden.

(1) Wir hatten eine Hühnerfarm im Dorf mit einigen wenigen Freilaufenden Hühnern. Die haben aber Palettenweise Freilandeier pro Tag verkauft. Verständlich, wenn das die Leute einige Dörfer weiter kaufen - aus Unwissenheit. Warum aber selbst die Molkerei u.a. im gleichen Dorf diese Eier als Freilandeier verkaufen ... und wie die Einwohner in diesem Dorf diese Eier kaufen können.... ????? No comment

(2) Und die Label-Hühnchen bei unseren heimischen Grossverteilern, wo noch der Bauer drauf steht. Teurer ja, vielleicht einige Quadratmillimeter mehr Platz ?? Der Rest ist genau gleich. Auch die müssen verladen werden, von Leuten, die gerne wieder zurück ins Bett wollen, sich keine grossen Gedanken machen um die Tiere (teilweise auch aus Ungewissheit - so schwer vorstellbar das für einen gebildeten Menschen ist) - und seien wir mal ehrlich: Wenn man in 2 Stunden x-tausend Hühner einpacken muss und sich noch so Mühe gibt den Tieren nicht unnötig weh zu tun, ganz ausschliessen kann man's nicht. (Ich habe selbst auch schon "gllückliche Labelhühnchen" verladen - auch wenn nicht absichtlich Tiere gequält werden, wären Tierschützer nicht glücklich...)

(3) Und wenn man das Hühnchen bei einer Farm kauft, wo die Hühner nachweislich draussen herumspazieren und die Flügel öffen können .... Auch diese Hühner müssen irgendwo gezüchtet werden. Und diese "Nachschubproduktion" waren wohl die übelsten Bilder in dieser Doku ("Hahnentausch")...
Ich habe auch schon selbst bei verschiedenen kleinen Bauern auf dem Lande erlebt, wie Kühe getreten, mit Gabeln und Schaufeln geschlagen und zur Not sogar mit dem Traktor aus dem Stall gezogen wurden wenn sie nicht wollten... Auch die Fälle von stark verwahrlosten Tieren, die vom Amtstierarzt enteignet werden, sind in der Regel nicht Grossbetriebe, sondern klein(st)betriebe, die vielfach sogar von umliegenden Landwirten so lange wie möglich gedeckt werden: Nicht weil sie das dulden wollen, aber "Weil man ja nicht will, dass die Landwirtschaft wieder in den Schlagzeilen ist".

Ich will diese Produktionsmethoden keinesfalls befürworten oder gar verteidigen. Allerdings sollte man immer bedenken, dass auch die "Gegenseite" Quoten erhaschen muss und auch nicht immer rein objektiv recherchiert bzw. zusammenschneidet. Auch die "Darsteller" sind teilweise mit Vorbehalt zu geniessen:
- Es wird nur der Gesprächsabbruch vom Bauern gezeigt, der bereit war, die Bilder anzusehen (und das ist ja schon mal was). Was und wie genau diskutiert wurde, ist seeeehr kurz zusammengeschnitten.
- Die Tierschützer, für die "Einbrüche absolut Tabu" sind, tummeln sich nachts in den Ställen...
- Ein Fleischbeschauer, der jahrelang bei WH gearbeitet hat schiesst (erst nach JAhren) plötzlich sehr scharf gegen den ehemaligen Arbeitgeber...
- Wie häufig solche Misshandlungen vorkommen, kann anhand der Reportage nicht gesagt werden. Es gibt diese Fälle und es sind bestimmt keine so seltenen Einzelfälle wie WH glauben machen will.

Fazit:
Ich finde es gut, wenn die Bilder gezeigt werden und einige Konsumenten zum Nachdenken angeregt werden. Aber auch die Sensationsmedien sollten mit dem vielgepriesenen Menschenverstand hinterfragt werden.
Man kann versuchen, den Tieren wenigstens einen Teil des Heranwachsens etwas erträglicher zu gestalten indem man Fleisch vom BEKANNTEN Bauernhof (d.V.) bezieht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich habe mir den Wiesenhof-Film jetzt mal angesehen. Was der Film meines erachtens deutlich zeigt ist die von vorneherein vorhandene Absicht durch die Reporter einen tendenziösen Bericht abzuliefern.

Der - wertende - Titel der Reportage stand von vorneherein fest und war schon vor Beginn der Dreharbeiten veröffentlicht. Das hat noch nichtmal der Reporter bestreiten können. Wiesenhof und industrielle Tierhaltung hin oder her, unter diesen Voraussetzungen kann so eine Reportage keine Diskussionsgrundlage sein.

Viele Grüße,
Gerhard
 
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