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Deichlamm-Katastrophe im Mono

Wokajo

Dauergriller
10+ Jahre im GSV
Nach einiger Zeit der Abstinenz vom Forum will ich mich mal wieder zurück melden.

Nach einer Woche Kurzurlaub und Fisch in Büsum haben wir auf dem Rückweg ein Karree vom Deichlamm beim Bauern mitgenommen. Heute sollte es bei dem traumhaften Wetter direkt ins Ei.
Heute morgen dann mit:
Knoblauch, Zwiebel, Rosmarin, Thymian, Pfeffer, Chili, Worchestersauce und Olivenöl (das ganze als Pampe mit dem Mixer) eingedeckt und in den Kühlschrank.

Um 14:30 dann den Mono angeworfen und auf 130 °C eingeregelt. Um 15:30 dann das Rack drauf und sanft bei 125-135 °C von 15°C KT auf 53°C KT gezogen. Alles prima !!
Dann schnell auf direkt umgebaut und die Temperatur auf 260 °C hochgezogen. Ging relativ schnell.

Das Rack mit BBQ-Sauce und Gewürzhonig eingepinselt und bei 260 °C direkt auf den Grill.
Bei 58°C war die Wunsch-KT erreicht und es ging runter vom Grill.

Als Beilage war grüner Spargel mit Seranoschinken und Rosmarin-Kartoffeln geplant.

Fazit: Das Fleisch war eine Katastrophe. Es war nicht zu schneiden und mußte nochmals auf den Grill.
Auch danach war der größte Teil nicht zu geniessen. Ich weiß nicht warum !!

Das einzigste was den Abend gerettet hat war der Spargel im Schinken (sehr lecker), die Rosmarinkartoffeln und der Wein.

Ich tröste mich damit, dass wohl jeder mal einen Reinfall erlebt hat. Zum Glück hatten wir keine Gäste eingeladen. Das wäre wirklich peinlich geworden.

Trotz allem hier ein paar Bilder der Geschichte. Wenn man die sieht, fragt man eigentlich: wo war das Problem ?

Schöne Grüße aus Düsseldorf
Wolf
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Mein Arbeitsplatz
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Habe noch eine Lammkeule mitgenommen. ich hoffe wirklich das die besser ist !!!!
 

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Die Bilder sind schon mal top. Irgendwie sieht das Fleisch im ersten Bild extrem faserig aus, ich hab sowas bei einem Lammkarrée noch nie gesehen ehrlich gesagt.
 
Ich weiß wirklich nicht was mit dem Fleisch los war. Es fühlte sich gut an, es sah eigentlich ganz gut aus und zu allem Übel dachte ich: Vom Bauern direkt am Deich kann eigentlich nicht schlecht sein.
Als es vom Grill kam habe ich mich auf den Genuss gefreut, es sah ja gut aus. Man musste es beim schneiden aber förmlich auseinander reißen und der Geschmack war trotz guter Gewürze einfach sehr bescheiden.
Aber was solls, mittlerweile habe ich es abgehakt und hoffe, die Keule ist besser.

Schöne Grüße aus Düsseldorf
Wolf :metal:
 
Schade,

bei dem Karée hätte ich auf einen guten Geschmack/leckeres Fleisch getippt! Sieht irgendwie "urig" aus. Nicht wie das neuseeländische Lamm, was man überall bekommen kann.

hoffe, die Keule ist besser.
Da drücke ich Dir die Daumen. Ist schade, wenn man so hohe Erwartungen hat und es dann nicht so kommt...

Gruß

Balkomglut
 
Schade, mir den Bilder haettest du es auch als 1A Vergrillung verkaufen koennen.
Aber man steckt halt nicht drin.

Gruss Lars
 
Schade dass es nichts geworden ist, rein optisch schaut es top aus!
 
Das ist wirklich schade, zumal du den Grund dafür noch nicht herausgefunden hast. Ich finde, dass das Fleisch sehr gut aussieht. Merkwürdig!
Vielleicht lag es am Olivenöl...?! Wenn du in der Pfanne z.B. Olivenöl benutzt, das nicht raffiniert ist, dann schmeckt das Fleisch auch scheusslich.
Bei der Lammkeule wünsche ich dir mehr Glück.
 
Es war nicht zu schneiden und mußte nochmals auf den Grill.
Auch danach war der größte Teil nicht zu geniessen

Ich interpretiere das mal so, dass die 'Katastrophe' die Konsistenz des Lamms war, und weniger der Geschmack, oder unterliege ich einer Fehlinterpretation?

Dass Fleisch trotz gefühlt richtiger Zubereitung zäh bleibt, habe ich auch schon, wenngleich sehr selten, erlebt. Und in allen diesen seltenen Fällen war es schlicht zu frisch. Schlachtfrisch, sozusagen. Daran könnte es liegen, muss es aber nicht. Andere Gründen wollen mir aber nicht einfallen.

Grüße
Gerhard

PS: Deine/Eure Grillstelle schaut top aus! ;)
 
Und in allen diesen seltenen Fällen war es schlicht zu frisch
darauf hätte ich auch getippt - auch aufgrund der Fleischfarbe, die mir irgendwie "seltsam" vorkommt (das kann aber ebenso an den Lichtverhältnissen liegen).
Oder auch an der Fütterung des Tieres...aber bei den Büsummer Deichen wird es wohl dasselbe Gras gefressen haben wie alle anden Deichlämmer auch..........hmmm :hmmmm:

Ich denke am warscheinlichsten ist die Version von Gerhard:
So wie alle anderen Fleischsorten auch sollte das Lamm Fleisch reifen (die einen länger - die anderen kürzer, am besten 1-1,5 Wochen), damit Enzyme das Glykogen in Milchsäure umwandeln können........Guggst du:
http://www.grillsportverein.de/foru...ein-enzymatischer-prozess.109642/#post-324838
Ich befürchte, dass es mit der Reifezeit der Büsummer Bauer eventuell nicht so genau genommen hat - Reifekapazität im Kühlen erfordet kostenintensive Kühlgeräte dafür...sprich ihn mal darauf an, wie lange er sein Fleisch reifen lässt...

Stress beim Schlachten würde mir als mögliche Begründung ebenfalls einfallen - durch die Ausschüttung von Adrenalin wird die Fleichqualität auch nicht besser...

Schade irgendwie - hoffentlich war der Fisch besser...
 
Schlachtfrisch, sozusagen. Daran könnte es liegen

Erst mal vielen Dank für das Interesse und die Anteilnahme. Ich glaube auch das "Bär" recht hat. Das Fleisch war wohl wirklich zu frisch. Anders kann ich es mir auch nicht erklären.

Ich interpretiere das mal so, dass die 'Katastrophe' die Konsistenz des Lamms war, und weniger der Geschmack, oder unterliege ich einer Fehlinterpretation?
Bezüglich des Geschmacks war ich auch nicht begeistert. Obwohl mit guten Gewürzen versehen, die normalerweise bei Lamm der Hit sind, hatte ich das Gefühl sie waren nicht richtig angenommen worden. Vieleicht lag es auch am Olivenöl. Es war zwar ein gutes spanisches Öl aber möglicherweise nicht so für Lamm geeignet ? Keine Ahnung.

Wie auch immer, wieder was gelernt. Frisch vom Bauern heißt nicht immer "besonders gut".

Die noch mitgebrachte Keule friert sich nun den Hintern ab. Ich hoffe jedoch sie wird besser gelingen.

Schöne Grüße aus Düsseldorf
Wolf :metal:
 
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