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Der Gerät: Feldküche!

Anthony Soprano

Grillkönig
15+ Jahre im GSV
Moin Leute,

keine Ahnung ob ich es hier nun richtig platziere, sonst bitte verschieben.

Auf jeden Fall wollte ich euch mal zeigen was ich mit meinem Kamerad so Essens technisch bei der Feuerwehr mache, erst recht bei unserem jährlichem Feste-Höhepunkt dem Bürgervogelschießen. Eine sportliche Woche ackern wir uns ab und bauen alles mögliche an Zelten (bis auf das große Festzelt), Schießständen, Kinderspielen, Buden usw. auf um unseren König in einem traditionsreichen Wettkampf zu ermitteln. Dieses Jahr bereits nun schon zum 48. Mal und nach einigen Jahren Unterbrechung nun auch wieder mit Erbsensuppe aus der Feldküche... natürlich nach altem Rezept selbst gemacht :) Ein paar Jahre war die Feldküche nicht in Gebrauch, weil unsere alte Kochcrew den Elan einfach verloren hatte und LEIDER immer weniger Leute eine gute Erbsensuppe nicht zu schätzen wissen:sad:.

Wie dem auch sei, mein Kumpel und ich haben uns vor einigen Jahren dafür stark gemacht das es wieder Essen aus der Feldküche geben soll und so kam es das uns dann auch der Löffel in die Hand gedrückt wurde. Seit dem läuft die "alte Lady" wieder, hier und da ein zwei Sachen noch erledigt und gefixt und siehe da...selbst im Sommer zieht sie die Leute nun in ihren (Suppen-) Bann und kocht fleißig vor sich hin. :cook:

Ursprünglich war es nur eine einfache Feldküche mit Feststoffbefeuerung, irgendwann dann mal umgerüstet auf Gasbetrieb. Sie hat eine Pfanne, einen "kleinen" Kessel und einen großen Kessel mit einer Glycerinwanne, welche mächtig was her macht ;) Einmal warm wirds auch nicht wieder schnell kalt;)

Rezept ist geheim, soviel dazu, aber ich kann verraten das es ein Rezept von einem verstorbenem Kamerad ist und die Wurzeln aus einer Ubootkombüse der Reichsmarine stammen, welches im Prinzip seitdem unverändert gekocht wird.

Nun aber zu den Bildern:

Beim Aufbauen

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vorbereiten und reinigen

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die ersten Zutaten trudeln auch schon ein

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unsere Spülküche mit Edelstahltisch... Hygiene muss sein und wird immer strenger geprüft durch die Kreisveterinäre

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alles sauber und am abtrocknen, links der "kleine" Kessel (da passt schon viel rein) und rechts die Pfanne

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der große Glycerinkessel, das ist ein wahres Wunderding

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einmal von innen. Fassungsvermögen ca. 350 Liter

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am Abend vorher hatten wir die Erbsen eingeweicht, hier kochen sie nun schon mit den Kartoffeln und Fleisch... sieht schon ein wenig seltsam aus, duftet aber schon lecker:) Und Leute... Kartoffelschälen ab dem 10 Kilo ist echt Strafarbeit :bat: Während die Erbsen zum kochen gebracht werden, wir sind immer die ersten Morgens um 6 auf dem Platz damit die Suppe pünktlich fertig wird, gönnen sich mein Kumpel und ich immer ein schönes Frühstück mit Spiegeleiern und Speck aus der Pfanne zusammen mit Schwarzbrot und sauren Gurken :happa:

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So..ein bisschen durch die Gegend kurven, dann spart man sich das umrühren :rofl: Späßchen, natürlich wird die Küche aus dem engen und stickigen (Plastik=Abwaschbar=nicht Atmungsaktiv:D)Küchenzelt gezogen und besser sichtbar zur Essensausgabe umgesetzt.
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Mein Kontrahent links und Konkurent (MdV) rechts :D Er muss immer mal spekulieren :D

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So..warten bis der Festumzug aus dem Dorf kommt und hungrige Leute mitbringt :essen:

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fast vergessen ... das Ergebnis. Sorry, Tellerbild oder mehr Zubereitungsbilder habe ich nicht machen können. Man kann aber schon die Möhren noch erkennen, die sind u.a. schon dazugekommen.

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Blick auf einen Teil des Festplatzes...der Vogel wartet auf seinen Meister

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kurz noch entspannen...gleich gehts los...und der aufmerksame Leser sieht sofort... bestes Suppenwetter :pie: Am Tag davor wäre es deutlich besser gewesen, bedeckt und eher frisch. Dafür war es Sonntag heiß und stickig, und das Ausgeben über dem heißen Kessel fiel dann eh nicht mehr ins Gewicht :D

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Soooo das war es dann auch, hoffe euch gefällts und ihr kommt mal auf einen Teller feinste Erbsensuppe und ein kühles Pils bei mir vorbei ;) Die Bilder vom Reinigen hinterher wollte ich euch nicht zeigen :rofl: Eine Wasserschlacht ist ein Furz dagegen :D Schönen Tag noch wünsche ich euch :prost:
 

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Ein mächtiges Gerät!

350l * 4 ergibt dann so ca. 1400 Portionen ... Wieviel Bürger müssen den antreten, damit ihr einen (!) König findet? :-)
 
:rofl: Naja... wir machen nicht einmal die Hälfte, auch weil solche Feste doch überall mit sinkenden Besucherzahlen zu Kämpfen haben :( Aber es sind über den Tag verteilt schon ein paar hundert Leute die kommen :)

@Franz: hihi...sach Bescheid, da kann man sicher was machen :D
 
Beneidenswert, das würde mir auch mal Spaß machen.

Unsere Feldküche wurde schon vor vielen Jahren verschenkt:cry:
 
Servus Tim !

Danke für den Bericht ! Gefällt mir sehr gut ! ... Erbsensuppe erinnert mich immer an den "Bund" :helm:

Wie alt ist denn die Lady ?

VG Michl
 
Moin Tim,

schöne Geschichte :top:

:prost:
 
Vielen Dank !

Die Feuerwehrgulaschkanone ist ein echter Hingucker, die habt Ihr wieder schön hingekriegt. :respekt:

Ist das eine Feldküche aus BW-Beständen ?
Und das Baujahr würde mich auch interessieren...

Wollte noch fragen, was es mit der Glycerinwanne auf sich hat, bin dann auf Feldkochherd gestossen.
Dürfte das selbe Prinzip, wie bei einem Milchkochtopf sein ?

Und damit dürften auch Sommergerichte, wie Hühnchencurry oder Spaghetti Carbonara gut gelingen, in Mannschaftsportionen natürlich...

Ein Gastronom in der Nachbarschaft betreibt nebenher eine NVA-Gulaschkanone, die sieht zwar wesentlich rustikaler aus, riecht im Betrieb aber lecker...
 
Hi Jungs,

danke für die positive Resonanz :prost:
Die Küche ist ungefähr 50 Jahre alt. Aus dem Kopf weiß ich es nicht genau, Baujahr 62 oder 64 geistert durch meine grauen Zellen.

Die Glycerinwanne ist tatsächlich interessant, in erster Linie muss diese für die gleichmäßige Erwärmung des Kessels sorgen, da sich der Brenner nur unter dem rechten Drittel befindet. Außerdem wird die Wanne bis an den Rand heiß und speicher auch bei Feuer/Brenner aus die Wärme seeehr lange. War sicher früher interessanter als noch mit Holz und Kohle geheizt wurde und es dann aufs "Feld ging". Der Vergleich mit dem Milchtopf ist da gar nicht weit hergeholt.

Ach ja... Johome, es handelt sich um eine Ex-BW Küche und man kann echt fast alles in ihr machen, wird leider gar nicht ausgereizt :)

Übrigens kann es sein das die Küche noch etwas älter ist, meine BJ/Altersangabe bezieht sich auf das Fahrgestell, welches von der Küche auch getrennt werden kann... im Prinzip wie ein Modulträger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Respekt - schöne Photos und nette Geschichte
 
Hi Marcus,

wenn ihr man doch nicht alle so weit weg wohnen würdet :( ... :rofl: aber ich will mal sehen wie mein Wehrführer aus der Wäsche guckt wenn ich ihm erkläre warum ich mit unserem Tanker und der Feldküche bis nach Süddeutschland zuckeln müsste :lol:

Naja, aber wir arbeiten an einem OT hier oben in naher Zukunft... also abwarten ;) Vllt. kann man dann ja ein Crossover OT machen :)

:prost:
 
Ja - die guten alten Progress-Feldkochherde. Mit denen hab ich vor gut nem viertel Jahrhundert beim DRK auch noch gearbeitet. Unsere war damals vom Bund gestellt und hatte ihre Tücken. Irgendwann bekam nämlich genau diese Glycerinwanne nen Riss. Zwar wurde dieser ein paar mal vom Instandsetzungslager geschweißt, aber das hielt nie lange und irgendwann spritze einem kochendheißes Glycerin um die Ohren.
Aber es gab auch schon beim Aufstellen genügend Verletzungsmöglichkeiten. Das Runternehmen von der Lafette mußte in der richtigen Reihenfolge geschehen und wenn vergessen wurde den Kamin zu verriegeln gab es auch Beulen. Heizen mit Gas war am bequemsten, mit Oelbrennern wars ne schmutzige Angelegenheit.
Aber schön wars damit zu arbeiten.
 
Ein Feuerwehr OT wäre mal was, mit anschliessender Löschübung... :prost:

Ich habe etwas weiter gegraben, es könnte sich um eine Haas und Sohn Feldküche handeln, die wurden in verschiedenen Versionen ab 1959 in eher kleinen Stückzahlen produziert.
Da ist doch ein Herstellerschild dran ?

Heute stellt die Firma Kaminofeneinsätze her.

Haas und Sohn Feldküchen - Gulaschkanonen, Feldküchen, Barnys Feldküchenreich

edit :

Mir ist noch etwas eingefallen, was die Suppenwirtschaft angeht.
Bei der jährlichen Stiftsweihnacht in Oberkaufungen gibt es vom Försterehepaar Wildgulaschsuppe.
Die wird während der Saison gekocht, in Kunstdärme zu ~2 litern abgefüllt und eingefroren.
Zum servieren wird die Suppe dann in einem Kessel im Waserbad auftgetaut und in den zweiten Kessel ohne Pelle zum warmhalten gegeben.
So bekommen die Beiden mit zwei Elektrokesseln das ganze Dorf plus Besuch verköstigt...
Mit der Methode könnten dann verschiedene Suppen und Eintöpfe aus einem grossen Kessel kommen...
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Marcus: Ja ich würde das ja machen :D Abwarten... irgendwann kommt die Chance :prost: ach ja ... leider Geil :lol:

@ Joachim: Genau, ist auch bei der schon passiert. Haben zum Glück ne Menge Handwerklich geschickte bei uns und gute Schweißer ;)

@Johome: Man das scheint die ja richtig zu interessieren :D Freut mich :) Nein, es handelt sich tatsächlich um eine Progress, wie Joachim schon richtig schrieb. Im Brennraum und in den Innenseiten kann man auch noch Olivgrün erahnen :prost:
 
Ich finde das Thema hochinteressant, das Teil ist ja so eine Art Supersportgerät... :cook:
Hauptsache, aus den 60ern, da wurde noch auf Haltbarkeit gebaut.
ne Menge Handwerklich geschickte bei uns und gute Schweißer
Versuche mal, die Kollegen für einen Gussgrilleinsatz mit Haube für die Pfanne zu begeistern, dann gibt es ausser Erbsensuppe auch noch Steaks und so weiter...
 
Hm....geile Idee... Haube braucht nicht, ist ein Deckel dabei, kannst auf allen Töppen wie in einem Schnellkochpott arbeiten, das geht dann alles viel fixer:) Ich kann die Glycerinwanne auf weit über 200 Grad heizen, will nicht wissen welche Temperaturen dann in der Kochwanne selbst herrschen?!
 
Ich wollte schreiben Gasgrill mit Gussrost und Haube an Stelle der Pfanne, wie beim Gasi...
auf allen Töppen wie in einem Schnellkochpott arbeiten
Deshalb die massiven Riegel und Dichtungen...
Ist da auch ein Manometer dran ?

Über 200 in der grossen Wanne, das wäre doch auch gut für Kistensau und Konsorten...
 
Achso... hm, ne das macht fürs Branding Sinn, aber der Brenner hat schon richtig Dampf und die Bratpfanne ca. 2-3 mm Stärke, also darin brätst du alles ohne große Probleme an ;) Ich weiß leider nicht wie viel Leistung jeder Brenner hat, aber auf jeden Fall saugt jeder von den Dreien 2,9 Kg die Stunde.

Ein Manometer gibt es nicht, aber die Dichtungen und Riegel sind schon echt robust. Die Idee mit der Sau ist gut...Entkoppelt von der Wanne müsste es klappen, und ein Spanferkel geht dicke rein. Danke für die Idee :thumb2: 200 Grad sind auf jeden Fall drinnen, hatten sie mal beim Testlauf auf über 250°
 
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