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Deutsche Weine werden immer besser

Goldi59

…
Foto des Monats
Deutsche Weine befinden sich seit einigen Jahren international auf den Weg nach oben.
Immer mehr Winzer produzieren Weine welche international mithalten und teilweise sogar die Spitze mit bestimmten.
In vielen Weinbaubetrieben haben junge dynamische Winzer seit einigen Jahren das Zepter in die Hand genommen. Viele von ihnen haben in Frankreich, Südafrika , den USA und in anderen Ländern Erfahrungen gesammelt und auf Deutschland’s Weinbau neu interpretiert . Ich bin der Meinung dies könnte mit einem neuen Thread hier auch gewürdigt werden, zumal viele GSV Mitglieder auch gern eine gute Flasche Wein leeren.

WG Schäfer-Fröhlich , Nahe,
Weißburgunder „R“ 2016
Ein intensiver Duft von reifer Weizenbirne entströmt dem Glas, im Mund kommt sehr reife „Schöne Luise“ dazu, etwas Limette, Anklänge von Walnüssen und feine zarte Honigaromem kommen dazu, alles zusammen mit einer eleganten Mineralität prägen den Genuss im Gaumen, alles ist gut miteinander verwoben, der Wein hat eine sehr feinen Säure, ein mittellanges Finale rundet dieses Weinerlebnis ab.
Ein guter Wein von der Nahe.(03/25)
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Deutsche Weine befinden sich seit einigen Jahren international auf den Weg nach oben.
Immer mehr Winzer produzieren Weine welche international mithalten und teilweise sogar die Spitze mit bestimmten.
In vielen Weinbaubetrieben haben junge dynamische Winzer seit einigen Jahren das Zepter in die Hand genommen. Viele von ihnen haben in Frankreich, Südafrika , den USA und in anderen Ländern Erfahrungen gesammelt und auf Deutschland’s Weinbau neu interpretiert . Ich bin der Meinung dies könnte mit einem neuen Thread hier auch gewürdigt werden, zumal viele GSV Mitglieder auch gern eine gute Flasche Wein leeren.

WG Schäfer-Fröhlich , Nahe,
Weißburgunder „R“ 2016
Ein intensiver Duft von reifer Weizenbirne entströmt dem Glas, im Mund kommt sehr reife „Schöne Luise“ dazu, etwas Limette, Anklänge von Walnüssen und feine zarte Honigaromem kommen dazu, alles zusammen mit einer eleganten Mineralität prägen den Genuss im Gaumen, alles ist gut miteinander verwoben, der Wein hat eine sehr feinen Säure, ein mittellanges Finale rundet dieses Weinerlebnis ab.
Ein guter Wein von der Nahe.(03/25)

Ja, es gibt inzwischen einige sehr leckere dt. Weissweine. Von Künstler gab es z.B. den "Chardonnay Kalkstein trocken" der mir sehr gut gefallen hat, ich glaube das war der 2020. Auch der "Marcobrunn Riesling GG 2022" ist mir sehr gut in Erinnerung geblieben. Außerdem gefallen mir auch die "R" Weine vom Ökonomierat Rebholz und das "X" Experiment, da haben die mal versucht einen Portwein nachzubauen. Dann habe ich noch ein paar Flaschen vom Weingut Knisper, da gefällt mir der "Chardonnay Reserve 2019" sehr gut. Wir haben erst sehr spät mit dt. Weissweinen angefangen, Göga war füher nach einem Gals Weisswein müde, erst durch Künstler uns Co, sowie Cantina Terlan "Quarz" ist sie auf den Geschmack und Genuss gekommen.
 
Hier eine Flasche vom WG Dönnhoff welche am 09.12.24 bei Tobias ( GSV Scharbil)geleert wurde.
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Dönnhoff Felsenberg Riesling GG 2009
Frische mineralische Aromen gepaart mit Limettenduft und Wiesenkräuter entströmen dem Glas, im Mund schöne frische Noten von Zitronen, wieder die feine Mineralität, die Citrusnoten kommen immer wieder, elegante strahlige Säure, im mittellangen Finale spürbare Pink Grapefruit. Ein guter Wein von der Nahe. (12/24)
 
Hier ein guter Kabinett von der Nahe. Dieser Wein wurde bei Tobias ( GSV Scharbil) getrunken
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WG Jakob Schneider, Nahe, Niederhäuser Klamm, Riesling Kabinett „Sponti“ 2018
Ein frischer Duft von Aprikosen im Bukette,
im Mund eine wunderbare Frische und Mineralität, Aromen von Citrusfrüchten, Äpfel und erneut Aprikose und Mandarinen, eine schöne Säure stützt den Wein. Elegante Honigaromen zusammen mit den Früchten, ergeben ein gutes Frucht-Säure-Süße Spiel. Dieser gute Kabinett hat ein mittellanges Finale.(12/24)
 
In welcher preislichen Dimension liegen wir bei Deinen Empfehlungen? Frage für einen Freund...
 
Aktuellere Jahrgänge für das Dönnhoff Felsenberg GG findet man für 40-55€ und den Jakob Schneider Kabinett um 12€.
 
Bist du jetzt auch „Google“ 🤣
Das nicht, ich halte es nur für umständlich, in den von dir vorgeschlagenen Shops nach Preisen zu recherchieren und mich hat das keine zwei Minuten gedauert. Da tue ich anderen den Gefallen gerne.
 
Gestern Abend einen guten Wein aus der Pfalz getrunken

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WG von Winning, Riesling U500 2013
In der Nase kräftige Noten von gelben Früchten, im Gaumen spürbare Aromen von gelben Apfel und ein Hauch Birne, Limettentöne harmonieren gut mit der gut spürbaren Säure, ein ganz leichter Anklang von Honig vervollständigt das Geschmacksbild, die Mineralität mit leichter Salzigkeit ergibt ein gutes mittellanges Finale. Ein guter Wein aus der Pfalz.(03/25)
 
Sieht so aus als Dekantierst du alle Weine pro Forma?
 
Sieht so aus als Dekantierst du alle Weine pro Forma?
Nein auf keinen Fall, ein guter Wein muss das locker aushalten, ich probiere grundsätzlich zuvor. Da ich die Weine aus meinem Keller doch halbwegs einschätzen kann, weiß ich ob und wie lange ich einen Wein belüfte. Es geht hier nicht um das Dekantieren per se , sondern darum dem Wein nochmals etwas Sauerstoff zuzuführen. Viele Weine aus meinem Keller profitieren von der Luftzufuhr und legen nochmals einen Zacken zu.
 
@Goldi59 vielen Dank für diesen Thread.
Ich denke er hilft mir das Thema Wein besser zu verstehen. :thumb2:

Morgen in der Früh geht für mich der Zug von München nach Düsseldorf. Ich werde mit @Flashy zwei Tage auf der ProWein sein.
Seinem Geschmack nach wird es für uns dort also vor allem deutsche Rieslinge geben. :D



Auf meinem Trip an die Mosel vor ein paar Wochen habe ich auch viel zum deutschen Weinbau und Vertrieb gelernt.
Die Weingüter die wir besucht hatten, haben aber leider ein etwas düsteres Bild für die Zukunft gezeichnet.

Deutsche Trinken keinen deutschen Wein!

Ludes hat uns Exportquoten von über 90% ins Ausland genannt.
Ich glaube Haag und Prüm waren bei um die 60%.

Die klimatischen Änderungen bemerken die Weinbauern vor Ort ebenfalls. Die Niederschlagsmengen aufs Jahr seien zwar konstant aber es kommt zu immer extremeren Phasen. Früher Austrieb bereits im Februar/März der dann von Stürmen und Schnee im April/Mai wieder zunichte gemacht wird. Dann regnet es mal 6 Wochen garnicht und dann in 48 Stunden die ausbleibende Menge.

Haag meinte, dass in den nächsten 5 Jahren die Hälfte der Winzer dort wohl aufgeben wird. Auf dem deutschen Markt bekäme man nicht die Preise die die Aufwände durch Kostensteigerung und Wettererzeugnisse verursachen. Wer daher nicht stark im Export verankert ist hat daher keine Chance mehr.
Das wird allerdings gerade durch die Handelskriege und Zölle ebenfalls nicht einfacher.




Kannst du mir etwas zu deiner Bewertung der Weine sagen. Hier und bei den Sternetrinker-OTs verwendest du immer wieder einen ähnlichen Wortlaut.

Ein guter Wein
Ein sehr guter
Exzellenter….

Wie ist denn da so dein Ranking.
Beim Essen weiß ich wie das mit den Punkten ist ;) aber beim Wein hab ich da noch keine Ahnung.
 
Deutsche Trinken keinen deutschen Wein!
Das ist sehr schade, ich trinke, wenn ich Weißwein trinke, ausschließlich deutschen Wein. Hierbei nahezu ausschließlich Riesling von der Saar oder Nahe, aber ich habe noch nie das gemacht, was die Mehrheit macht. :P
 
@Goldi59 vielen Dank für diesen Thread.
Ich denke er hilft mir das Thema Wein besser zu verstehen. :thumb2:

Morgen in der Früh geht für mich der Zug von München nach Düsseldorf. Ich werde mit @Flashy zwei Tage auf der ProWein sein.
Seinem Geschmack nach wird es für uns dort also vor allem deutsche Rieslinge geben. :D



Auf meinem Trip an die Mosel vor ein paar Wochen habe ich auch viel zum deutschen Weinbau und Vertrieb gelernt.
Die Weingüter die wir besucht hatten, haben aber leider ein etwas düsteres Bild für die Zukunft gezeichnet.

Deutsche Trinken keinen deutschen Wein!

Ludes hat uns Exportquoten von über 90% ins Ausland genannt.
Ich glaube Haag und Prüm waren bei um die 60%.

Die klimatischen Änderungen bemerken die Weinbauern vor Ort ebenfalls. Die Niederschlagsmengen aufs Jahr seien zwar konstant aber es kommt zu immer extremeren Phasen. Früher Austrieb bereits im Februar/März der dann von Stürmen und Schnee im April/Mai wieder zunichte gemacht wird. Dann regnet es mal 6 Wochen garnicht und dann in 48 Stunden die ausbleibende Menge.

Haag meinte, dass in den nächsten 5 Jahren die Hälfte der Winzer dort wohl aufgeben wird. Auf dem deutschen Markt bekäme man nicht die Preise die die Aufwände durch Kostensteigerung und Wettererzeugnisse verursachen. Wer daher nicht stark im Export verankert ist hat daher keine Chance mehr.
Das wird allerdings gerade durch die Handelskriege und Zölle ebenfalls nicht einfacher.




Kannst du mir etwas zu deiner Bewertung der Weine sagen. Hier und bei den Sternetrinker-OTs verwendest du immer wieder einen ähnlichen Wortlaut.

Ein guter Wein
Ein sehr guter
Exzellenter….

Wie ist denn da so dein Ranking.
Beim Essen weiß ich wie das mit den Punkten ist ;) aber beim Wein hab ich da noch keine Ahnung.
Ich habe ein relativ einfaches System:
Gut = 90-92 Punkte = 17 Punkte
Sehr gut = 93-95 Punkte = 18 Punkte
Ausgezeichnet = 96-98 Punkte = 19 Punkte
Außerordentlich/Überragend/Aussergewöhnlich/Weltklasse = 99 -100 Punkte = 20 Punkte
Dies Differenz von 3 bzw. 2 Punkten halte ich für wichtig, da schon ein Temperaturunterschied von 2-3 Grad Celsius sehr viel ausmacht, sowohl nach oben wie auch nach unten, vom entsprechenden Glas ganz zu schweigen…
Ich bewerte immer den momentanen Genuss, nicht das Potenzial. Manchmal gebe ich einen Wein noch ein gut auch wenn es knapp ist und wenn mich der Gesamteindruck überzeugt. Weine unter dieser Skale beschreibe ich nicht. Ich werde nie einen Wein ( damit auch den Winzer) schlecht machen, er fällt einfach unterm Tisch.
 
Deutsche Trinken keinen deutschen Wein!

Das mag so als Konsequenz zwar stimmen liegt aber meiner Meinung an 2 Faktoren.

1. Die Deutschen trinken weniger Wein (und Bier und Alkohol allgemein)
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Dunkelblau= Schaumwein in Liter pro Kopf.
Hellblau = Stillwein in Liter pro Kopf
Einziger steigender Absatz ist beim Rose zu verzeichnen.

Aber wir sind generell beim Alkohol im weltweiten Vergleich noch auf hohem Niveau. "In Deutschland ist der Durchschnitt bei 12,2 Litern Reinalkohol. Das wären 488 große Bier pro Kopf im Jahr."

2. Die Deutschen trinken gerne billig und achtet nicht darauf wo es her kommt.
Im Schnitt bezahlen wir 4,18€/Liter (!) Die Zahl ist aus 2022. Die meisten Weine verkauft übrigens Aldi und Lidl.

Funfact: Wieviel bekommt ein deutsches Weingut pro verkaufter Flasche Wein im Fachhandel? --> 4,52 Euro

Da kann ein deutsches Prädikatsweingut nicht mithalten. Erst recht wenn wir uns Steillagen wie die Mosel ansehen, wo ausschließlich Handarbeit gefragt ist.
Ich bin sogar überrascht das Prüm 40% nach DE verkauft,...

Das Grillsport Forum ist eines der teuersten - trotzdem finden sich selbst hier nur wenige die regelmäßig Weine >25€ im Glas haben.
Der Geschmack der Masse ist halt doch eher Grauburgunder und Primitivo als Riesling und Spätburgunder. "Trinkt" sich halt leichter und kann sehr günstig mit Vollerntern in Übersee oder Spanien angebaut werden.
 
Das ist sehr schade, ich trinke, wenn ich Weißwein trinke, ausschließlich deutschen Wein. Hierbei nahezu ausschließlich Riesling von der Saar oder Nahe, aber ich habe noch nie das gemacht, was die Mehrheit macht. :P
In Deutschland gibt es eine breite Palette von Weinen, leider wird viel zu wenig probiert. Eine gewisse Mitschuld tragen aus meiner Sicht auch einige Winzer, welche die Weine schlecht präsentieren, oft zu warm oder zu kalt, es werden Weingläser zur Verkostung angeboten die nicht auf der Höhe der Zeit sind …
 
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