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Dickoron micro

@MeisterPetz01: Da du ja den Terminator-Tormek hast: Die Herder kannst du gerne mit 15 Grad pro Seite schleifen. Beim Rest deiner Messer würde ich 20 Grad anlegen.
Wenn du die vergangenen 30 Jahre mit einem Durchziehschleifer geschärft hast: Stelle die Messer einmal auf deine Arbeitsplatte und überprüfe, ob sich da ein Overgrind nahe des Kehls gebildet (Hohlschliff) hat. In diesem Fall ist das Profil dahin und das Messer gehört neu aufgebaut. Für so etwas ist der T1 allerdings nicht geeignet.
 
Ups, ich habe tatsächlich schon mit dem Horl begonnen, alle Messer auf 15° zu schleifen. Die Tormek hatte dann fast nichts mehr zu tun.

Entsprechend verschliffene Messer habe ich schon aussortiert. Die waren nicht nur wegen des Overgrinds nicht mehr zu retten, sondern auch weil sie häufig im Geschirrspüler waren, oder im vollen Waschbecken "vergessen" wurden. Kein schöner Anblick.

Ich bin erst seit 1-2 Jahren in der Küche tätig. Dann ist mir natürlich aufgefallen, dass alle Messer völlig im Eimer waren und ich habe mich ein wenig in die Materie eingearbeitet, die Brauchbaren geschliffen (mit wechselnden Geräten und Erfolg) und eben die Herder besorgt.
 
Ups, ich habe tatsächlich schon mit dem Horl begonnen, alle Messer auf 15° zu schleifen. Die Tormek hatte dann fast nichts mehr zu tun.
Ja, so ähnlich war es bei mir auch. Zuerst alles auf 15 Grad geholt, dann kam – hasta la vista, Baby – der Tormek-Terminator (T1). Vom Winkel hat es bei mir gepasst, ich habe nur Dünnschliff-Dinger...
 
Die Vermutung mit dem zu flachen Winkel dürfte richtig gewesen sein. Ich hatte mich an dem Winkel, der durch den Fingerschutz vorgegeben wird, orientiert. Mit steilerem Winkel bekomme ich mit dem Micro wieder eine bessere Schärfe hin. Ob es auf Dauer reicht, muss ich über einen längeren Zeitraum testen, bzw. auch noch mit dem Leder verfeinern.
 
Bei der Anwendung habe ich mich an die YT Videos von Besserbissen gehalten.
Möglicherweise habe ich ihn auch nicht korrekt verwendet, obwohl ich nach besten Wissen und Gewissen den Tipps der Experten gefolgt bin.
Das war der Fehler, dass du diesem "Experten" gefolgt bist. Ich habe mich innerlich vom Messerforum verabschiedet, weil dort der Blödsinn von Besserbissen unwidersprochen durchgegangen ist. Ich denke da z.B. an das Video, wo er behauptet im Prinzip seien Stähle auch nur eine Variante davon wie bei Steinen einen Abtrag an der Schneide herzustellen. Das mit dem Geraderichten der Schneide sei ein Mythos der überholt sei, sinngemäß. Besonders das Video, wo er den Stahl flach auf den Tisch legt und dann mehrmals eine Seite bearbeitet ist vollkommener Schwachsinn. So baut man einen Grat auf, statt ab. Es ist zwar richtig, dass ein Microfeinzug minimal Material abträgt, aber das Ziel dabei ist das Wiederausrichten der Schneide im Unterschied zu Wiederherstellen der Schneide. Der Unterschied von Schärfen und Scharfhalten der Schneide ist halt keineswegs überholt. Das Schärfen stellt eine rundgenudelte Schneide wieder her. Das Scharfhalten bringt eine im Prinzip noch scharfe Schneide wieder auf Vordermann durch geraderichten. Das Scharfhalten verlängert die Intervalle zwischen dem Schärfen und minimiert dadurch den Verschleiß.

Richtiges Wetzen kann man auf youtube bei Bob Kramer lernen oder bei Ambrosi Cutlery.
Wichtig ist: 1. Nicht fuchteln. Nicht denken es muss aussehen wie beim Koch oder Metzger.
Kontrolliert und bedächtig die Schneide am Stahl entlang ziehen. 2. mit a b n e h m e n d e m Druck
wetzen, damit der Grat immer weiter reduziert wird. Am Schluss nur noch sachte über den Stahl streicheln.
Natürlich die Seiten i m m e r abwechseln.

Das Kai Wasabi, wenn du das meinst mit billigem Plastikgriff, ist nicht so übel. Nicht so gut wie die teuren, aber besser als Fissler allemal.
Der Dick Micro sollte der Richtige Stab sein, wenn das Messer vor zwei Wochen auf der Tormek geschärft wurde. Ein Keramikstab schärft stumpfere Messer, macht sie aber nicht so scharf wie ein Dick micro.

Mein Schwager hat die Böker-cottage-craft-Serie, die war trotz Nutzung des Ikea-Flaksa völlig runtergerockt.
Wieso trotz? Ein Keramikstab nimmt deutlich mehr Material ab, wie ein Stahlwetzstab. Dass man damit eine Schneide schnell rund nudelt, wundert mich gar nicht.
er nutzt den Dickoron wie einen Bankstein: Statt wechselweisen Zügen baut er die Fase erst langsam auf der einen Seite auf, um anschließend die andere Seite entsprechend zu bearbeiten.
Ja leider. Hab ich mir damals schon gedacht, dass es dann wieder ne ganze Menge Videoopfer gibt, denen man dann erzählen muss, dass sie auf den falschen "Experten" gehört haben. Mit dem Wetzstahl baut man keine Fase auf, das macht man mit einem Stein (oder Rollschleifer...).Mit dem Wetzstahl richtet man eine existierende Fase ab bzw. gerade.
 
Das war der Fehler, dass du diesem "Experten" gefolgt bist. Ich habe mich innerlich vom Messerforum verabschiedet, weil dort der Blödsinn von Besserbissen unwidersprochen durchgegangen ist. Ich denke da z.B. an das Video, wo er behauptet im Prinzip seien Stähle auch nur eine Variante davon wie bei Steinen einen Abtrag an der Schneide herzustellen. Das mit dem Geraderichten der Schneide sei ein Mythos der überholt sei, sinngemäß. Besonders das Video, wo er den Stahl flach auf den Tisch legt und dann mehrmals eine Seite bearbeitet ist vollkommener Schwachsinn. So baut man einen Grat auf, statt ab. Es ist zwar richtig, dass ein Microfeinzug minimal Material abträgt, aber das Ziel dabei ist das Wiederausrichten der Schneide im Unterschied zu Wiederherstellen der Schneide. Der Unterschied von Schärfen und Scharfhalten der Schneide ist halt keineswegs überholt. Das Schärfen stellt eine rundgenudelte Schneide wieder her. Das Scharfhalten bringt eine im Prinzip noch scharfe Schneide wieder auf Vordermann durch geraderichten. Das Scharfhalten verlängert die Intervalle zwischen dem Schärfen und minimiert dadurch den Verschleiß.

Richtiges Wetzen kann man auf youtube bei Bob Kramer lernen oder bei Ambrosi Cutlery.
Wichtig ist: 1. Nicht fuchteln. Nicht denken es muss aussehen wie beim Koch oder Metzger.
Kontrolliert und bedächtig die Schneide am Stahl entlang ziehen. 2. mit a b n e h m e n d e m Druck
wetzen, damit der Grat immer weiter reduziert wird. Am Schluss nur noch sachte über den Stahl streicheln.
Natürlich die Seiten i m m e r abwechseln.

Das Kai Wasabi, wenn du das meinst mit billigem Plastikgriff, ist nicht so übel. Nicht so gut wie die teuren, aber besser als Fissler allemal.
Der Dick Micro sollte der Richtige Stab sein, wenn das Messer vor zwei Wochen auf der Tormek geschärft wurde. Ein Keramikstab schärft stumpfere Messer, macht sie aber nicht so scharf wie ein Dick micro.


Wieso trotz? Ein Keramikstab nimmt deutlich mehr Material ab, wie ein Stahlwetzstab. Dass man damit eine Schneide schnell rund nudelt, wundert mich gar nicht.

Ja leider. Hab ich mir damals schon gedacht, dass es dann wieder ne ganze Menge Videoopfer gibt, denen man dann erzählen muss, dass sie auf den falschen "Experten" gehört haben. Mit dem Wetzstahl baut man keine Fase auf, das macht man mit einem Stein (oder Rollschleifer...).Mit dem Wetzstahl richtet man eine existierende Fase ab bzw. gerade.
@carbo: Ich habe gerade beim Arbeiten mit dem Dickoron Classic (rot, Saphirzug) vor Kurzem gänzlich andere Erfahrungen gemacht, als ich Schwagers runtergerocktes Cottage Craft Chefmesser nur mithilfe des Dickorons wieder auf gute Filettierschärfe gebracht hatte. dabei bin ich wie bei „Besserbissens“ beschrieben vorgegangen.
Wechselweises Abziehen hätte da überhaupt nichts mehr gebracht, ausser dass die Fase weiter verrundet worden wäre. Und beim Reingen des Stahls mit dem Schwamm war auch eindeutig Materialabtrag im Schwamm zurück geblieben.
Es ist sicher nicht die optimale Art, eine Fase wieder aufzubauen, aber besser als gar nichts zu machen, wenn nichts anderes zur Hand ist.
 
Seit ich den Sieger-Long-Life Sinterrubin und den Eicker Microfeinzug Oval habe, brauche ich die ganzen Schleifsteine nicht mehr.
Ich ziehe alle paar Benutzungen das Messer ein paar mal über den Eicker, wenn sie damit nicht mehr scharf werden, ein paar mal über den Sinterrubin. Anschließend wieder ein paar mal Eicker.....fertsch.

Das dauert keine Minute und mehr ist auch nicht notwendig, es sei denn du findest ein Messer in Muttis Rumpelschublade und willst das aufarbeiten.... :D
PXL_20250114_092444653.jpg

Ja, und mit dem Bambusbrett mache ich sie wieder stumpf....:lolaway:
 
Es ist sicher nicht die optimale Art, eine Fase wieder aufzubauen, aber besser als gar nichts zu machen, wenn nichts anderes zur Hand ist.
Ganz genau. Das ist nur ein Notbehelf, aber nicht die normale Art wie ein Wetzstahl benutzt werden sollte.
Schon aus der kleinen Kontaktfläche, die auch bei einem ovalen Stab noch klein ist, ergibt sich, dass das Aufbauen einer Fase sich schwierig gestaltet. Auch das Winkelhalten ist nicht so einfach. Und dann braucht man auch noch einen relativ groben Wetzstahl. Dickoron classic wird da wohl das feinste sein was noch funktioniert. Mit einem Dick micro würde es vermutlich sehr lang dauern.

@Luse: Klar mit einem groben Wetzstahl, Diamantstahl oder Keramikstab/Sinterrubin und anschließend einem feinen Stahl, kann man sehr lange auskommen. Das machen die Profis in den Zerlegebetrieben auch so, dass sie zwei Wetzstähle benutzen. Aber selbst die Profis Schleifen von Zeit zu Zeit maschinell.

Was mir nicht gefällt ist, dass ein Stahl regulär als Wetzsteinersatz angesehen wird und damit seine eigentliche Aufgabe zum Scharfhalten in Vergessenheit gerät. Im Normalfall zum Scharfhalten ist es eben völlig verkehrt, eine Seite mehrmals über den Stahl zu ziehen. Scharfhalten unterstellt ja eine Fase, die noch in Ordnung ist und die verschlechtert man eher, wenn eine Seite mehrmals bearbeitet wird. Wenn also eine Fase aufgebaut wird, die ja eigentlich noch da ist.
 
Seit ich den Sieger-Long-Life Sinterrubin und den Eicker Microfeinzug Oval habe, brauche ich die ganzen Schleifsteine nicht mehr.
Ich ziehe alle paar Benutzungen das Messer ein paar mal über den Eicker, wenn sie damit nicht mehr scharf werden, ein paar mal über den Sinterrubin. Anschließend wieder ein paar mal Eicker.....fertsch.
Mein Sohn hat letztens gefragt, warum meine Messer so scharf sind.

Sinterrubin ist echt beachtlich.
 
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