• Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf Jetzt registrieren!, um den Registrierungsprozess zu starten. Registrierte User surfen werbefrei, können Suchen durchführen und sehen die volle Darstellung des Forums mit vielen anderen Unterforen!!!

Die erste selbst gewurstet Bratwurst

blackadder978

Hobbygriller
5+ Jahre im GSV
Bratwurst, wer mag sie nicht! Ganz besonders frische grobe Bratwurst, kann doch nicht so schwierig sein. Ein guter Freund der auch gern kocht und experimentiert war zu Besuch und da haben wir die Gelegenheit genutzt.

Zum Metzger unseres Vertrauens und mitgeteilt das wir gern 4 kg Fleisch kaufen würden, aber nur wenn wir auch 8 m Darm dazu bekommen. Das erwies sich als problemlos und wir haben Schweinebauch und Schweinenacken eingepackt mit einem ungefähren Fettanteil von 30% in der Wurst.

Gewürze: Ein paar Rezepte gelesen und beschlossen, machen wir eher freestyle, nur die übliche Salz- und Pfeffermenge pro Kilo haben wir dann weiterverwendet. So ging es also in den Garten um frischen Oregano, Thymian und Majoran zu ernten, dann 4 Zwiebeln feinst gewürfelt und 4 Knoblauchzehen. Außerdem waren noch eingelegte Jalapenos da, davon wurden ebenfalls ein paar Ringlein fein gewürfelt. Dann wurde das Fleisch von meiner Cooking Chef gewolft, alle Zutaten hinzugefügt, verknetet, abgeschmeckt und für gut befunden und dann begann das Abenteuer abfüllen. Darm aufgefädelt und den Cooking Chef Fleischwolf erneut gestartet. War einfacher als gedacht, aber ein Wurstabfüller könnte den Prozessteil stark beschleunigen.

Nach 2,5 Stunden Arbeit - das beinhaltete auch das Kräuter pflücken, Zwiebeln hacken, YT Video gucken ob es etwas beim Abfüllen zu beachten gibt - waren 40 Würstchen fertig und wir haben den Grill gestartet für eine erste Verkostung. Meine Güte waren die lecker!! Leichte Schärfe im Abgang, aber ganz ausgewogen. Angenehmer Kräutergeschmack, die brauchen keinen Senf und kein gar nichts. Das erste mal das alle Senf- und Soßentöpfe zu blieben. Abends haben wir dann noch mal kräftig aufgelegt für das Abendessen mit Freunden, der Rest wurde eingefroren und wir haben das sicherlich nicht das letzte mal gemacht. Dies ist der Anfang einer Wursterkarriere ;)

Ich hatte in diversen Rezepten gelesen, das Zwiebel- und Knoblauchgranulat verwendet wurde und getrocknete Kräuter, wir haben uns für die frische Version entschieden, gibt es einen Grund warum da so viel mit trockenen Gewürzen gearbeitet wird statt Frischware?

Viele Bilder - oder gar gute Bilder - gibts keine, wir waren viel zu beschäftigt! Am Wochenende können wir wieder welche Auftauen und uns noch mal dran freuen und die nächste Vorratsaktion kommt sicher sehr bald.

34d92766-2f9e-4041-8000-b42a9ae965a0.jpeg
8a0a5726-8727-41f6-bf06-e772fb2ceeea.jpeg
37df948b-5c99-4ad9-9f78-b26ca4fdfa84.jpeg
675b03f6-8d75-4906-b6a6-d916904631d2.jpeg
 
Gratuliere. Schöne Erstverwurstung.
Bei der Bratwurst sind frische Kräuter natürlich besser. Die wird gleich gegessen oder eingefroren. Das Granulat hat man halt zu Hause von der Rohwurst Verarbeitung, da will man nicht so viel Feuchtigkeit in der Wurst (z.B. Salami). Bei dem langen Reifeprozess können z.B. rohe Zwiebeln deine Wurst schlecht werden lassen.

Gruß,
Kessel
 
Das Granulat hat man halt zu Hause von der Rohwurst Verarbeitung, da will man nicht so viel Feuchtigkeit in der Wurst (z.B. Salami).

Das verstehe ich, aber an sowas traue ich mich auch nicht dran, eben weil ich nicht weiß wie ich Gammelprozesse kontrolieren und steuern kann. Bratwurst wird verspeist oder eingefroren. Aber sag niemals nie, wer weiß, was ich dann als nächstes ausprobieren will.

Als wir die erste Würste vergrillt hatten und recht sprachlos am Tisch saßen sagte der Freund nur: „Bei uns gehen so viele Kilo Wurst über den Grill, warum habe ich das nicht schon viel früher gemacht.“ Die waren einfach super lecker und brauchten definitv keine weitere Würzung von außen durch Senf oder Soßen. Fertige Wurst schmecke dagegen oft recht langweilig.
 
Schaut doch sehr gelungen aus. Und wenn sie auch noch geschmeckt haben, habt ihr ja alles richtig gemacht. Lob und Anerkennung 👍👍👍
 
Ich kann mir vorstellen dass ihr noch einige Würzvarianten ausprobiert.
Das glaube ich auch. Danke für den Link zu dem Wildschwein Rezept, Wildschwein habe ich auch auf dem Faden, muß nur mal eine gute Quelle hier auftun, ich kenne hier leider keine Jäger, aber das findet sich.

Warum hast du in dem Rezept Wasser mit drin? Es entzieht sich mir noch, warum man Flüssigkeit zusetzen sollte, die dann bei Grillen ja auch wieder raus dampft, oder was verstehe ich falsch? Erhelle mich bitte.
 
Das Wasser ist bei der Bratwurst kein muss. Ich habe einfach mal experimentiert. In meinem Buch über Bratwürste gibt es Rezepte mit und ohne Flüssigkeit.
Ich hatte das Gefühl, dass die Wurst dann etwas saftiger bleibt. Kann aber auch täuschen.
Ich habe auch schon mal einen Schuss "Riesling" reingemacht. Das hatte eine tolle Säure.

Ob im Endeffekt das Wasser irgend einen Mehrwert bringt, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.
Probier`s mal aus und mache eine Charge mit und eine ohne. Wurde mich interessieren was ihr dazu meint.
 
Tach @blackadder978 , schöner einstieg in die Wursterei. Meiner Meinung nach könnte das Brät noch ein
bisschen länger geknetet werden, um die " Bindigkeit" zu erhöhen. Dadurch wird das Brät Kompakter, und
sieht nicht so "bröselig" aus. Ändert Natürlich auch das Schnittbild. Und Ja, da wird noch mehr kommen.
Fing bei mir auch so an. Schönes Wochenende. Gruß Wursthansel
 
Meiner Meinung nach könnte das Brät noch ein
bisschen länger geknetet werden, um die " Bindigkeit" zu erhöhen.
Das denke ich auch, ich war da wohl noch zu sehr beeinflußt von Burger Patties die man ja gerade nicht durchkneten soll. Ich werde das nächste mal mehr kneten und mal schauen welchen Unterschied das macht.
 
Fürs erste Mal habt Ihr das doch prima hinbekommen :thumb2:
4 kg mit dem Wolf füllen ist schon sportlich und wie Ihr wahrscheinlich selbst festgestellt habt, shice.
Ein Wurstfüller wird wohl das Nächste sein, was an Equipment dazukommt. :roll:

Beim Mengen des Brätes und beim Füllen habt Ihr noch etwas Luft nach oben :-)
gibt es einen Grund warum da so viel mit trockenen Gewürzen gearbeitet wird statt Frischware?
Getrocknete Kräuter und Gewürze aus dem Fleischereihandel sind keimreduziert. Macht sich bei Wurst einfach besser - gerade bei lange gereifter.
Gerade frische Zwiebeln, frischer Knoblauch und die falsche Jahreszeit lassen Dein Ergebnis mal ganz schnell umkippen.
Warum hast du in dem Rezept Wasser mit drin? Es entzieht sich mir noch, warum man Flüssigkeit zusetzen sollte, die dann bei Grillen ja auch wieder raus dampft, oder was verstehe ich falsch?
Bei richtig gutem Mengen bekommst so mehr Saftigkeit ins Brät. Man sollte sich aber so auf 10% beschränken.
Die Thüringer Fleischer haben das teilweise ganz gut drauf mit ihrer frischen Thüringer Bratwurst.
Was aber meist nicht genannt wird - damit das richtig gut klappt, gibt man neben den Gewürzen vorm Wolfen noch 1 bis 2 g Kutterhilfsmittel pro kg/Brät zu.
Nach dem Wolfen lässt man die Masse so 10 Minuten ruhen und mengt dann die Flüssigkeit mit ein.
Das Ergebnis ist eine top saftige und super bindige, rohe, frische Bratwurst.
 
Bratwurst, wer mag sie nicht! Ganz besonders frische grobe Bratwurst, kann doch nicht so schwierig sein. Ein guter Freund der auch gern kocht und experimentiert war zu Besuch und da haben wir die Gelegenheit genutzt.

Zum Metzger unseres Vertrauens und mitgeteilt das wir gern 4 kg Fleisch kaufen würden, aber nur wenn wir auch 8 m Darm dazu bekommen. Das erwies sich als problemlos und wir haben Schweinebauch und Schweinenacken eingepackt mit einem ungefähren Fettanteil von 30% in der Wurst.

Gewürze: Ein paar Rezepte gelesen und beschlossen, machen wir eher freestyle, nur die übliche Salz- und Pfeffermenge pro Kilo haben wir dann weiterverwendet. So ging es also in den Garten um frischen Oregano, Thymian und Majoran zu ernten, dann 4 Zwiebeln feinst gewürfelt und 4 Knoblauchzehen. Außerdem waren noch eingelegte Jalapenos da, davon wurden ebenfalls ein paar Ringlein fein gewürfelt. Dann wurde das Fleisch von meiner Cooking Chef gewolft, alle Zutaten hinzugefügt, verknetet, abgeschmeckt und für gut befunden und dann begann das Abenteuer abfüllen. Darm aufgefädelt und den Cooking Chef Fleischwolf erneut gestartet. War einfacher als gedacht, aber ein Wurstabfüller könnte den Prozessteil stark beschleunigen.

Nach 2,5 Stunden Arbeit - das beinhaltete auch das Kräuter pflücken, Zwiebeln hacken, YT Video gucken ob es etwas beim Abfüllen zu beachten gibt - waren 40 Würstchen fertig und wir haben den Grill gestartet für eine erste Verkostung. Meine Güte waren die lecker!! Leichte Schärfe im Abgang, aber ganz ausgewogen. Angenehmer Kräutergeschmack, die brauchen keinen Senf und kein gar nichts. Das erste mal das alle Senf- und Soßentöpfe zu blieben. Abends haben wir dann noch mal kräftig aufgelegt für das Abendessen mit Freunden, der Rest wurde eingefroren und wir haben das sicherlich nicht das letzte mal gemacht. Dies ist der Anfang einer Wursterkarriere ;)

Ich hatte in diversen Rezepten gelesen, das Zwiebel- und Knoblauchgranulat verwendet wurde und getrocknete Kräuter, wir haben uns für die frische Version entschieden, gibt es einen Grund warum da so viel mit trockenen Gewürzen gearbeitet wird statt Frischware?

Viele Bilder - oder gar gute Bilder - gibts keine, wir waren viel zu beschäftigt! Am Wochenende können wir wieder welche Auftauen und uns noch mal dran freuen und die nächste Vorratsaktion kommt sicher sehr bald.

Anhang anzeigen 2586165Anhang anzeigen 2586166Anhang anzeigen 2586167Anhang anzeigen 2586168
Sieht gelungen aus👌🏻
 
Ich habs leider erst jetzt gesehen.
Die sehen aber mehr als gelungen aus. :thumb2:
 
Zurück
Oben Unten