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Die Kunstscheune - Damastmesser

Frank

.
15+ Jahre im GSV
Foto des Monats
Hallo zusammen,

ich bin beim Surfen über diese Homepage gestolpert.

Die Messer sehen toll aus. Es sind ja einige Experten hier unterwegs, die mir sicher sagen können, was hiervon zu halten ist.

KLICK Zum Link
 
Hallo,

ich bin mir nicht sicher was ich davon halten soll. Schön sind die Teile schon.

Nur das Beil ist totaler Unsinn. Die drei Sorten Damast sehen ja ganz hübsch aus, aber ein Stiel aus Thermoesche? Bei Thermoholz wird die Holzstruktur ziemlich angegriffen. Merkt man wenn man das Holz z.B. hobelt. Thermoholz soll auch ausdrücklich nicht mehr als Konstruktionsholz verwendet werden.

Wenn ich daraus einen Werkzeugstiel mache riskiere ich Bruch.

Viele Grüße,
Gerhard
 
Mir drängt sich grade eine Frage auf.
Bei sämtlichen Messern ist ja entweder eine Mittellage aus Monostahl eingearbeitet oder eine Monostahlschneide aufgesohlt. Das habe ich auch schon bei anderen Damastmessern gelesen, scheint also durchaus üblich zu sein.
Ich nehme an dies macht man um gleichmäßige positive Eigenschaften im Bereich der Schneide zu haben aber:

Was nützt dann noch der äußere Damast?
(Außer das er extrem cool aussieht... ;))

Die Frage ist ernst gemeint und stellt keine Kritik an den Messern dar. Ich weiß es wirklich nicht.
 
Ich denke, das ist wohl eher ein Deko-Beil.....

Ich weiß nur nicht, was ich von dem Messerdamast halten soll.....Da kenne ich mich zu wenig aus und es geht mir wie Doc Cleaner.....
 
Frank,

fast alle Preise nur auf Anfrage. Hast Du schon angefragt?

:prost:
 
Hallo,

die Messer sind handwerklich 1a. Er schreibt nichts über die Materialien, also kann man über die Schneidgüte wenig sagen. Wenn die Messer unter 500 € kosten würd´s mich wundern.

Damast wurde früher hergestellt, bzw. Damasttechnik verwendet um die Materialgüten zu homogenisieren, da es nicht möglich war Stahl in gleichbleibenden Qualitäten herzustellen. Das ist kein Wunderzeug und viele Lagen machen das Material nicht besser. Der ganze Samuraischwertwundermist ist Quatsch. Die Dinger waren Wunder für die damaligen Herstellmethoden und die Kombination Weicher-Harter Stahl ist eine gute Sache, die sich daraus mit allen Vorteilen einfach ergab. Wenn die damals nicht hätten falten müssen, hätten sie´s nicht gemacht.

Heute kannst du Messer gleichbleibender Qualität auch aus Monostahl machen, weil die Ausgangsgüten einfach besser sind.

Heute gibt´s Damstmesser weil es Leute gibt, die sich sowas leisten wollen. Aber wenn dann ordentlich. Kein Aldi-Lidl-Hofer-Mist oder China-Damast.

Ein Polo fährt, aber ein Dodge Viper fährt viel geiler.

Was hast du denn für ein Auto :D?

Sg
RR
 
Die Preise für die beiden Küchenmesser KM 0710 und KM 0812 belaufen sich auf je ~ 400.- €.

Leider sind die beiden schon weg und müssten neu gefertigt werden. Deshalb keine genaue Preisangabe.

Ich wollte das aber nicht unbedingt preisanhängig machen, deshalb hatte ich keine Preise gepostet.....
 
Was hast du denn für ein Auto :D?

Ein großes, praktisches aus Rüsselsheim.....ich musste mir noch nie Gedanken machen, was ich wie einlade. Klappe auf, alles rein und Klappe zu....und wegfahren. :D:D
 
Was nützt dann noch der äußere Damast?
(Außer das er extrem cool aussieht... ;))

Die Frage ist ernst gemeint und stellt keine Kritik an den Messern dar. Ich weiß es wirklich nicht.


Hallo,

Du bist der Wahrheit schon sehr nahe.

Es sieht cool aus.

That´s it.

Das predige ich schon seit Jahren. Die Schneide ist - genauso wie bei den allermeisten Japanmessern - ein Monostahl. Und das ist gut so.
Man könnte evtl. noch argumentieren daß Stützlagen bei Damastklingen (beim drei- oder zweischichtigen Klingenaufbau) evtl. elastischer sind als Monostähle. Aber das ist IMHO vernachlässigbar.

Viele Grüße,
Gerhard
 
Hallo,

die Messer sind handwerklich 1a. Er schreibt nichts über die Materialien, also kann man über die Schneidgüte wenig sagen. Wenn die Messer unter 500 € kosten würd´s mich wundern.

Damast wurde früher hergestellt, bzw. Damasttechnik verwendet um die Materialgüten zu homogenisieren, da es nicht möglich war Stahl in gleichbleibenden Qualitäten herzustellen. Das ist kein Wunderzeug und viele Lagen machen das Material nicht besser. Der ganze Samuraischwertwundermist ist Quatsch. Die Dinger waren Wunder für die damaligen Herstellmethoden und die Kombination Weicher-Harter Stahl ist eine gute Sache, die sich daraus mit allen Vorteilen einfach ergab. Wenn die damals nicht hätten falten müssen, hätten sie´s nicht gemacht.

Heute kannst du Messer gleichbleibender Qualität auch aus Monostahl machen, weil die Ausgangsgüten einfach besser sind.

Heute gibt´s Damstmesser weil es Leute gibt, die sich sowas leisten wollen. Aber wenn dann ordentlich. Kein Aldi-Lidl-Hofer-Mist oder China-Damast.

Das ist nur begrenzt richtig.
Punkt 1: Die Verarbeitung sieht fehlerfrei aus; ob die Wärmebehandlung stimmt, muss man aber mutmaßen.

Punkt 2: Damaststahl sollte man dringend von Raffinierstahl unterscheiden. Raffinierstahl, wie Tamahagane, ist ein Stahl, dessen Falten das Ziel hatte, das inhomogene Ausgangsmaterial zu homogenisieren und auf diese Weise eine Art Monostahl herzustellen. Tatsächlich sind die handwerklichen Leistungen der japanischen Schwertschmiede unglaublich, denn die Leistungsfähigkeit der vor vielen hundert Jahren gewonnenen Flusssandstähle steht heutigen, industriell hergestellten Schneidstählen in nichts nach. Und bis heute ist der in Japan gewonnene Papierstahl, dessen Herstellung sich stark an die Juwelenstahlgewinnung anlehnt, der beste zu bekommende Stahl für Messer, da die Reinheit des Ausgangsmaterials nicht zu schlagen ist.
Dennoch hat sich das Gärben von Stahl mit der Verfügbarkeit von guten Monostählen weitestgehend erübrigt, da diese bei fast gleichem Ergebnis unendlich billiger und schneller herzustellen sind.

Damaststahl hat dem gegenüber den genau gegenteiligen Sinn: Mehrere Monostähle werden zu einem inhomogeneren Produkt verarbeitet, ursprünglich erdacht, um das Bild des echten Damaststahls, heute "Wootz" genannt, zu kopieren. Da die Stähle häufig nur nach ihrer Verarbeitbarkeit und ihrem kontrastreichen Zeichnen ausgesucht werden, eignen sich viele dieser Stähle nur als dekorative Außenlage und werden mit einer Schneidlage aus Monostahl versehen. Es gibt allerdings einige Schmiede, die s.g. Leistungsdamast herstellen. Balbach und Stienen sind hierbei zwei bekanntere Namen, aber es gibt etliche Leute in Deutschland, die sich dieser Kunst verschrieben haben. Das Problem ist, dass die Mischung von zwei Stählen schwer kalkulierbare Ergebnisse ergibt und die Wärmebehandlung erschwert. Verfügt der Schmied aber über Erfahrung, so ist es möglich, dass Leistungsdamast extrem gute Schneidleistungen erbringt, möglicherweise übertrifft er dabei Monostahl sogar, da die Schweißgrenzen auch als Kristallisationsgrenzen für das Korn wirken. Die wenigen Quellen dazu zeigen zumindest in diese Richtung.

Kurzform:
Raffinierstahl obsolet, aber beeindruckende Ergebnisse.
Monostahl eine teilweise exzellente, bezahlbare Variante für Messer.
Damaststahl zur Zierde: Vielleicht hübsch, aber überflüssig.
Leistungsdamast: Sehr gute Ergebnisse, potentiell besser als Monostahl.

Pauschal zu sagen "alle Quatsch" trifft den Kern der Sache also nicht.
 
@ Mr Pink
Ich finde es Toll wie du versuchst uns das ganze Fachwissen über Stahl beizubringen! Hier lernt man mehr als auf vielen anderen Seiten die sich mit der Materie beschäftigen. Weil es in einem verständlichen deutsch geschrieben ist und nicht in fachchinesisch.

Danke dass du dir immer diese Mühe machst!

Gruss
Ghackets
 
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