Puh, ich bin fix und fertig. Normalerweise strengt mich ja höchstens mal das Essen an, aber heute war das doch ganz anders.
Anlässlich meines Namenstags und in Erinnerung an meine Kindheit gab es heute die Martins-Gans für den kinderlosen Haushalt - sprich, eine Wildente.
Benutztes Werkzeug: Weber Performer original GBS, Weber-Roti inkl. Aufsatz, Maverick ET732, Kabeldurchführung aus Petras Grillshop.
Los ging es um 16 Uhr, ich hatte heute Heimarbeit, daher konnte ich mir das leisten. Zielzeit war übrigens 18-18.30 Uhr. Schonmal einen AZK voll mit den Resten der Holzkohle geschüttet und angezündet. In der Zeit konnte ich erstmal die Roti suchen. Wo hatte ich sie nur hingelegt? Nach zehn Minuten war das Rätsel gelöst und es konnte weitergehen. Sie ruhte sanft im Keller neben den CO2-Flaschen für die Zapfanlage. GöFreu hatte die Ente schonmal ausgepackt und war auf der Suche nach den Innereien. Gefunden haben wir nur den Hals. Ok. vielleicht war unsere Wildente Organspenderin.
Nachdem wir sie "ausgenommen" und wieder schön verschnürt hatten, wurde sie aufgespießt. Als alles grillschön war, stellte ich fest, dass ich zuerst die jüngst erworbene Kabeldurchführung und die beiden Fühler vom Maverick hätte am Spieß anbringen sollen. Also alles nochmal runter und von vorne - dieses Mal aber richtig.
Pünktlich mit der heißen Kohle war dann auch die mit Salz und Pfeffer von innen und außen gewürzte Ente verkabelt und einsatzbereit. Also Kohlen in den Grill und auf eine vernünftige Temperatur eingeregelt und dann rauf mit der Miniatur-Gans.
Los ging es bei 210°. Die Temperatur sank in der nächsten 3/4-Stunde auf 170° ab, also machte ich mir den nächsten AZK fertig. Werde ja nicht mehr so viel brauchen. Aber die blöde Kohle wurde doch wesentlich schneller kälter, als ich erwartet hatte. Bei 150° GT war ich endlich soweit, die nächste Ladung nachzulegen. Die Ente sah zu diesem Zeitpunkt wie folgt aus:
Danach stieg meine Temperatur wieder auf 200° an, aber das Biest wollte sich farblich nicht mehr so recht verändern. Also wurde ich langsam hektisch, bereitete noch einen AZK mit 10 Briketts vor, damit es schnell geht. Nach 1,5h lag die GT bei 200°, die KT war schon jenseits der 90°. Das beunruhigte mich weniger, da der Fühler eh nicht so recht tief im Fleisch steckte. Die Außenfarbe entsprach hingegen weiterhin nicht meinen Vorstellungen. Mit dem Outfit hätte man sie auf Skandinavien-Urlaub gewähnt, nicht aber in tropische Hitze.
Also habe ich kurzerhand den immer noch brennenden Grillanzünder unter die Ente in die Kohlen geworfen. Die Abtropfschale hatten wir zur Soßenbereitung schon entnommen. Leute, ich kann euch sagen, mein Performer qualmte wie der Rasende Roland auf Rügen.
Dann war es irgendwann soweit, der Point of no Return war erreicht: Soße, Kartoffeln und Rotkohl waren fertig. Also musste ich schweren Herzens und mit einem ganz miesen Gefühl meinen Part der Essensvorbereitung präsentieren. Eine labberige Gans, einen Gummiadler, Rohkost vom Feinsten.
Aber oh Wunder, im gedämpften Küchenlicht sah die Entenhülle doch gar nicht so schlecht aus und beim Runterziehen von der Roti vernahm ich auch leichte Knuspergeräusche. Ein Funken Hoffnung keimte auf, der schnell wieder zu einer lodernden Flamme wurde, wie ich sie zwischenzeitlich gerne in der Kugel gehabt hätte. Schlussendlich kann ich sagen, dass es sehr gut geschmeckt hat. Die Haut war nicht perfekt, hatte aber einen leichten Crunch, das Fleisch war nicht supersaftig, aber auch nicht vertrocknet. Der Rest war eh super lecker.
Mein Fazit fürs nächste Mal: Keine Holzkohle mehr, sondern wieder Briketts. Außerdem werde ich mir, kurz nachdem der Flattermann auf dem Spieß rotiert, einen weiteren AZK mit Briketts anzünden, um schnell reagieren zu können.
Außerdem lege ich mir Beta-Blocker, Herzpillen und ein wenig Valium bereit.
Insgesamt muss ich aber sagen: Hat Spaß gemacht und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Das Maverick ist ne tolle Sache, auch wenn es sehr konträre Werte zum Deckelthermometer angezeigt hat.
Anlässlich meines Namenstags und in Erinnerung an meine Kindheit gab es heute die Martins-Gans für den kinderlosen Haushalt - sprich, eine Wildente.
Benutztes Werkzeug: Weber Performer original GBS, Weber-Roti inkl. Aufsatz, Maverick ET732, Kabeldurchführung aus Petras Grillshop.
Los ging es um 16 Uhr, ich hatte heute Heimarbeit, daher konnte ich mir das leisten. Zielzeit war übrigens 18-18.30 Uhr. Schonmal einen AZK voll mit den Resten der Holzkohle geschüttet und angezündet. In der Zeit konnte ich erstmal die Roti suchen. Wo hatte ich sie nur hingelegt? Nach zehn Minuten war das Rätsel gelöst und es konnte weitergehen. Sie ruhte sanft im Keller neben den CO2-Flaschen für die Zapfanlage. GöFreu hatte die Ente schonmal ausgepackt und war auf der Suche nach den Innereien. Gefunden haben wir nur den Hals. Ok. vielleicht war unsere Wildente Organspenderin.
Nachdem wir sie "ausgenommen" und wieder schön verschnürt hatten, wurde sie aufgespießt. Als alles grillschön war, stellte ich fest, dass ich zuerst die jüngst erworbene Kabeldurchführung und die beiden Fühler vom Maverick hätte am Spieß anbringen sollen. Also alles nochmal runter und von vorne - dieses Mal aber richtig.
Pünktlich mit der heißen Kohle war dann auch die mit Salz und Pfeffer von innen und außen gewürzte Ente verkabelt und einsatzbereit. Also Kohlen in den Grill und auf eine vernünftige Temperatur eingeregelt und dann rauf mit der Miniatur-Gans.
Los ging es bei 210°. Die Temperatur sank in der nächsten 3/4-Stunde auf 170° ab, also machte ich mir den nächsten AZK fertig. Werde ja nicht mehr so viel brauchen. Aber die blöde Kohle wurde doch wesentlich schneller kälter, als ich erwartet hatte. Bei 150° GT war ich endlich soweit, die nächste Ladung nachzulegen. Die Ente sah zu diesem Zeitpunkt wie folgt aus:
Danach stieg meine Temperatur wieder auf 200° an, aber das Biest wollte sich farblich nicht mehr so recht verändern. Also wurde ich langsam hektisch, bereitete noch einen AZK mit 10 Briketts vor, damit es schnell geht. Nach 1,5h lag die GT bei 200°, die KT war schon jenseits der 90°. Das beunruhigte mich weniger, da der Fühler eh nicht so recht tief im Fleisch steckte. Die Außenfarbe entsprach hingegen weiterhin nicht meinen Vorstellungen. Mit dem Outfit hätte man sie auf Skandinavien-Urlaub gewähnt, nicht aber in tropische Hitze.
Also habe ich kurzerhand den immer noch brennenden Grillanzünder unter die Ente in die Kohlen geworfen. Die Abtropfschale hatten wir zur Soßenbereitung schon entnommen. Leute, ich kann euch sagen, mein Performer qualmte wie der Rasende Roland auf Rügen.
Dann war es irgendwann soweit, der Point of no Return war erreicht: Soße, Kartoffeln und Rotkohl waren fertig. Also musste ich schweren Herzens und mit einem ganz miesen Gefühl meinen Part der Essensvorbereitung präsentieren. Eine labberige Gans, einen Gummiadler, Rohkost vom Feinsten.
Aber oh Wunder, im gedämpften Küchenlicht sah die Entenhülle doch gar nicht so schlecht aus und beim Runterziehen von der Roti vernahm ich auch leichte Knuspergeräusche. Ein Funken Hoffnung keimte auf, der schnell wieder zu einer lodernden Flamme wurde, wie ich sie zwischenzeitlich gerne in der Kugel gehabt hätte. Schlussendlich kann ich sagen, dass es sehr gut geschmeckt hat. Die Haut war nicht perfekt, hatte aber einen leichten Crunch, das Fleisch war nicht supersaftig, aber auch nicht vertrocknet. Der Rest war eh super lecker.
Mein Fazit fürs nächste Mal: Keine Holzkohle mehr, sondern wieder Briketts. Außerdem werde ich mir, kurz nachdem der Flattermann auf dem Spieß rotiert, einen weiteren AZK mit Briketts anzünden, um schnell reagieren zu können.
Außerdem lege ich mir Beta-Blocker, Herzpillen und ein wenig Valium bereit.
Insgesamt muss ich aber sagen: Hat Spaß gemacht und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Das Maverick ist ne tolle Sache, auch wenn es sehr konträre Werte zum Deckelthermometer angezeigt hat.
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