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Die richtige Schneidetechnik

Smokey Joe

Grillkaiser
15+ Jahre im GSV
Hi GSVler,

habe schon das Forum durchsucht und auch im Netz auf Youtube gestöbert, aber so wirklich viele, vertrauenswürdige Quellen habe ich zu dem Thema nicht gefunden.

Zum Beispiel "hackt" der Protagonist dieses Videos ab ca. Minute 1:00 seine Gurke
YouTube - Gemüse schneiden

Wobei ich mal gehört/gelesen habe, dass Hacken für das Messer gar nicht gut ist.
Bei Minute 2:20 Zeit er die Technik, wie ich sie für richtig halte.

Wie sind die Meinungen dazu?
Über vertrauenswürdige Quellen würde ich mich auch freuen.
 
Ja. Ab 2.20 gefällts mir auch.
Spitze auf dem Brett lassen ist gut für die Kontrolle.
Wichtig ist halt wirklich zu schneiden, also die Klinge vor und zurück zu bewegen.

Ich greife das Messer auch so wie er, also eher an der Klinge. So, das Daumen und Zeigefinger die Klinge halten, und nur die anderen Finger noch den Griff fassen. Dann kann die Bewegung gut aus Handgelenk und Unterarm kommen.

Später hackt er dann wieder, das mache ich nie. Ob das aber schlecht für das Messer ist, kann ich nicht sagen.

Und immer schön Fingerkuppen nach innen.


Grüße aus der Wetterau.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich persönlich bin kein Freund von diesem "hacken" was der Kollege da praktiziert. Lieber etwas langsamer und dafür wirklich geschnitten (Die Klinge bewegt sich von vorne nach hinten oder andersrum und zerteilt dabei das Schneidgut) dann muss man auch weniger oft nachschleifen.
Allerdings leidet mein Schneidbrett klar mehr. wobei ich lieber gelegentlich das Schneidbrett ersetze als die Messer
 
Wenn die Unterlage weich genug ist, kann man auch mal hacken.

Ich bin von den schwedischen Plastikmatten (für wirklich kleines Geld) sehr angetan.
 
Also schnell ist ja schon wichtig, aber falls das Messer darunter leiden sollte, ist das natürlich nicht so Knüller...



Meinst du diese hier oder diese hier, Andi?

(jetzt geht's aber wirklich zum Fussi...)


Ich meine die erste: DRÄLLA

dralla-schneidunterlage-biegsam-versch-farben__0088394_PE219393_S4.JPG


Die Dinger sind Spitze zum Gemüse schneiden (da biegsam).
 
Europäische Messer sind für den Wiegeschnitt ausgelegt. Das ist im weitesten das, was man in dem im ersten Post ab 2:20 sehen kann. Normalerweise wird das Messer dabei allerdings noch ein bisschen mehr in Längsrichtung bewegt, um einen tatsächlichen Schnitt zu machen.

Was er sonst zeigt, ist eher ein Zug- bzw. Druckschnitt. Dies ist die Schneidtechnik, die eher zu den asiatischen Messern gehört. Hier sind zwei Videos von Martin Yan, der die beiden wichtigsten Techniken zeigt. Er ist ein chinesischer Koch und arbeitet daher mit einem chinesischen Hackmesser (von Wüsthof, ironischerweise. Die haben das meiste Geld in die Hand genommen. Ist aber nicht das Maß der Dinge). Davon muss man sich nicht irritieren lassen.
Die erste Variante ist hier zu sehen:
Stelle: 2:45min
YouTube - How to use kitchen knife cut cucumber, Martin Yan Part1
Dabei wird nach vorne schiebend geschnitten und durch Zurückziehen der Klinge vollständig getrennt. Gerade bei sehr dünnem Schneiden und Dingen, die gar nichts spalten, sondern längsfaserig zusammenhängen, ist das Zurückziehen empfehlenswert. Es gibt auch die Variation, dass das Messer davor angesetzt und nur zurückgezogen wird.

Die zweite Variante zeigt er hier, die klassische asiatische Schnitttechnik:
Stelle: 3:45
YouTube - How to cut up variety of vegetables, Martin Yan Part2
"Downward-forward", der klassische Schnitt.
Auch delikatestes Schneiden wird derart gemacht, siehe zB hier:
Stelle 3:30min
YouTube - Iron Chef - Battle Pike Eel (2 of 5)

Was "gut" und "schlecht" für das Messer ist, muss man recht differenziert betrachten. Ein reines Schneiden nach unten auf einer Holzunterlage ist nicht so schlimm. Wenn man Iron Chef anschaut, wird einem klar, was man selbst mit richtig harten Schneiden machen kann, wenn man weiß, was man tut. Die Köche dort arbeiten teilweise extrem schnell und kraftvoll, teilweise wird regelrecht gehackt. Natürlich ist bei kräftigem Remmidemmi die Klinge schneller mal stumpf, aber das ist eigentlich kein Problem, da sie ja in dreißig Sekunden auch wieder scharf zu machen ist. Der Killer für die Schneiden sind aber Torsionen, also wenn bei einer dieser kraftvollen Abwärtsbewegungen eine Seitswärtsbewegung dazu kommt. Dann steckt der vordere Teil der Klinge schon im Brett und der hintere wird zur Seite verkantet. Das gibt Katastrophen und ist der klassische Fehler eines Anfängers, der seine Klinge nicht kontrollieren kann und zu schnell zu viel will.
 
Danke für die Erklärung, Mr. Pink. Sowas habe ich hier noch nicht gefunden.

Und bei den Videos bei Youtube weiß man ja auch immer nicht, ob die Quelle verlässlich ist.

Mir ist geholfen, danke! :thumb2:
 
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