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Dinner for one, diesmal ein Cowboy Steak

Waldesel

Militanter Veganer
Hallo Foris !



Ähnlich wie die Frage nach meinem Lieblingsbier wüsste ich auch die Frage nach meinem Lieblingsgericht nicht zu beantworten. Ein feuriges Gulasch aus dem Dopf vielleicht, Steckerlfische mit Bierbrezn ? Rippchen direkt oder besser noch indirekt gegrillt ? Schweinshaxn, Wammerl, Beef Brisket sowieso… Nicht zu vergessen Spießchen aller Arten und Größen.

Aber sicher gehört auch das Steak genannt. In Österreich versteht man darunter eigentlich nur den zarten Lungenbraten. Eh sehr lecker, aber auch irgendwie langweilig, finde ich. Das Sirlion, wir nennen es Beiried ist mir wiederum zu trocken, ich mach da nur Roastbeef daraus.

Also bleib noch das Rib Eye, oder besser noch die Hochrippe, beides Rostbraten genannt. Da wiederum bevorzuge ich es wenn als Club Steak noch der Knochen dran bleibt. So bleibt das Fleischi auch schön in Form und man spart sich das Abbinden, eine Arbeit die mir nicht sehr zusagt, gebe ich zu. Und ja, genau so einen Schnitt hab ich mir besorgt.

Mal wieder vergessen zum Abmessen, es werden wohl so an die fünf Zentimeter gewesen sein, jedenfalls mit Knochen 820 Gramm. Dry Aged Qualität diesmal auch von der Fleischtheke eines besser sortierten Supermarktes, weil die Fleischer meines Vertrauens urlaubsbedingt geschlossen haben.

Am Vorabend wird gesalzen und eingeschweißt, ich nehme einen satten, aber nicht gestrichenen Teelöffel feines Meersalz pro 500 Gramm. Eher unmittelbar vor dem Grillen wird gerubbt. Für dieses Trumm:

1 TL schwarzer Pfeffer, frisch und grob gemahlen

1 EL brauner Rohrzucker

1 EL gemahlener Kaffee

1 deutliche Prise gem. Zimt

Diesmal das Steak bei KT 49 aus der indirekten Zone genommen, vorher schon dezent mit trockenen Chips geräuchert, und in eine Form getan, abgedeckt. Das deshalb weil die Holzkohle die ich zum Weitermachen gebraucht etwas sehr geziert gehabt mit dem Anglühen, das aber ist eine andere Geschichte.

1 ½ Minuten pro Seite auf direkte Hitze volle Kanne was geht, dann 10 Minuten wieder in der Form abgedeckt rasten lassen. Nicht in der indirekten Zone des Garraumes, diesen Fehler hatte ich früher oft genug gemacht, von daher sei das erwähnt. 15 Minuten oder länger rasten lassen täte eh noch mehr bringen, bin aber immer so ungeduldig und die Kartoffelchen sollten ja auch nicht zu weich werden. Die Kruste weicht sich halt auf beim Rasten, wissen wir leider.

Dann wieder volle Kanne für knapp 30 Sekunden je Seite auf die direkte Hitze, damit die Kruste wieder wird... und ab auf den Teller.

Und wie immer hat es geschmeckt wie es aussieht. Auch der Rauchkartoffel, auch wenn der ob seiner Röstaromen wohl keinen Preis gewinnt… schade eigentlich bei diesem Geschmack

Wie immer dankt fürs Lesen

Euer Waldesel

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