Ein freundliches Hallo mal wieder in die Runde !
Im Juni will ich meinen Gästen eine kleine Pute vorsetzen, so zwischen 2500 und 3000 Gramm. Zwar ist ein Hähnchen was anderes, das ist mir klar, wie aber sonst üben ?
Gegenständliches Tierchen stammt von einem Qualitätssupermarkt meines Vertrauens, ein Bio- Henderl mit 1510 Gramm.
Gelingt das überhaupt am Smoker ? Beiräuchern oder nicht, verledert da nicht die Haut ? Schale mit Wasser oder mit Sand füllen, immerhin will ich ja eine knusprige Haut ? Im Ganzen garen oder im Schmetterlingsschnitt, was bewährt sich eher ? Jedenfalls hatte ich mich wie folgt entschieden.
Mit einem scharfen Wellschliff- Messer das Rückgrat raus, Flügelspitzen abschneiden, Brustbein einschneiden und etwas trimmen. Salzen und über Nacht im Kühlschrank ruhen. Vor dem Garen mit Arizona Rub behandeln, der lässt sich leicht ausgooglen. Mein Chilipulver ist Thai Chili aus dem Garten selber gemacht und entsprechend scharf dann die Haut geworden. Ich mag das sehr, aber bei den Gästen muss ich deutlich weniger hernehmen, das nur zur Warnung
An Innereien sind das Kragerl, das Herz und die Leber mitgeliefert worden. Leber entsorgt aber alles andere gemeinsam mit etwas Lagerbier, Zwiebel und einen halben Gemüsebrühwürfel eine Stunde lang am Herd vorgekocht, sicher ist sicher. Abgeseiht und in eine Folienschale gegeben, diese auf den 2. Rost über der Wasserwanne platziert. Das Hühnchen selbst an der oberen Ebene.
Mit der Wasserschale und dem steten Wind den es in meinem Garten halt ständig hat war es eigentlich nicht möglich, mehr als 143 Grad Ofentemperatur zu halten. Dennoch war das Wasser im Vergleich zum Sand die richtige Entscheidung.
Ein Stückchen, ca. 15 Gramm entrindetes Birnenholz zum Räuchern hergenommen, andere Obstholz hab ich leider nicht. Aber auch das die richtige Entscheidung gewesen, wirklich nur ganz dezent, genügt völlig bei Geflügel wie ich nun weiß. Und nein, die Haut verledert nicht. Was für ein interessantes "Aha" Erlebnis.
Die Beilage ist ein einfacher Semmelknödel, in diesem Fall halt auf Basis Dinkel- Getreide, als Restlverwerter sozusagen. Aromatisiert wird er mit einfachem Gyros Gewürz. Nix besonderes und sehr einfach. Sicherheitshalber hatte er wegen der niedrigen Temperatur gute 35 Minuten zum Garen und ward dann auch perfekt geraten.
Bei KT 65 das Safterl rausgenommen und am Herd indoor einreduziert, Da war alles echt drinnen. Die dezente Biernote die ich so lieben, (meine Gäste leider nicht), Bratengeschmack und etwas Rauch, herrlich um mit dem Knödel aufgetunkt zu werden.
Das Ergebnis überraschend gelungen. Die Haut auf direkter, aber weit entfernter Glut etwas an Ober und Unterseite nachgebessert war aber vorher schon überraschen knusprig geworden. Besser schafft es wohl nur der Drehspieß den ich mir jetzt noch weniger zulegen werde, wenn es so auch geht. Die Haxe hatte ich ohne schon gemeistert, den Gyros, und nun auch das Hähnchen.
Aber schafft der Drehspieß auch so ein zartes saftiges Fleisch, mit dezenter Rauchnote ? Auch an den bekannt sensiblen Stellen Brust und Oberkeule ? Wohl kaum, das war wohl der Wasserschale geschuldet.
„Ein gültiger Versuch !“ wie mein Vorbild wohl gesagt hätte, ihr kennt ihn alle !
Und wie hat es geschmeckt ? Wie immer so wie es aussieht, die andere Hälfte verzehre ich heute Abend mit einem leckeren Bauernbrot und gepflegtem Pilsner Bier. Denn morgen ist ja Feiertag.
Nun fürchte ich mich vor der kleinen Pute auch nicht mehr. Hoffe nur daß auch diese mit max. 3000 Gramm als Schmetterling auf den Rost passt, ist ja nur ein 43 cm WSM. Allerdings geht eine Pute mehr in die Höhe als ein Hühnchen, ich gehe davon aus das es passen wird. Notfalls schütze ich die den Rand berührenden Enden mit Alufolie.
Bild 1) Das Tier 24 Stunden vor dem Garen, frisch aus dem Supermarkt.
Bild 2) Behandelt mit Arizona Rub
Bild 3) KT 75 Ansicht von oben
Bild 4) KT 75 Ansicht von unten
Bild 5) Genussfertig
Bild 6) Genussfertig mit Beilage
Bild 7) Mit Safterl am Teller schon
Bild 8) So wunderbar saftig geblieben diese Brust.
Vielen Dank für´s Lesen,
Euer Waldesel
Im Juni will ich meinen Gästen eine kleine Pute vorsetzen, so zwischen 2500 und 3000 Gramm. Zwar ist ein Hähnchen was anderes, das ist mir klar, wie aber sonst üben ?
Gegenständliches Tierchen stammt von einem Qualitätssupermarkt meines Vertrauens, ein Bio- Henderl mit 1510 Gramm.
Gelingt das überhaupt am Smoker ? Beiräuchern oder nicht, verledert da nicht die Haut ? Schale mit Wasser oder mit Sand füllen, immerhin will ich ja eine knusprige Haut ? Im Ganzen garen oder im Schmetterlingsschnitt, was bewährt sich eher ? Jedenfalls hatte ich mich wie folgt entschieden.
Mit einem scharfen Wellschliff- Messer das Rückgrat raus, Flügelspitzen abschneiden, Brustbein einschneiden und etwas trimmen. Salzen und über Nacht im Kühlschrank ruhen. Vor dem Garen mit Arizona Rub behandeln, der lässt sich leicht ausgooglen. Mein Chilipulver ist Thai Chili aus dem Garten selber gemacht und entsprechend scharf dann die Haut geworden. Ich mag das sehr, aber bei den Gästen muss ich deutlich weniger hernehmen, das nur zur Warnung
An Innereien sind das Kragerl, das Herz und die Leber mitgeliefert worden. Leber entsorgt aber alles andere gemeinsam mit etwas Lagerbier, Zwiebel und einen halben Gemüsebrühwürfel eine Stunde lang am Herd vorgekocht, sicher ist sicher. Abgeseiht und in eine Folienschale gegeben, diese auf den 2. Rost über der Wasserwanne platziert. Das Hühnchen selbst an der oberen Ebene.
Mit der Wasserschale und dem steten Wind den es in meinem Garten halt ständig hat war es eigentlich nicht möglich, mehr als 143 Grad Ofentemperatur zu halten. Dennoch war das Wasser im Vergleich zum Sand die richtige Entscheidung.
Ein Stückchen, ca. 15 Gramm entrindetes Birnenholz zum Räuchern hergenommen, andere Obstholz hab ich leider nicht. Aber auch das die richtige Entscheidung gewesen, wirklich nur ganz dezent, genügt völlig bei Geflügel wie ich nun weiß. Und nein, die Haut verledert nicht. Was für ein interessantes "Aha" Erlebnis.
Die Beilage ist ein einfacher Semmelknödel, in diesem Fall halt auf Basis Dinkel- Getreide, als Restlverwerter sozusagen. Aromatisiert wird er mit einfachem Gyros Gewürz. Nix besonderes und sehr einfach. Sicherheitshalber hatte er wegen der niedrigen Temperatur gute 35 Minuten zum Garen und ward dann auch perfekt geraten.
Bei KT 65 das Safterl rausgenommen und am Herd indoor einreduziert, Da war alles echt drinnen. Die dezente Biernote die ich so lieben, (meine Gäste leider nicht), Bratengeschmack und etwas Rauch, herrlich um mit dem Knödel aufgetunkt zu werden.
Das Ergebnis überraschend gelungen. Die Haut auf direkter, aber weit entfernter Glut etwas an Ober und Unterseite nachgebessert war aber vorher schon überraschen knusprig geworden. Besser schafft es wohl nur der Drehspieß den ich mir jetzt noch weniger zulegen werde, wenn es so auch geht. Die Haxe hatte ich ohne schon gemeistert, den Gyros, und nun auch das Hähnchen.
Aber schafft der Drehspieß auch so ein zartes saftiges Fleisch, mit dezenter Rauchnote ? Auch an den bekannt sensiblen Stellen Brust und Oberkeule ? Wohl kaum, das war wohl der Wasserschale geschuldet.
„Ein gültiger Versuch !“ wie mein Vorbild wohl gesagt hätte, ihr kennt ihn alle !
Und wie hat es geschmeckt ? Wie immer so wie es aussieht, die andere Hälfte verzehre ich heute Abend mit einem leckeren Bauernbrot und gepflegtem Pilsner Bier. Denn morgen ist ja Feiertag.
Nun fürchte ich mich vor der kleinen Pute auch nicht mehr. Hoffe nur daß auch diese mit max. 3000 Gramm als Schmetterling auf den Rost passt, ist ja nur ein 43 cm WSM. Allerdings geht eine Pute mehr in die Höhe als ein Hühnchen, ich gehe davon aus das es passen wird. Notfalls schütze ich die den Rand berührenden Enden mit Alufolie.
Bild 1) Das Tier 24 Stunden vor dem Garen, frisch aus dem Supermarkt.
Bild 2) Behandelt mit Arizona Rub
Bild 3) KT 75 Ansicht von oben
Bild 4) KT 75 Ansicht von unten
Bild 5) Genussfertig
Bild 6) Genussfertig mit Beilage
Bild 7) Mit Safterl am Teller schon
Bild 8) So wunderbar saftig geblieben diese Brust.
Vielen Dank für´s Lesen,
Euer Waldesel
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