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Edelstahl-Guss: Ein Rohrkrepierer?

Grillartist

Militanter Veganer
Liebes Forum,

seit einigen Jahren gibt es nun die sagenumwobenen "Edelstahl-Guss-Roste". Vor allem der Napoleon-Prestige-"Phantom" hat diese einem breiteren Publikum erschlossen.

Wie sagt das Marketing so schön: "So Temperatur-haltig wie Gusseisen, aber so pflegeleicht wie Edelstahl".
"Das beste aus beiden Welten"; "die hochwertigste Rost-Lösung".

Ist das wirklich so?

Jetzt meine Thesen dazu mit der Bitte um Meinung, Diskussion und Kritik:

- Warum hat kein einziger Grill der Luxus-Klasse diese Dinger serienmäßig verbaut?
Selbst die Grills > 10 TEUR verbauen die nicht. Komisch, oder? Sollte dort nicht das Allerbeste verbaut werden?

- "Guss ist die Aneinanderreihung von Löchern", wie mir der Betreiber einer Stahlschmiede einmal sagte.
Guss (auch Edelstahl-Guss) ist porös und rau. Gezogenes oder Geschmiedetes ist dagegen schön glatt und pflegeleicht.
Könnte es sein, dass glatter Edelstahl prinzipiell die bessere Wahl im Grill ist (wenn man denn Edelstahl will und kein Eisen)?

- Ist es nicht vielmehr so, dass die "Edelstahl-Guss-Roste" nur deshalb funktionieren, weil sie einfach sehr massiv gebaut werden?
Würde man die glatten Stäbe massiver bauen, hätte man den gleichen Effekt. Die Wärme-Speicherung hängt schlicht von der Masse ab.
Die Wärme-Leitfähigkeit ist bei Eisen super; bei Guss-Edelstahl und glattem Edelstahl aber fast gleich.

- Die fetten und dicken Edelstahl-Guss-Roste schirmen halt viel Strahlungswärme ab. Die will ich beim Grillen aber doch eigentlich haben..?

Meine These daher: Die Edelstahl-Guss-Roste speichern viel Hitze, einfach weil sie massig gebaut werden. Dafür hat man den Nachteil, dass sie Strahlung abschirmen. Wegen ihrer rauen Oberfläche sind sind sie tendenziell auch nicht so pflegeleicht wie glatter Stahl.

==> Ergebnis: Es ist ein reiner Marketing-Gag ohne besonderen Vorteil. Für einen Gag sind sie aber (mir) zu teuer.
 
Spannender Thread.

- "Guss ist die Aneinanderreihung von Löchern", wie mir der Betreiber einer Stahlschmiede einmal sagte.
Guss (auch Edelstahl-Guss) ist porös und rau. Gezogenes oder Geschmiedetes ist dagegen schön glatt und pflegeleicht.
Könnte es sein, dass glatter Edelstahl prinzipiell die bessere Wahl im Grill ist (wenn man denn Edelstahl will und kein Eisen)?
Soweit ich weiss unterscheidet sich die Dichte von gezogenem und gegossenem Edelstahl nur unwesentlich.
- Ist es nicht vielmehr so, dass die "Edelstahl-Guss-Roste" nur deshalb funktionieren, weil sie einfach sehr massiv gebaut werden?
Würde man die glatten Stäbe massiver bauen, hätte man den gleichen Effekt. Die Wärme-Speicherung hängt schlicht von der Masse ab.
Die Wärme-Leitfähigkeit ist bei Eisen super; bei Guss-Edelstahl und glattem Edelstahl aber fast gleich.
Das sehe ich auch so. So super ist der Wärmeleitkoeffizient von Eisen jetzt auch nicht. Es ist aber das einzige bezahlbare Material, welches sich für die Temperaturen eignet. So ein Silberrost wäre schon mal toll...

- Die fetten und dicken Edelstahl-Guss-Roste schirmen halt viel Strahlungswärme ab. Die will ich beim Grillen aber doch eigentlich haben..?
Ein Gasgrill gibt ja, verglichen mit einem Holzkohlegrill oder ner Sizzle, nicht sehr viel Hitzestrahlung ab. Ausserdem geben die aufgeheizten Roste selbst ja auch wieder Strahlung ab. Wie das im Verhältnis steht, kann ich aber weder einschätzen noch messen.
Ich kenn das nur von den Pfannen. Da geben die Eisenpfannen viel mehr Hitzestrahlung ab als die Edelstahlpfannen. Deshalb zeigt das IR-Thermometer da auch falsche Werte an. Pfannen sind, im Gegensatz zu Rosten aber auch immer sauber poliert.


Meine These daher: Die Edelstahl-Guss-Roste speichern viel Hitze, einfach weil sie massig gebaut werden. Dafür hat man den Nachteil, dass sie Strahlung abschirmen. Wegen ihrer rauen Oberfläche sind sind sie tendenziell auch nicht so pflegeleicht wie glatter Stahl.
Das sehe ich ähnlich. Erwähnenswert wäre noch, dass die Edelstahlroste merklich mehr Zeit benötigen um durchgehend aufzuheizen. Auch das hat mit dem schlechteren Wärmeleitkoeffizient zu tun.

Als reinen Marketing-Gag würde ich sie aber nicht bezeichnen. Für jemanden der viel Zeit und Geld hat und keine Gusseisenroste pflegen möchte, können die Dinger schon Sinn machen. Ausserdem sehen die schon ziemlich cool aus.
 
@Grillartist Gußeisen hat einen Kohlenstoffanteil von mindestens 2%. Das Euthektikum liegt bei 4,06% und der niedrigste Schmelzpunkt der Legierung liegt bei 1147 Grad. Das Gefüge bezeichnet man als Ledeburit.
Ob das Graphit in Kugel,- oder Lamellen vorhanden ist, ist abhängig vom Kohlenstoffgehalt und anderen Legierungsbestandteilen.
Man kann Stahl auch gießen und es ist nicht automatisch Gußeisen.

Du vergleichst Äpfel mit Erdnüssen.
 
Also mein Block D von Flammkraft hat ebenfalls Edelstahlguss als Roste, die wirklich massiv sind. Das sie die Strahlung von meinem Grillgut abhalten kann ich nicht feststellen. Vielleicht hat der Grill aber auch einfach soviel Leistung mit seinen IR Brennern, dass das nicht weiter auffällt. Die Reinigung ist auch nicht wirklich anders oder aufwändiger als bei den nichtedelstahl Rosten die auf meinem Taino liegen. Die werden gebürstet und fertig.
 
Ich habe auf meinem Summit Edelstahl Roste. Ja ich weiß hier geht es um "Gussroste", aber am Ende ist das doch alles das selbe. Aus meiner Sicht geht es bei guten Rosten um zwei Faktoren in einem Grill.

Masse, also wieviel Material haben die Roste und die Leistung des Grills.

Das Material, ob Edelstahl oder Eisen, gezogen und geschweißt oder gegossen ist zweitrangig und nur ein Unterschied in der Pflege.

Gussroste muss man halt ölen wenn man nicht täglich grillt, Edelstahl braucht außer bürsten keine weitere Pflege....
 
Topp Antworten - und die Geduld, Respekt an alle :-), wirklich. Aber bei der Historie des Beitragserstellers - und der Anzahl der Beiträge die ketzerische Frage: um was geht es, Eigenerfahrung, Kaufberatung oder gar Werbung? Oder gar Vorbereitung eigener Werbung?
Man kläre mich gerne auch :-)
 
@Grillartist Gußeisen hat einen Kohlenstoffanteil von mindestens 2%. Das Euthektikum liegt bei 4,06% und der niedrigste Schmelzpunkt der Legierung liegt bei 1147 Grad. Das Gefüge bezeichnet man als Ledeburit.
Ob das Graphit in Kugel,- oder Lamellen vorhanden ist, ist abhängig vom Kohlenstoffgehalt und anderen Legierungsbestandteilen.
Man kann Stahl auch gießen und es ist nicht automatisch Gußeisen.

Du vergleichst Äpfel mit Erdnüssen.
Danke für die interessante Theorie; ich habe mich offenbar nicht eindeutig genug ausgedrückt:

Ich vergleiche Edelstahlguss mit „normalen““ Edelstahl-Stäben.

Mit Eisen hat das Thema nichts zu tun.

Und meine These zur Diskussion ist: Edelstahl-Guss hat (bei gleicher Masse) gegenüber normalen Edelstahl-Stäben keine Vorteile. Deshalb halte ich es für falsch, von der „hochwertigsten“ Lösung zu sprechen.
 
Topp Antworten - und die Geduld, Respekt an alle :-), wirklich. Aber bei der Historie des Beitragserstellers - und der Anzahl der Beiträge die ketzerische Frage: um was geht es, Eigenerfahrung, Kaufberatung oder gar Werbung? Oder gar Vorbereitung eigener Werbung?
Man kläre mich gerne auch.
Das ist ein Post, für den ich mich für Dich fremdschäme, lieber deraaf.
Darf ich nicht eine Frage an das Forum stellen, nur weil ich seit 2009 lediglich mitlese und kaum poste?

Ich stehe vor der Frage, ob ich mir auch Edelstahl-Guss als (vermeintliches) Upgrade holen soll. Oder ob massige Stäbe nicht die sinnvollere Lösung (aus Prinzip) sind.
 
Also mein Block D von Flammkraft hat ebenfalls Edelstahlguss als Roste, die wirklich massiv sind. Das sie die Strahlung von meinem Grillgut abhalten kann ich nicht feststellen. Vielleicht hat der Grill aber auch einfach soviel Leistung mit seinen IR Brennern, dass das nicht weiter auffällt. Die Reinigung ist auch nicht wirklich anders oder aufwändiger als bei den nichtedelstahl Rosten die auf meinem Taino liegen. Die werden gebürstet und fertig.

Danke für die info: Es ist interessant zu wissen, dass der Flammkraft die Edelstahl-Gussroste serienmäßig verbaut.
 
Edelstahl-Guss hat (bei gleicher Masse) gegenüber normalen Edelstahl-Stäben keine Vorteile.
Außer Optik (Guß-Optik gegenüber geschweißt) und ggf Verfügbarkeit, zB bei meiner Sizzle am Rogue.. da kann ich zw Guß ( brennt mit der Zeit von unten her weg und es fallen laufend 'Brösel' in den Brenner der Sizzle, Grillgut verbrennt recht schnell ) und Edelstahl-Guß ( brennt nicht weg, Grillgut muss weniger hektisch bewegt werden als bei Guß, um es vor einen zu schwarzen Streifenmuster zu bewahren.. ) wählen .
 
Das ist ein Post, für den ich mich für Dich fremdschäme, lieber deraaf.
Darf ich nicht eine Frage an das Forum stellen, nur weil ich seit 2009 lediglich mitlese und kaum poste?
Da gibt es einfach gewisse Erfahrungswerte, das hat mit dir persönlich nichts zu tun. Aber "Knochen hinwerfen - diskutieren lassen - irgendwas kommt ums Eck/niemals wieder ein Post" kommt eben immer wieder vor, daher der Gedanke.

Ich stehe vor der Frage, ob ich mir auch Edelstahl-Guss als (vermeintliches) Upgrade holen soll. Oder ob massige Stäbe nicht die sinnvollere Lösung (aus Prinzip) sind.
Grillhersteller haben ein in gewisser Weise technisch verwurzeltes Problem: Ihr Produkt "variable Anzahl gelochter Stahlröhren zur Gasverbrennung in Metallkiste mit Gitter drüber" ist seit Jahren zu Ende entwickelt, der Kunde erwartet aber jedes Jahr Innovation und Verbesserung - das ist er bei Auto, Handy, Konsole, (...) gewohnt oder es wird zumindest glaubhaft suggeriert. Dasselbe müssen die Grillhersteller auch machen. Dann kommt eben Beleuchtung, Logo-Projektor, Sonderfarben und so weiter dazu, damit zum Vorjahr alles besser ist. Manche Fahrradhersteller lösen das Problem mittlerweile dadurch, dass sie ein Modell für zwei Jahre auflegen und so zumindest den Zyklus verlängern, bevor sie eine neue Farbe brauchen.

Ich teile deine Meinung, dem Edelstahl ist es erstmal egal ob er gegossen oder gezogen wird, bei der Anwendung "Grill" hat Edelstahlguss keinerlei Vorteile, aber es lässt sich super vermarkten. Wenn ich mich an die Vorlesungen in Werkstoffkunde noch richtig erinnere wäre aber die Frage spannend, welche Helferlein der Edelstahl braucht, um eine gute Gießbarkeit zu erreichen und ob das nicht die Qualität etwas herabsetzt. Mein Prestige Pro 500 hat Edelstahlstabroste mit 9,5mm, ich durfte bei einem Freund mal Edelstahlguss austesten (der hat einen Phantom Prestige), keinerlei Vorteil erkennbar.
 
Da gibt es einfach gewisse Erfahrungswerte, das hat mit dir persönlich nichts zu tun. Aber "Knochen hinwerfen - diskutieren lassen - irgendwas kommt ums Eck/niemals wieder ein Post" kommt eben immer wieder vor, daher der Gedanke.


Grillhersteller haben ein in gewisser Weise technisch verwurzeltes Problem: Ihr Produkt "variable Anzahl gelochter Stahlröhren zur Gasverbrennung in Metallkiste mit Gitter drüber" ist seit Jahren zu Ende entwickelt, der Kunde erwartet aber jedes Jahr Innovation und Verbesserung - das ist er bei Auto, Handy, Konsole, (...) gewohnt oder es wird zumindest glaubhaft suggeriert. Dasselbe müssen die Grillhersteller auch machen. Dann kommt eben Beleuchtung, Logo-Projektor, Sonderfarben und so weiter dazu, damit zum Vorjahr alles besser ist. Manche Fahrradhersteller lösen das Problem mittlerweile dadurch, dass sie ein Modell für zwei Jahre auflegen und so zumindest den Zyklus verlängern, bevor sie eine neue Farbe brauchen.

Ich teile deine Meinung, dem Edelstahl ist es erstmal egal ob er gegossen oder gezogen wird, bei der Anwendung "Grill" hat Edelstahlguss keinerlei Vorteile, aber es lässt sich super vermarkten. Wenn ich mich an die Vorlesungen in Werkstoffkunde noch richtig erinnere wäre aber die Frage spannend, welche Helferlein der Edelstahl braucht, um eine gute Gießbarkeit zu erreichen und ob das nicht die Qualität etwas herabsetzt. Mein Prestige Pro 500 hat Edelstahlstabroste mit 9,5mm, ich durfte bei einem Freund mal Edelstahlguss austesten (der hat einen Phantom Prestige), keinerlei Vorteil erkennbar.
Der Joe, danke für Deine Ausführungen, spannend! Ich hätte auch gerne 9,5 mm Stabroste.
Würdest Du sagen, dass Du mit deinem Prestige Pro voll zufrieden bist oder gibt es auch (wesentliche) Schwachpunkte?
 
Ich sehe da schon noch einen anderen Vorteil bei Edelstahlgussrosten.

Man kann die Geometrie das Rosts natürlich ganz anders machen, als bei geschweißten Stäben. Man kann z.b bei gleichem Materialeinsatz die Lücken schließen und so mehr Oberfläche ans Fleisch bringen. Ob das jetzt am Ende des Tages was bringt, sei mal dahingestellt.

Mein Summit hat auch 9,5mm Stabdurchmesser und was viel wichtiger ist 36 kw Leistung...
 
Der Joe, danke für Deine Ausführungen, spannend! Ich hätte auch gerne 9,5 mm Stabroste.
Würdest Du sagen, dass Du mit deinem Prestige Pro voll zufrieden bist oder gibt es auch (wesentliche) Schwachpunkte?
Voll zufrieden, die hier im Forum immer mal wieder zu lesende Hitzethematik kann ich nicht nachvollziehen - Deckel auf, Armhaare weg, wenn man es drauf anlegt. Dementsprechend habe ich ihn auch mittlerweile in die Outdoorküche integriert, da wäre noch eine Chance für einen Wechsel gewesen aber nein, kein Grund dazu.


Ich sehe da schon noch einen anderen Vorteil bei Edelstahlgussrosten.
Man kann die Geometrie das Rosts natürlich ganz anders machen, als bei geschweißten Stäben. Man kann z.b bei gleichem Materialeinsatz die Lücken schließen und so mehr Oberfläche ans Fleisch bringen. Ob das jetzt am Ende des Tages was bringt, sei mal dahingestellt.
Ganz viel Metalloberfläche ans Fleisch ist braten, nicht grillen ;-)
 
Bei einem guten Grill sind die Roste fast egal. Entgegen der landläufigen Meinung erkennt man gutes Grillgut (Flachgrillen) ja nicht an den schwarzen Streifen. Gut gegrilltes ist gleichmäßig gebräunt. Das schafft man bei einem guten und heißen Grill mit dünnen Edelstahlstäben sehr gut. Unter den Gasgrills gibt es aber nur sehr wenige, die das können. Meistens sind es dann welche mit Keramikbrennern. Andere sind preislich im Kleinwagenbereich angesiedelt. Dicke Stäbe, ob nun Guss oder Edelstahl, dienen dazu, die Schwächen des Gasgrills, die er gegenüber Holzkohlegrills unbestritten hat, auszugleichen und dem Nutzer ein Gefühl von Grillen zu vermitteln. Ich will damit Gasgrills nicht schlecht reden. Ich grille selbst sehr viel mit Gas.

"Grillen" ist aber ja heute sehr vielfältig und man fasst viele Gararten unter dem Wort zusammen. Also hat jeder Grill und jeder Rost sein Anwendungsgebiet.
 
@12gang , @DerJo85

Sehr witzig... :cool:

Hier mal drei Beispiele von anderen Geometrien. Im ersten Beispiel, wohl Broilking, kann man sehen, dass man hier mit weniger Material eine engere Oberfläche hinbekommt, als man das mit geschweißten Stäben hinbekäme. Da müsste man dann schon Flachstäbe nehmen, die dann wiederum zu mehr Verzug neigen.

Im zweiten Beispiel ist das Verhältnis von Kontaktfläche zu Masse kleiner. Klar hier könnte man auch Dreiecksstäbe zum Schweißen verwenden, ist aber wahrscheinlich aufwendiger als das zu gießen.

Und im dritten Beispiel von einem Napoleon hat man hier eben designmäßig eine andere Geometrie.

Das wird für die Hersteller der große Vorteil von Edelstahlgussrosten sein. Wie in vorherigen Beiträgen schon gesagt, wird das:
Zumindest wenn das Verhältnis von Masse und Durchlässigkeit identisch ist, kein Unterschied beim Grillen machen.

Ich schätze zwar auch meine geschweißten Edelstahlroste, weil sie einfacher zu pflegen sind. Ich würde aber jederzeit einen Grill mit ordentlicher Leistung und normalen Gussrosten, einem Grill mit weniger Leistung und Edelstahlrosten vorziehen.

Und das Design bei Rosten würde mich jetzt nicht zum Kauf animieren. Der Grill muss mir außen gefallen, weil er halt immer da steht, aber das Innendesign muss einfach nur funktionell und gut zu reinigen sein. Und da wage ich zu behaupten ist das z.b bei Napoleon und aufwendigeren Geometrie schwieriger als bei geschweißten Edelstahlrosten. Wobei auch das wieder eine Thematik der Leistung ist. Denn wenn mein Grill ordentlich Hitze macht, brennt sowieso alles weg und ich muss nur noch Asche wegbürsten.

Und außen gefällt mir persönlich der Napoleon überhaupt nicht. Was helfen mir da Design Gussroste?

Fazit:
  1. Aus meiner Sicht haben Edelstahlroste (Guss oder geschweißt) einen kleinen Vorteil gegenüber normalen Rosten. Wobei der marginal ist, ich hatte vorher einen Weber Genesis mit Gussrosten, die musste man halt nach dem Grillen und sauber machen mit Trennspray einsprühen, aber das war auch schon der Mehraufwand.
  2. Gussroste in Edelstahl haben keinen entscheidenden Vorteil gegenüber Rosten in geschweißtem Edelstahl.
  3. Es kommt auf die Leistung beim Grill an und nicht so sehr auf den Rost.

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Ich diskutiere sehr gerne über die besseren Eigenschaften von Material W gegenüber X und Form Y gegenüber Z,...

Am Schluss macht das aber gar nicht so viel aus. Der entscheidende Faktor steht vor dem Grill, kennt seine Macken und hat seine Rezepturen im Griff.

Trotzdem bin ich froh, dass ich einen Schickling mit viel und gleichmässiger Hitze habe. Normalerweise ist die eine Hälfte mit Gussrosten, die andere mit dünnen (6mm) Edelstahlrosten bestückt.
Je nachdem ob ich viel oder wenig Steifen will, lege ich links oder rechts auf.
Das macht meine Ergebnisse nicht viel besser, aber das Grillen einiges entspannter.
 
Das beste aus beiden Welten"; "die hochwertigste Rost-Lösung".

Ist das wirklich so?
Ja, nach meiner Erfahrung schon.
- Warum hat kein einziger Grill der Luxus-Klasse diese Dinger serienmäßig verbaut?
Wurde ja schon auf Flammkraft und Phantom hingewiesen…
Meine These daher: Die Edelstahl-Guss-Roste speichern viel Hitze, einfach weil sie massig gebaut werden. Dafür hat man den Nachteil, dass sie Strahlung abschirmen. Wegen ihrer rauen Oberfläche sind sind sie tendenziell auch nicht so pflegeleicht wie glatter Stahl.

==> Ergebnis: Es ist ein reiner Marketing-Gag ohne besonderen Vorteil. Für einen Gag sind sie aber (mir) zu teuer.
Wenn Du hier ernsthaft suchst, kannst Du genug Input finden.
Schau doch beispielsweise mal das verlinkte Embers Video, die sind ja nicht irgendwer- und da wird Guss und Stahl ausführlich verglichen. Je nach Power ist Gusseisen geschmacklich besser oder gleichauf:

Cast Iron Grates VS Steel Grilling Grates​


Der diskutierte Edelstahlguss kommt leider nur sehr kurz bei 3:15 vor aber ich denke eindeutiger kann man nicht feiern, dass es „Whoooooo! - 🤩“ das Beste aus beiden Welten ist.

Ich habe die drei gängigen Varianten durch. Fand die Edelstahlstangen wegen der glatten Oberfläche anfänglich etwas leichter zu reinigen als Edelstahlguß, aber sie fingen irgendwann an zu korrodieren, ab da war es andersherum. Außerdem hatte ich kaum Sear Marks und finde, das gehört schon irgendwie dazu. Emailliertes Gusseisen war besser, aber für mich Schlunz nicht pflegeleicht genug, das kann dann schon mal gammeln oder eben auch rosten. Bis jetzt, und ich habe die seit Mai 2022 im Einsatz, ist Edelstahlguss tatsächlich mein Favorit.
Aber wenn ich deine Überschrift und die „Thesen“ lese, weiß ich nicht wie ergebnisoffen das hier wirklich ist…
 
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