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Edelstahl- oder Gusseisenrost

imation8

Militanter Veganer
Hallo Zusammen,

wir haben uns am Wochenende den Weber Spirit S-320 Premium GBS mit einem Edelstahlrost gekauft.

Wir überlegen nun, ob es sinnvoll ist, noch einen Rost aus Gusseisen dazu zu kaufen.

Folgende Fragen stellen wir uns noch:

Welche Vorteile hat denn der Edelstahl- gegenüber dem Gusseisenrost?

Wie reinigt ihr die Roste?

Vielen Dank im Voraus.

Grüße
 
Welche Vorteile hat denn der Edelstahl- gegenüber dem Gusseisenrost?
leichter zu reinigen (weil glatter), weniger pflegeintensiv (weil rostet nicht), unkaputtbar (Guss kann schonmal bei ungeschickten runterfallen zerbrechen - da er spröder ist)
Guss macht allerdings das schönere Branding (meiner Meinung nach)

Wie reinigt ihr die Roste?
Nach dem grillen grob mit Küchenkrepp die Fett- und Marinadenreste abwischen, Deckel zu + hochheizen (Pyrolyse), mit der Messigbürste die Kruste abgebürstet, anschliessend mit geöltem Küchenkrepp die verbleibenden schwarzen Partikel abgewischt und Rost fürs nächste Grillen vorbereitet - fertig.
 
Ja und ja -warum denn um Himmelswillen nicht, dein Besteck ist doch auch aus Edelstahl....wenns nicht aus Silber ist ;)?

Aber ich bin jetzt nicht der Sauberkeitsfanatiker, der Edelstahlroste nach jedem Grillen in die Geschirrspülmaschine verfrachtet...ein bisschen Patina erhält den "Anti-Haft-Effekt"
 
Grillgeräte aus Gusseisen müssen eingebrannt werden, um das Metall vor Rost zu schützen und eine nicht haftende Oberfläche herzustellen. Das Einbrennen von Gusseisen kann in 3 einfachen Schritten durchgeführt werden:

  1. Den Gusseisengrill mit warmer Seifenlauge reinigen, gut abwaschen und trockenwischen.
  2. Den Grillaufsatz vollständig einfetten. Verwenden Sie hierzu ein Fett mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, z. B. Biskin, Palmin, Palmkernöl, Kokosnussöl oder Schweineschmalz.
  3. Den mit einer Schicht Öl oder Fett eingeriebenen Grill auf hohe Temperatur erhitzen. Hierdurch wird das Fett dauerhaft in das Eisen eingeschmolzen.
Dies habe ich von der Napoleon-Website.
Hat das schon mal jemand ausprobiert bzw. Erfahrungen mit gemacht?
 
Stichwort Patina, die bekommst du bei Edelstahl hald nicht so schön und einfach hin und die verleiht dem Gusseisen erst seine "Magie". Gut eingebrannte Patina am Gusseisen wirkt wie eine natürliche Antihaftbeschichtung.

Brandings ist Geschmackssache, der eine mag es so der andere so. Ich war und bin Fan von Gusseisen also hab ich da nie lange überlegt. Ich besitze, außer normale Kochtöpfe, nicht wirklich was aus Edelstahl. Wok ist Gusseisen, Pfanne hab ich ne Antihaftbeschichtete (die dann gegen eine aus Keramik ersetzt wird) und sonst eben den Grill mit Gusseisen. Auch der Wok kommt nicht in die Spülmaschine, wird einfach ausgekratzt und ausgespült und ab und zu geölt.

Grillgeräte aus Gusseisen müssen eingebrannt werden, um das Metall vor Rost zu schützen und eine nicht haftende Oberfläche herzustellen. Das Einbrennen von Gusseisen kann in 3 einfachen Schritten durchgeführt werden:

  1. Den Gusseisengrill mit warmer Seifenlauge reinigen, gut abwaschen und trockenwischen.
  2. Den Grillaufsatz vollständig einfetten. Verwenden Sie hierzu ein Fett mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, z. B. Biskin, Palmin, Palmkernöl, Kokosnussöl oder Schweineschmalz.
  3. Den mit einer Schicht Öl oder Fett eingeriebenen Grill auf hohe Temperatur erhitzen. Hierdurch wird das Fett dauerhaft in das Eisen eingeschmolzen.
Dies habe ich von der Napoleon-Website.
Hat das schon mal jemand ausprobiert bzw. Erfahrungen mit gemacht?

Das sogenannte Einbrennen von Gusseisenem Kochgeschirr ist allgemein sinnvoll / wichtig um die beschriebenen Effekte (Antihafteffekt, Rostschutz usw.) zu erzielen. Das Abwaschen kann man sich meiner Mienung nach sparen wenn man nen neuen Grill kauft aber es schadet auch nicht. Da man den neuen Grill ohnehin mal freibrennen sollte (also mal alle ev. Rückstände der Produkteion durch erhitzen ausgasen lassen).

Zum einbrennen selbst kannst du dich getrost an die Anleitung halten wobei hier keine Zeitangaben gemacht werden. Das Einbrennen dauert schon eine weile, meist wird hier als Faustregel folgendes genannt: Kalten/lauwarmen Rost einfetten/ölen, bis zum RAUCHPUNKT erhitzen und die Temmperatur so lange halten bis das Öl/Fett nicht mehr raucht, danach ablühlen lassen.

Der Vorgang kann bei neuen Rosten auch 2-3 mal wiederholt werden ist aber kein Muss. Die Patina entsteht dann durch das Grillen von selbst, nach dem Grillen nur grobe Reste mit dem Grillwender oder Spachtel wegmachen und den Grill so lassen, beim nächsten Einsatz auf volle Leistung aufheizen bis die Reste verkohlt sind und dann mit der Edelstahlbürste abbürsten. Mit einem stück Küchenpapier oder einem Lappen (kann auch gern ein öl getränkter sein) den Rest abwischen und fertig.

Zu langes und starkes erhitzen oder zu intensives abbürsten zerstört natürlich die Patina aber das sieht man, Patina sind die stellen die richtig schön schwarz und glatt aussehen, fast wie eine Schicht Kohle/Ruß der auf dem Rost festgebrannt ist (es ist auch nix anderes). Der Teil darf jedenfalls bleiben, weg muss nur das was lose ist oder nicht wie Kohle aussieht (Rückstände vom Grillgut die nicht verbrannt sind).

LG
 
Ich hab auf meinem Grill beides - im Grill selbst dicke Edelstahlroste, auf der außenliegenden Sizzle-Zone einen Gruss-Rost. Ganz am Anfang dachte ich, dass ich den Gussrost auch noch durch einen aus Edelstahl ersetzen sollte. Die Praxis hat mir gezeigt, dass ich aber auch mit dem Gussrost problemlos klarkomme. Eine Patina ist allerdings kaum möglich, da der Gussrost auf dem Infrarotbrenner permanent wieder durch die 800-900° freigebrannt wird. Daher ist die Pflege bei solch einem Rost besonders wichtig: Einölen nach jedem Grillen ist Pflicht, sonst rostet er. Ganz einfach.
Edelstahl ist als Rost-Material für mich perfekt. Man braucht sich im Prinzip überhaupt nich darum zu kümmern. Kleben bleibt mei mir auch nichts - das Braten mit Edelstahl-Töpfen ist nichts anderes: man wartet, bis das Fleisch sich von selbst löst, dann ist es bereit zum Wenden.
 
klar die DO Besitzer gehen gleich vor....nur würde ich zwischen 1) und 2) nach dem trockenwischen den Gussrost nochmals richtig abtrocknen lassen - bei moderaten Wärme, sodass der Grillrost zum einölen noch anfassbar bleibt.....in der rauhen Oberfläche (wenn er nicht pulverbeschichtet ist) kann noch etwas Feuchtigkeit zurückbleiben, das gilt es vor dem Einölen zu vermeiden.

Der erste Reinigungsschritt hat sicher den Hintergrund, das Herstellungsbedingt - als Rostschutz - die Gussrostoberfläche mit einem Schutzfilm behandelt ist - der runter sollte
 
Patina bekommt man auch auf Edelstahl hin, nur so als Randnotiz, ist aber aufwändiger und sieht bedeutend unschöner aus als auf der ohnehin schwarzen Gusseisenpfanne o. dem Rost. Edelstahl verleitet eben viel mehr zum sauber halten als Gusseisen ;-)

Wie gesagt, das Abwaschen würde ich mir generell sparen sondern gleich freibrennen, damit sind alle Rückstände und Feuchtigkeit beseitigt und das Gusseisen hat auch mal gleich Zeit gehabt all seine Poren zu öffnen und zu schließen bevor es mit Öl behandelt wird. Ich hab übrigens Kokosfett verwendet fürs erste einbrennen. Hab ich mir als Block gekauft und dann einfach mit dem ganzen Block wie mit nem Stück Kernseife über die Roste gewischt (als die noch lauwarm waren). Geht super. So wiederhole ich das hald wenn ich das Gefühl hab es wäre nötig, sonst reicht mir das Öl was vom Grillgut zurückbleibt oder ich nehm den Rest vom Einpinseln und verstreiche das nach / vor dem Grillen auf die Roste. Da nehm ich dann meist Raps o. Sonnenblumenöl. Die haben nen Rauchpunk über 200°

LG
 
Eindeutig meiner Meinung nach einen Edelstahlrost mit dicken Stäben . Wesentlich pflegeleichter .

Aber grundsätzlich ist es sicher Geschmacksache ob Edelstahl oder Guss
 
Zum Thema gibt es auch ein Video auf Youtube von "Klaus grillt"...

 
Na wenns der Klaus sagt dann muss es ja stimmen ;-)

Ich meine einfach, dass es schlicht und einfach Geschmackssache ist, wobhlgemerkt ist dabei nicht der Geschmack des Grillgutes gemeint > das gegrillte schmeckt wohl von beiden Rosten gleich gut ...

LG
 
Hallo, ich steh vor dem selben Problem und Frage mich gerade, was kostet denn ein wave Edelstahlrost von Napoleon und wo kann ich diesen käuflich erwerben. Finde nichts im Internet. Danke.
 
Die Suche dauerte keine 10 Sekunden, irgendwas machst falsch, oder bist doch nur bequem.:P
Evtl. gäbe es die Roste auch direkt beim Hersteller.:cool:

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Hallo,

aus meiner Sicht sind emaillierte Gussroste auch nicht aufwendiger in der Pflege, als welche aus Edelstahl ... M. E. geht nix über Guss.

Schöne Grüße
Carsten
 
Hallo Zusammen,

wir haben uns am Wochenende den Weber Spirit S-320 Premium GBS mit einem Edelstahlrost gekauft.

Wir überlegen nun, ob es sinnvoll ist, noch einen Rost aus Gusseisen dazu zu kaufen.

Folgende Fragen stellen wir uns noch:

Welche Vorteile hat denn der Edelstahl- gegenüber dem Gusseisenrost?

Wie reinigt ihr die Roste?

Erstmal Glückwunsch zum Weber!
Einen Aspekt hätte ich noch zu den o.a. Vor- u. Nachteilen, die eigentlich alles auf den Punkt bringen:
- ein Gussrost sieht m.M.n. besser/massiver aus als eine 6 mm Edelstahlstrebe

Dennoch würde ich erstmal mit dem vorhandenen Rost arbeiten und schauen, ob etwas vermisst wird.
 
Moin,

Ich würde mich sogar zur These versteigen, dass Gussroste fürs Grillen bei hohen Temperaturen nix taugen: wie schon oben beschrieben, brennen die Stäbe sich frei, wenn sie richtig heiß werden, und sie haben damit keine gute Antihaftbeschichtung mehr. Wenn man dann Öl aufbringt, verschmaucht das sofort - bringt also nicht viel. Wenn man auf schwarze Brandings steht, kann man allerdings viel Freude mit so einen Rost haben, bei guter Pflege.

Mittlerweile stehe ich auf kalte, dünne Chrom- oder Edelstahlroste: pflegeleicht und mit den dünnen Stäben behindern sie auch nicht die Sicht auf die Infrarotstrahlung der Brenner/Kohle.

Resultat: mehr gebräunte Oberfläche auf dem Grillgut.

.... just my 2 cents

Cheers,

Tim
 
Moin,

Ich würde mich sogar zur These versteigen, dass Gussroste fürs Grillen bei hohen Temperaturen nix taugen: wie schon oben beschrieben, brennen die Stäbe sich frei, wenn sie richtig heiß werden, und sie haben damit keine gute Antihaftbeschichtung mehr. Wenn man dann Öl aufbringt, verschmaucht das sofort - bringt also nicht viel.

Dem muss ich vehement widersprechen!!!
Gerade eben bei 320 Grad den Pizzastein für 30 min vorgeheizt, dann die Calzone für 15 min bei 320 Grad und die Gussroste haben keinerlei Beeinträchtigen gezeigt. Okay, sie waren vorher gefettet.
 
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