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Entendame sous vide & anderes

Telchar of Nogrod

Fleischesser
10+ Jahre im GSV
Hallo zusammen,

wollte gestern eine Damenbrust von einer Ente mit Feldsalat zubereiten, aber dann kam alles anders...

Es fing schon damit an, dass es Feldsalat nur aus dem Treibhaus gab und darauf hatte ich keine Lust, also bin ich auf Spinat umgeschwenkt - passt ja auch gut zur Ente, finde ich.

Zunächst die beiden Brüste aus der Verpackung befreit... hmm ganz schön klein: insgesamt nur knapp über 400g (so viel wiegt ne einzelne Männerbrust vom Aldi ja schon allein). Ich persönlich finde die kleinen Brüste appetitlicher zumal man im Verhältnis mehr Haut zu Fleisch hat.
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Danach die Haut geritzt und beide Brüste mit Gänseschmalz, Sesam-Öl, ein wenig Teriyaki, Pfeffer und Knoblauch in einen Vakuumbeutel gepackt...
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... und vakuumiert... der Beutel ging dann ins Wasserbad im Backofen bei 60°. Der Backofen besitzt eine elektronische Temperaturregelung und ich habe mal nachgemessen, dass er die Temperatur ziemlich präzise gleichmäßig hält.
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... tja, da die Ente nun ein paar Stunden im Wasserbad zubringen musste, war mir langweilig und so packte ich das Päckchen aus, was ich gerade erhalten hatte:
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Überraschung: neben den Gockeln und reichlich Kartoffeln war ein schönes Päckchen Hühnchenleber dabei! Hungrig war ich eh schon und aufheben wollte ich das nicht lange, also gabs zum Zeitvertreib Leber:
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... erst mal in Portwein eingelegt (die anderen Dinge auf dem Foto sind nur Zufall):
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... dann gesalzen und Zanzibar Curry (ein mildes Curry aus Zimt, Fenchelsamen, Koriandersamen, Curmin, Rohzucker etc.) drüber:
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... und paniert mit Semmelbrösel und Mehl:
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... kurz in die Pfanne...
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... und *mjam* weg damit:
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Leider immer noch jede Menge Zeit und Lageweile. Also habe ich mir ein paar Kartoffeln vorgenommen, die bei den Bauerngockeln dabei waren; geschält, gekocht. Den Spinat geputzt und mit Knoblauch und Zwiebel gebraten:
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Beim Griff in den Kühlschrank (Bier) fiel mir außerdem noch Reblochon, Roquefort und ein Stück Morbier in die Hände. Ein bisschen genascht - der Rest kam unters Messer:
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Genug gewartet - Die Ente sollte nun bei der Wunsch-Kerntemperatur von 60° angekommen sein. Also raus aus dem Backofen:
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... und raus aus dem Wasserbad. Die nun freigewordene Auflaufform habe ich schnell mit dem Spinat, den Kartoffeln und dem Käse befüllt. Form wieder in den Ofen (diesmal aber auf 200° "Grill") und die Brüste befreit. Sieht schon mal gut aus: Die Fettschicht unter der Haut ist schön verflüssigt worden, damit sollte eine Kruste nun leicht gelingen. Das Fleisch (leider kein Foto) schön angegart auf knapp unter 60°:
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... in die vorher kalte Eisenpfanne und Dampf geben!
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... Auflauf aus dem Ofen:
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... und endlich essen:
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Fazit: sous vide ist immer wieder supersimpel weil man das Getier einfach solange man will bis zum unteren Wunschgarpunkt im Wasserbad liegen lassen kann.

Nachteile: 1.) wenn man damit erst abends anfängt ist man bereits betrunken bis das Essen fertig ist. 2.) Man isst aus Langeweile viel zu viel bis das Essen fertig ist.

Heute gibts Matjes mit Kartoffeln; fertig, ende...:grin:

Gruß,
Thomas
 

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Moin Thomas,

ein leckeres Tellerbild :happa:

:prost:
 
Beruhigend zu erfahren, es ist doch immer und überall das Gleiche !!!:biggrinsanta::durst::durst::durst::durst::durst:

Ne, also beim Zubereiten von Essen ist doch ein bischen Konzentration gefragt. Wenn noch Gäste dabei sind, umso mehr. :grin:

Ich habe auch noch 2 Entenbrüste und eine Gänsebrust im TK. Die Haut von den Brüsten oben im Bild ist optisch nicht so dolle. Wenn ich das sous vide machen sollte, wandern die wohl eher auf einen richtig heißen Grillrost.
Denke mal, das ist der Effekt bei SV, nach dem Garen muß es kurz und knapp knallheiß sein. Geht mit kalter Pfanne (was ansonsten durchaus ok ist) IMHO nicht.
 
Ne, also beim Zubereiten von Essen ist doch ein bischen Konzentration gefragt. Wenn noch Gäste dabei sind, umso mehr. :grin:

Ich habe auch noch 2 Entenbrüste und eine Gänsebrust im TK. Die Haut von den Brüsten oben im Bild ist optisch nicht so dolle. Wenn ich das sous vide machen sollte, wandern die wohl eher auf einen richtig heißen Grillrost.
Denke mal, das ist der Effekt bei SV, nach dem Garen muß es kurz und knapp knallheiß sein. Geht mit kalter Pfanne (was ansonsten durchaus ok ist) IMHO nicht.

Jup...
Das herausbraten der Haut, in der kalten Pfanne, dauert nach SV zu lange.
Für das sanft Gegarte Fleisch ist das zu viel Stress.
Am besten knallheiß in der Pfanne oder unter dem Grill.

Mein Fav ist:
Die Haut entfernen...
Brust per SV auf KT bringen...
Aus der Haut kleine Chips rausbacken...
Brust ganz sanft, fast ohne Farbe, in aufgeschäumter Butter und Aromaten nachbraten...
Aufschneiden und mit der Haut bestreuen...

Aber jeder hat einen anderen "Style". :)
 
Das Problem mit langen Zubereitungszeiten und dem einhergehenden Alkoholkonsum kenne ich sehr gut ;-)

Die Ente sieht sehr gut aus!
 
Das herausbraten der Haut, in der kalten Pfanne, dauert nach SV zu lange.
Für das sanft Gegarte Fleisch ist das zu viel Stress.

Ach gottchen, das arme Fleisch im Stress :grin:

Nee, ich habe ja (wie geschrieben) per sv nur bis knapp 60° gegart, damit die "fehlenden" 5-10° (je nach Gemschmack, bei mir eher 5°) noch per Pfanne dazu kommen können.
Die Eisenpfanne wird ruck-zuck heiss, aber trotzdem bekommt man trotz sv durch die kalte Pfanne noch reichlich Fett herausgebacken. Ich meine auch, mich vage daran erinnern zu können ( :saufen: ) , dass ich von der Krossheit der Haut begeistert war.

@rheingriller: Gäste zum Essen??? Bist Du wahnsinnig??? Die fressen und saufen einem doch alles weg!

Gruß,
Thomas
 
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