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Erste selbstvergrillte Leiterchen

heldix

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo zusammen!

Dies soll ein Vorstellungsthread + Bericht über die ersten gegrillten Leiterchen werden :messer:

Seit ein paar Wochen habe ich den Grillsport für mich entdeckt. Bisher habe ich ab und zu mit nem billigen 10€ Dreibein und (was wohl immer der Fehler war) mit billigster Bröselkohle gearbeitet. Im Nachhinein müsste ich mich echt schämen was ich da manchmal auch Gästen angeboten habe. Rückblickend sind ja nichtmal einfache Nackensteaks gelungen :cry:

Nun denn. Jetzt nachdem im Häuschen und mit dem Nachwuchs (2 Söhnchen einmal 2 Jahre und einmal 2 Monate) endlich das meiste im grünen Bereich ist, habe ich so richtig Lust und Zeit gehabt mich mal in das Thema einzulesen. Und hier glänzt der GSV natürlich mit der breiten Themenpalette :gratuliere:

Als Grill habe ich mich nach einigem hin und her erstmal für einen billigen Chinagrill mit 4 Brennern + Seitenbrenner, Brenner und Abdeckhaube doppellagig aus China-Edelstahl. Rest, also Unterbau etc. verzinktes Stahlblech (http://www.jago24.de/garten/grillen...1-tmr.html?listtype=search&searchparam=bbqg01) entschieden. Wie hier im Forum beschrieben habe ich direkt nach einem ersten Test das "Scheunentor" geschlossen. Jetzt läuft der Grill sauber in knapp 10 Minuten gegen die 400°C, was meinen Ansprüchen genügen sollte.

Habe u.a. hier im Forum gelesen, dass man sich am Anfang nicht direkt an Sachen wie PP etc. wagen sollte, sondern erstmal die Basics trainieren. Daraufhin habe ich mich die letzten Wochen erstmal an einfachen Nackensteaks von verschiedenen Anbietern probiert. Und herausgefunden, dass für mich die Empfehlung hier aus dem Forum für die Metzerei Marbe in Mainz-Hechtsheim ganz klar die beste Wahl ist. Am Schlimmsten war der frisch geschnittene Nacken vom Real in Bretzenheim. Würde ich so nichtmal bei ner Großparty servieren.

Gestern fühlte ich mich bereit für eine weitere Stufe. Also nicht mehr einfach nur Steak branden + je nach dicke indirekt nachziehen. Nein es sollten geräucherte Baby Back Ribs werden um GöGa damit abends zu überraschen da sie fleißig knapp 13km zur Uni geradelt ist.

Mir fehlt noch einiges an Grillutensilien insbesondere habe ich noch gar nichts von Ikea und keine Edelstahlschüssel (zum Dampfgaren) Halter, keine gescheite Zange etc. (Habe in wenigen Wochen Geburtstag und endlich mal Geschenkideen für alle und nun juckts zwar in den Fingern, aber ich kauf mir selber bis dahin nix mehr :lol:)

Ich habe mich dann auch gegen die 3-2-1 Ribs entschieden, da man da viel liest in Richtung "Fleisch lutschen" und eher bei Spare Ribs und nicht bei kleinen Leiterchen. Weiter fehlte mir wie gesagt noch Equipment.

Weil die Technik schon an mehreren Stellen beworben wurde (im Forum hier ist sie mir nicht begegnet?!) , habe ich folgendes "Rezept" befolgt: http://.com/2010/11/15/die-ultimativen-ribs/.

Also jeweils alles bei 170-200°C und indirekt: 1 Stunde smoken, 30 Minuten indirekt ohne Rauch, dann mobben einfachheitshalber nur mit der Kraft BBQ Bullseye Dark Beer und 15 Minuten finishen).

Habe die Leiterchen bei meinem o.g. MDV erworben und bescheuert wie ich bin, nichtmal gemerkt, dass die schon mariniert sind (:patsch:). Aber dachte mir halb so wild, ob jetzt Marinade oder gerubbt, wird schon passen.

Mal ein paar Bilderchen, bin schon auf die konstruktive Kritik gespannt :devil:
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Jetzt gehts los, das Hickory raucht schon!

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Also Deckel zu und los.
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So sehen die beiden am Ende aus.
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Anriss 1
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Und Anriss 2.

Fazit: Für mich absolut ober lecker! War der absolute Kick! Davon habe ich geträumt als ich mit den Grill gekauft habe. Wenn ich ehrlich bin: Die Nacken die letzte Woche waren ok und gut (bis auf die vom Real:x) aber als ich gestern das erste mal diese Ribs gekostet habe :thumb1:.

So das war wohl erstmal genug Text.

Lg,
Simon
 

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Sicher nicht schlecht. Aber bei den Temperaturen hast du den Low&Slow Bereich locker verlassen. Der Traum ist also noch zu steigern.

Grüße

Christian
 
Hallo Simon!

Könntest Du so nett sein und mir die Sache mit dem Scheunentor ausführlich erklären. Ich soll das bei genau diesem Grill auch zumachen und bin am überlegen, wie und wo und womit ich das am besten machen könnte, aber so richtig gezündet hat noch keine Idee.

Viele Grüsse
Mathi
 
Moin moin.

Hätte dir gerne ne PM geschrieben, aber darf ich anscheinend nicht. Habe eigentlich auch kein gesteigertes Interesse diesen Thread hier nochmal hochzuholen, aber egal. Ich hatte noch U-Trockenbauprofile von Knauf (verzinktes Stahlblech) rumfliegen. Die hatten zufälligerweise die richtige Schenkellänge mit der Breite des "Tores". Den anderen Schenkel zurechtgekürzt, danach war es quasi ein L - Profil. Diesen dann im Bereich des Scheunentors mit dem Rahmen des Grills verschraubt.
Ist sicher keine perfekte Lösung, aber ich hab das benutzt was ich da hatte.
Ich erreiche Temperaturen von 400°C. Nach ~5 Minuten ist der Grill über 350°C und ich geh mit der Bürste ran.

Mit dem Grill selber bin ich grillmäßig sehr zufrieden, technisch aber weniger. Da sollen Edelstahlbrenner drin sein. Ja aber die Dinger rosten stark. Und der Grill ist nicht gerade alt... Auch die Flammenverteiler rosten... Und das bei dem dünnen Material.
Weiß nicht, was ich da machen soll. Mit WD40 nach jedem Grillen schaffen? Bestimmt nicht so gesund oder?

Lg,
Simon
 
Hi Simon!

Zunächst mal besten Dank für Deine Rückmeldung!
Warum Du nicht via pm antworten kannst, muss ich mal erkunden, warscheinlich habe ich nach der Anmeldung hier in meinem Profil nicht die richtigen Häkchen gesetzt.
Das Problem mit dem Scheunentor habe ich mittlerweile auch gelöst, zwar auf eine andere Weise und nicht so vollständig dicht, aber ich bekomme so auch deutlich über 300° und das reicht mir.
Überhaupt bin ich, nachdem ich viel gelesen habe und auch Probleme ähnlicher Art bei anderen Grills nobler und teurer Marken auzutreten scheinen, gar nicht mehr so sicher, ob das völlige Zumachen des Spalts überhaupt sinnvoll ist, was die Haltbarkeit angeht.
Die Abdeckbleche sind ja emailliert und sollten vorerst nicht besonders rosten. Warum ich die mit Öl behandelt habe, adäquat zu den emaillierten Rosten, habe ich ja anderswo schon erläutert.
Wenn aber Emalle bei knapp unter 800° eingebrannt wird, dann frage ich mich, wieviel Grad da unten über dem Brenner an den Flächen herrschen könnten, wenn oben bis zu 400! erzielt werden? Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Temp. an den Blechen locker an die Emaille geht, zumindest wird sicher jegliche Schutzeinbrennung wie zB. Öl wieder spurlos und somit auch nutzlos verdampfen.
Die Brennerrohre sich tatsächlich aus Edelstahl, aber das heisst nicht, dass dieses Material nicht rostet. Die Zusammensetzung der Legierung ist natürlich fraglich, aber die äussere Qualität ist der von Brennern von anderen teuren Marken nicht nachstehend, jedenfalls habe ich da keine Unterschiede in Ausführung und Materialstärke sehen können.
Fazit für mich:
Ich werde das alles austesten, den Innenraum sowie alle anderen emaillierten Teile bei den Grundreinigungen immer schön mit Pflanzenöl einreiben und beim nächsten Mal auch die Brennerrohre so behandeln.
Ansonsten heisst es für mich GRILLEN GRILLEN GRILLEN,
und wenn der Vogel nach ein paar Jahren unansehnlich wird, dann ist das eben so. Sollte da was defekt werden oder zu stark korrodieren, dann lässt sich das auch nicht ändern.

Da fällt mir noch was ein:
Ein Bild, dass ich aus meiner Jugend noch immer vor Augen habe. Meine Oma hatte einen guten alten dicken Schmortopf, der mit der guten festen schwarzen Emaille aus der Vorkriegszeit beschichtet war. Darin bekamen Braten oder Rouladen eine Bräunung, die mit nichts anderen nachzumachen gelang.
Den hat meine Mutter geerbt und irgendwann man auf dem E-Herd vergessen, ohne was eingefüllt zu haben. Der Topf begann dann um Hilfe zu schreien, es war unablässig ein feines Pling Pling zu hören. Das verursachte die durch die Hitze in ganz kleinen Chips abspringende Emaille! Tja, das wars dann mit dem schönen Topf!

Viele Grüsse
Mathi
 
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