Zum mittlerweile 7. mal bin ich für den jährlichen Lebkuchentrip in Nürnberg und damit auch im Essigbrätlein zu Gast.
Da wir dieses Mal in einer größeren Gruppe dort waren haben wir auch einen Platz im Separee im ersten Stock bekommen.
Erstmal eine Flasche Blubblub.
Zum ersten Glas folgten auch schon ein paar Kleinigkeiten aus der Küche.
Gepresster Butternut Kürbis Sud mit gebrannter Reiscreme am Boden.
Gegrilltes Salatherz mit Dip und Pilzpulver
Bei uns darf jeder der anwesenden immer eine Flasche Wein aussuchen.
Herr Jakir der langjährige Sommelier des Essigbrätleins hatte damit seinen Spaß das ganze dann möglichst passend in die Menüfolge zu integrieren.
Gedämpftes Brot welches in einen Gemüsesud getaucht und dann gegessen wird.
Geschossene marinierte Rotkohlkrone mit Himbeerpulver
Eingelegte Wassermelonenschale
Sauerteigbrot mit grüner Bohnenbutter
Hier folgte dann der erste Gang des Menüs.
Das Essigbrätlein ist in seiner Menübeschreibung immer relativ sparsam.
Zu diesem Gang steht zum Beispiel nur das Wort "Bohne" im Menü.
Man möge mir also verzeihen wenn die Beschreibungen der einzelnen Gänge nicht so detailliert erfolgen wie sonst.
Bohne
Weiter geht es mit Kohl
Schwarzwurzel
Saibling mit Paprika
Der Saibling in diversen Variationen ist ein Klassiker des Hauses.
Ich kann mich an kein Menü erinnern in dem nicht wenigstens ein Gang daraus bestand.
Wie hier nur gebeizt und ansonsten völlig naturbelassen auf einer hocharomatischen Paprikacreme. Obenauf gegrillte rote Zwiebel die in der genau richtigen Sekunde vom Herd genommen wurden um noch genug Biss zu haben aber keinerlei Schärfe.
Trompetenpfifferling
Ein weiterer Klassiker des Hauses welchen ich so schon öfter in ähnlicher Form dort gesehen habe.
Trompetenpfifferling genau richtig gegart und mit einer hauchdünnen fast schon schmelzenden Rettichscheibe ummantelt, dazu ein warmer aromatischer Pilzsud.
Hirsch mit Roter Bete
Absolut perfekter Gargrad.
Retticheis mit Kräutern
Zum Abschluss gibt es noch selbst gegossene Schokoladentafeln
Ist das etwa Dubaischokolade?


Nö Fichtennadel.
So sah der Raum nach der Schlacht aus.
Fazit:
Im Essigbrätlein gibt es selten etwas zu kritisieren.
Seit mittlerweile fast 30 Jahren kochen die beiden Chefs Andree Köthe und Yves Ollech ihre regionale Gemüselastige Küche auf zwei Sterne Niveau. Lange bevor es Brutal-Regional und andere Modeerscheinungen gab.
Der Ablauf dabei ist immer der gleiche.
Erstmal 4-5 kleine Häppchen die manchmal so winzig ausfallen, dass sie auf einen Espressolöffel locker passen. Dann gibt es 2-3 Gemüsegänge, Saibling, Pilze, einen Fleischgang der meist aus Reh, Lamm, Hirsch oder ähnlichem besteht, Eis mit Kräutern und dann die selbst gegossenen Schokoladentafeln. Immer!
Niemand am Tisch konnte sich erinnern, dass es jemals anders gewesen wäre.
Und doch könnte es nicht weiter von angestaubt oder vorhersehbar entfernt sein.
Ich habe gerade die beiden Kochbücher komplett durchgeblättert um vielleicht zu dem ein oder anderen Gang noch etwas mehr Infos zu den Komponenten schreiben zu können.
Keinen einzigen Gang des aktuellen Menüs habe ich auch nur im Ansatz im Kochbuch gefunden.
Saibling, ja der ist drin. Mit Ebereschenbeeren und Lindenlaubsahne. Mit Hirse und roter Bete oder mit schwarzem Rettich und getrockneten Bohnen…
Jeder einzelne Gang klingt erstmal so vertraut und bekannt und doch wird man ihn oftmals kein zweites Mal finden. Vielleicht ist es am Einfachsten hier mal das Inhaltsverzeichnis des Geemüse2 Buches zu posten.
Das bekommt man im Essigbrätlein. So oder in einer anders zusammengesetzten Komposition die stimmig ist.
Das Essigbrätlein ist für jeden Gourmet und Sternerestaurantgänger der sichere Heimathafen.
Man geht nicht mit den höchsten Erwartungen hin etwas neues zu erleben. Erst wenn man irgendwann auf seinem Weg stehen bleibt und zurückblickt wird man feststellen, dass es doch etwas neues gab. Dass doch etwas anders war.
Das Essigbrätlein ist ein Restaurant bei dem sich für mich niemals die Frage stellt ob ich ein nächstes mal hingehe, sondern immer nur wann.
Es spielt dabei absolut keine Rolle ob man an diesem Tag etwas besonders zu feiern hat oder einfach nur Hunger hat.
Man geht hin um einfacher gut zu essen. 8/10
Da wir dieses Mal in einer größeren Gruppe dort waren haben wir auch einen Platz im Separee im ersten Stock bekommen.
Erstmal eine Flasche Blubblub.
Zum ersten Glas folgten auch schon ein paar Kleinigkeiten aus der Küche.
Gepresster Butternut Kürbis Sud mit gebrannter Reiscreme am Boden.
Gegrilltes Salatherz mit Dip und Pilzpulver
Bei uns darf jeder der anwesenden immer eine Flasche Wein aussuchen.
Herr Jakir der langjährige Sommelier des Essigbrätleins hatte damit seinen Spaß das ganze dann möglichst passend in die Menüfolge zu integrieren.
Gedämpftes Brot welches in einen Gemüsesud getaucht und dann gegessen wird.
Geschossene marinierte Rotkohlkrone mit Himbeerpulver
Eingelegte Wassermelonenschale
Sauerteigbrot mit grüner Bohnenbutter
Hier folgte dann der erste Gang des Menüs.
Das Essigbrätlein ist in seiner Menübeschreibung immer relativ sparsam.
Zu diesem Gang steht zum Beispiel nur das Wort "Bohne" im Menü.
Man möge mir also verzeihen wenn die Beschreibungen der einzelnen Gänge nicht so detailliert erfolgen wie sonst.
Bohne
Weiter geht es mit Kohl
Schwarzwurzel
Saibling mit Paprika
Der Saibling in diversen Variationen ist ein Klassiker des Hauses.
Ich kann mich an kein Menü erinnern in dem nicht wenigstens ein Gang daraus bestand.
Wie hier nur gebeizt und ansonsten völlig naturbelassen auf einer hocharomatischen Paprikacreme. Obenauf gegrillte rote Zwiebel die in der genau richtigen Sekunde vom Herd genommen wurden um noch genug Biss zu haben aber keinerlei Schärfe.
Trompetenpfifferling
Ein weiterer Klassiker des Hauses welchen ich so schon öfter in ähnlicher Form dort gesehen habe.
Trompetenpfifferling genau richtig gegart und mit einer hauchdünnen fast schon schmelzenden Rettichscheibe ummantelt, dazu ein warmer aromatischer Pilzsud.
Hirsch mit Roter Bete
Absolut perfekter Gargrad.
Retticheis mit Kräutern
Zum Abschluss gibt es noch selbst gegossene Schokoladentafeln
Ist das etwa Dubaischokolade?



Nö Fichtennadel.
So sah der Raum nach der Schlacht aus.
Fazit:
Im Essigbrätlein gibt es selten etwas zu kritisieren.
Seit mittlerweile fast 30 Jahren kochen die beiden Chefs Andree Köthe und Yves Ollech ihre regionale Gemüselastige Küche auf zwei Sterne Niveau. Lange bevor es Brutal-Regional und andere Modeerscheinungen gab.
Der Ablauf dabei ist immer der gleiche.
Erstmal 4-5 kleine Häppchen die manchmal so winzig ausfallen, dass sie auf einen Espressolöffel locker passen. Dann gibt es 2-3 Gemüsegänge, Saibling, Pilze, einen Fleischgang der meist aus Reh, Lamm, Hirsch oder ähnlichem besteht, Eis mit Kräutern und dann die selbst gegossenen Schokoladentafeln. Immer!
Niemand am Tisch konnte sich erinnern, dass es jemals anders gewesen wäre.
Und doch könnte es nicht weiter von angestaubt oder vorhersehbar entfernt sein.
Ich habe gerade die beiden Kochbücher komplett durchgeblättert um vielleicht zu dem ein oder anderen Gang noch etwas mehr Infos zu den Komponenten schreiben zu können.
Keinen einzigen Gang des aktuellen Menüs habe ich auch nur im Ansatz im Kochbuch gefunden.
Saibling, ja der ist drin. Mit Ebereschenbeeren und Lindenlaubsahne. Mit Hirse und roter Bete oder mit schwarzem Rettich und getrockneten Bohnen…
Jeder einzelne Gang klingt erstmal so vertraut und bekannt und doch wird man ihn oftmals kein zweites Mal finden. Vielleicht ist es am Einfachsten hier mal das Inhaltsverzeichnis des Geemüse2 Buches zu posten.
Das bekommt man im Essigbrätlein. So oder in einer anders zusammengesetzten Komposition die stimmig ist.
Das Essigbrätlein ist für jeden Gourmet und Sternerestaurantgänger der sichere Heimathafen.
Man geht nicht mit den höchsten Erwartungen hin etwas neues zu erleben. Erst wenn man irgendwann auf seinem Weg stehen bleibt und zurückblickt wird man feststellen, dass es doch etwas neues gab. Dass doch etwas anders war.
Das Essigbrätlein ist ein Restaurant bei dem sich für mich niemals die Frage stellt ob ich ein nächstes mal hingehe, sondern immer nur wann.
Es spielt dabei absolut keine Rolle ob man an diesem Tag etwas besonders zu feiern hat oder einfach nur Hunger hat.
Man geht hin um einfacher gut zu essen. 8/10