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Fehleranalyse bitte: "Pulled Burger" (Unfall)

MichaW

Landesgrillminister
5+ Jahre im GSV
Hi Leute!

Vor einiger Zeit habe ich mich als Grillneuling geoutet. Bisher habe ich privat nur Würstchen und abgepacktes, mariniertes Fleisch gegrillt. Mehr nicht. Das ich beruflich vor ein paar Jahrzehnten mal tausende von Pattys geschubst habe, kann ich trotz meines Unfalls erzählen - immerhin war das in der Systemgastronomie mit Clamshell-Grill...

Was habe ich gemacht? Ich habe dieses Rezept probiert und mich auch an die Anweisung gehalten, nicht zu viel am Patty herumzudocktorn. Der erste Wendeversuch nach vier Minuten wurde abgebrochen, weil sich das Patty nicht löste. Zwei Minuten später wurde ich unruhig, verbrennen sollte es ja auch nicht. Und das ist mir das Patty zerbröselt.

Der Grill war vorgeheizt, der Rost war mit Mazola Keimöl zuvor eingestrichen, das Fleisch kam aus dem Kühlschrank. Eventuell waren meine Zwiebelstücke zu grob, aber das erklärt nicht das Festhaften.

Was lief also schief?

Danke!
 
Über 80 Hits und kein Tip? :confused:
 
Es ist halt schwer, wenn man nicht dabei war, sowas zu analysieren.

Ich hatte bei meinem Q240 auch das Problem das am Anfang das Fleisch gern am Rost klebte. Nach ein paar mal Flachgrillen war der dann soweit eingearbeitet, daß das kein Problem mehr war.

Wenn du am Patty nicht zu viel rumdoktorn willst dann gib einfach nur Salz und Pfeffer an das Fleisch. Mehr braucht es für einen guten Patty nicht.
 
Über 80 Hits und kein Tip? :confused:
Sorry, aber die Glaskugel gibt nichts her! :rolleyes:

Rezept ist eine Sache, Umsetzung eine andere. Wir wissen nichts über die Konsistenz deines Patties, deinen Grill, den Rost oder die vorhandenen Temperaturen...

Mir bleibt Fleisch oder Burger nur dann kleben, wenn die Temperatur zu niedrig ist. Aber ob dir das hilft, weiß ich nicht!
 
Servus,
Einstreichen vom Rost ist aufjedenfall schonmal wichtig

Meine Pattys würze ich nur mit Salz und Pfeffer

Eine Erleichterung ist es vielleicht die Pattys anzufrieren. Dann verformen sie sich nicht so stark und Kleben auch weniger

Letzter Tipp ist die Pattys mit Öl einzpinseln bevor die auf den Rost kommen
 
wielange hast du eigentlich Strom eingeschossen, bevor du aufgelegt hast ????
:weizen:
 
Ich würde die Pattys, wie schon erwähnt, vorher kurz anfrieren.
Oder aber die frischen Pattys selber mit viel Öl bestreichen und nicht nur den Grill.
Außerdem würde ich schauen, dass der Fettanteil bei 25 bis 30% liegt. Ich schneide mir z.B. von guten Steaks mit viel Fett immer ein wenig Fett ab und friere es ein. Das kommt dann immer zu den Pattys bei, wenn ich mal wieder wolfe.
 
Was lief also schief?

Ehrlich gesagt schwer zu beurteilen.

Mach das nächste mal bitte Bilder und beschreibe den Aufheizvorgang besser (Einstellung am Grill, Vorheizzeit)

Danke & Sorry, dass ich Dir - derzeit - nicht weiter helfen kann.

LG
 
Gude!
Bezgl. des zerbröselns fällt mir noch folgendes ein: Vielleicht hast du auch zu mageres Rindfleisch genommen und vor dem Formen der Patties das Hackfleisch nicht genügend geknetet. Hab mal gelernt, dass man das so lange machen soll, bis dass das Hackfleisch an den Händen kleben bleibt. Wie sich die Zwiebeln auf die Konsistenz auswirken kann ich nicht beurteilen - an mein Rinderhack kommt nur Salz und Pfeffer.
 
Danke Euch, für die Ansätze. Wenn das Wetter mal stabiler wird, mache ich einen neuen Versuch.

Der Grill war auf volle Kraft, Vorheizzeit war 20 Minuten, wie im Handbuch empfohlen.

Einfrieren kann ich leider nicht. Der Vermieter hat bei der Küche am Gefrierfach gespart.

Ich plane den Kauf eines Thermometers. Dann will ich mal die Grillkammer messen.

Taugen eigentlich diese Anti-Stick-Sprays?
 
Ich könnte mir vorstellen, dass es am Rezept lag. Mit Senf, Ketchup, Worcestersauce ist das schon sehr viel Flüssigkeit und du dürftest ziemlich matschige Patties gehabt haben. Wenn dann noch zu grobe Zwiebelstücke dazukommen. Fehlt eigentlich nur noch Ei und man hat die gute deutsche Frikadelle. ;)

Nur Salz, Schwarzer Pfeffer und Worcestersauce ist denk ich besser. Mach ich mittlerweile immer so.

Mit Nonstick Spray hab ich keine Erfahrung, aber mit Öl klappt das eigentlich auch ganz gut. Ich hab normales Sonnenblumenöl in einer Broil King Sprühflasche.
 
...Formen der Patties das Hackfleisch nicht genügend geknetet. Hab mal gelernt, dass man das so lange machen soll, bis dass das Hackfleisch an den Händen kleben bleibt.....

Soll's ne Bullette oder ein Hamburgerpatty werden?

Zum OT:

Patties etwas ruhen lassen
Einölen, auch den Rost
Patties nicht auf den Rost drücken (falls Du ne Platte hast, dann leicht andrücken)
Nicht mit eine Zange wenden, sondern mit einem breiten Spatel

Für Hamburger würde ich ein anderes Rezept nehmen:
Rinderhack mit mind 25% Fettanteil - fertig
(keine Gewürze, Soßen, Zwiebeln und schon gar kein Salz in die Patties.)
Vor dem grillen, außen gut mit Salz würzen

Warum steht in Deiner Überschrift eigentlich "pulled Burger"?
 
...Warum steht in Deiner Überschrift eigentlich "pulled Burger"?
Frag ich mich auch. :) Weil der Patty sich auf dem Rost gepullt hat? :hmmmm:

Was das Würzen von Patties betrifft, sehe ich das nicht so eng. Mach ich hier und da auch. Mal mit Tomami oder Kräutern oder oder oder.... bei Zwiebeln ist es tatsächlich so, dass diese die Bindung vom Fleisch unterbrechen und gerne lose raushängen, das Patty instabil machen und eher an Fleischküchle (Buletten für die nördlich des Weißwurstäquators) erinnern.
Erlaubt ist, was schmeckt. Bei Burgern sowieso.
 
Ich könnte mir vorstellen, dass es am Rezept lag. Mit Senf, Ketchup, Worcestersauce ist das schon sehr viel Flüssigkeit und du dürftest ziemlich matschige Patties gehabt haben.

Es ging eigentlich, was die Feuchtigkeit betrifft - soweit ich mich erinnere. Ist ja schon länger her.
Grundsätzlich kann es nicht falsch sein, mit zusätzlichen Zutaten das Fleisch aufzupeppen. Natürlich kann man das Fleisch pur nehmen. Aber im Rezept war es einfach so. Warum nicht probieren? Hey, es war auch noch ein "Weber"-Buch. Muss doch richtig sein! :-)

Oder? :muhahaha:

Warum steht in Deiner Überschrift eigentlich "pulled Burger"?

Vermutlich weil das Patty nach dem Ablösen vom Rost ziemlich gepulled aussah... :Ruuuhe:
:D

Riiiichtig! Ist halt zerbröselt. Wie das arme Schwein, dass zerpflückt wird.
 
Achja. Ich will morgen einen neuen Versuch starten. Ich mache mal halb-und-halb... Zwei pur und die anderen zwei nach dem verlinkten Rezept.
 
So, heute war der zweite Versuch. Das sieht schon besser aus - aber entspricht noch nicht ganz meiner Zielvorstellung. Wirklich nur ein einfacher Burger:
Hack von der Wursttheke im Supermarkt, Fettgehalt also ungewiss. Brötchen aus dem Supermarkt, Gurke, Senf, Ketchup und Gouda. Es ging ja um's Üben. Salz und Pfeffer. War alles okay, aber hat natürlich noch Potential...

Hier zwei schnelle Handy-Fotos. Da ich ein "Burger-Quetscher" bin, verzichte ich auf das Bißbild und habe lieber einen Anschnitt gemacht.

PostPro übrigens mit Affinity Photo for iPad, auch da muss ich noch üben!

Burger1.JPG
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Soll's ne Bullette oder ein Hamburgerpatty werden?

Das natürlich nicht. :o

Ich hab nochmal nachgeschaut wo ich diesen Tipp her hatte. War aus einem Video auf Stern.de. (o.k. vielleicht jetzt nicht die erste Adresse für Grilltips). Kneten ist auch nicht der richtige Ausdruck. Man formt Kugeln aus dem Hackfleisch. Dann bewegt man diese etwas in der Hand hin und her damit sich die Eiweiße etwas lösen und das Fleisch ein wenig Bindung bekommt. Ich meine auch etwas ähnliches im "Burger unser" gelesen zu haben. Da sollen die Fleischstücke vor dem wolfen auch kurz in der Küchenmaschine mit dem Knethaken bearbeitet werden.
 
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