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bei meiner gestrigen Session ist Essen in meinem 12er derart festgebrannt, das ich es mit den üblichen Mitteln nicht losbekomme.
Die DO-FAQ sagt zum Pyrolyseeffekt: ". . . ebenso geht dies mit einem Gasbrenner, auf den der Dutch Oven gesetzt wird und nun lässt man außen und innen die störenden Materialien wegbrennen. Nach 10 Minuten schwacher Hitze nochmal 5 Minuten Vollgas geben und nun sollte alles erledigt sein."
Aber es heisst auch: " . . . - Niemals einen leeren Dutsch Oven auf das Feuer setzen und dort lange darauf stehen lassen, das Metall kann brechen oder sich verbiegen und wird ruiniert."
Ja watt denn nu??
LG Rolf
A
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Guest
Hallo Rolle,
schau doch mal bitte hier: Festgebrannt. Da wirst Du fündig!
Sauber Brennen!
>300 Grad für 30 Minuten sollte eigentlich reichen
dann abkühlen lassen (das dauert gerne mal 1,5-2 Stunden)
einmal mit nem Pinsel durch
neu einölen (dünn) - ich habe mit Erdnussöl ein sehr schöne Farbe erzielt.
bei rund 250 Grad 60-90 Minuten einbrennen.
Meiner Meinung nach geht das einbrennen mit einem 3/4 AZK ALDI-Brekkies in einem Kugelgrill am Besten. AZK durchglühen - in die Kugel - Temp nach Deckelthermometer bei 250-260 einregeln - dünn geölten DO rein - Deckel drauf.
Vergessen und am nächsten Tage rausnehmen - heiß durchspülen - FERTIG
bei meiner gestrigen Session ist Essen in meinem 12er derart festgebrannt, das ich es mit den üblichen Mitteln nicht losbekomme.
Die DO-FAQ sagt zum Pyrolyseeffekt: ". . . ebenso geht dies mit einem Gasbrenner, auf den der Dutch Oven gesetzt wird und nun lässt man außen und innen die störenden Materialien wegbrennen. Nach 10 Minuten schwacher Hitze nochmal 5 Minuten Vollgas geben und nun sollte alles erledigt sein."
Aber es heisst auch: " . . . - Niemals einen leeren Dutsch Oven auf das Feuer setzen und dort lange darauf stehen lassen, das Metall kann brechen oder sich verbiegen und wird ruiniert."
Servus Rolle,
Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe mir auch einen DO gekauft und bin auch auf diesen Widerspruch gestoßen.
Jetzt warte ich mal mit Dir auf fachmännische Antworten.
Gruß
Karl
Deswegen auch erst 10 Minuten schwache Hitze um den DOpf anzuwärmen.
Beim direkt aufs Feuer setzen bekommt er einen "Hitzeschock", wird evtl zu schnell warm und kann dann reissen/brechen/springen.
Deswegen auch erst 10 Minuten schwache Hitze um den DOpf anzuwärmen.
Beim direkt aufs Feuer setzen bekommt er einen "Hitzeschock", wird evtl zu schnell warm und kann dann reissen/brechen/springen.
Gusseisen ist recht spröde und schlagempfindlich. Je schneller das Eisen nach dem Guß abkühlt, desto mehr Spannungen bilden sich im Gefüge. Deshalb werden sehr große Gussteile nach dem Giessen mit Gasbrennern auf Temperatur gehalten und langsam, teilweise über Wochen, abgekühlt.
Diese Mühe macht man sich mit den DÖpfen sicherlich nicht, deshalb sind hier Spannungen im Material. Guss leitet die Wärme sehr gut... die Hitze der auf,-und untergelegten Brekkis kann schnell verteilt werden. Sonst würde der Temperaturunterschied von Zimmertemperatur zu den sehr heißen Brekkis den Topf schon springen lassen. Gehst du mit einem sehr heißen Brenner punktförmig an den Topf, kann die Hitze nicht schnell genug verteilt werden. Wo eine Spannung im Material ist kann er dann springen. Andersherum würde ich einen heißen DOpf auch nicht in den Schnee stellen. Oder kaltes Wasser in den heißen Dopf schütten. Ist schon eine Füllung im Topf, wirkt die als Puffer. Beim Ablöschen wird nicht schlagartig nur die Dopfoberfläche abkekühlt, sondern auch die Füllung. Ist eine Sache der Verhältnismäßigkeit.
Wie bei einer billigen Blumenvase - heißes Wasser rein und es gibt einen Riß, oder die Vase im BO erhitzen und kaltes Wasser rein. War schon Wasser in der Vase, mildert sich der Effekt wegen der Vermischung mit der Wasserfüllung.
Beim Einbrennen ist der Dopf auch leer und springt nicht. Im BO oder Grill wird die ganze Fläche erwärmt, besser geht es nicht. Wenn du es schaffst ist ein Ausbrennen mit 400 Grad für Guss kein Problem. Dann lass es aber bis zum nächsten Tag abkühlen ohne den BO oder den Grill zu öffnen.
Die normale Lufttemperatur wäre beim Öffnen wie kaltes Wasser auf die heiße Fläche.
Warum verzieht sich ein DOpf wenn er leer auf dem Lagerfeuer steht? Mit Füllung geht ein Teil der Wärmeenergie in die Füllung über. Z.B. die Suppe verkocht. Ist die Suppe nun verkocht kann sich der DOpf jetzt weiter erhitzen. Irgendwann ist er so heiß das sich die Spannungen lösen. Nach dem Guss war er in eine Form gezwängt, wenn auch unter Spannung. Wird er später heiß genug gemacht ohne in einer Form zu stecken, kann sich das Material verziehen wenn es sich entspannt, z.B. eine ovale Form annehmen sodas der Deckel nicht mehr passt. Schlimmstenfalls gibt es Risse oder Sprünge wo die Spannugen so groß sind, das ein Verformen des Materials beim Entspannen nicht ausreicht.
Ein Beispiel: ein Brettchen mit 2 Heftzwecken - ein Gummiband gedehnt über die Heftzwecken ziehen ergibt ein langes Oval. Das ist die Form. Gummiband mit Form Tieffrieren. Nach Entfernen der "Form" bleibt das Gummiband ein langes Oval, hat in sich aber Spannungen. Gib dem Gummi die Temperatur damit sich die Spannung lösen kann, sieht es nicht mehr aus wie ein langezogenes Oval...
So, langer Vortrag. Hoffe das einige Fragen beantwortet werden konnten
Dann kommt es ja wohl auch darauf an wie sorgfältig so ein DO hergestellt wurde (z.b Abkühlphase).
Jenachdem kann dann der eine mehr ab und der andere macht eher schlapp.
Was mich interessieren würde hat es schon mal jemand geschafft seinen DO zu zerstören?
Mir sind auch schon Sachen im DO angebrannt, aber ich konnte die immer entfernen.
Dazu 1l kochendes Wasser mit EINEM Tropfen Spülmittel in den DO und solange einweichen bis man mit einem Stahlschwamm wischen kann.
Zum Trocknen kurz erhitzen, ein Gasfeld ist da sehr praktisch, und leicht einölen.
Unkenrufen zum Trotz:
Der Tropfen Spülmittel und der Stahlschwamm schaden der Patina nicht.
Auch das andauernd praktizierte neue Einbrennen ist reichlich übertrieben.