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"Flammkuchen PP" & ein Lehrauftrag

Pinot

Grillkönig
15+ Jahre im GSV
Hallo zusammen,

nachdem der gestrige Tag doch von einem nicht ganz unerheblichen küchentechnischen Aufwand geprägt war (s. PP in Etappen, viele Vorspeisen und die Eröffnung der Winter-Balkon-Grill-Saison), sollte der heutige Tag eher der entspannten Regeneration dienen - außerdem hatte ich einen Lehrauftrag!

Für den Belag hatte ich gestern ja schon etwas vorbereitet:

3845_PP_20071027_08_1.jpg


die Böden habe ich ausnahmsweise mal fertig von der Metro mitgebracht (keine Zusatzstoffe drin, sind wirklich ok):

3845_Flammkuchen_20071028_01_1.jpg


und dass mein Brotbackstein auf den Grillrost passt hatte ich schon gestern ausprobiert.

Also konnte der Lehrauftrag angegangen werden, der da lautet: "Mein guter alter Landmann soll das Flammkuchen-Backen lernen" !
Der Arbeitsplatz war gerichtet, der Brotschieber mit Weizengrieß bestäubt:


3845_Flammkuchen_20071028_02_1.jpg


die Temperatur war schon bei 250°,

3845_Flammkuchen_20071028_03_1.jpg


also wurde der erste Kuchen gerichtet (ein Viertel ohne PP, zum Vergleichen....), die Temperatur betrug 270° !!

3845_Flammkuchen_20071028_04_1.jpg


Zwischendurch vielleicht doch ein bisschen vom Munster naschen....

3845_Flammkuchen_20071028_05_1.jpg


...und nach 5 Minuten: fertig!

3845_Flammkuchen_20071028_06_1.jpg


Naja, knusprig, aber ein bisschen zu kross... - durchaus lecker, aber der Nächste kriegt nur 4 Minuten....

3845_Flammkuchen_20071028_07_1.jpg


Und da ist er schon:

3845_Flammkuchen_20071028_08_1.jpg


Nach vier Minuten: perfekt. Punkt.

3845_Flammkuchen_20071028_09_1.jpg


Und daran hat sich bei den restlichen Kuchen auch nichts mehr geändert :lol:

Fazit: Flammkuchen PP ist im Sinne des Variatio delectat eine feine Sache, "klassisches" PP ist uns aber doch noch lieber.

ABER: ich werde in Zukunft keine Flammkuchen mehr im Backofen machen. Der Boden war so perfekt knusprig, der Belag so schmelzend... vielleicht beim nächsten Mal noch ein bisschen eingeweichtes Räuchermehl auf die Steine, um noch ein bisschen "Holzofengeschmack" dran zu bringen, - aber viel besser geht's einfach nicht mehr ... :roll:
 
Toller Bericht, da spart man sich das ausprobieren. :thumb1:
Hast Du den Teig mit dem Brotschieber gut auf den Stein bekommen?
Wie war der Teig geschmacklich?
Komme demnächst wieder in die Metro und Dein Urteil würde mich schon interessieren.
Ach ja, sieht voll lecker aus. :woot: :)
:prost:
 
Thermo-nator schrieb:
Hast Du den Teig mit dem Brotschieber gut auf den Stein bekommen?

Völlig unproblematisch - der Teig ist überhaupt nicht klebrig, man muss natürlich darauf achten, ihn erst unmittelbar vor dem Einschießen zu belegen, sonst könnte er durchweichen und kleben).
Solange der Schieber nicht bekleckert ist, könnte man sogar auf das Bestäuben mit Grieß verzichten....

Thermo-nator schrieb:
Wie war der Teig geschmacklich?
Komme demnächst wieder in die Metro und Dein Urteil würde mich schon interessieren.

Perfekt, ich glaube nicht, dass man die Konsistenz besser hinbekommt. Der Teig besteht ja nur aus Mehl, Wasser, Öl und Salz - beim Selbermachen würde ich wohl ein besseres Öl nehmen, noch einige Gewürze passend zum vorgesehenen Belag zusetzen. Aber der Teig ist geschmacklich unaufdringlich und von der Beschaffenheit her sehr angenehm: leicht blättrig, knusprig, eine angenehme und neutrale Unterlage, passend für herzhafte und auch süße (Heidelbeeren!) Beläge. Ich habe ihn heute sicher schon zum zehnten Mal verwendet, auch schon für Gäste-Essen, und alle waren bisher sehr zufrieden :lol:

PS: der stammt aus der Metro in Rheinau - das müsste doch auch in Deiner Nähe sein?
 
Sieht wirklich sehr lecker aus :happa:

Aber warum nicht mehr im Backofen :-? Der Brotbackstein ist doch gerade dafür gedacht. Ich frage, weil ich auch eine Brotbackstein habe, allerdings keinen Gasgrill :D

:prost:
 
Pinot schrieb:
Thermo-nator schrieb:
Hast Du den Teig mit dem Brotschieber gut auf den Stein bekommen?

Völlig unproblematisch - der Teig ist überhaupt nicht klebrig, man muss natürlich darauf achten, ihn erst unmittelbar vor dem Einschießen zu belegen, sonst könnte er durchweichen und kleben).
Solange der Schieber nicht bekleckert ist, könnte man sogar auf das Bestäuben mit Grieß verzichten....

Thermo-nator schrieb:
Wie war der Teig geschmacklich?
Komme demnächst wieder in die Metro und Dein Urteil würde mich schon interessieren.

Perfekt, ich glaube nicht, dass man die Konsistenz besser hinbekommt. Der Teig besteht ja nur aus Mehl, Wasser, Öl und Salz - beim Selbermachen würde ich wohl ein besseres Öl nehmen, noch einige Gewürze passend zum vorgesehenen Belag zusetzen. Aber der Teig ist geschmacklich unaufdringlich und von der Beschaffenheit her sehr angenehm: leicht blättrig, knusprig, eine angenehme und neutrale Unterlage, passend für herzhafte und auch süße (Heidelbeeren!) Beläge. Ich habe ihn heute sicher schon zum zehnten Mal verwendet, auch schon für Gäste-Essen, und alle waren bisher sehr zufrieden :lol:

PS: der stammt aus der Metro in Rheinau - das müsste doch auch in Deiner Nähe sein?
Vielen Dank für die Mühe. Dann werd ich mir mal ein paar Packungen in die Truhe legen. :thumb2:
Die Arbeit kann man sich nämlich sparen. :)
Ich wohn in Ludwigshafen, da ist die Metro für mich, in Oggersheim ein Katzensprung.
Danke für die Tipps. ;-)
:prost:
 
PP-Flammkuchen :D . Originelle Resteverwertung.

Im Ofen gebackene Pizza und Flammkuchen ist einfach nicht das selbe.
Diese Erfahrung hab ich auch gemacht, als ich zum ersten mal diese Leckereien aus der Lok gegessen hab.

Die Rohlinge kenn ich. Die Flutschen alleine vom Schieber und sind auch vom Geschmack her OK.
Die benutzen meine Kids. Ich persönlich bevorzuge selbst hergestellte.

:prost:
 
chili-sten schrieb:
Sieht wirklich sehr lecker aus :happa:

Aber warum nicht mehr im Backofen :-? Der Brotbackstein ist doch gerade dafür gedacht. Ich frage, weil ich auch eine Brotbackstein habe, allerdings keinen Gasgrill :D

:prost:

Brotbackstein ist klasse.

Brotbackstein im Backofen ist klasse.

Aber Brotbackstein auf dem Grill zum Flammkuchenbacken ist großartig - vielleicht ist es die spezielle (ungleiche) Verteilung von Ober- und Unterhitze im Grill, die dafür sorgt, dass zumindest Flammkuchen im Grill besser werden als im Backofen.
Auf den Bildern kann man - glaube ich - erkennen, dass die Grießkrümelchen, mit denen der Brotschieber bestreut war, innerhalb von wenigen Minuten verkohlen: daraus schließe ich, dass die Unterhitze höher ist, als ich sie im Standard-E-Backofen erreichen kann.
Und für Flammkuchen sind das offenbar sehr gute Bedingungen... :lol:

Brot würde ich im Grill allerdings keines backen wollen....
 
Cruiser schrieb:
Die Rohlinge kenn ich. Die Flutschen alleine vom Schieber und sind auch vom Geschmack her OK.
Die benutzen meine Kids. Ich persönlich bevorzuge selbst hergestellte.

Würdest Du mir Dein Rezept verraten?
 
Hi!

Jepp die Flammkuchen aus der Metro rocken - geht selbst nicht wirklich besser.

Mag leider PP nicht aber Deine FK´s sehen zum Anbeißen aus!

Gruß, Pepper
 
Die Rohlinge kann ich auch empfehlen, wenn es schnell gehen soll...liegen immer welche in der Gefrietruhe... :mosh:

siehe hier:

http://www.grillsportverein.de/forum/threads/flammkuchen-vom-gasi.100181/

ansonsten bevorzuge ich dieses Rezept...

ergibt ca. 5 Stück

für den Teig:
750g Mehl
2 Pck. Trockenhefe
560 ml lauwarmes Wasser
4 El Oel
eine Prise Zucker
eine Prise Salz

Daraus einen Hefeteig herstellen, 1 Stunde gehen lassen. So dünn wie möglich ausrollen.

für den Belag:

1 Ei
1 Becher Creme fraiche
2 Becher saure Sahne
1 Becher süße Sahne
etwas Salz und Pfeffer
nach Wunsch etwas Schnittlauch

Alle Zutaten gut miteinander verrühren. Auf die Teigfladen geben.

Mit Zwiebelringen, feingeschnittenen Streifen Schwarzwälder Schinken und geriebenem Käse bestreuen.

Funktioniert nicht nur auf einem Brotbackstein sondern auch auf einer Gußplatte auf`nem Gasi.
Wird seither nicht mehr im BO gemacht, der Geschmack und die schnelle Garzeit haben überzeugt.

:trinkbrüder:
 
Klasse sehen super aus. :cool: :prost:
 
Ach Cruiser,

erst mal schönen Dank.

Aber dann hab' ich mir auch noch die anderen Rezepte ein bisschen angeschaut...

Und wir backen unser Brot doch immer selber, aber wenn wir in der Heimat meiner Frau sind (Simonswälder Tal Nähe Freiburg) nehmen wir immer ein Holzofenbrot mit, weil dieser Geschmack...

Und ich weiß doch nicht, wo ich so einen Ramster im Garten aufstellen kann (an den eigentlich günstigen Stellen stehen schon ein Kinderspielhaus und ein Gewächshaus)... :cry:

Aber mach nur weiter so :lol:


PS: meinen Belag mache immer so:

Belag für fünf 35er Böden, 4x herzhaft, 1x süß:
• 400 g Crème fraîche (zur Not tut's auch saure Sahne)
• 250 g Quark
• 1 Ei
• 1 Eigelb
• 2 El Zucker (oder Honig)
• Salz, Pfeffer, Muskat
• 4 Zwiebeln
• 3 Knoblauchzehen
• Butter
• Majoran
• 200 g Speckwürfelchen
• nicht zu süße, gerne säuerliche Marmelade (Brom- oder Heidelbeere)

nach Gusto:
• Champignons oder Austernpilze
• würzigen Käse
• gekochte Flusskrebsschwänze
• Äpfel, Zimt und Calvados

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken, in Butter mit Salz, Pfeffer und Majoran langsam weich dünsten, abkühlen lassen.

Die Pilze blättrig schneiden, in Butter anbraten, würzen und weitgehend trocken dünsten, die Flusskrebsschwänze mit einer fein gehackten Knoblauchzehe in etwas Butter anbraten. Die Äpfel in dünne Spalten schneiden, in Butter andünsten und mit wenig Zucker und Zimt würzen.

Sahne, Quark und das ganze Ei mit dem Schneebesen sehr glatt verrühren. Ein Fünftel der Masse wegnehmen und mit dem Eigelb und 2 El Zucker verrühren; unter den Rest die abgekühlten Zwiebeln unterheben und abschmecken.

Vier Böden mit der Zwiebelmasse bestreichen, mit Speckwürfelchen bestreuen, ggf. noch geriebenen Käse und Pilze daraufgeben. Oder mit den Krebsschwänzen belegen, dann darf in der Quarkmasse ruhig noch etwas Zitronensaft sein (und nach dem Backen machen sich fein gezupfte Rucolablättchen sehr gut darauf).

Auf jeden Fall nacheinander in den sehr heißen Ofen schieben und in 5-7 Minuten knusprig backen - die Ersten werden gegessen während die Letzten noch im Ofen sind.

Den letzten Boden mit der süßen Masse bestreichen, die Marmelade dekorativ darauf verstreichen, wahrscheinlich muss der süße Flammkuchen ein bisschen länger backen. Oder mit den Apfelstückchen belegen und nach dem Backen noch mit Calvados flambieren.
 
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