Hast du dir eigentlich schon einmal die Grundfunktion eines Fleischwolfes vor Augen geführt?
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Wenn du einen Fleischwolf finden solltest, der die Gesetze der Physik besiegen kann, lass es uns einfach wissen.
Warum so empfindlich? Weil jemand etwas kritisiert, was Dir gehört und auf das Du stolz bist? Oder ist es nur ein Missverständnis?
Die kritischen Punkte wurden doch völlig zu recht angesprochen: Quetschung + Erwärmung.
Du beschreibst völlig richtig die Funktionsweise Deines Wolfes und die damit verbundenen physikalisch bedingten Probleme.
Du solltest aber auch erwähnen, das diese Probleme eben konstruktionsbedingt sind und den Kosten bzw. dem Preis geschuldet sind.
Ich selbst war lange auf der Suche nach einem Wolf und habe mit vielen Metzgern gesprochen und kam (leider) zu immer wieder dem gleichen Ergebnis: "Haushaltswölfe" sind primitiv aufgebaut, um die Kosten im Rahmen zu halten. Auch die sogenannten (!) Profi-Wölfe aus der Bucht & Co. (die, bei denen mit Edelstahl und Watt-Zahl Werbung gemacht wird) sind da nicht grundsätzlich anders: Schnecke, Flügelmesser, Lochscheibe. Fertig.
So, da sind wir dann - egal wie - im Rahmen bis ca. 500 EUR.
Dann kommt leider (nach meiner Suche zumindest) laaaaange nix und es geht erst wieder bei 2.000 - 3.000 EUR für ein Markengerät von z.B. Mado oder Bizerba los. Und hier sind eben ein paar Dinge grundlegend anders, um die o.g. Probleme zu umgehen:
1. Durchmesser des Schneidwerkes: 82mm gegenüber 50-60mm beim Haushaltsgerät = 80% mehr Fläche = geringerer Druck, mehr Löcher, weniger Wärme, etc.
2. Schneidsätze 3- oder 5-teilig (z.B. Unger oder Enterprise): Vorschneider, 2x Sichelringmesser, 2x Lochscheiben (die Schnecke wird da übrigens nicht mitgezählt) = Fleisch wird schrittweise immer kleiner geschnitten (!) und nicht mit großem Druck durch eine Lochscheibe gequetscht = Schnitt statt Questch + weniger Wärme
3. Schneidsätze aus z.B. D2-Werkzeugstahl: geschliffene Messer, nicht gepresste oder gestanzte Messer, sauscharf, leider auch sauteuer = Schnitt statt Questch + weniger Wärme
4. gekühlte Fleischwölfe (z.B. Mado "Eskimo"): weniger Wärme
5. Motor: 380/400 V Starkstromanschluss. 3-Phasenmotor ölgekühlt. 2.400 Watt = ordentlich Drehmoment.
Großartig stopfen muss man da übrigens von oben nicht; das Fleisch zieht sich da ziemlich selbständig sauber und butterweich durch das Schneidwerk.
Du siehst also, dass man nicht die "Gesetze der Physik besiegen" muss, sondern einfach nur richtig konstruieren muss. Die Nachteile liegen natürlich auf der Hand: Preis, Gewicht, Fleischmenge (die im Schneidgang übrigbleibt).
Gruß,
Thomas