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FOB Ribs vom Pelletgrill

jaenno

Veganer
10+ Jahre im GSV
Hallo Zusammen,
ich liebe Ribs und bin seit kurzem stolzer Besitzer eines Traeger Ironwood 650. Für morgen stehen Ribs auf dem Programm, bis dato habe ich auf dem Gasgrill nur 3-2-1 oder 1-2-0,5 Ribs gemacht. Letztere hört sich komisch an, funktioniert aber.
Ich möchte gerne tolle FOB Ribs hinbekommen, da ja jeder Grill etwas anders ist und reagiert wollte ich einfach mal Nachhören ob ihr für mich als Neuling ein paar Tipps und Kniffe habt, damit "das Kind nicht baden geht":).

Über sämtliche Anregungen wäre ich dankbar:).

Nutzt ihr die Super-Smoke-Funktion? Wie lange smoked ihr bei welchen Temperaturen? Hatte gestern parallel zum Pulled Pork zu machen, aber gefühlt ist der Saft in der Konics Schale überhaupt nicht verdampf, habe dann doch auf den Gasgrill gewechselt. Die Temperatur um Traeger lag für das PP bei 120 bzw. 160°, nun habe ich Angst, dass morgen nichts anfängt zu dämpfen bei 160°. Was meint ihr dazu?

Vielen Dank für eure Mühe!

LG
jaenno
 
Also ich mach die Dämpfphase auf dem Gasi, da ich den Dämpf-Behälter (bei mir ein GN-Behälter) besser direkt befeuern kann, und damit die Flüssigkeit schneller zum Dampfen bringe, und da aufgrund des geschlossenen Behälters Rauch oÄ keine Rolle spielt. Spar die die teuren Smoker-Pellets, und nutze den Pellet-Smoker nur für die Smoke- und die Lackierphase.

Wenn du das trotzdem auf dem Pelletsmoker machen willst, bringe die Flüssigkeit schon vorher auf dem Herd zum kochen, dann startet die Dämpfphase direkt, und du kannst die Flüssigkeit mit 160 Grad indirekter Wärme am Dampfen halten. Wenn du eine Flüssigkeit, die du mit 20 Grad oder weniger in den Behälter füllst, mit 160 Grad indirekter Temperatur zum Dampfen bringen willst, ist die halbe Dämpfphase schon wieder vorbei, und die 2 Stunden sind dann zu kurz für FOTB. Auf dem Gasi wird der Dampfbehälter mit direkter Hitze befeuert, und die Flüssigkeit beginnt binnen weniger Minuten zum Dampfen.
 
Die Temperatur um Traeger lag für das PP bei 120 bzw. 160°, nun habe ich Angst, dass morgen nichts anfängt zu dämpfen bei 160°
Wenn das Wasser kochend ich eine Schale gefüllt wird (erkennt man am sprudeln) und der Garraum 160 Grad hat (das kann ein Backofenthermometer betätigen) müsste das Wasser verdampfen...
 
Ich kann Dir leider nicht viel Tipps zu den leisten geben, da ich selber noch keine gemacht habe.
Meinen IW650 habe ich auch noch nicht allzu lange

SuperSmoke:
Was ich hier und in den Rezepten so gelesen habe sollte man immer bei 85-105° SS einsetzen. Beim Beef Brisket & Pulled Pork habe ich mit 95° bis etwa 70° KT gesmoked.

Was SS genau bewirkt ist mir aber immer noch nicht so ganz klar (vielleicht kann das mal jemand genau erklären?)
In jedem Fall fängt der Traeger ganz gewaltig das "Schnaufen" an. Der Lüfter wird ständig für ein paar Sekunden ein- und dann wieder ausgeschaltet.
Eine besonders starke Rauchentwicklung ist allerdings nicht wirklich zu erkennen. Eher ein etwas bläulicher leichter Rauch.
Also anscheinend werden die Pellets dazu gebracht nicht gleichmäßig zu brennen, sondern glimmen/brennen/glimmen...
 
Vielen Dank für eure Antworten.

Mit dem Aufkochen der Flüssigkeit für das Verdampfen ist ein guter Tip, werde ich auf jeden Fall testen und den Temperaturfühler in die Konica Schale geben. Sofern es dann doch nicht anfängt zu verdampfen muss ich den Gast zu Rate ziehen, aber eigentlich müsste das ja klappen.

Mit dem Pulled Pork bin ich ehrlich gesagt etwas überfragt. Im Netz bin ich auf ein sehr gehyptes Rezept von den Sizzle Brothers gestoßen, mit Texas Crutch. Man soll mit der Methode fast verlässlich, nach 2 Stunden, immer eine KT von min 60 Grad erreichen, bei mir waren es allerdings nur 44 Grad. Eventuell lag es daran, dass das Fleisch direkt aus dem Kühlschrank kam? Oder eben knapp 3kg hatte, im Gegensatz zum Rezept mit 2 kg. Ich möchte das gerne demnächst für deutlich mehr Personen machen, daher die Fehlersuche;)! Weil die KT natürlich noch nicht erreicht war habe ich den wohl dümmsten Fehler gemacht und die Temperatur leicht hochgeregelt, von 120 auf bis zu 160 Grad, da ich schon die Gäste auf der Fußmatte stehen sah:D...
Das Rezept sagt dann aus, dass das PP, nachdem es für zwei Stunden im Rauch war, 4 Stunden in Alufolie mit Flüssgikeit und Barbecue Sauce weiter gegart wird, bis zur KT von 96 Grad. Soweit so gut, jedoch hatte das PP nach knapp 1,5 h in der zweiten Phase schon die KT erreicht.

Vielleicht fällt euch noch etwas ein, warum ich hier so massive Probleme hatte..;).
 
sehr gehyptes Rezept von den Sizzle Brothers
Das kommt Dir nur so vor...
Eventuell lag es daran, dass das Fleisch direkt aus dem Kühlschrank kam?
Schreib einfach alle halbe Stunde die Kerntemperatur auf dann kennst Du den Verlauf...
Das Rezept sagt dann aus, dass das PP, nachdem es für zwei Stunden im Rauch war, 4 Stunden in Alufolie mit Flüssgikeit und Barbecue Sauce weiter gegart wird, bis zur KT von 96 Grad. Soweit so gut, jedoch hatte das PP nach knapp 1,5 h in der zweiten Phase schon die KT erreicht.
Je mehr Du das Fleisch wasserdicht einwickelst und je mehr Du die Temperatur anhebst desto mehr machst Du Schweinebraten. Wenn er über 65° geht eben verkochten/weichgedämpften Schweinebraten.
 
Was meinst du genau damit? Der Grill soll nach den 2 Stunden bei 120 Grad auf 160 Grad hochgeregelt werden..
Was heisst hier soll. Das ist eine Aussagen von einem Youtube Kanal.
Ist Dein Grill Du kannst da machen was Du willst.
Klar kann man Techniken der Herstellung des Sonntagsbraten der 80er Jahre mit einfließen lassen...
Um nicht so ein aggressives Dampf Sperren Ergebnis wie von Alufolie oder einem Bräter zu bekommen nutzen viele gerne Butcher Papier.
 
Ja, da hast du vollkommen Recht. Aber gerade als Einsteiger, der auch noch seinen Besuch begrillen möchte, sind solche „Kochrezepte“ nicht so verwerflich...;).

Die 3 Stunden in der ersten Phase sind aber zwingend erforderlich?;)
Ich habe hier irgendwo auch schon ma bei dem 40-40-40 Ribs mitgelesen...
 
Problem beim PP ist einfach, dass ich es durch eine 6 Tage Woche kaum schaffe irgendwie Alles rechtzeitig an den Start zu bekommen, daher dachte ich die Variante mit der Texas Crutch ist eine gute Alternative, da sie mir hier auch in einem Nachbarthread empfohlen wurde. Habt ihr weitergehende Erfahrungen damit, gerade im Hinblick wie lange die erste Phase dauern sollte und bei welcher Temperatur?

Nochmal zwei Fragen zum Grill:
- Wie handhabt ihr die Reinigung? Ich habe ihn bisher jedes Mal ausgesaugt und das Rost einfach nur mit der Drahtbürste abgerieben.
- Dass er beim Aufheizen und Warmhalten öfter massiv Rauch aus den Ritzen drückt ist normal? Ansonsten ist er ja ziemlich rauchfrei, auch das ist hoffe ich normal?;)

Im Anhang hierzu zwei Fotos, wie er nach 7 Stunden Betrieb aussah. Muss ich die Brennkammer auch immer aussaugen? Wenn alles gut läuft liegen hier ja immer ein paar Pellets drin um den nächsten Grillvorgang zu starten, so verstehe ich das..;).

IMG_2629.jpg
IMG_2630.jpg
 
Ich sauge ihn auch mit dem Aschesauger aus. Allerdings nicht nach "kleinen Jobs". Etwa alle 15-20 h.
Die Pelletkammer bei Bedarf. Meist ist nicht viel drin bzw. die lose Asche wird eh wieder "verpustet".

Ja, es sind normal ein paar Pellets drin. Als ich mal konplett ausgesaugt hatte habe ich die Bleche weggelassen und "Jugend forscht" gespielt.
Wenn die Kammer leer ist, dann werden automatisch wieder welche reingeschneckt. Ist also auch kein Problem.

Dein Rost beim Ironwood 650 ist doch auch emailliert?
Ich habe den gleichen.
Da würde ich aber nicht mit der Drahtbürste ran gehen.
Ich nehme immer so einen Küchenschwamm mit der rauhen Seite. Vorher mal alles mit Spülmittel nass machen und etwas aufweichen lassen, dann geht es ganz gut weg. Im Extremfall sprühe ich mit Becher Glasrein auf dem Rasen - ich Umweltsau ;-)
 
Oh, siehst du @Chartie, gut das wir uns drüber unterhalten haben, hätte ich nicht lange was von dem Rost gehabt...🤨. Danke für den Tipp!
 
Vielleicht hält er es ja auch aus. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Ich persönlich bin da halt vorsichtig.
 
🔝Bezüglich dem Sizzle-Brothers-Rezept für das Pulled Pork: Ich hab diese und auch einige andere Varianten versucht... auch ganz klassisch, was mich knapp 19 Stunden Lebenszeit gekostet hat. Hab das damals nur für mich gemacht, zum einvakuumieren und einfrieren, daher war es egal... aber für angekündigten Besuch ist das unmöglich zu timen... hatte damals 3 Nacken drauf, und die wurden SEHR unterschiedlich fertig. Die Variante mit 2h Rauch bei 120 und 4 Stunden bei 160 in Alufolie funktioniert sehr gut, und das Pulled Pork wird auch extrem lecker. Da das Rezept sehr schnell geht, und sich perfekt timen lässt, ist es mittlerweile das Rezept meiner Wahl, wenn es um Pulled Pork geht. Klar hast du bei der klassischen Variante eine bessere Kruste, die fällt bei Verwendung von Alufolie komplett weg... Das Fleisch ist jedoch um einiges saftiger, und da muss man halt entscheiden, was einem wichtiger ist. Ein Kompromiss bzw. eine Lösung in der Mitte wäre eventuell die Verwendung von Butcher-Paper, wobei ich das selbst noch nicht gemacht habe, und daher auch nicht bewerten kann.

Die Ribs sehen übrigens TOP aus!! 🔝🔝🔝
 
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