So ein schönes altes Beil mit Patina ist schon was feines.
Ich würde es neu schärfen, aber bitte nicht zu warm werden lassen.
Mit ausreichend Vorsicht kann man das mit einem Bandschleifer grob in Form bringen und dann mit einem Stein schärfen.
Besser ist die Form mit einer Feile herzustellen und dann zu schärfen.
Einen neuen Stiel musst Du auf jeden Fall einsetzen, da Dir keiner sagen kann ob der Stiel nicht bei Belastung bricht und dir dann das neu geschärfte Eisenteil um die Ohren fliegt. So ein Klumpen Metall kann schon ordendliche Verletzungen hervorrufen.
Mit 1-2 Stunden Arbeit ist das gute Stück dann wieder zu gebrauchen.
Die sagenumwobenen Fähigkeiten alter Äxte und Beile jedoch wird dieses schmucke Stück wohl kaum erbringen.
Moderne, gute Äxte sind den alten doch in einigen Punkten überlegen.
Wenn man eine gute Axt zum arbeiten benötigt ist heute Fiskars absolut empfehlenswert.
Die Referenz ist nach meiner Meinung Graensfors.
Aber auch Moderne Äxte können nicht zaubern, es ist früher wie heute so, daß das Ergebnis der Arbeit am unteren Stielende hängt.
Und da kann ich nach einigen Hundert Festmetern Brennholz, die ich bisher in meinem Leben mit allen möglichen Äxten und Hydraulischen Spaltern bearbeitet habe nur sagen: Üben, üben, üben!
Rein von der Form her ist das alte Schätzchen zum spalten eher nix.
Aber schön ist es und auf jeden Fall erhaltenswert.
Einstielen eines guten Stieles ist garnicht so schwer.
Wichtig ist nur nach einer guten Formgebung das sehr urdentliche Verkeilen mit eingeleimtem Holzkeil UND Sicherungskeil aus Metall.
Ich nehme da immer die Runden Metallkeile.
Jedoch geht auch sehr gut ein normaler Metallkeil in 45° zum Holzkeil.
Viel Spaß also damit.