• Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf Jetzt registrieren!, um den Registrierungsprozess zu starten. Registrierte User surfen werbefrei, können Suchen durchführen und sehen die volle Darstellung des Forums mit vielen anderen Unterforen!!!

Frage zur Kohlemenge

christian1972

Militanter Veganer
Hallo zusammen,

ich bin seit kurzem auch Besitzer eines 57er Kugelgrills samt passendem AZK von Weber. Somit noch ein Newbie. Allerdings bin ich mir bei diesem Gerät im Unklaren, wieviel Briketts dort aufgelegt werden müssen.

Wenn ich den AZK (welchen ich gegenüber den im Baumarkt erhältlichen schon groß finde) randvoll mache (das sind dann ca. 2,5 kg), reichen die Briketts gerade mal aus, um knapp die Hälfte des Grills zu belegen (einschichtig dicht an dicht gelegt). Wenn wir mit vier oder sechs Personen grillen, finde ich das für das direkte Grillen ein wenig mager, wenn für alle Personen gleichzeit was aufgelegt werden soll (Fleisch, Gemüse etc.).
Liege ich hier falsch?! Die Temperatur liegt dann bei voll geöffneter Lüftung max. bei ca. 210-220 Grad.
An eine Dreizonenglut, wie es in manchen Grillfibeln beschrieben wird, ist mit der Menge an Kohle gar nicht zu denken.
Im Moment bin ich drauf und dran, mir einen zweiten AZK anzuschaffen, aber das kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein.

Was mache ich falsch? Für Tips und Hinweise wäre ich wirklich dankbar!

Vielen Dank im Voraus!
 
Eigentlich reicht mit nen 3/4 AZK meist aus.
Das Fleisch und die Wurst wird indirekt vorgegart und nur vorm servieren kurz auf die Glut gelegt - für die Röstaromen
burger-0120.jpg
 
Danke für die Antwort. Im Prinzip klingt mir Deine Antwort logisch. Aber bei vielen Rezepten wird die direkte Grillmethode bei starker oder mittlerer Hitze vorausgesetzt. Wie sieht es dann damit aus?
 
Also ein Kamin voll reicht dicke. Mit einer Schicht durchgeglühter Kohle erreicht man hohe Temperaturen und kann astrein grillen. Gute Kohle vorausgesetzt.

Durchgeglühten Kamin in den Grill leeren, Kohle gleichmäßig verteilen, 5 min bei offenem Deckel weiterglühen lassen, Los geht es ...

... Oder etwas weniger wie einen Kamin voll nehmen, 2/3 des Kohlerostes mit Kohle belegen und das restliche 1/3 als Sicherheitszone und indirekte Zone nehmen, wenn z.B. schon was fertig ist, aber gerade alle den Teller vollhaben :grin:
 
Aber wenn ich die Briketts aus einem AZK komplett verteile, liegen diese ganz schön weit auseinander. Ich hatte es immer so verstanden, dass die Briketts für eine starke Hitze dicht an dicht liegen müssen.
 
Ein voller AZK (ohne Berg darauf) reicht um die beiden Kohelkörbe voll zu machen. Das ist die heisse Zone. Ausserhalb ist zum Garziehen. Wenn du die beiden Gitterchen zum Einrasten von Weber richtig zueinander in den Kohlerost einsteckst, teilt das ca. die Hälfte ab. Ein voller AZK gibt 2 Schichten übereinander zum Flachgrillen auf dieser hälfte der Kugel. Die müssen nicht unbedingt gegenüberliegend angeklemmt werden, sondern können auch "in Reihe"einen Teil des Kohlerostes abtrennen. Wenn gewünscht, kann ich mal ein Bild dieser Anordnung hier einstellen.
:prost:
 
Dir auch nochmal Danke. Ein Bild wäre schön, obwohl ich glaube, dass ich es verstanden habe. ;-)
Mir geht es darum, für 4 oder 6 Personen direkt zu grillen und dass mit allem was dazugehört (Fleisch, Würstchen, Gemüse etc.) und ich möchte soviel auf den Grill bekommen, dass alle gleichzeitig essen können, wenn's erste fertig ist.
Wenn ich einen Teil des Grills abteile, habe ich nur Platz für wenige Stücke Grillgut.
Wie gesagt, es geht mir um das direkte Grillen: Würstchen, Gemüse und "dünne" Fleischstücke wie Kotletts, Minutensteaks, Spieße etc.
 
1 AZK glühende Kohlen ist mehr als genug um sein Fleisch zu verbrennen.
Auch indirekt gegrillt kann man mehr als 6 Personen auf einmal verköstigen.
Es ist eine Frage der Technik, nicht der Kohlenmenge.


:prost:
 
Okay,

so, wie ich die ganzen Antworten bisher verstanden habe, würde das bedeuten, dass ich mit der Kohle aus einem AZK den Grill zum Teil befülle und den Rest halt leer lasse. Damit würde ich dann das Grillgut (wie gesagt, ich grille meist "Kurzgebratenes") über der Kohle "scharf" anbraten und denn auf der indirekten Zone zu Ende garen würde.
Damit wären aber die ganzen Grillzeitentabellen aus den ganzen Grillfibeln ad Absudum geführt. Da steht dann z.B. für ein Kotlett eine Grillzeit von 10-12 Minuten bei direkter Hitze. Wie lange muss ich dann so ein Fleischstück bei direkter Hitze angrillen und bei indirekter Hitze zu Ende garen?
 
Damit wären aber die ganzen Grillzeitentabellen aus den ganzen Grillfibeln ad Absudum geführt

IMHO steht da nur Blödsinn drin.
Gegessen wird wird, wenn's fertig ist.
Zu viele Einflüsse wirken auf die Garzeit.

An welche Fleischstück und von welchem Tier hast du gedacht?
Mit "Fleischstücken" kann niemand hier was anfangen.


:prost:
 
Damit wären aber die ganzen Grillzeitentabellen aus den ganzen Grillfibeln ad Absudum geführt....eine Grillzeit von 10-12 Minuten bei direkter Hitze
was ist direkte Hitze? wie heiß ist direkte Hitze? wie groß ist der Abstand zwischen Fleisch und Holzkohle? Was für Kohlen werden verwendet? usw. Es gibt soviele Einflußfaktoren, die eine Tabelle ad Absudum führen :weizen:
 
Also,

folgendes wird "verbraten" ;-):

Minuten-Steaks vom Schein
Koteletts
Bauchfleisch
Würstchen
Hühnerbrustfilets
Kleine Hühnerkeulen
Holzfällersteaks

Das meiste Fleisch ist ca. 2-2,5 cm dick (abgesehen von den Hühnerbeinen und Würstchen).

Zur Frage von der Kohle: Ich verwende Grillies von ProFagus (Briketts).
 
zum Abstand zwischen Kohlen und Grillgut
das war nur allgemein, um zu zeigen, dass eine Tabelle wenig Sinn macht, ich habe ein Grillbuch, bei denen mehrere Grills mit ganz unterschiedlichem Aufbau gezeigt werden und dann gibt es für alle Grills egal, ob Flachgrill, Schwenker, Kugelgrill, Gasgrill oder Hibachi eine Tabelle mit Minutenangaben zu den Garzeiten. :lachen:

Minuten-Steaks vom Schwein
Koteletts
Bauchfleisch
Würstchen
Holzfällersteaks
direkt angrillen und dann indirekt weitermachen, bis die "KT" erreicht ist - die Kerntemperatur wird dabei geschätzt, mit der Zeit hat man ein gutes Gefühl dafür. Das Bauchfleisch wird sicherlich etwas länger im direkten Bereich verbleiben müssen.

Hühnerbrustfilets
Kleine Hühnerkeulen
nur indirekt, Hühnerbrustfilets werden sonst schnell trocken

mit etwas Übung und Erfahrung kannst du auch umgekehrt beginen, also erst alles in den indirekten Bereich und zum Schluss über den Kohlen das passende Branding erzeugen.

Ich versuche immer so einen Mischmasch an unterschiedlichen Fleischsorten zu vermeiden. Sicherlich wurden die einzelnen Stücke unterschiedlich gewürzt oder mariniert, d.h. die Pampe vom Bauchfleisch verteilt sich auf die Steaks usw. Ich würde mehrere Durchgänge machen :weizen:
 
Hatten gerade nur ein paar Würstchen und Burgerpatties gegrillt.Dabei noch rasch die Bilder gemacht, wie ich die Kohlengitter einstecke. Kohlenmenge war ein halber Weber- AZK. Die Temp reicht für indirektes Garen und zum Flachgrillen.
Bei meinen Brekkies reichen 2 Lagen übereinander auf dem Kohlenrost um die Würstchen auf dem Grillrost braun zu bekommen, bzw. Nackensteaks etc. zu braten. Für Rindersteaks mache ich es so wie "Mag". 2 Kohlenkörbe mit der flachen Seite aneinander, 3-Lagig Brekkies um die Hitze für das Branding zu konzentrieren. Garziehen daneben in der indirekten Zone.

P1040268.JPG


P1040271.JPG


P1040273.JPG


P1040268.JPG


P1040271.JPG


P1040273.JPG
 

Anhänge

  • P1040268.JPG
    P1040268.JPG
    622,5 KB · Aufrufe: 4.676
  • P1040271.JPG
    P1040271.JPG
    667,2 KB · Aufrufe: 7.390
  • P1040273.JPG
    P1040273.JPG
    504,6 KB · Aufrufe: 4.649
Da sieh mal einer an...

Ich mache das immer genau anders herum: die
Kohle verteile ich immer auf der großen Seite und lass die kleine zum Garziehen. Ich denke aber die Variante ist besser. Muss ich das nächste Mal gleich mal ausprobieren.

... Man lernt nie aus!!!
 
Vielen Dank schon einmal an alle für die Mühe, die Ihr Euch bei der Beantwortung meiner Frage gemacht habt.

Ich denke, ich werde mich von den tollen Anleitungen aus diversen Grillfibeln bzgl. der Garzeiten verabschieden und es so machen, wie ich Euch verstanden habe. Es wird eine Mischung aus direktem und indirektem Grillen werden und bzgl. der Garzeiten werde ich wohl meine Erfahrungen machen müssen. Gute wie schlechte ;-)! (Die ersten beiden Grillsessions waren schon recht frustrierend; beim letzten mal hat es dann etwas besser geklappt)

Eine Frage hätte ich allerdings noch. Ich habe mich heute mich einem meiner Nachbarn, der schon seit längerem einen Weber Kugelgrill sein eigen nennt, über dieses Thema unterhalten. Er meinte, ich sollte einfach die Kohlemenge aus einem AZK gleichmäßig und damit nicht dicht an dicht auf dem Kohlerost verteilen. Geht das auch? Erreiche ich damit ausreichende Temparaturen, sprich 220 Grad oder mehr?
 
5554_g6_1.jpg


2 Kohlekörbe mit dem langen Ende zusamengeschoben und mit einem AZK Holzkohle gefüllt, macht auf meinem ODC soviel Hitze, dass ich locker das Fleisch unabsichtlich maximal schwärzen kann, wenn das Telefon klingelt und ich nicht aufpasse :lolaway: Mein Nachbar-Grill-Kollege hatte mir vor ca. 10 Jahren erzählt, dass bei einem Kugelgrill der Abstand zwischen Kohle und Grillgut zu groß ist und Steak-Grillen nicht möglich sei :lachen:

Taste dich langsam ran, die Kugel ist universell verwendbar, es dauert aber einige Grillsessions bis man alle Feinheiten kennt. :weizen:
 
Zurück
Oben Unten