Obwohl sich das Tier geweigert hat, seine Muskeln genau nach den Umrissen des Erdteils wachsen zu lassen, wurde der Erdteil erraten.
Cookacrisis, der alte Jäger, hat den Vogel abgeschossen und mit Kudu (Tragelaphus strepsiceros) sogar das Tier bestimmt. Respekt.
Bruder eines Freundes eines Bruders eines Freundes (so ist das in Afrika) hat gehört, dass ich den Winter im Süden verbringe und
wollte mir Reiseproviant machen. Also ist er los, hat ein Kudu geschossen und wollte es zu Biltong und Droewors verarbeiten.
Ein andere Bruder hat sich an meine Begeisterung für gutes Picanha erinnert und sich beide Stücke gesichert, bevor das ganze Tier
zu Fastfood wurde. Nach Art der Khoisan in Kräuter gepackt kam es bei mir an. Als ich die Vakkumtüte öffnete, konnte ich Afrika
riechen und mir wurde warm ums Herz und die Augen glasig.
Da Picanha vom Rind und ein klassischer südamerikanischer Zuschnitt ist, musste eine Verbindung hergestellt werden. Amerika trifft Afrika,
Rind trifft Kudu. Die Lösung war das Aroma beider Erdteile, Kakao und Kaffee. Das nach Kräutern duftende Fleisch wurde mit einen
entsprechendem Rub frei nach Raichlen für einige Stunden in die Kühlung und am späten Abend auf den Grill gelegt. Aber seht selbst.
10 Minuten bei mittlerer Hitze direkt von beiden Seiten und dann 30 Minuten bei 100° ziehen lassen. Geschmeckt hat es wie es aussieht und
natürlich gab es keine Teller und Besteck, denn das isst man mit den Fingern. Ein leicht gekühlter 2005er Pinot Noir von der Domain Weinbach
Kaysersberg/Elsass hat es zu einem perfekten Abend gemacht. Als ich schlafen ging hatte ich nur noch 2 Gedanken in meinem Kopf.
Wer Freu(n)de und gutes Essen hat ist der reichste Mann der Welt und "Africa is not for sissis"
:bbq4you_drinks: