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Gärtnern früher und heute

Mr.Wulf

Schneckensommelier ohne Escargot
15+ Jahre im GSV
Supporter
Liebe Gemeinde.

Ich hab da jetzt mal ne Verständnisfrage an die Gärtner und "Kleinlandwirte" unter euch.

Wie in nem anderen Fred bereits geschrieben sind wir seit knapp über einem Jahr stolze Kleingartenbesitzer.
Und im Großen und Ganzen ist die Gärtnerei für uns Neuland. Hier und da mal ein paar Kräuter auf der Fensterbank oder Chilis aufm Balkon ziehe ich mir schon seit Jahren selbst.
Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.
Aber Freiland mit allem drum und dran ist dann doch wieder ne ganz andere Hausnummer.

Alles und vieles nach Anleitung gepflanzt, gepflegt, gegossen und gehütet.....
Von verschiedenen Obstbäumen über Kartoffeln, Zucchini, Erdbeeren, Möhren, Radieschen, Chilis, Beerensträucher, Tomaten, Kürbis, Mais, Salat, Kräuter.... etc etc etc....

Und, oh wunder.... es wächst und gedeiht.... Und man(n) freut sich. Hat das eine oder andere Erfolgserlebnis.

Aber.... Ich hätte mein Lebtag nicht gedacht dass man sooooo viel Schädlinge und Pilze im Garten vorfindet.
Egal was mir wieder im Beet komisch erscheint. Auf Rückfrage bei den Nachbarn bekommt man in 99% der Fälle gesagt, musst du spritzen, sonst wird das hier nix.
Ein Mittel gegen die X-Spanner, wieder ein Mittel gegen die Y-Wickler,.... Zombi-Raupe hier, Assi-Käfer dort......
Ich bräuchte eigentlich einen Gefahrgutschuppen mit 12 verschiedenen Spritzen.

Also wenn ich mich an die Zeit meiner Großeltern zurück erinnere....
Die hatten einen riesen großen Garten. Mit allen möglichen Pflanzen und Gemüse und Obst.
Und das Zeug wuchs dort einfach. Ich weiß dass sie öfter im Garten waren um Unkraut zu entfernen oder den Boden aufzulockern, Formschnitte durchzuführen, Schnecken und Kartoffelkäfer ablesen....
Aber ich kann mich nicht daran erinnern dass sie einen Spind voll mit unterschiedlichsten Spritzmitteln vorhalten mussten, um ihre Ernte nicht zu gefährden.

Stelle ich mich da jetzt nur an?
Seh ich das jetzt nur so weil ich ein Noob auf dem Gebiet bin?
Hab ich das damals nur nicht mitbekommen?
Hatten die ein Allerheilmittel?

Oder gibts hier vielleicht den einen oder anderen der das auch so sieht?

Mit gärtnerischen Grüßen in die Runde...
:anstoޥn:
 
QUOTE="LogDog74, post: 2794718, member: 3532"]Also wenn ich mich an die Zeit meiner Großeltern zurück erinnere....
Die hatten einen riesen großen Garten. Mit allen möglichen Pflanzen und Gemüse und Obst.
Und das Zeug wuchs dort einfach.[/QUOTE]

Eine so heile Welt war das früher in den 50iger, 60iger und 70iger Jahren auch nicht. Man denke nur an das DDT, welches noch heute nachweisbar ist.
Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter das Pulver rund um die Buschbohnen gestreut hat. Oder die Küken damit eingestaubt hat.
Das war damals ein Allheilmittel.
 
Ich sehe es ähnlich wie Du, nur denke ich mir auch, dass die romantischen Gedanken bzgl. unserer Familien oft übertrieben sind.
Dass sie sehr wohl gespritzt haben, aber eben nicht im Beisein unsererseits, nicht im Rahmen einer Familienfeier oder eines Spielenachmittags.
Blaukorn kenne ich auch nur, weil ich als Kind diesen 25 kg Sack im Schuppen fand und es "faszinierend" war.

Dazu kommt, dass wir die Anfänge nicht mitbekamen, also welche Pflaume wo am besten wächst usw.

Wenn man sogar zurück zu den Bauerngärten geht, da sind es die Mischkulturen.
Wissen, welches heute erst wieder angelesen werden muss.

Und trotz Landwirten in der Familie, kann ich sagen, dass ich zwei Generationen zurückgehen kann, und keine wirklichen Tipps für nachhaltiges Gärtnern finde.
Erst noch eine Generation zurück wusste bescheid, denn diese war vom 1. und 2. Weltkrieg betroffen und musste ohne Chemie klarkommen.

Werde nächstes Jahr selber einfach mal ein paar Knoblauchzehen im Garten verteilen, um vielleicht Schnecken zu vertreiben.

Aber gespritzt habe ich dieses Jahr schon mehrfach, aber erstmal nur:
- mit Schmierseife/Lavendel gegen Läuse auf meinen Chilies
- mit Milch gegen Braunfäule bei Kartoffeln und Tomaten
- mit Schachtelhalm zur Stärkung bei den Tomaten

Desweiteren werde ich demnächst Leim pinseln, damit die Fruchtbäume heile bleiben.

Und bevor es in den Urlaub geht, kommt an gewissen Pflanzen Kupfersulfat, was zwar giftig, aber z.B. für den ökologischen Anbau zugelassen ist;
muss dann aber auch warten bis ich die Früchte esse, aber leider sind einige Pilze im Garten und die Bäume noch zu jung für Experimente.

Ich versuche, möglichst wenig Chemie in den Garten zu bringen, aber manchmal greife auch ich zu milden Mitteln, um die Pflanzen nicht zu verlieren.
Aber ich versuche immer etwas dazu zu lernen, um Alternativen nutzen zu können.

Wir sind heute einfach sensibler gegenüber Chemikalien, daher nehmen wir sie auch mehr wahr.
 
das stimmt schon, muss dir leider recht geben.
Aber .. im Gartenbau gibts schon einige Möglichkeiten, durch das Setzen von versch. Pflanzen das ganze so zu regeln, dass Schädlinge abgehalten werden.
ich hab da so um 1988/1989 mal einen biologischen Gartenkurs gmacht, die Dame hat uns das erklärt und aufgeschrieben, des find i aber sicher nimmer :D
gibts aber sicher im Netz zu finden solche Infos.
Wenn man denn dann doch spritzen muss, bemüh ich mich halbwegs dass ich bio Sachen benutze ..
so wie zB Neemöl .. bzw Nemulgan. Ist biologisch, hilft ausgezeichnet ..
:weizen:
 
Nunja es geht auch komplett ohne Chemie.
Dazu sind allerdings gewisse Bedingungen zu erfüllen.
Ein neuer Garten braucht einige Jahre bis sich ein stabiles Gleichgewicht aus Schädlingen und Nützlingen eingestellt hat.
Basis dieses Systems ist in erster Linie die Kompostwirtschaft, denn dadurch belebt sich das Bodenleben und das schützt die Pflanzen.
Nächster wichtiger Punkt ist das Saatgut, wirkliche Erfolge ohne Chemie erreicht man mit traditionellen Sorten die sind robuster und sn den Standort angepasster .
Ein wichtiger Aspekt ist die Anbaufolge mit Fruchtwechsel und Gründüngung. Ein Teil der Fläche wird jedes Jahr ungenutzt gelassen und ruht sich aus.

Und nut nicht Jagd auf jedes Spier Unkraut machen.
Kein Kraut ist Un, diese kulturbegleitende Vegetation zeigt dem Gärtner Fortschritte und Defizite.
Hast du viele ruderale Beikräuter dann ist dein Boden noch nicht gut entwickelt.
Hast du viel Klee oder kriechender Hahnenfuss ist drin Boden noch verfestigt und nicht tiefgründig.
Brennessel und Franzosenkraut zeigen gute Stickstoffversorgung.
Wichtig sind auch Ringelblumen Lavendel und Tagetes die als Gesundungspflanzen fungieren.

Sehr sinnvoll ist auch der Anbau unter Kulturschutznetzen. Zwiebel und Möhrenfliegen verlieren dadurch ihre Schrecken.

Das Thema ist sehr umfangreich ich rate dir dazu dich zu belesen.
Standardwerk ist das Buch von MariaLuisa Kreuter .
Mein Biogarten.
oder das große Biogartenbuch aus dem Arche Noah Verlag.

Guck mal in meinem Gartenfred hier im Forum da siehst was in zwei Jahren möglich ist
Btw die Spritze hab ich nur einmal gebraucht an dem Tag wo ich die Wildnis übernommen habe.
Um die Quecke loszuwerden musste da Glyphosat herhalten. Seither verstaubt die.
 
Wenn ich in meinem Garten Gift spritzen oder streuen würde, könnte ich mir gleich die Mühe sparen und das ganze Obst und Gemüse im Supermarkt kaufen...

Wir sind auch vor drei Jahren auf's Land gezogen, bis dahin waren wir reine Stadtkinder und hatten überhaupt keine Ahnung vom Gärtnern. Also haben wir einfach drauflos "gegartelt" und gleichzeitig jede Menge an Literatur zum Thema verschlungen. Am meisten beeindruckt haben mich die Bücher eines alten Japaners, der es geschafft hat, eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, ohne Maschinen und ohne Chemikalien zu betreiben.

Als wir unser Häuschen damals im Spätsommer bezogen, war der Garten voll mit Löwenzahn, Disteln, Quecken, Giersch und Brennessel, der Boden ein schwerer Lehmboden. Die Hauptaufgabe war also zunächst das "Unkraut" zurückzudrängen und die Bodenqualität zu verbessern. Seither wird die Bodenqualität laufend besser und langsam wird unser Garten auch immer schöner - natürlich liegt die Schönheit immer im Auge des Betrachters! Aber es gibt auch immer wieder Rückschläge, wie z.B. der Regen, Schneefall und Frost heuer Ende April, der etliche Pflanzen völlig zerstört und viele schwer geschädigt hat.

Die Nachbarin - eine g'standene Bäuerin - bezeichnet unseren Garten als "Tohuwabohu". Dabei ist er weder wüst noch leer, ganz im Gegenteil: Für viele Gärtner stellt unser Garten eher ein heilloses Durcheinander dar. Ein Teil des Gartens ist immer von irgendwelchen Leguminosen, Senf, Buchweizen, Büschelschön, Winterroggen o.ä. besiedelt. Außerdem gibt's zwischendrin immer Ringelblumen, Studentenblumen, Lupinen, Sonnenhut, Kamille, Knoblauch, etc..

Im Garten gibt es außerdem einen kleinen Steinhaufen in dem die Eidechsen wohnen und am Rand einen Totholzhaufen der bis unter die Frosttiefe geht, in dem wohnt zur Zeit eine Igelfamilie. Letztes Jahr hatten wir dort Mauswiesel, heuer muß ich die Wühlmäuse leider wieder selbst in Schach halten. Am Misthaufen tummeln sich die Weinbergschnecken, Nacktschnecken gibt es - Gott sei Dank - nicht mehr allzu viele. Im ersten Jahr waren die nämlich eine schier unüberwindbare Plage.

Die Nutzpflanzen versuche ich in bewährten Mischkulturen zu setzen. Als "Spritzmittel" verwende ich gelegentlich Brennessel-, und Schachtelhalm-extrakte sowie Milch. Auf die Blattlausbekämpfung mit Schmierseife habe ich heuer erstmals verzichtet, das haben Ohrenschlüpfer und Marienkäfer für mich erledigt.

Bei den Obstbäumen hätte ich gerne eine schöne Bauernwiese so wie es sie früher überall gab, aber die will uns noch nicht so recht werden. Vermutlich braucht es einfach seine Zeit bevor sich da wieder eine richtige Artenvielfalt einstellt.

Ach ja, ergänzend zu den beiden von Linnaeus genannten Büchern empfehle ich das kleine Mischkultur Büchlein von Christa Weinrich, zumindest für mich ein wirklich geniales Buch.
 
Danke schon mal für eure umfangreichen und ausführlichen Antworten.:thumb1:

Also hab ich zusammenfassend.....
Vieles früher einfach nicht mitbekommen und
"das Ackerland" braucht halt einfach seine Zeit um sich zu entwickeln (bei entsprechender Pflege versteht sich)
nachdem es vor uns 5 Jahre lang sich selbst überlassen wurde.

Ich bin nämlich auch kein Freund von chemischer Keule.
 
natürlich liegt die Schönheit immer im Auge des Betrachters!

... und schön sind in meinen Augen die englischen Gärten. Staudenbeete, perfekte Rasenkanten und Rasen beinahe wie in Wimbledon.
Natursteinwege, rosenbewachsene Klinkermauern und Viktorianische Gewächshäuser. Das sind meine Träume
aber keine Vorbilder oder Ziele, da für mich einfach unerreichbar.
 
zum Thema Einsatz von Chemie möchte ich nur mal anmerken vor Jahren gab es zum Beispiel bei BI58 eine Karenzzeit ( die Zeit vom Spritzen bis zur Ernte)
und wenn man heut welches auf dem Baumarkt kauft fehlt diese Angabe auf der Verpackung.... das bedeutet für mich das das Zeugs nicht mehr so wirkungsvoll ist.Dann braucht man sich auch nicht zu wundern das das Ungeziefer sich so rasant vermehrt.
 
@DarkRoast

würde sagen fachlich alles richtig gemacht.
In einem solchen Garten stellt sich dauerhaft ein Gleichgewicht ein das viele Probleme erst gar nicht aufkommen lässt.
Wobei man allerdings auch sagen viele Dinge muss man auf seine Verhältnisse anpassen.
Ich nenn da mal zwei sehr dognatisch gesehene Aspekte.
Mulchen in sonnertrockenen Gegenden ein sehr gutes Mittel Bodenfeuchtigkeit zu erhalten und die Bodengare zu fördern. Aber in Sommer Regengebieten kann der Schuss auch nach hinten losgehen.
Oder Umgraben oder nicht das ist keine Frage der Gartenpolitischen Gesinnung sondern eine Frage des Bodens. Bei schweren Lehm oder Geschiebemergel kommt man ohne nicht sehr weit auf leichtem Sand sollte der Spaten besser geölt im Schuppen bleiben.
Bücher sind prima quellen aber eigentlich sagt der Garten einem was nötig ist.

@Max der Griller

nein das hat nichts mit der Wirksamkeit zu tun.
Die Änderung von Karenzzeiten hängt mit der Art der Risikobewertung zusammen. Da einige Anwendungen aus der Zulassung gefallen sind hat man da angepasst
Bi 58 war früher ein gern genommenener Mischpartner mit Ca Blattdünger. Davon ist man etwas abgerückt weil sich mit den neuen abdriftarmen Spritzsystemem Probleme in der Blattbenetzung ergeben haben.
 
@pefra

Sauzahn ist zu anstrengend, ich bin kein Muli.
Mistforke rein alle 40 cm wackeln fertig.
Sauzahn hab ich auf den Schrott geschmissen.
 
nojooo ... wenn der Boden schön luftig ist .. kein Lehm oä. dann ist der Sauzahn schon was feines ..
auch des Gabel-reinstechen-und-nur-hin-und-her-wackeln kann anstrengend sein :D

:weizen:
 
Sauzahn hab ich auf den Schrott geschmissen.

Schade, wollte gerade fragen ob noch jemand einen eingestaubten im Schuppen stehen hat ;-)

Denn bei unserem sandigen Boden ist ein Sauzahn bestimmt ne feine Sache.
Ansonsten hab ich auch keine Probleme damit ab und zu mal umzugraben.
Nachdem ich die kompletten 300m² zu Beginn einmal komplett mit der Hand umgegraben habe,
tun die verbleibenden 150m² nicht mehr ganz so weh ;-):buddeln:
Doof ist nur dass man nach jedem Regen auf den direkt starke Sonne folgt, gleich wieder unglaublich auflockern muss, weil die Oberfläche hart wie Beton wird. Und beim nächsten Regenguss sickert nix ein, sondern läuft direkt zur Seite ab.
 
Sauzahn - mein armer Rücken ...

Ich habe eine Viking VM 550 mit Fräse und Pflug im Einsatz.
Danach Rigolieren mit Spaten und gleichzeitigem Aussortieren von Fremdkörpern mit Durchschlag.

So kämpfe ich mich grade an Nachbars Zaun auf 35m Länge durch den Boden um den restlichen Hopfen los zu werden.
Wuchssperre wird noch am Zaun eingesetzt.
2016-06-01 17.25.59.jpg
 

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Geduld mit den Nachbarn dürfte sozusagen der Endgegner sein.... Effektive Nacktschneckenbekämpfung durch Voodoo hat da unter Umständen bessere Erfolgsaussicht! ;)
 
Ich bin nämlich auch kein Freund von chemischer Keule.
Die brauchst du auch nicht, wenn du ein wenig Geduld hast und dir ein bißchen Hintergrundwissen aneignest.

Ich hab grad gemerkt daß ich deinen GartenFred ja schon im Winter verfolgt habe, da hast du ja eh schon ganz tolle Arbeit geleistet... :thumb2:

... und schön sind in meinen Augen die englischen Gärten. Staudenbeete, perfekte Rasenkanten und Rasen beinahe wie in Wimbledon.
Natursteinwege, rosenbewachsene Klinkermauern und Viktorianische Gewächshäuser. Das sind meine Träume
Solche Gärten schaue ich mir zwar gerne an, ich bewundere auch euren Grazer Dahliengarten (ist der zufällig in St.Peter?), aber für mich wär das eher nix. Mir gefallen Gärten am besten in denen man die "Hand des Gärtners" möglichst nicht - oder zumindest nur schwer - erkennen kann. Ich hätte gerne einen möglichst naturnahen Garten, Natur ist Chaos, nicht Ordnung.

@DarkRoast

würde sagen fachlich alles richtig gemacht.
In einem solchen Garten stellt sich dauerhaft ein Gleichgewicht ein das viele Probleme erst gar nicht aufkommen lässt.
Wobei man allerdings auch sagen viele Dinge muss man auf seine Verhältnisse anpassen.
Ich nenn da mal zwei sehr dognatisch gesehene Aspekte.
Mulchen in sonnertrockenen Gegenden ein sehr gutes Mittel Bodenfeuchtigkeit zu erhalten und die Bodengare zu fördern. Aber in Sommer Regengebieten kann der Schuss auch nach hinten losgehen.
Oder Umgraben oder nicht das ist keine Frage der Gartenpolitischen Gesinnung sondern eine Frage des Bodens. Bei schweren Lehm oder Geschiebemergel kommt man ohne nicht sehr weit auf leichtem Sand sollte der Spaten besser geölt im Schuppen bleiben.
Bücher sind prima quellen aber eigentlich sagt der Garten einem was nötig ist.
Dankeschön!

Ich mulche ja nicht im klassischen Sinne. Ich versuche nur "nackte" Erde wo es geht zu vermeiden, denn wo ich nichts säe, sät mir die Natur was, und das sind meist nicht die Pflanzen, die ich mir gerade vorstelle. Zwischen den Pflanzen säe ich daher - wenn möglich und sinnvoll - z.B. Weißklee. Das hat im Vorjahr bei der Trockenheit äußerst gut funktioniert, heuer im nassen Frühsommer war der Boden voll mit verfaulenden Pflanzenteilen. Da mußte ich den Boden zum Teil wieder frei machen. Man muß sich also nach den Gegebenheiten richten.

Du hast völlig Recht, der Garten sagt einem immer was nötig ist, aber man muß erst lernen seine Sprache zu verstehen ... und das kann dauern!

Doof ist nur dass man nach jedem Regen auf den direkt starke Sonne folgt, gleich wieder unglaublich auflockern muss, weil die Oberfläche hart wie Beton wird. Und beim nächsten Regenguss sickert nix ein, sondern läuft direkt zur Seite ab.
Das läßt sich durch Bewuchs deutlich mildern. Bewuchs verhindert das Austrocknen des Bodens und die Wurzeln lockern die Erde auf, und holen idealerweise auch Nährstoffe aus tieferen Schichten nach oben. Regenwürmer leisten da auch tolle Arbeit! Wühlmäuse und Maulwürfe zwar auch, aber speziell bei ersteren hält sich meine Begeisterung in Grenzen...

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Servus
Walter
 
Das Buch ist hier ja schon vorher genannt worden, aber hier mit schönem Link.
Der Inhalt ist super, und ich hatte damals mit dem Balkon-Garten-Buch angefangen, aber als Nachschlagwerk find ich ersteres etwas schwierig, da auch oft Bilder fehlen.
Daher habe ich auch einige Spezialbücher zu Tomaten, Chili und Wein.

Aber ich schreibe hier, weil ich mir erhoffe, einen Tipp zu bekommen, ob folgendes Buch zu empfehlen ist:
https://www.amazon.de/Biologischer-Pflanzenschutz-Garten-Otto-Schmid/dp/3800176319
 
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