• Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf Jetzt registrieren!, um den Registrierungsprozess zu starten. Registrierte User surfen werbefrei, können Suchen durchführen und sehen die volle Darstellung des Forums mit vielen anderen Unterforen!!!

Gans indirekt

HAITHABrUtzler

Grillkaiser
15+ Jahre im GSV
Zum Nachmachen nicht geeignet!

Das bei weitem kurioseste Gansrezept findet sich im "Kunst- und Wunderbüchlein" des Balthasar Schnur, herausgegeben zu Frankfurt am Main 1625. Darin wird minutiös beschrieben, wie man eine Gans lebend braten kann: "Man berupfe sie bis an den Hals und Kopf, mache rings um sie ein Feuer, nicht allzu nahe, auf daß sie nicht ersticke, sondern allgemach brate. Setze zu ihr ein Gefäß von Wasser, darunter Honig und Salz vermischt, damit sie oft möge trinken. Darnach nimm Aepfel, schneide sie klein, koche sie in einer Bratpfanne, beträufle damit oft die Gans, daß sie desto eher gebraten werde, rücke das Feuer näher zu ihr, aber doch eile nicht zu geschwind. Und wenn sie anhebt zu kochen, läuft sie inwendig im Feuer umher und begehrt zu fliegen; da sie es wegen des Feuers nicht zuwege bringen kann, trinkt sie ohne Unterlass, sich zu laben und zu kühlen. Und wenn sie heiß geworden, bratet und kocht sie auch inwendig, du mußt ihr aber ohne Unterlaß das Haupt und Herz mit einem feuchten Schwamm erkühlen. Und wenn sie anhebt zu fallen und zappeln, so nimm sie hinweg vom Feuer, lege sie auf eine Schüssel und gieb sie den Gästen zu essen, so ist sie gebraten und lebt noch und schreit, wenn man von ihr schneidet, welches sehr lustig zu sehen."
Quelle:
http://www.wienerzeitung.at/Desktop...lias=WZO&lexikon=Geschichte&letter=G&cob=5185
 
Hallo HAITHABrUtzler,
schau doch mal bitte hier: Gans indirekt. Da wirst Du fündig!
 
:bilder:


:essen:
 
PERVERS!
aber den Schlachttieren ergeht es leider oftmals ähnlich,
unter schlimmsten Bedingungen werden diese gemästet
(mit übelstem Futter), müssen dann in einer Reihe anstehen und zuschaun wie ihre
Artgenossen einer nach dem anderen abgeschlachtet wird.

Ich esse gern Fleisch, ist ja klar hier, aber achtet doch darauf woher das Fleisch stammt!

(damit könnt ihr die allerübelsten Haltungs-und tötungsmethoden umgehen)
 
:puke:
Ich hasse diesen smily aber hier ist er absolut passend!

Es macht schon einen Unterschied wie man mit den Tieren umgeht bevor man sie sich dann einverleibt. Ich grille/koche nur gern, wenn ich weiß, dass das Lebewesen vorher ein halbwegs schönes Leben hatte (mehr ist wahrscheinlich eh nicht drin). Bei 0815- Grilltassen oder Hendl um 2,99 ¤ fällt mir sehr schwer noch daran zu glauben. Darum wird Fleisch bei mir sehr gezielt eingesetzt und darf dann auch mehr kosten. Ich glaube das bin ich den Tieren schuldig.

Da es sich ja um ein "Rezept" aus dem 17 Jahrhundert handelt, wäre dieses Thema wohl besser unter "Stammtisch und Humor" aufgehoben...
 
sesom schrieb:
...Da es sich ja um ein "Rezept" aus dem 17 Jahrhundert handelt, wäre dieses Thema wohl besser unter "Stammtisch und Humor" aufgehoben...

Ich habe anfänglich auch überlegt dies dort einzustellen, mich dann aber doch umentschieden.
In diesem Zusammenhang von "Stammtisch und Humor" zu reden kam mir dann doch sehr unpassend vor!

Ich möchte mich hiermit nochmals ausdrücklich von dieser "Zubereitungsart" distanzieren.
Ich finde das auch äußerst pervers!!
 
Ich halte das Rezept für einen Scherz. Kann mir nicht Vorstellen wie das funktionieren soll. Falls das doch kein Scherz ist dann stimme ich euch natürlich zu.

lg. Reini :P
 
"Kunst- und Wunderbüchlein" :lol:

die Gans ist ja nicht schreckhaft..... die mußt vorher vielleicht mit Betonfüsen ausstatten , dann funktioniert es vielleicht :patsch: :patsch:
 
Reini33 schrieb:
Ich halte das Rezept für einen Scherz. Kann mir nicht Vorstellen wie das funktionieren soll. Falls das doch kein Scherz ist dann stimme ich euch natürlich zu.

lg. Reini :P

Das dies ein Scherz sein soll glaube ich nicht.
Das "Rezept" kommt auch noch in anderen alten Kochbüchern vor z.B. hier: "Auserlesene Künste für das Frauenzimmer sowohl in den Städten als auch auf dem Lande" erschienen in Frankfurt und Leipzig,Verlag J. G. Cotta, 1761

http://www.antiquariat-weinek.at/d_...AB&PHPSESSID=7b8fb3594c55e38e086627eca1e1a7c7
 
ob Scherz oder nicht,
ich kanns mir schwer vorstellen dies wirklich durchzuführen
ABER der Mensch ist pervers genug,
also nochmal: wer ein Hendl für 2,99 das Stück kauft handelt genau wie die um 1760
nur mit modernen Methoden.
 
HAITHABrUtzler schrieb:
"Auserlesene Künste für das Frauenzimmer sowohl in den Städten als auch auf dem Lande"


Das würde mich auch interessieren :lol: :pfeif:

:tits: :humpy:

:prost:
 
Künstler!
Wer bitte nimmt das ernst?
:patsch:

Grillschlurch
 
Zurück
Oben Unten