• Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf Jetzt registrieren!, um den Registrierungsprozess zu starten. Registrierte User surfen werbefrei, können Suchen durchführen und sehen die volle Darstellung des Forums mit vielen anderen Unterforen!!!

Güde Brotschwert

Rübennase

Dauergriller
10+ Jahre im GSV
Moin,

Ich habe mal tief in meinem Archiv gekramt und folgendes Schmankerl gefunden:

IMG_9863.JPG


Soweit, so gut.

IMG_9868.JPG


Auch das geht vielleicht noch. Sehen wir mal weiter:

IMG_9871.JPG


Sieht jedenfalls so aus, als hätte nicht nur Herder gelegentlich Probleme mit der Qualitätssicherung.
Das Ding ging postwendend zurück.

IMG_9910.JPG
 

Anhänge

  • IMG_9863.JPG
    IMG_9863.JPG
    65,3 KB · Aufrufe: 2.708
  • IMG_9868.JPG
    IMG_9868.JPG
    57,4 KB · Aufrufe: 2.527
  • IMG_9871.JPG
    IMG_9871.JPG
    63,3 KB · Aufrufe: 2.610
  • IMG_9910.JPG
    IMG_9910.JPG
    172,1 KB · Aufrufe: 2.421
Hallo Rübennase,
schau doch mal bitte hier: Güde Brotschwert. Da wirst Du fündig!
 
Nun noch ein paar allg. Fotos:

IMG_9914.JPG


Vor dem Brotschwert braucht niemandem Bange zu sein, es ist nicht sooo groß und unhandlich. Ich fand es nicht gut ausgewogen, und der größte Spoiler war die Schneidleistung. Es war richtig mühsam, trotz des hohen Gewichts eine Brotscheibe abzusäbeln. Zu dick, die Klinge, und die S-Kurve war keinesfalls hilfreich beim schneiden. Der Grandmoulin war haushoch besser, lag auch besser in der Hand, aber das gilt für jedes Herdermesser mit dem 8mm Wellenschliff (Langer'sche Welle), also auch für die wesentlich günstigeren "Hochgeschliffenen" Brotmesser.

IMG_9918.JPG


Vor der Retoure habe ich den armen Griff noch etwas eingeölt. Birnenholz kann äußerst durstig sein, wenn es ans Einölen geht ! Außerdem sah der Griff aus wie Tante Günther...

IMG_9922.JPG


Leider hatte ich kein Grandmoulin zur gleichen Zeit verfügbar, aber man kann es auch so gut sehen wie die Größe ausfällt. Der Griff sieht jetzt richtig nach Holz aus.
Aber naja, es mußte weichen.

Viele Grüße,

Rübennase
 

Anhänge

  • IMG_9914.JPG
    IMG_9914.JPG
    171,8 KB · Aufrufe: 2.362
  • IMG_9918.JPG
    IMG_9918.JPG
    140,8 KB · Aufrufe: 2.402
  • IMG_9922.JPG
    IMG_9922.JPG
    125,2 KB · Aufrufe: 2.223
Hallo,

Ich fand es nicht gut ausgewogen, und der größte Spoiler war die Schneidleistung. Es war richtig mühsam, trotz des hohen Gewichts eine Brotscheibe abzusäbeln. Zu dick,

ich hoffe es ist nicht schlimm, wenn ich diesen Faden wieder hochhole, aber ich habe sehr viel lobendes über das Güde Brotschwert gelesen, so das ich es mir auch einmal eines gekauft habe. Es sollte ja, dem Hören und sagen nach, der Inbegriff des Brotmessers sein und war auch sehr schön und sorgsam gemacht, aber genau deine Kritikpunkte hab ich auch wahrgenommen und es bald wieder verkauft und mich zwischenzeitlich mit "Rabattmarkenbrotmesser" über Wasser gehalten, zuletzt mit einem "Jamie Oliver Brotmesser" das einen wirklich völlig stumpfen Wellenschliff abbekommen hat, mit dem man flott über die Finger rodeln kann, ohne die geringste Verletzungsgefahr.

Da ich mich, angeregt durch den bereits sehr langen Herder-Faden an anderer Stelle in diesem Forum, für diese Messer mehr zu interessieren beginne als mir lieb ist, hat mir der Zufall in die Hände gespielt und ich bin sehr günstig an ein Grandmoulin Brotmesser gekommen. Die Überraschung war nicht von schlechten Eltern, es ist dem Güde Brotschwert tatsächlich weit überlegen, was den "Biss" und die Leichtigkeit beim Schneiden von harten Brotkrusten betrifft und von dem "Jamie Oliver Brotmesser" möchte ich jetzt gar nicht zu sprechen beginnen. Oft liest man ja, dass man Brotmesser eigentlich nach Gefälligkeit und Portemonnaie auswählen kann und Schneidfähigkeit keine Rolle spielt. Mit dem Grandmoulin bin ich aber eines besseren belehrt worden. Ein auffälliger Unterschied zum Güde ist auch die Stabilität der angeschliffenen Wellen. Während das dicke Güde keinerlei Grat an den Wellen bildete, legte sich mein Grandmoulin schon nach kurzer Zeit "um", es hat jetzt an vielen Wellen einen Grat aufgeworfen. Da es ja dünngeschliffen und wohl auch nicht besonders hoch gehärtet ist, bringt eine harte Brotkruste das Herder anscheinend an die Haltbarkeitsgrenze, was mich jetzt weder verwundert noch ernsthaft besorgt, da der "Biss" dadurch gefühlt noch gesteigert wird. Ein Abrutschen von der Brotkruste, wie es beim Güde oft vorgekommen ist, gibt es beim Grandmoulin nicht. Das man mit einer dünnen Schneide nicht an hartes Krustenbrot soll, ist ja bekannt, warum sollte das nicht auch für einen Wellenschliff Gültigkeit haben, frage ich mich.

Liege ich da richtig, dass ein Grandmoulin physikalisch mit seinem Dünnschliff einen Grat aufwerfen muss, oder ist mein Exemplar doch zu dünn, oder zu weich? Über Erfahrungswerte würde ich mich freuen.

LG valdez
 
Wenn es tatsächlich dünngeschliffen ist halte ich den Grat für logisch. Ist es nagelgägig, soweit man das prüfen kann, denn man kann wegen der Wellen ja nicht säbeln auf dem Nagel? Den Grat bekommt man auf der glatten, nicht angeschliffenen Seite mit einem nicht zu dicken Keramikstab weg. Auf der anderen Seite benutzt man den guten alten unglasierten unteren Rand eine Porzellankaffetasse oder was man halt findet an Porzellangeschirr mit unglasierter Unterseite. Dieser Rand ist üblicherweise dünn genug um in die Wellen zu kommen.

Ich denke deine Beobachtungen zu den Unterschieden von Güde und Grandmoulin sind richtig. Auch beim Brotmesser kommt es darauf an dass es dünn aber nicht zu dünn ist. Man kann es daran erkennen, wie die Wellen ausgeführt sind. Wenn man den Anschliff in den Wellen kaum sieht, wie es bei Supermarktexemplaren der Fall ist - Hände weg. Dann sägt es und produziert eine krümelige Schnittfläche. Wenn der Anschliff breit ist, ist alles gut. Ich selbst benutze ein Brotmesser mit glatter Schneide und komme mit den Kastenbroten, die ich backe und kaufe wunderbar zurecht. Mein Brotmesser ist ein Fleischmesser, das ich erst zu dünn geschliffen habe und prompt hat sich die Schneide umgelegt. Mit einem steileren balligen Anschliff ging dann alles sehr gut. Zusammen mit meinem Kunststoffbrett bleibt es auch scharf. Ganz selten, dass es mal den Wetzstab sieht.

Ich habe auch ein billiges Brotmesser von Tchibo mit Welle, das aber immer im Block blieb, weil es nicht gut geschnitten hat. Das lag einfach daran, dass es zu dick an der Wate war. Also habe ich es irgendwann mal auf den Stein gelegt und zwar die angeschliffene Seite und sozusagen die Zähne dünner geschliffen. Die Zähne büßen dadurch etwas die Spitze ein und werden von der Seite betrachtet zu flacheren Wellen. Abziehen mit oben beschriebener Methode. Jetzt ist das Ding richtig scharf und schneidet viel, viel besser. Die etwas runderen Wellen spielen überhaupt keine Rolle.
 
Ich bin in dieser Woche etwas kränklich gewesen, deshalb kam ich nicht zum antworten.

Grandmoulin ist nicht übermäßig gehärtet (ca.57°HRC) und wird zwischen den Sägezähnen zwangsläufig sehr dünn. Ich denke mal, ein hartes Krustenbrot ist für jedes Brotmesser eine Herausforderung.

Ich würde mal etwas anderes vorschlagen:
Wenn Du das nächste Mal im Bäckerladen bist, dann unterhalte dich kurz mit dem Personal. Welche Messer sie benutzen, wie lange die halten, wie die aktuell aussehen etc.
Was sie für ein solches Brot empfehlen würden.
Manchmal sind es ahnungslose Lohndiener, dann fragst Du umsonst, aber manchmal bekommt man auch einen guten Rat mit auf den Weg.

Würde mich selber mal interessieren, was die dazu sagen.

:-)
 
Hallo,

danke für die Ratschläge!
Ich habe einen dieser "berühmten" Ikea Flaksa Keramikstäbe, der baut recht schlank. Mit der abgerundeten Spitze, die ziemlich genau in die Wellen passt, habe ich mit einer gleichzeitigen Zug und Drehbewegung ganz vorsichtig die Schneide geglättet. Ich würde sagen 90% Grat ist aufgerichtet. Es ginge mit mehr Geduld wohl alles an Grat wieder weg, aber ich guck mir mal an, wie schnell sich die Wellenschneide wieder umlegt, oder ob das jetzt etwas dauert, was ich nicht glaube. Das ist wirklich sehr dünn und bissig an der Wate.

Ich hab zwei Bilder dazu gemacht:

Vorher:

P1090610.JPG


und danach:

P1090612.JPG


Wie gesagt, es würde noch besser gehen, aber ich bin erstmal zufrieden mit dem Ergebnis.

LG, valdez
 

Anhänge

  • P1090612.JPG
    P1090612.JPG
    995,6 KB · Aufrufe: 1.344
  • P1090610.JPG
    P1090610.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 1.413
Deine Links lassen sich bei mir leider nicht aufrufen. Ich nehme an, wenn man das Brotmesser ein paar mal mit dem unglasierten Rand einer Porzellantasse oder mit dem Flaksa abzieht, bildet sich eine Mikrofase in den Wellen und das Problem mit dem Grat verschwindet. Ist eigentlich logisch, dass die dünne flach auf Null ausgeschliffene Innenseite der Wellen einen Grat aufwirft, wenn man eine harte Kruste schneidet.
 
Hallo,

jetzt sollten die beiden Bilder zu sehen sein, hoffe ich? Ich muss mich noch intensiver mit der Forensoftware auseinander setzen.

LG valdez
 
Das sind ja wirklich eindrucksvolle Bilder einer umgelegten Schneide. Wenn man jemand erklären müsste wie sowas ausschaut, dann kapiert er das mit diesem Foto sofort. Man sieht auch schön wie die Schneide sich nach beiden Seiten umbiegt. Würde mich interessieren ob sich das Umlegen mit der Zeit gibt, wenn die Schneide "stumpfer" wird und nicht mehr so dünn ist.
 
Zurück
Oben Unten