Liebe Sportsfreunde,
wie ich ja schon mehrfach erwähnt habe, habe ich in meinem Bekantenkreis einen Jäger, der mir immer mal ein Stück zukommen lässt. Leider sind seine Beschriftungen öfter etwas...ich nenne es mal wenig informativ. Eines der Stücke, die er mir beim letzten mal mitgebracht hat, trug die Aufschrift "Rücken" und sollte vom Wildschwein (Frischling) sein. Einvakuumiert war das in eine weiße Folie, so daß man nicht wirklich sehen konnte, was das genau für ein Stück ist. Am Samstag habe ich das dann aufgetaut und heraus kam das:
Einen Rücken habe ich mir irgendwie anders vorgestellt...ehrlich gesagt bin ich mir nicht mal sicher, ob das wirklich Wildschwein ist, aber da sind meine Anatomiekenntnisse zu schlecht, um das genau zu sagen. OK, egal, was machen wir mit dem Teil. Richtig Fleisch war eigentlich nur an den Keulen, an den Rippen und am Rücken war das so wenig, daß sich ein Auslösen vermutlich nicht gelohnt hätte. Also das gute Stück grob zerlegen:
So gut es geht die Häute und diverse Druckstellen entfernen, mit Salz abreiben und im DO nacheinander anbraten:
Das Angebratene nebenhin stellen:
Und die übliche Grundlage für eine gute Soße schaffen:
Das Fleisch wieder rein, auffüllen mit Rinderfond und einem Schuß Rotwein. Zwei große zerquetschte Koblauchzehen dazu. Würzen mit P&S&P, Muskat, eine Prise Chillipulver, eine winzige Prise Zimt sowie mit einem Gewürzei (Inhalt: Lorbeer, Wacholder, Nelken, Majoran, Thymian):
Nach gut 2 1/2 Stunden sind die Grillprofi-Briketts verbraucht:
Als ich mit der Grillzange an der einen Keule gezupft habe, hatte ich gleich den Knochen draußen. Scheint also schön zart zu sein:
Alles von den Knochen lösen, was wirklich kein Problem war, die Soße noch etwas einkochen und mit einem Schuß Portwein abschmecken. Fertig. Um mit einem bekannten Komiker zu sprechen: "Egal was ich koche, es wird immer Gulasch". Tellerbild:
Manöverkritik: mal wieder vom Teller den Rand nicht abgewischt vorm Knipsen. Außerdem schon wieder die weißen Teller genommen, bei denen meine Kamera die Farben verfälscht. Zum Nachbearbeiten fehlt mir die Kenntniss, alles, was über die Autokorrektur hinaus geht, ist zu hoch für mich.
Abgesehen davon hat es prima geschmeckt, egal, welches Teil von welchem Tier das war. Dazu gab es noch einen Spargelsalat, das wildbratenübliche Rotkraut und die Preißelbeeren haben wir mal weggelassen. Reste für morgen sind auch noch da, dann schmeckt das bestimmt noch besser.
Schönen Restsonntag noch.
wie ich ja schon mehrfach erwähnt habe, habe ich in meinem Bekantenkreis einen Jäger, der mir immer mal ein Stück zukommen lässt. Leider sind seine Beschriftungen öfter etwas...ich nenne es mal wenig informativ. Eines der Stücke, die er mir beim letzten mal mitgebracht hat, trug die Aufschrift "Rücken" und sollte vom Wildschwein (Frischling) sein. Einvakuumiert war das in eine weiße Folie, so daß man nicht wirklich sehen konnte, was das genau für ein Stück ist. Am Samstag habe ich das dann aufgetaut und heraus kam das:
Einen Rücken habe ich mir irgendwie anders vorgestellt...ehrlich gesagt bin ich mir nicht mal sicher, ob das wirklich Wildschwein ist, aber da sind meine Anatomiekenntnisse zu schlecht, um das genau zu sagen. OK, egal, was machen wir mit dem Teil. Richtig Fleisch war eigentlich nur an den Keulen, an den Rippen und am Rücken war das so wenig, daß sich ein Auslösen vermutlich nicht gelohnt hätte. Also das gute Stück grob zerlegen:
So gut es geht die Häute und diverse Druckstellen entfernen, mit Salz abreiben und im DO nacheinander anbraten:
Das Angebratene nebenhin stellen:
Und die übliche Grundlage für eine gute Soße schaffen:
Das Fleisch wieder rein, auffüllen mit Rinderfond und einem Schuß Rotwein. Zwei große zerquetschte Koblauchzehen dazu. Würzen mit P&S&P, Muskat, eine Prise Chillipulver, eine winzige Prise Zimt sowie mit einem Gewürzei (Inhalt: Lorbeer, Wacholder, Nelken, Majoran, Thymian):
Nach gut 2 1/2 Stunden sind die Grillprofi-Briketts verbraucht:
Als ich mit der Grillzange an der einen Keule gezupft habe, hatte ich gleich den Knochen draußen. Scheint also schön zart zu sein:
Alles von den Knochen lösen, was wirklich kein Problem war, die Soße noch etwas einkochen und mit einem Schuß Portwein abschmecken. Fertig. Um mit einem bekannten Komiker zu sprechen: "Egal was ich koche, es wird immer Gulasch". Tellerbild:
Manöverkritik: mal wieder vom Teller den Rand nicht abgewischt vorm Knipsen. Außerdem schon wieder die weißen Teller genommen, bei denen meine Kamera die Farben verfälscht. Zum Nachbearbeiten fehlt mir die Kenntniss, alles, was über die Autokorrektur hinaus geht, ist zu hoch für mich.
Abgesehen davon hat es prima geschmeckt, egal, welches Teil von welchem Tier das war. Dazu gab es noch einen Spargelsalat, das wildbratenübliche Rotkraut und die Preißelbeeren haben wir mal weggelassen. Reste für morgen sind auch noch da, dann schmeckt das bestimmt noch besser.
Schönen Restsonntag noch.
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