Hallo liebe Mitgriller,
nachdem ich mich vor kurzem angemeldet habe, will ich mich mal vorstellen und zwar mit einem Einstandsbericht zur Ente aus der Kugel. An Weihnachten wurde ich von meine Verwandtschaft leider nicht mit einer Ente verwöhnt, deshalb hatte mein Appetit hier einen gehörigen Nachholbedarf.
Zur Ente habe ich hier schon einiges gelesen und dachte mir, da ich es etwas anders beginne, hier meine Version einzustellen, die eines Münchner Starkochs (gewichtig) angelehnt ist.
Das liebe Federvieh stammt dieses Mal nicht vom Geflügelhof, sondern aus einem realen Supermarkt
. Die Gute wurde in Ungarn verpflichtet, in meinem Grill zu landen.
Zuerste habe ich einen Apfel und eine Zwiebel grob gewürfelt, mit Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt und in die Ente gesteckt. Dann ging es ab zum Piercinghuber...
Alle Enten fühlen sich doch im Wasser wohl. Bei mir durfte das 2 kg Exemplar allerdings in einem Liter Geflügelbrühe schwimmen. Damit Ihr nicht kalt wird, habe ich einen Deckel drauf und das ganze bei 140 °C ins Rohr.
Nach drei Stunden Rückenschwimmen war die Ente ganz schön flügellahm. Diese sind schlicht abgefallen. Schade und macht nix zugleich, da die vorgeheizte Kugel schon wartet. Dort habe ich die Flügel nähmlich direkt über die Glut auf den Rost gelegt. Die Ente selbst habe ich daneben gesetzt - mit Abtropfschale darunter und....Deckel drauf.
So zurück an der Schlachtbank muß nun Soße, Knödel und Rotkraut gebaut werden. Rotkraut und Knödel waren kein Thema: Roher Knödelteig hatten wir das letzte mal eingefrohren: Also ab in Klarsicht- und dann noch in Alufolie und in das heiße Wasser. Rotkraut kommt von der Schwiegermutter: Vorratsglas aus dem Keller.
Also letztes Problem: Die geschmackige Entensoß!
1 Zwiebel, 1 Möhre und 1 Scheibe Sellerie gewürfelt und ab in die Pfanne zum Anrösten. Später wird noch etwas 1 EL Tomatenmark mitgeröstet, bevor mit einem kräftigen Shiraz-Cabernet (1/4l) abgelöscht wird. Die Brühe, in der die Ente schwamm wird nun vom Fett getrennt und nach und nach zur immer schön reduzierten Soße dazugegeben. Zwischenzeitlich werden die gegrillten Entenflügel, bestehend aus den gebräunten Knochen und dem Bißchen Fleisch, im Soßenansatz versenkt. Ist die Mischung soweit reduziert, wird das Gemüse abgesiebt und eine Rosmarinzweig, je zwei Scheiben Knobi und Ingwer dazugegeben, sowie ein paar Pimentbeeren zugegeben und nach ca. 10 min wieder entfernt. Pfeffer rein und einen EL Entenfett dazu. Fertig abgeschmeckt und man glaubt es kaum: Geschmack und Konsistenz sind wunderbar.
Nach 25 - 30 min in der Kugel:
Vielleicht habe ich etwas mit den Kohlen gegeizt, vielleicht waren es auch die -6 °C Außentemperatur, daß ich die Kugel nicht über 200 °C bekommen habe. Die Ente soll ja nur noch ordentlich dunkel-kross werden... ob das was wird???
Die Haut war zwar schön kross, aber mir persönlich noch zu hell. Da ich aber Angst hatte, daß das Fleisch zu trocken wird und mein Weibchen Hunger hat, muß die Sache halt für beendet erklärt werden.
Meine Gedanken schweifen um folgendes: Die Apfel-Zwiebel-Mischung war noch in der Ente und dampfte fröhlich vor sich hin. Vielleicht hat auch das die Temperatur etwas gesenkt - dafür aber das Fleisch saftig gehalten. Hier könnte man noch variieren. Außerdem könnte man noch den Vogel mit etwas Salzwasser einpinseln. Egal, Daisy Duck hatte eine gepflegte Bräune und schmeckte saugut!!!!!
Viel Spaß beim Nachkochen - Kommentar erwünscht!
SmoKing
nachdem ich mich vor kurzem angemeldet habe, will ich mich mal vorstellen und zwar mit einem Einstandsbericht zur Ente aus der Kugel. An Weihnachten wurde ich von meine Verwandtschaft leider nicht mit einer Ente verwöhnt, deshalb hatte mein Appetit hier einen gehörigen Nachholbedarf.
Zur Ente habe ich hier schon einiges gelesen und dachte mir, da ich es etwas anders beginne, hier meine Version einzustellen, die eines Münchner Starkochs (gewichtig) angelehnt ist.
Das liebe Federvieh stammt dieses Mal nicht vom Geflügelhof, sondern aus einem realen Supermarkt
. Die Gute wurde in Ungarn verpflichtet, in meinem Grill zu landen.Zuerste habe ich einen Apfel und eine Zwiebel grob gewürfelt, mit Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt und in die Ente gesteckt. Dann ging es ab zum Piercinghuber...
Alle Enten fühlen sich doch im Wasser wohl. Bei mir durfte das 2 kg Exemplar allerdings in einem Liter Geflügelbrühe schwimmen. Damit Ihr nicht kalt wird, habe ich einen Deckel drauf und das ganze bei 140 °C ins Rohr.
Nach drei Stunden Rückenschwimmen war die Ente ganz schön flügellahm. Diese sind schlicht abgefallen. Schade und macht nix zugleich, da die vorgeheizte Kugel schon wartet. Dort habe ich die Flügel nähmlich direkt über die Glut auf den Rost gelegt. Die Ente selbst habe ich daneben gesetzt - mit Abtropfschale darunter und....Deckel drauf.
So zurück an der Schlachtbank muß nun Soße, Knödel und Rotkraut gebaut werden. Rotkraut und Knödel waren kein Thema: Roher Knödelteig hatten wir das letzte mal eingefrohren: Also ab in Klarsicht- und dann noch in Alufolie und in das heiße Wasser. Rotkraut kommt von der Schwiegermutter: Vorratsglas aus dem Keller.
Also letztes Problem: Die geschmackige Entensoß!
1 Zwiebel, 1 Möhre und 1 Scheibe Sellerie gewürfelt und ab in die Pfanne zum Anrösten. Später wird noch etwas 1 EL Tomatenmark mitgeröstet, bevor mit einem kräftigen Shiraz-Cabernet (1/4l) abgelöscht wird. Die Brühe, in der die Ente schwamm wird nun vom Fett getrennt und nach und nach zur immer schön reduzierten Soße dazugegeben. Zwischenzeitlich werden die gegrillten Entenflügel, bestehend aus den gebräunten Knochen und dem Bißchen Fleisch, im Soßenansatz versenkt. Ist die Mischung soweit reduziert, wird das Gemüse abgesiebt und eine Rosmarinzweig, je zwei Scheiben Knobi und Ingwer dazugegeben, sowie ein paar Pimentbeeren zugegeben und nach ca. 10 min wieder entfernt. Pfeffer rein und einen EL Entenfett dazu. Fertig abgeschmeckt und man glaubt es kaum: Geschmack und Konsistenz sind wunderbar.
Nach 25 - 30 min in der Kugel:
Vielleicht habe ich etwas mit den Kohlen gegeizt, vielleicht waren es auch die -6 °C Außentemperatur, daß ich die Kugel nicht über 200 °C bekommen habe. Die Ente soll ja nur noch ordentlich dunkel-kross werden... ob das was wird???
Die Haut war zwar schön kross, aber mir persönlich noch zu hell. Da ich aber Angst hatte, daß das Fleisch zu trocken wird und mein Weibchen Hunger hat, muß die Sache halt für beendet erklärt werden.
Meine Gedanken schweifen um folgendes: Die Apfel-Zwiebel-Mischung war noch in der Ente und dampfte fröhlich vor sich hin. Vielleicht hat auch das die Temperatur etwas gesenkt - dafür aber das Fleisch saftig gehalten. Hier könnte man noch variieren. Außerdem könnte man noch den Vogel mit etwas Salzwasser einpinseln. Egal, Daisy Duck hatte eine gepflegte Bräune und schmeckte saugut!!!!!
Viel Spaß beim Nachkochen - Kommentar erwünscht!
SmoKing
