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Heimnetzwerk & Server - Sternegriller Edition

Hypopheralcus

Der Elch
5+ Jahre im GSV
Nachdem der @Admin im anderen Thread gerne ein paar Details wollte:

Die Komponenten. Wie kommt man zu fast 4 mal 24 Ports auf dem Patchfeld? Ich mutmaße, da hängt ein PiHole dran?
Tapelaufwerk? Welche HDs? usw. :)

Ich aber das andere Thema nicht gerne kidnappen wollte, gerne hier eine Übersicht meines "ganz normalen Heimnetzwerkes"

Eigentlich braucht man heutzutage ja nur ein WLAN und ein Handy.... zumindest meinen das viele ;-)

Da ich das etwas anders sehe, haben wir beim Umbau des Hauses etwas.... naja.... sternegrillermäßig übertrieben vorgesorgt.

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Vorneweg, ja - ich weiß, mein Kabelmanagement ist Mist ;-)

Die Patchpanele laufen in insgesamt ca. 100 CAT6a-Dosen die im ganzen Haus und auf dem Grundstück verteilt sind (also auch im Gartenhaus, Garage, Lagerschuppen, Dachboden, etc.

Direkt darunter ist der "große" Switch, ich bin ein alter Zyxel-Fanboy, daher habe ich alle Netzwerkgeräte von dieser im Consumer-Bereich eher unbekannten Firma.
Der "große" Switch ist ein 1 Gbit 48 Port GS1920 Switch mit PoE auf allen Ports - mit diesen versorgen wir auch 12 Kameras in Haus und grundstück sowie insgesamt 5 WAX610D-Wifi-Hotspots mit Strom über "PoE". Direkt daran hängt ein Raspberry Pi dessen einzige Aufgabe es ist, uns mittels "PiHole" die Werbung aus dem Haus zu halten.

Dieser führt - aktuell noch mit 1 Leitung, demnächst aber dank Link Aggregation mit 2 Leitungen, in den XS 1930 Switch darunter, der mit 10 Gigabit läuft und darüber die schnellen Geräte (also den Server, die Arbeitscomputer, etc.) versorgt.

Nochmals darunter liegt die VPN100 Firewall, das Herzstück des Netzwerks, denn darüber wird nicht nur der ganze Traffic ins und aus dem Netz geroutet, sondern auch zB die Hotspots zentral konfiguriert, es läuft ein DHCP Server drauf, die VLAN Verwaltung läuft darüber, etc.

Gleich darunter in Schwarz ist die erste von zwei Cyberpower USV Anlagen, natürlich "Line Interactive", mit echter Sinuswelle. Diese USV versorgt alle Netzwerkgeräte und eines von zwei Netzteilen des Servers darunter mit Strom.

Darunter, auf dem Server liegend, der neueste Zugang - den nach reiflicher Überlegung habe ich mich zum Kauf eines LTO-8-Tape-Laufwerks entschlossen, da es auf Dauer günstiger ist, als ein zweiter Backup-Server oder Cloud-Backup (auch wenn es irre ist, was für diese Laufwerke verlangt wird). In diesem Fall habe ich ein Overland-Tandberg LTO 8 Laufwerk. Entgegen den Vermutungen im anderen Thread tatsächlich ohne Tape Library, da ich sehr viele statische Daten habe, die nicht oft geändert werden - für die "Live Daten" reicht ein fix eingelegtes Band für das laufende Backup.

Einen Stock darunter dann das Zentralhirn unseres gesamten Hauses - Ein SUPERMICRO SuperChassis 846BE1C-R1K23B Rackserver mit redundante 1200 Watt Netzteilen, Intel Xeon Silver 4214R 12x 2,40 GHz und 256 GB Kingston Server Premier DDR4-2400 reg ECC DIMM RAM.
Drinnen laufen insgesamt 6 SSDs in diversen RAID-Verbünden als Laufwerke für die Software und vorne 18x HGST WD Ultrastar DC HC530 14 TB
Auf 2 der SSDs im RAID 1 läuft der ESXI Hypervisor als VM-Host.
Die wichtigste VM ist eine TrueNAS-Instanz, welche die anderen 4 SSDs verwaltet und mittels iSCSI an den Host zurück gibt, wo dann diverse andere VMs liegen (eine Windows VM (mit welcher über Weeam auch das Tape Laufwerk gesteuert wird), diverse Linux VMs und eine Docker/Portainer-Instanz, über welche zB NodeRed, MySql und viele andere Helferleins arbeiten.

Nochmals darunter ist zuerst eine Schublade mit ein bisschen Werkzeug, dann eine weitere USV (welche exklusiv nur das zweite, redundante, Netzteil des Servers speist.
Und darunter nochmal ein eigener PC (in einem Desktop Gehäuse), mit großer GPU-Power (einmal eine dedizierte GeForce 4060Ti und einer potenten Intel Core i7-14700K mit iGPU und Quicksync für schnelle "on the fly"-Transkodierung von Medien) welche unter anderem die oben benannten 12 Kameras zusammenfasst, aufzeichnet und streamt.

Also eigentlich nur das mindeste für ein Einfamilienhaus

Und JA, das ist tatsächlich meine private Anlage ;-)

Noch Fragen? :D
 
Das ist mal geil!

Vielen Dank für die Infos.

Eine Heizung braucht Dein Haus eigentlich auch nicht. Einfach die Tür zum Serverraum offen lassen und die Wärme steigt nach oben.
 
Reizt mich nicht, für mich total unvollständig: ich sehe kein 3.5“ Diskettenlaufwerk. 🤭

Wahnsinn, da hast Du mal richtig weit oben ins Regal gegriffen! Scheint aber ja erklärbar zu sein warum und ein Konzept steht ja offenbar auch dahinter. Von daher: Top. :thumb2:

Danke für den Einblick!
 
Nachdem der @Admin im anderen Thread gerne ein paar Details wollte:



Ich aber das andere Thema nicht gerne kidnappen wollte, gerne hier eine Übersicht meines "ganz normalen Heimnetzwerkes"

Eigentlich braucht man heutzutage ja nur ein WLAN und ein Handy.... zumindest meinen das viele ;-)

Da ich das etwas anders sehe, haben wir beim Umbau des Hauses etwas.... naja.... sternegrillermäßig übertrieben vorgesorgt.

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Vorneweg, ja - ich weiß, mein Kabelmanagement ist Mist ;-)

Die Patchpanele laufen in insgesamt ca. 100 CAT6a-Dosen die im ganzen Haus und auf dem Grundstück verteilt sind (also auch im Gartenhaus, Garage, Lagerschuppen, Dachboden, etc.

Direkt darunter ist der "große" Switch, ich bin ein alter Zyxel-Fanboy, daher habe ich alle Netzwerkgeräte von dieser im Consumer-Bereich eher unbekannten Firma.
Der "große" Switch ist ein 1 Gbit 48 Port GS1920 Switch mit PoE auf allen Ports - mit diesen versorgen wir auch 12 Kameras in Haus und grundstück sowie insgesamt 5 WAX610D-Wifi-Hotspots mit Strom über "PoE". Direkt daran hängt ein Raspberry Pi dessen einzige Aufgabe es ist, uns mittels "PiHole" die Werbung aus dem Haus zu halten.

Dieser führt - aktuell noch mit 1 Leitung, demnächst aber dank Link Aggregation mit 2 Leitungen, in den XS 1930 Switch darunter, der mit 10 Gigabit läuft und darüber die schnellen Geräte (also den Server, die Arbeitscomputer, etc.) versorgt.

Nochmals darunter liegt die VPN100 Firewall, das Herzstück des Netzwerks, denn darüber wird nicht nur der ganze Traffic ins und aus dem Netz geroutet, sondern auch zB die Hotspots zentral konfiguriert, es läuft ein DHCP Server drauf, die VLAN Verwaltung läuft darüber, etc.

Gleich darunter in Schwarz ist die erste von zwei Cyberpower USV Anlagen, natürlich "Line Interactive", mit echter Sinuswelle. Diese USV versorgt alle Netzwerkgeräte und eines von zwei Netzteilen des Servers darunter mit Strom.

Darunter, auf dem Server liegend, der neueste Zugang - den nach reiflicher Überlegung habe ich mich zum Kauf eines LTO-8-Tape-Laufwerks entschlossen, da es auf Dauer günstiger ist, als ein zweiter Backup-Server oder Cloud-Backup (auch wenn es irre ist, was für diese Laufwerke verlangt wird). In diesem Fall habe ich ein Overland-Tandberg LTO 8 Laufwerk. Entgegen den Vermutungen im anderen Thread tatsächlich ohne Tape Library, da ich sehr viele statische Daten habe, die nicht oft geändert werden - für die "Live Daten" reicht ein fix eingelegtes Band für das laufende Backup.

Einen Stock darunter dann das Zentralhirn unseres gesamten Hauses - Ein SUPERMICRO SuperChassis 846BE1C-R1K23B Rackserver mit redundante 1200 Watt Netzteilen, Intel Xeon Silver 4214R 12x 2,40 GHz und 256 GB Kingston Server Premier DDR4-2400 reg ECC DIMM RAM.
Drinnen laufen insgesamt 6 SSDs in diversen RAID-Verbünden als Laufwerke für die Software und vorne 18x HGST WD Ultrastar DC HC530 14 TB
Auf 2 der SSDs im RAID 1 läuft der ESXI Hypervisor als VM-Host.
Die wichtigste VM ist eine TrueNAS-Instanz, welche die anderen 4 SSDs verwaltet und mittels iSCSI an den Host zurück gibt, wo dann diverse andere VMs liegen (eine Windows VM (mit welcher über Weeam auch das Tape Laufwerk gesteuert wird), diverse Linux VMs und eine Docker/Portainer-Instanz, über welche zB NodeRed, MySql und viele andere Helferleins arbeiten.

Nochmals darunter ist zuerst eine Schublade mit ein bisschen Werkzeug, dann eine weitere USV (welche exklusiv nur das zweite, redundante, Netzteil des Servers speist.
Und darunter nochmal ein eigener PC (in einem Desktop Gehäuse), mit großer GPU-Power (einmal eine dedizierte GeForce 4060Ti und einer potenten Intel Core i7-14700K mit iGPU und Quicksync für schnelle "on the fly"-Transkodierung von Medien) welche unter anderem die oben benannten 12 Kameras zusammenfasst, aufzeichnet und streamt.

Also eigentlich nur das mindeste für ein Einfamilienhaus

Und JA, das ist tatsächlich meine private Anlage ;-)

Noch Fragen? :D
Du bist anders fertig. Einen großen Kotau von mir.
Sehr sehr cool!
Hab 2011 nur 24 Stück geplant.
 
Ich komm mir mit meinem Mini-NAS grad etwas minderwertig vor :D

Darf man fragen was das Zeuch so Strom braucht?
 
Ich komm mir mit meinem Mini-NAS grad etwas minderwertig vor :D
Ach du weißt ja, es kommt nicht auf die Größe an. Die Technik ist viel wichtiger. Wobei... Moment... Das ist ja Technik! Also geh in die Ecke und schäme dich! ;-)

Darf man fragen was das Zeuch so Strom braucht?

Dank node red und influxDB kann ich dir das ziemlich genau sagen:

Das ist der Verlauf von 24 Stunden in Watt. Man sieht, dass er natürlich viel Grundlast hat aber dann teilweise doch auch je nach Last bis zu 100 watt schwanken kann.
Screenshot_20240511_082724.jpg


Und der Tagesverbrauch des gesamten racks:
Screenshot_20240511_082801.jpg


Unter Tags haben wir aber zumindest genug Strom von der PV Anlage
 
Was speicherst Du da? Ist das alles privat? Mir fehlt grad die Fantasie wie man das privat ausnutzen kann???
 
Was speicherst Du da? Ist das alles privat? Mir fehlt grad die Fantasie wie man das privat ausnutzen kann???

Mir geht auch massiv der Platz aus. Könnte sowas sehr gut brauchen.

Aber unfassbar, wie sich die Preise für HDs entwickelt haben. Da wird nix billiger...
 
Danke @Hypopheralcus , ich bin jetzt irgendwie beruhigt, dass es in punkto HomeOffice-Network Leute gibt, die noch verrückter als ich sind 😅 . Da ist bei den Sternegrillern glücklicherweise Verlass drauf.😉

Gegenüber Deinem Backbone ist mein Heim-Netzwerk vergleichsweise bescheiden. Ich habe mich bewusst gegen eine Rack-Lösung entschieden, da wir keinen geschlossenen Raum dafür haben und der Lärm in der Wohnung ansonsten nicht beziehungskompatibel :stone:wäre. Daher hat der Server sogar Silent-Lüfter:
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Herzstück ist dabei ein Dual-Prozessor Xeon mit insgesamt 32 Kernen und 128GB ECC-Ram in einem großen Corsair 900D Chassis. An einem MegaRaid mit batteriegepufferten Cache hängen 8 * 8TB Enterprise SAS-Platten, als RAID 6 + Spare konfiguriert, insgesamt 44 TB Netto-Kapazität mit NTFS. Zusätzlich gibt es noch ein SSD-Raid 1 für die Daten im ständigen Zugriff (Exchange-Server, SQL, etc.). Dazu noch eine kleine HP-Workstation mit virtuellen Maschinen, u.a. zur Grafikberechnung. Statt LTO nutzen wir externe HD als Backupmedium.
IMG_3332.jpg
IMG_3338.jpg


Das Ganze ist dezent neben dem Beauty-Schrank in der Ecke versteckt (beziehungskompatibel, s.o.). Daher sind auch die großen Cisco-AP für das WiFi rausgeflogen und wurden durch Consumer-Produkte von Fritz! ersetzt.

Auch beim Netzwerk ist Cisco rausgeflogen, weil die Dinger einfach zu laut sind. Stattdessen läuft jetzt alles mit Netgear-Enterprise-Switches. Damit das Heimnetz auch einen vernünftigen Durchsatz hat, läuft der komplette Backbone auf 10 GBit/s an einem 8* 10 GB Switch, der Server hat 4 * 10GB, damit er mehrere Rechner auf Highspeed bedienen kann
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Die PC haben 10 GB-NW-Karten, und hängen jeweils an einem Switch mit 2 * 10GB Ports (1 * PC + 1 * Uplink).
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Da rächt sich, dass in der Wohnung nur 2 Ports pro Raum sind, weshalb wir für die Unterverteilung auch nochmals einen 8 * 10 GB-Switch benötigen
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(Ja, @Hypopheralcus :Man kann nie genug NW-Dosen haben 😄)


Die Datentransferraten vom Server sind dabei ganz ansehnlich:
1715417374598.png


und auch am letzten Ende vom Netzwerk, ist der Internet-Speed ganz vernünftig
1715417508358.png


Gerade die Umstellung von Gigabit-Ethernet auf 10G-Ethernet war ein deutliche Leistungssprung. @Mise en Place nutzt beispielsweise LR-Kataloge für eine sechsstellige Anzahl von Bildern, die auf dem RAID6 liegen und dank dem 10G-Netz nun fast so schnell wie auf der lokalen SSD laufen.
 
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