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Holledauers Wildragout

holledauerin

Fernsehköchin
15+ Jahre im GSV
Foto des Monats
Servus liebe Grillsportler,

eines unserer Lieblingsgerichte ist Wildragout. Es ist mit etwas Aufwand verbunden, aber es schmeckt wirklich gut und es bleiben auch einige Portionen übrig für TK-Vorräte.

Ich habe verwendet

ca. 1,5 kg fleischige Hirschknochen
1 Hals vom Reh 700 g
1 Paket Rehfleisch für Gulasch 500 g

für den Sud

heute vierfach verwendet:

Pro Einzel-Sud
3/4 ltr. Wasser
1/4 ltr. Weinessig
1 Zwiebel in Ringe geschnitten
1 Karotte, 1 Stück Lauch und 1 Stück Sellerie grob zerkleinert
1 Stck. unbehandelte Zitronenschale
ca. 1/2 El Wacholderbeeren
1 Nelke
3-4 Pimentkörner
ein paar Pfefferkörner
1-2 Lorbeerblätter

alles zusammen aufkochen und erkalten lassen, dann die Knochen und das Fleisch einlegen, es soll bedeckt sein.
2 Tage ziehen lassen
In dem Sud alles kochen, bis es weich ist.
Ich habe nach 45 Min. die ersten Knochen entfernt und das Fleisch fein säuberlich abgetrennt, Sehnen weggeschnitten und das Fleisch klein gewürfelt

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Die Knochen gebe ich zurück in den Kochsud.
Wenn alles Fleisch ausgelöst ist, siebe ich den Sud durch ein feines Sieb ab. Dies stelle ich kalt.
Das Fleisch übergiesse ich mit einem Teil vom Sud, damit es nicht austrocknet, da ich das Ragout erst am Folgetag fertig stellen werde.

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Es hat sich eine Fettschicht gebildet, die ich vorerst mal abnehme und zur Seite stelle.

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eine dunkle Zuckereinbrenne wird hergestellt und mit kaltem Sud abgelöscht. So gibt es keine Klümpchen. Ich verlängere alles, bis mir die Konsistenz der Brühe taugt, es soll nicht zu dick sein.
Heute 3-fache Menge Zuckereinbrenne.

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Nun muss es mind. 10 Minuten durchkochen, dann verliert sich der Mehlgeschmack.
Würzen tue ich danach mit Salz, Pfeffer, Johannisbeergelee, evlt. noch etwas Essig, Worcestersosse, bisschen Brühwürfel und Rotwein.
Wir mögen es essigsauer, da muss man nach Geschmack mehr oder weniger Essig/Johannisbeergelee zugeben.
Zuletzt kommen noch ein paar Preisselbeeren rein.
Ich gebe das Fleisch zu, das wunderbar saftig blieb im erkalteten Sud.

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Da jetzt nochmal Sud dazukommt, muss man nochmal etwas abschmecken. Gut erhitzen und dazu machen wir Semmelknödel

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und noch das Tellerbild

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Sehr gut war das, man kann natürlich auch anderes Wild nehmen oder auch grössere Stücke wie Keule. Wichtig sind aber immer auch Knochen und gut sind Bauchlappen, damit die Grundbrühe einen guten Geschmack bekommt.
 

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Stell schon mal nen Teller parat. Ich komm gleich vorbei. :thumb1:

Sieht sehr sehr lecker aus. Tolle Bilder und ne tolle Doku. Ist zum Nachbau gespeichert.

Was ist denn ne Zuckereinbrenn? Ich kenn nur ne Einbrenn. Einfach zusätzlich mit Zucker?
 
@Big_73

Zuckereinbrenne einfache Menge

30 g Butterschmalz (nehm ich lieber bei dunkler Einbrenne, weil das mehr Hitze verträgt als Butter)
10 - 15 g Zucker
40 g Mehl

Butterschmalz erhitzen, Zucker darin leicht goldbraun - lieber etwas heller - anbräunen, Mehl dazu und dann mit einem Schneebesen bei guter Mittelhitze bräunen, drauf achten, dass es nicht zuuu dunkel wird, sonst wird es bitter.
So hast du halt schon eine gewisse Süsse drin, es geht auch ohne Zucker, dann musst du halt nachher mehr Süsse reintun. Ich machs immer mit Zuckereinbrenne.
Als gut erweist sich da mein Schneebesen mit den Kügelchen dran, da bleibt nix am Topfboden hängen, was evtl. schnell anbrennt

ach ja, meist geb ich noch ein paar Tropfen Zuckerkulör dazu, weil es dann bissl bräuner wird, was mir optisch besser gefällt
 
Lecker hast du das gemacht!
Ich liebe ja Wild, aber mir ist der Aufwand immer zu groß, und er Rest der Familie mag kein Wild, drum schau ich mir deine leckeren Bilder an und bestell mir wild wenn ich nächstes Mal wieder Essen gehe
 
Hast Recht Andreas, für einen allein rentiert sich das nicht. Wir mögen es alle drei, aber ...wenn ich recht überlege, essen wir Fleisch von jedem Tier gern..grins
einfach "Fleischfressende Pflanzen" sind wir.
 
Schaut lecker aus, ich komm gleich zum Essen vorbei


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Schaut des lecker aus, Gitte. LG in die Holledau :sonne:
 
:thumb2:Klasse Beitrag schön bebildert,und alles gut erklärt,das kann ich jetzt auch mal speichern,

und bei gelegenheit nachbasteln.:thumb2:

Da hätte ich auch nen Verdauungscalva spendiert, nach dem Essen,den hätst sogar mit deinem Apfelverbot ertragen:prost:
 
Danke euch allen. Es ist einfach was Gutes, auch wenn ich es nicht so oft mach, aber so 2 x im Jahr muss das sein. Bin derzeit beim TK-Kehraus, damit ich wieder neu befüllen kann. Bin einfach ein Hamster, ich brauch immer volle Truhen.
 
Ja wie immer ein super gelungenes Gericht, wunderbar beschrieben und prima mit Fotos dokumentiert.
Hiermit verleiht ich Dir das GSV Gütesiegel in Gold!

Gratuliere :)
 
Herrlich! Da hast Du Dir aber wirklich rundum Mühe gemacht, die Zubereitung des Ragouts... :respekt: mit Sachverstand und mit Ruhe, dann dabei noch diese schönen, anregenden und informativen Fotos zu machen... Chapeau!
Anschließend super dokumentiert... da bleiben keine Wünsche offen!

Außer vielleicht einem Teller Ragout für mich - und wenn ich wählen dürfte... könnte ich Spätzle dazu bekommen? Daran haftet die leckere Soße bestimmt ganz famos! ;)

:thumb1:

Glück Auf
 
Danke, die Bilder habe ich einfach nebenher gemacht, meine neue Camera macht mit der Automatik wirklich gute Bilder.
Spätzle... wenn du meinst, kannst auch dazu haben, passen m.M. nach aber nicht. Die Sosse ist eher dünnflüssig, ähnlich wie Gulaschsuppe, und für mich muss da ein Semmelknödel dazu. Wer die Sosse gerne dicker mag, muss halt mehr Einbrenne machen, oder anderweitig andicken.
Also ich schieb dir mal einen grossen Teller rüber! :essen::
 
Hallo liebe Gitte,

ein Gedicht, Dein Wildragout!
 

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Sehr fein, da wäre ich gerne zu Gast gewesen
 
Klasse :daumenhoch:

Ich habe mir diesen Thread gebookmarked, eine bessere Anleitung für ein Wildragout findet man nirgendwo

:respekt:
 
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