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Holzkohle oder Holzkohlebriketts

bbq4you

Never forget
15+ Jahre im GSV
Immer wieder lese ich, Briketts haben eine längere Brenndauer
als Holzkohle und sind deshalb für Longjobs besser geeignet.

Hat das schon jemand überprüft oder ist das eher ein Gefühl?

.
 
Das kann man denke ich nicht nicht verallgemeinern und kommt immer auf das jeweilige Sportgerät an.

Ich wüsste z.B. nicht, wie ich in meiner 57er Kugel mit großstückiger Kohle (Steakkohle z.B.) ein Setup für einen Longjob hinkriegen sollte, ohne sehr viel indirekte Grillfläche zu verlieren. Aber -ohne jetzt die praktische Erfahrung zu haben- Keramikeier werden doch auch mit Kohle betrieben?
 
Für Longjobs nutze ich in meiner 57er Kugel immer Heat Beads, Holzkohle habe ich dafür noch nicht verwendet.

Für Steaks und sonstiges Grillgut, was viel Hitze vertragen kann nehme ich Lüneburger Restaurantkohle.

Viele Grüße
 
Immer wieder lese ich, Briketts haben eine längere Brenndauer
als Holzkohle und sind deshalb für Longjobs besser geeignet.

Hat das schon jemand überprüft oder ist das eher ein Gefühl?

.

Also Heat Beads glühen schon länger (bis zu drei Stunden) als "normale" Buchenbrekkies.
Bei Buchenbrekkies brauch ich bei einem DO-Longjob nach 1,5 Stunden den nächsten AZK.

Holzkohle glüht am Anfang sehr heiss, schwächelt aber später sehr stark.
Bei normalen Buchenholzbrekkies gehe ich von etwa 1,5 h Nutzdauer aus.
Bei Holzkohle etwa knappe 45 Minuten.

Meine Erfahrung.
Gruß
Peter

PS:
Und es gibt solche und solche Brekkies,
Umgebungstemperatur, Feuchtigkeit und etc..
Deine Frage ist nicht so einfach zu beantworten.
 
is ja schon Form und Größen bedingt, dass Holzkohle schneller abbrennt.....
Briketts werden gerpresst und glühen daher länger. Haben meines Wissens einen geringeren Kohlenstoffgehalt und entwickelnd dadurch weniger Hitze als Holzkohle.

Kokos-Briketts von Mc Brikett sind das einzig ware.
Egal ob lange Brenndauer oder hohe Temperaturen, damit ist alles machbar.
Kein Rauch, kein Gestank, kein Abfall, keine Brösel die durch den AZK fallen.....durchweg der beste Brennstoff für Kohlegrills und Smoker den ich je benuzt habe.
Der höhere Preis hebt sich durch die Ergibigkeit und die Möglichkeit der Wiederverwendung wieder auf.
 
Das kann man denke ich nicht nicht verallgemeinern und kommt immer auf das jeweilige Sportgerät an.

...und auf die Qualität der Kohle/Briketts.

Briketts mit geringer Dichte und viel Bindemittelanteil aus halten nicht so lange wie ordentlich geköhlerte und stückige Holzkohle.

Eine pauschale Antwort ist daher kaum möglich.
 
Meiner Meinung nach ist es auch ein bischen Philosophie !
Mir ist es eigentlich gleich, ob und was länger brennt.
Ich arbeite ausschliesslich "old fashioned" mit ....... Holzkohle !
Entscheidend ist für mich , dass Sie ausschliesslich grobstückig ist.
Nach langem Suchen habe ich auch nun eine Bezugsquelle: Ein Köhler auf der Schwäbischen Alb !

kollegen in Georgia haben mit Backwoods auch schon mit Pellets Versuche gestartet....
nach anfänglicher Begeisterung aber wieder zu Holzkohle zurückgekehrt.
Backwoods, Mr. Mike hat mit Brikets keine Berührungsängste.
BWS hat, als Watersmoker mit der Ausdauer und low and slow eh keine Probleme.

Ich bin konservativ was das Heizmaterial angeht und bleibe bei CHARCOAL !
Hoffe es ist nicht am Thema vorbei ?

Viele Grüsse aus den Südstaaten von
MAC's
 
ich hab ne 57er Kugel und nehme immer die Brekkies von der Raiffeisen - 10kg für 15 Euro.
Die Pro Fagus sind mir zu teuer und was soll ich mit nem 3 kg Sack aus'm Baumarkt ... das ist "Spielerei" :-)
 
Wieder was gelernt. Scheint mir eher eine Gefühlssache zu sein.

Mich interessierte ob jemand unter gleichen Bedingungen die gleiche
Menge (Gewicht) Brennstoff verbrannt und das gemessen hat oder
etwas im Zwischennetz dazu kennt.

Ich hätte das längst gemacht, habe leider keine zwei gleichen Grills.
.
 
Mich interessierte ob jemand unter gleichen Bedingungen die gleiche
Menge (Gewicht) Brennstoff verbrannt und das gemessen hat oder
etwas im Zwischennetz dazu kennt.
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Genau das ist des Pudels Kern: das Gewicht bzw. die Dichte.
Es verbrennt Kohlenstoff mit Sauerstoff unter Wärmeabgabe. Das ist eine einfach chemische Reaktion, die sowohl bei Briketts wie auch bei Holzkohle identisch abläuft und die gleiche stöchiometrische Menge Energie erzeugt (das Bindemittel der Briketts mal vernachlässigt). Als Chemiker kann ich sagen, dass ausschließlich das Gewicht entscheidend ist, wie viel Wärme in Summe frei wird.

Um zum Feeling bei Longjobs zu kommen:
Longjobs im Kamado oder UDS laufen unter einer konstanten und eingeregelten Luftzufuhr, so dass immer die gleiche Wärmemenge frei wird.
Holzkohle ist nun von der Dichte her etwas (oder einiges) leichter als die Briketts, welche gepresst sind. Daher wird ein volumetrisch identisch gefüllter Kohlekorb mit Holzkohle früher abgebrannt sein, als ein vergleichbarer Brikett-Korb. Bei der gleichen Gewichtsmenge Briketts oder Kohle wird man keinen signifikanten Unterschied feststellen können - da bin ich mir absolut sicher.

Ich arbeite übrigens ausschließlich mit Holzkohle - insbesondere bei Longjobs im UDS und der läuft mit Holzkohle auch 18 h @ 110 °C.
Nur noch beim Nutzen der Roti im Weber kommen mir Briketts in die Kugel.

:prost:
 
@SmoKing
erstaunlich was man hier so alles lernt.
Aber ich grille einfach nur. Ich mach da keine Skizze von.
GT und vor allem KT muß stimmen, der Rest ist mir eigentlich egal
 
Ist so ein Test denn im AZK nicht genauso repräsentativ??
Ich könnte das mit zwei AZK mit gleichem Füllgewicht mal gerne am Samstag testen. Alternativ eben auch im Weber-grill mit 2 identischen (kleinen Mengen) links und rechts im Grill.
 
Longjobs oder länger grillen?

In meinem UDS ist es egal was ich reinwerfe, da die Verbrennung ja über die Luftzufuhr gesteuert wird. Da kann es eigentlich zu keiner unkontrollierten Verbrennung kommen.
Minionring aus Holzkohle in der Kugel? Habe ich selber noch nicht ausprobiert. Die Briketts brennen gleichmäßig an und das funktioniert.

Wenn ich aber länger Flachgrillen möchte, komme ich mit handelstypischen Briketts länger aus als mit handelstypischer Holzkohle. Das mag bei der faustgroßen Kohle vom Köhler nebenan anders ausschauen, aber die Möglichkeit habe ich nicht.

Ich sehe das immer, wenn ich mit meinen Nachbarn zusammen grille.
Ein Nachbar mit einer Landmann-Kugel und einem 2,5 kg EDEKA-Holzkohlesack und Flüssiganzünder und ich dann mit der Weberkugel und ALDI-Briketts aus dem AZK. Ich kann auch nach dem 1. Grilldurchgang so 45 Minuten - 1 Stunde später Würstchen und Schweinenacken knusprig grillen und nicht nur erwärmen.
 
Im AZK / offenen Grill wird es wohl etwas anders ablaufen.
Hier ist die Luftzufuhr nicht geregelt. Daher wird die Verbrennungsgeschwindigkeit eher durch die verfügbare Oberfläche dominiert. Briketts sind kompaktiert und haben eine kleine Oberfläche. Holzkohle ist unförmig, zerklüftet und besitzt jedenfalls eine große Oberfläche, an der pro Zeiteinheit mehr Kohlenstoff verbrennen kann.
Also hier ist meine Prognose (und das deckt sich mit @Markus und meinen Beobachtungen), dass die Briketts länger durchhalten.

Würde man wiederum die Wärmemenge messen, dann ergäbe sich - so wie bei Longjobs - kein Unterschied.
 
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