Home Assistant hat einen großen Vorteil, und das ist die herstellerunabhängige Integration und Vernetzung verschiedener Systeme. Du bist halt nicht mehr auf die unterschiedlichen Apps der Hersteller angewiesen, sondern kannst alles in einer App einbinden und verknüpfen.
Ich hab beispielsweise Steckdosen von Ikea (Zigbee), nen Luftqualitätssensor von Ikea (Matter über Thread), nen Luftreiniger von VeSync (WiFi). Jetzt kann ich theoretisch ne Routine schreiben, dass HA bei ner bestimmten Luftqualität den Luftreiniger einschaltet und den Ventilator der an der Steckdose hängt ausschaltet. Das würde sonst nie gehen, da das ja drei verschiedene Systeme sind, und jeder seine eigene App hat.
Das war jetzt nur ein konstruiertes Beispiel, aber ich muss mir Dank HA keine Gedanken mehr machen, welches System ich kaufe und wie ich was kombinieren könnte. Ich kann die Temperatur oder Luftfeuchtigkeit von nem Bluetooth-Thermometer genauso auswerten und als Trigger für was auch immer verwenden, ebenso wie ein Zigbee-, Thread- oder WiFi-Gerät und dessen Werte. Das macht es einfach extrem flexibel. Und dank der Integrationen hat man selbst bei bestehenden Netzwerkgeräten Infos die man vorher nur über die Geräte selbst auslesen konnte, und könnte auch damit wieder arbeiten. Ich seh nun sogar von meinen Druckern die Anzahl der gedruckten Seiten, den Stand der Tonertrommel, etc. Dafür müsste ich schon tief ins Gerät um die Info zu suchen, jetzt hab ich es einfach nur griffbereit, weil das Gerät im Netzwerk hängt.
Und gleiches gilt übrigens auch für die Alexa-Integration. Durch die Nabu Casa Anbindung kennt meine Alexa nun auch viele der Geräte die im HA hängen. Wenn ich also nun frage, wie warm es in einem bestimmten Raum ist, dann verwendet Alexa das in HA hinterlegt Bluetooth-Thermometer, welches sich in diesem Raum befindet, und nennt mir die Temperatur.
Die Beispiele kann man ja endlos spinnen. Sobald meine aktuellen Nest-Rauchmelder 10 Jahre alt sind und den Dienst einstellen, werde ich mir welche holen, die sich auch in HA einbinden lassen. Dann kann man beispielsweise hergehen, und bei nem Rauchalarm die Rolläden hochfahren und schon mal das Licht auf den Fluchtwegen anmachen, im Zweifel sind das Sekunden die helfen.
Was man davon braucht ist relativ, vieles ist Spielerei, manches sehr sinnvoll. Ich hab mir beispielsweise nen Zigbee Bewegungsmelder für Outdoor gekauft. Den kann ich so positionieren, dass er am Anfang unseres Weges zum Haus Besuch erkennt. Dann gehen die Lampen entlang des Weges an. Diese haben alle keinen Bewegungsmelder, aber hängen an nem Shelly, der sie einschaltet. Zusätzlich noch ein Türkontakt, der mir den Weg beleuchtet wenn ich das Haus verlasse. Kann mir jetzt auch vier Lampen alle mit Bewegungsmelder kaufen, und versuchen diese gleichzuschalten, aber so finde ich es persönlich deutlich einfacher.