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indirektes Grillen vs. Backofen??

@Nixblicker dann entschuldige ich mich hiermit öffentlich für die Aussage und nenne es Statussymbol.

Ihr habt beide den Sinn der Aussage völlig falsch verstanden.

Vielleicht wollte ich damit auch nur sagen, ein teurer Grill macht kein besseres Essen und ersetzt auch kein Wissen und Fähigkeiten.

Wenn ich mir manche Berichte hier so anschaue, geht es aber genau in die andere Richtung.
Ich bin Frau, habe die Wechseljahre hinter mir und grille mit Gas 😁 und das nicht nur auf einem Gasgrill.
Neben der Lok, dem Schwenker, div Holzkohlegrills
Statussymbol? Eher nicht. Sondern Notwendigkeit weil mein Mietvertrag kein offenes Feuer erlaubt.

Ja, es kommt auf den Griller/ die Griller in an, was sie wie aus dem zur Verfügung stehenden Material macht.
Manches ergibt sich aus eigenem Spaß oder eigener Faulheit 🥳
 
@Nixblicker dann entschuldige ich mich hiermit öffentlich für die Aussage und nenne es Statussymbol.
OK, gerne akzeptiert.
Nur hat das immer noch nichts mit Gasgrillen zu tun.
Es gibt auch genug Leute die sich einen teuren Kohlegrill oder Smoker als "Statussymbol" holen.
Oder sich einen drauf einbilden das ja nur Grillen mit Holz oder Kohle das "wahre" Grillen ist, mit Gas ist ja nur Kochen. 🤦🏼‍♂️
Ich benutze schon seit ca. 15 Jahren einen Gasgrill aus Bequemlichkeit und weil ich einfach keinen Bock auf das rumgesaue mit Kohle habe.
Mein erster war ein kleiner Weber Q100, weil es damals auch noch keine anderen Marken großartig zu kaufen gab. Und irgendwann gab es halt ein Update auf den BK Baron 590 um mal andere Sachen auszuprobieren.
War aber nie als Statussymbol angeschafft worden, weil ich habe eh keinen Status. 🙈
Genauso ist es für mich immer noch ein haltloses Gerücht das nur Holz oder Kohle ein Grillaroma ergeben.
Aber jeder darf ja Glauben was er möchte.
Mir ist aber auch klar das ich mein Equipment auf jeden Fall nicht immer großartig ausreize 🙈
PXL_20240506_172630381.jpg

aber ich bin ja auch Single und manchmal habe ich auch Ambitionen. 🤘🏻
Soll jetzt auch mal gut sein.
Das wichtigste alle haben Spaß beim dem was sie tun, egal womit sie es tun. 😃
 
Ich habe letztens etwas zu Aroma und Rauch geschrieben. Weil das hier gut reinpasst kopiere ich es mal hier rein.

Direkt gegrillt hat auch ein Gasgrill ein Aroma. Indirekt nicht, ausser man verwendet Holzchips zum zusätzlichen Räuchern. Dazu gleich mehr...

Was mich nach über 20 Jahren Kohlegrillen immer mehr genervt hat, ist genau dieser typische Geschmack.
Beim Gasgrill ist es ja sehr ähnlich, das Fett tropft auf die Flavorizer Bars, verdampft und aromatisiert das Fleisch.
Beim Holzkohlegrill ist es etwas stärker, weil jeder Tropfen verdampft und dadurch etwas mehr Aroma entsteht.
Beim Gasgrill landet nicht alles auf den Flavorizer Bars.

Ich finde das Aroma eines Holzfeuers tiefer, vielfältiger und komplexer. Das Aroma eines Holzkohlegrills ist einfacher, etwas bitterer und weniger Rund im Geschmack/Geruch als das eines Holzfeuers. Wenn man das jahrzehntelang kennt und einen Vergleich hat, wie das schmeckt, z.B. vertikal direkt am Feuer gegrillt, dann vermisst man das beim Holzkohlegrill sehr. Ich habe in meiner Kindheit viel Zeit in Griechenland auf dem Land verbracht, es gab keinen Strom und kein fließendes Wasser und jeden Tag war fast immer ein Holzfeuer an, zum Kochen, für warmes Wasser, zum Duschen und die Kohle davon wurde später im Bügeleisen benutzt und so weiter. Sogar für Kuchen wurde ein Holzfeuer entzündet. In der Schule in Deutschland waren wir im Museum und haben das alles aus der Vergangenheit gezeigt bekommen. Für mich war es aber ganz normal, weil ich das alles live kannte, schon etwas verrückt. Kühlschränke wurden z.B. mit Trockeneis betrieben und hat für3 bis 4 Tage gereicht, ach ich könnte viel hiervon erzählen. Ich habe immer gedacht, was zeigt die deutsche Lehrerin hier nur, ist doch völlig normal bei meiner Oma. Aber es hat auch meinen Geschmackssinn sehr geprägt.
Hier vermisse ich das sehr, sind aber zwei wirklich unterschiedliche Welten die es so auch immer weniger in Griechenland gibt.

Streitet euch bitte nicht... schreibt lieber Erfahrungen und Geschichten darüber und das andere davon vielleicht inspiriert werden.
 
Das Leben besteht darin, auch unsinnige Dinge zu tun.. wenn ein Grill also Unsinn ist, mache ich alles richtig.. . Ich will nicht irgendwann mal die Augen schließen und nur rational gewesen sein. by the way.. : es ist auch vollkommen unsinnig, seine Lebenszeit in diesem Forum zu verschwenden. Hach, was bin aber auch unvernünftig, herrlich.
 
Vielleicht wollte ich damit auch nur sagen, ein teurer Grill macht kein besseres Essen und ersetzt auch kein Wissen und Fähigkeiten.
Danke! Das unterschreibe ich gerne!

Grillen und HBO sind für mich jedenfalls nicht das Gleiche.
HBO ist eher neutral und hat wenig bis keine Emotion.
Da kommt der Grill ins Spiel!
Außerdem: mein HBO kann keinen Drehspieß! :D
 
Ich werfe mal die Temperatur ins Spiel.
Mein BO kann 250° und mein Grill 350° plus.
 
Ich werfe mal die Temperatur ins Spiel.
Mein BO kann 250° und mein Grill 350° plus.
die Höchsttemperatur und die Phase des direkten Grillens sind natürlich stark unterschiedlich, das ist unbestritten.

Die ursprüngliche Frage war bezogen auf den Vergleich mit dem indirekten Grillen und den damit verbundenen gemäßigten Temperaturen.
 
Für mich:
Ich bin lieber draußen im Garten am Grill, als im Haus in der Küche
Raucharoma
Reinigung (zumindest beim Kohlegrill. Beim Gasgrill putzt man im Zweifelsfall mehr als im Ofen mit Pyrolyse)
Zeremonie: Feuer machen (auch wenn's nur Gas ist) hat was
Herausforderung. Die Temperatur im Backofen halten kann jeder. Beim Grill ist das mitunter Fummelei.
 
wozu benötige ich dann überhaupt noch einen Grill mit Deckel?

Möglicherweise benötigst DU gar keinen Grill mit Deckel.

ICH benötige in jedem Fall einen.

Einfach,
  • weil ich's kann,
  • weil es mir Spaß macht,
  • weil Feuer toll ist,
  • weil die Gäste sich freuen, wenn draußen gegrillt wird,
  • weil es mir besser schmeckt,
  • weil es nach Rauch schmeckt,
  • weil Outdoor einfach Outdoor ist,
  • weil Indoor kochen langweilig ist,
...

Und was deine Aussage mit hunderten und tausenden Euros für hochwertige Grills angeht...

Mein erster Grill mit Deckel war ein Kugelgrill für 79€. Der hat knappe 5-6 Jahre seinen Dienst getan. Dann hatte ich gute 7 Jahre einen El Fuego Dakota Smoker für 120€ und aktuell habe ich seit einem knappen Jahr einen gebrauchten El Fuego Buffalo für 50€, der schon lockere 10 Jahre auf dem Buckel hat und sicherlich nochmal 5-10 Jahre durchhält, wenn ich mir nicht vorher einen anderen anschaffe.

Hochwertig mit Deckel muss nicht immer teuer sein. Für mich ist etwas hochwertig, wenn es bei guter Qualität und langer Haltbarkeit auch noch preiswert ist. Das, was viele hochwertig nennen, nenne ich "überteuert". ;)

Klar kann man sich so etwas anschaffen, wenn die Kohle locker sitzt, wenn man aber "ich" ist, dann ist man ein Sparfuchs und schaut, wie man mit möglichst geringem finanziellen Aufwand möglichst lange klar kommt.
 
Klar kann man vieles, was man auf den Grill mit Deckel schmeisst auch in den BO schmeissen... aber der WOW-Effekt ist halt höher, wenn man das Road-Kill-Chicken oder das BBC aus dem Grill holt, als aus dem BO... eben weil die meisten Menschen gar nicht wissen, dass man das auch in den Grill packen kann....

Außerdem ist es doch gerade im Sommer so, dass man gemütlich mit Freunden auf der Terrasse/im Garten sitzt, ein Bierchen zischt, und dabei auf den Grill aufpasst. Das ist doch viel schöner, als wenn einer immer in der Küche steht, und der Rest sitzt draußen... :D
 
Klar kann man vieles, was man auf den Grill mit Deckel schmeisst auch in den BO schmeissen... aber der WOW-Effekt ist halt höher, wenn man das Road-Kill-Chicken oder das BBC aus dem Grill holt, als aus dem BO... eben weil die meisten Menschen gar nicht wissen, dass man das auch in den Grill packen kann....
Ich habe Gasgrills immer als Notlösung betrachtet. Seit frühester Kindheit war ich ein Feuerteufel und habe, wann immer ich die Möglichkeit hatte, mit dem Feuer gespielt. Da lag grillen natürlich nahe. Und wie es sich gehört, über offenem Feuer.
Auf Campingplätzen waren es dann schon oftmals "nur" noch Holzkohle und später dann zunehmend Gasgrills. Elektrogrills schieden schon früher oft, wegen zu hoher Stromstärke aus.
Für mich gibt es noch immer nichts Romantischeres, als an einem offenen Feuer zu sitzen und den Schwenkgrill anzuschieben!
Aber das Leben ist halt leider kein Wunschkonzert.
Ich zog vom Land in die Stadt (diverse Städte) und da war es meist schwierig mit dem grillen über offenem Feuer.
Also hat zähneknirschend der Holzkohlegrill Einzug gehalten. Auch hier ist der Geschmack noch deutlich "grillig".
Der Campinggrill (Gasgrill) war immer ein Kompromiss. Obwohl ich zunehmend Gefallen an der Einfachheit dieser Grillmethode fand.
Geschmacklich zwar nicht mit einem offenen Feuer aus Eichen- und Buchen-Holz zu vergleichen, aber doch wenigstens im Freien und man beschäftigte sich mit dem Grillgut.
Dann kam irgendwann der WSM ins Haus und ich war begeistert von den Aromen, die man da zaubern konnte!
Aber mit den Jahren wurde ich fauler und das mit der Einfachheit beim Camping-grillen gefiel mir immer besser... :D
Das reine Flachgrillen auf dem Gasgrill ist jetzt nicht so meine erste Wahl. Auch wenn ich gerade mit dem Blazingglas experimentiere, käme ich nicht auf die Idee, das Fleisch vollständig darauf zuzubereiten. Es muss zumindest mal den Grillrost und ein paar Flammen gesehen haben.
Aktuell liebe ich meinen Gasgrill (mit Deckel!) und teste aus, wie ich damit möglichst "grillige" Aromen zaubern kann.
Mit etwas Rauch und Flammen lassen sich auch auf dem Gasgrill schon tolle Gerichte zuzubereiten.
Ich hätte früher nicht gedacht, dass man auch auf einem Gasgrill smoken kann, aber mittlerweile wurde ich eines Besseren belehrt.

Ohne Deckel und die damit verbundenen Möglichkeiten, wäre es tatsächlich etwa so, wie das Kochen in der Küche.
Ich bin trotzdem lieber draußen. :v:
 
Ich sehe Gasgrills als gute Alternative, wenn die Piranhas wieder mal jammern, dass sie schon vor Hunger sterben... Da ist der Gasi doch schneller einsatzbereit als meine Kohlegrills. ;-)

Wenn ich Zeit habe, und es mir aussuchen kann, nehme ich jedoch meinen Kamado... ich liebe ihn... :love:
 
Da lag grillen natürlich nahe. Und wie es sich gehört, über offenem Feuer.
Für dich ist das Grillen über offenem Feuer offenbar das ultimative Grillerlebnis, aber deswegen "gehört" es sich nicht zwangsläufig so. Lass doch jeden und jede grillen wie er und sie es mag.
Du selber schreibst ja, dass es u.a. äußere Einflüsse gibt, warum man so oder so grillen kann/muss und dazu kommt noch, wie die andere Menschen grillen wollen. Und du grillst halt so wie du es willst.
 
Ich sehe Gasgrills als gute Alternative, wenn die Piranhas wieder mal jammern, dass sie schon vor Hunger sterben... Da ist der Gasi doch schneller einsatzbereit als meine Kohlegrills. ;-)

Wenn ich Zeit habe, und es mir aussuchen kann, nehme ich jedoch meinen Kamado... ich liebe ihn... :love:
Genau so halte ich es auch.
Unter der Woche muss es halt schnell und einfach gehen. Göga und Wukis können ganz schön ungehalten werden, wenn sie hungrig sind.
Da wird dann der Gasi eingeheizt. Da schätze ich, das ich viel Platz habe, nebenbei die Plancha nutzen kann, draussen bin,...
Am Wochenende nutze ich gerne meinen Kamado. Da kann ich mir Zeit nehmen, im Gegensatz zum Backofen mit Holzchunks Rauchgeschmack ans Fleisch bringen, habe nen besseren Zugang als beim Backofen, kann bei Bedarf mit direkter Hitze zum Schluss noch aufknuspern,...
 
Ich habe da keinen Plan von, wenn ihr einfach nur flachgrillt, wie lange heizt denn dann so ein Gasi vor?

Wenn ich jetzt im Smoker mal einfach nur mal eben für 4-6 Personen schnell was flachgrillen will, also mit einem AZK Briketts, dann brauche ich eine knappe halbe Stunde, bis der durch ist und der Rost heiß.

Ich finde jetzt nicht, dass das lange ist. In den 30 Minuten hole ich Fleisch und Würstchen raus, koche Sauce auf, backe Giabatta auf, decke den Tisch, schnippel evtl. noch etwas Gemüse. Bin ich damit durch, ist das Ding heiß und dann wird schnell was gegrillt. Nach 45 Minuten steht alles fertig auf dem Tisch, wenn wir jetzt nur von Flachgegrilltem sprechen.

Also, selbst, wenn der nur 5 Minuten zum Aufheizen bräuchte, was ich nicht glaube, rechne da eher mit 15-20 Minuten bei euren Antworten... das wäre jetzt nicht unbedingt ein Argument für einen Gasgrill, zumindest aus meiner Sicht.
 
in 10 - 15 Minuten ist der Gasi samt Gussrost einsatzbereit.... da komme ich beim Kohlegrill zeitlich nicht hin...
Und der Vorteil ist halt, dass er nach 20 Minuten Einsatz auch einfach "abgedreht" werden kann... das ist mit der Kohle auch nicht so einfach, wie beim Gasi...

Darum sehe ich den Gasi als "schnell schnell" an und den Kohlegrill verwende ich wenn ich Zeit habe. :-)
 
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