Okay, eigentlich nicht die beiden, aber die Initialien stimmen zumindest überein. Die Ferien neigen sich (zumindest für den Arzt) langsam dem Ende zu, und so will noch einmal eine ihresgleichen suchende Kochorgie veranstaltet werden, die neben dieser Pâté auch noch zwei Varianten braunen Kalbsfond sowie ein Kalbstafelspitzfeast (der Jurist (be)steht auf diese Wortwahl) zu Tage bringen wird.
Der Tag beginnt, so wie jeder große Kochtag, mit einem Ausflug zum Großgrünmarkt, wo eigentlich nur eine Halle interessant ist, die zwar groß ist, aber alles andere als Grün verkauft. Beim missgelaunten Fleischhauer, den der dicke Jurist Stermann nennt, wird also die beträchtlich lange Einkaufsliste verkündet. "Junger Mann, Sie woll'n ja nur Spezialitäten!", schimpft er.
Das angestrebte Rezept verlangt nach Armagnac, sehr viel Armagnac, und fordert dabei unmissverständlich zum Konsum desselben auf, vielleicht in anbetracht der Fleischberge garnicht schlecht, besteht doch die Möglichkeit, dass sich dieser positiv auf die Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse auswirken könnte[1,2].
Die ersten Zutaten: 800g Leber sowie 2.5kg Bauchfleisch:
Das Bauchfleisch will entknocht werden, der dicke Jurist fördert dabei not-so-perfect Spareribs zu tage
Leber und Bauchfleisch müssen durch den zugegebenermaßen schon etwas betagteren Wolf. Das Rezept empfiehlt wiederum Armagnac, "gegen den Krampf", der unweigerlich nach der xten Umdrehung entsteht. Zusätzliche Erschwernis: Windböen um die 80km/h, mit englischem Nieselregen.
Das Resultat: ein äußerst, unappetitlicher Gatsch. Und wohlig ist der Geruch auch nicht so...
Es folgen: 3 Eier, 4 Zwiebeln (gewolft!), 6 Knoblauchzehen (gepresst), 25g Salz, 15g schwarzer Pfeffer sowie 10g Cayennepfeffer (eigentlich piment d'esplette, aber damit können wir nicht dienen). Das alles ordentlich verkneten: die Drecksarbeit dem Juristen.
Dann, wiederum strikt nach dem Rezept, wird ein Snack eingelegt: kaltes Roastbeef vom Vortag, in einer Semmel mit Dijon. Ein Genuss...
Nun wird der Armagnac zum ersten Mal seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt: die Gläser werden damit gespült. Nur damit. Kein Cognac. Armagnac.
Dann ab in den Pott, bedeckt mit Wasser, und für 3h kochen lassen.
Zwischendurch mal schnell zu Abend essen: Kalbsschnitzel an Erdäpfel-Vorgerlsalat mit Kernöl.
Um 22h ist es soweit, die Gläser wollen raus, aber ein Problem: das Kochwasser imponiert als trübig-milchiges Transsudat, leicht übelriechend (was aber Angesichts des zurecht unbekannten Konzepts des Schweinefonds kein Wunder ist). Ein Glas leckt offensichtlich, der LI kann auch nichts mehr machen.
Jetzt raus in den Naturkühlschrank, morgen gibts dann die erste Testung.
[1] Umar A et al. Thromb Res. 2005;115(1-2):31-7.
[2] Umar A et al. Thromb Res. 2003 May 1;110(2-3):135-40.
Der Tag beginnt, so wie jeder große Kochtag, mit einem Ausflug zum Großgrünmarkt, wo eigentlich nur eine Halle interessant ist, die zwar groß ist, aber alles andere als Grün verkauft. Beim missgelaunten Fleischhauer, den der dicke Jurist Stermann nennt, wird also die beträchtlich lange Einkaufsliste verkündet. "Junger Mann, Sie woll'n ja nur Spezialitäten!", schimpft er.
Das angestrebte Rezept verlangt nach Armagnac, sehr viel Armagnac, und fordert dabei unmissverständlich zum Konsum desselben auf, vielleicht in anbetracht der Fleischberge garnicht schlecht, besteht doch die Möglichkeit, dass sich dieser positiv auf die Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse auswirken könnte[1,2].
Die ersten Zutaten: 800g Leber sowie 2.5kg Bauchfleisch:
Das Bauchfleisch will entknocht werden, der dicke Jurist fördert dabei not-so-perfect Spareribs zu tage

Leber und Bauchfleisch müssen durch den zugegebenermaßen schon etwas betagteren Wolf. Das Rezept empfiehlt wiederum Armagnac, "gegen den Krampf", der unweigerlich nach der xten Umdrehung entsteht. Zusätzliche Erschwernis: Windböen um die 80km/h, mit englischem Nieselregen.
Das Resultat: ein äußerst, unappetitlicher Gatsch. Und wohlig ist der Geruch auch nicht so...
Es folgen: 3 Eier, 4 Zwiebeln (gewolft!), 6 Knoblauchzehen (gepresst), 25g Salz, 15g schwarzer Pfeffer sowie 10g Cayennepfeffer (eigentlich piment d'esplette, aber damit können wir nicht dienen). Das alles ordentlich verkneten: die Drecksarbeit dem Juristen.
Dann, wiederum strikt nach dem Rezept, wird ein Snack eingelegt: kaltes Roastbeef vom Vortag, in einer Semmel mit Dijon. Ein Genuss...
Nun wird der Armagnac zum ersten Mal seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt: die Gläser werden damit gespült. Nur damit. Kein Cognac. Armagnac.
Dann ab in den Pott, bedeckt mit Wasser, und für 3h kochen lassen.
Zwischendurch mal schnell zu Abend essen: Kalbsschnitzel an Erdäpfel-Vorgerlsalat mit Kernöl.
Um 22h ist es soweit, die Gläser wollen raus, aber ein Problem: das Kochwasser imponiert als trübig-milchiges Transsudat, leicht übelriechend (was aber Angesichts des zurecht unbekannten Konzepts des Schweinefonds kein Wunder ist). Ein Glas leckt offensichtlich, der LI kann auch nichts mehr machen.
Jetzt raus in den Naturkühlschrank, morgen gibts dann die erste Testung.
[1] Umar A et al. Thromb Res. 2005;115(1-2):31-7.
[2] Umar A et al. Thromb Res. 2003 May 1;110(2-3):135-40.
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