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[Jagd] Der Jagdthread

MännerInnen,

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Es ist vollbracht. Seit heute morgen 10 Uhr bin ich am Machen. Naggich und grob zerlegt waren sie schon. Jetzt ging´s um die sinnvolle Weiterverarbeitung.

Hackfleisch, Gulasch (Director´s cut), HuFu, 15 Kilo Schinken einsalzen, ein paar Braten zum Einfrieren/Backsish, einen ordentlichen Vorratskessel Graupeneintopf mit anständig was drin, Knochen entsorgen, ein bissi Corned Bock/Sau, Haxen und Nacken schwimmen schicken, noch das Schmalreh verpackt.

Habe fertig. Keinen Bock mehr. Küche sauber. Jetzt ein paar entspannte Sauerkrautsäfte. Das kommt davon, wenn man(n) meint, zwei Schweine auf einmal schießen zu müssen. Nicht machen. Mach ich nie mehr. Beide +/- 40 Kilo
Ah. Und einen Rollbraten gerollt. Und Sauerbraten eingelgt.

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Räspäckt! Da hast Du aber aufgeräumt im Revier!
 
@LGresch Für mich ist es leider auch zu weit! Bin halt nur der König der großen Fresse 😂
Ich weiß auch nicht ob erwinelch und ich im Bezug auf das Bier Freunde werden!
@erwinelch lüg einfach es ist weit genug!!!
 
@LGresch Für mich ist es leider auch zu weit! Bin halt nur der König der großen Fresse 😂
Ich weiß auch nicht ob erwinelch und ich im Bezug auf das Bier Freunde werden!
@erwinelch lüg einfach es ist weit genug!!!
KöPi ist ja gar nicht so schlecht. Allerdings ist der DNA des gemeinen homo saraviensis eine Disposition für eher ausdruckstärkere Biere ... hüstel. *SAUERKRAUTSÄFTE* angelegt.... Aber - wichtig ist - wußte schon der unvergessene Dieter Krebs - schmecken musses...... Und beim Sauerkrautsaft gilt die unumstößliche Regel - viel hilft viel, mehr hilft besser. Isotonisch und vegan. Also voll hipp. Und macht froh. Und ist nahrhaft. Und neben Leitungswasser glaube ich das am strengsten überwachte Lebensmittel.
 
Mein kleiner Hund hat seine erste "Nachsuche" gemacht.

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Schmalreh auf 70 Meter tief in die Kammer. Auto 300 Meter weg. Geschossen, Reh weg. Ausreichend gewartet, im großen Bogen zum Anschuß, 10 Meter weiter durch eine Hecke durch SR. Auf dem großen Bogen zurück ans Auto. Gewehr und so weg, kleinen Hund, Messer und Wildmarke holen.

In der Nähe vom Anschuß wuurde das wilde Schnüffeln plötzlich sehr viel konzentrierter, Nase nach oben, strammer Schritt Richtung SR. Danach war´s dann mit der wilden Entschlossenheit vorbei. So richtig ans tote Reh hat er sich nicht getraut, aber die Neugier war zu groß. Dann allen Mut zusammengenommen und das SR am Ohr gebeutelt.

Wildmarke ans SR, Hund zurück ins Auto, zurück zum SR, Richtung Auto ziehen. Dann war da plötzlich Tumult im Kofferraum. Man hätte meinen können, da wütet eine blutrünstige Bestie. Den ganzen Wald hatter zusammengekläfft.

Nachdem ich mit dem Aufbrechen fertig war, hab ich beide Köties ausm Kofferraum ans Reh gelassen. Das war arg mutig. Der Zwerg hat nämlich Anlauf genommen und ist in Lichtgeschwindigkeit ab. Allerdings nur bis zum Aufbruch. Da hab ich ihn dann ein bissi gelassen und ihn mir dann unter den Arm geklemmt. Übelstes Gezeter und militanter Protest...

Vllt. hat er jetzt endlich verstanden worum es bei der Sache geht....
Ich werde berichten, geiles Wetter, gleich auf zum Ansitz.
 
Vor 12 Tagen hatte ich den Abend mal frei und habe auf Damwild angesessen. Und was soll man sagen, es hat auf Anhieb geklappt. Ein lustiger 3er Trupp kam aus dem Wald auf die abgeerntete Ackerbohnenfläche. Hab dann das Stück genommen, dass am wenigsten auf hatte, wobei alle 3 Hirsche 3b waren. Alles sehr unspektakulär 120m 6,5x55 und 10m Totflucht.

Beim Zerwirken müsste ich leider feststellen, dass ein Blatt komplett muß ist und auch sonst für die kleine Kugel recht viele Hämatome im Wildbret waren. Dazu war der kleine Hirsch sowas von feist, dass die Ausbeute leider nicht so ausgefallen ist wie erhofft.

Bilder sind leider ohne Bruch und auch sonst nicht so schön, ich bitte um Entschuldigung.

Waidmannsheil

Christoph
 
Es gibt Neuigkeiten von meinem kleinen schwarz/weißen Vogelvorstehund.
Er hat endlich begriffen, daß Tote Rehe geil sind. Und im Ansatz verstanden, was es mit dem Wort "Nachsuche" auf sich hat.

Vorgestern hab ich eine Schmale geschossen. 300 Meter vom Auto weg, 200 Meter vom Platz wo ich aufgebrochen hab.
Päng, Reh tot. Ich hab eine Viertelstunde gewartet, es war inzwischen etwas schwierig mit dem Kucken, nicht wegen Sauerkrautsäften sondern wegen unerwartet einbrechender Dunkelheit. Aber ich hab das Reh gefunden, durchs Unterholz auf den Weg und dann zum Aufbrechen. Aufrbechen, ans Auto, Reh in die Wanne, Hunde aus dem Kofferraum. Der Zwerg ist wie eine Hyäne auf das Reh und hat es tatsächlich am Hals gepackt. Der war nicht mehr zu bremsen.
Gestern war ich wieder in dem Bereich, anderer Sitz. Vorher bin ich mit ihm im großen Bogen zum Anschuß und der Zwerg hat sehr zuverlässig den Weg zum Aufbrechplatz gefunden. Nase staubsaugerartig auf dem Boden, ich hatte Angst daß er mir hyperventilierend umfällt. 30 Meter vor dem Aufbrechplatz biegt er 90 Grad nach links ab und zerrt wie irre ins Gebüsch. Da liegt der Fux. Auch von vorgestern. Alles gut. Ich war sehr stolz auf meinen kleinen Hund.

Hunde wieder ins Auto, ab auf den Sitz. Ein Drückjagdbock im lichten Eichenhochwald mit ordentlich Unterwux. Buchenrauscher glaub ich. War nachher so dunkel.

Ich wollte Reh. Wäre ich Reh, ich wollte da wohnen. Nichts. Absolut nichts. Das Licht war schon ziemlich alle, da seh ich im Gegenhang eine Wärmesig. Und noch eine. Und noch zwei. Im Gebüsch verschwunden. Nur Mutti ist einmal sehr aufgeregt mit energisch erhobenem Pürzel über die Fläche gesprintet. Naja denke ich mir so. Immerhin ein bissi Spektakel. Es war so etwa 8 Uhr, ich sah mich schon mit einem Sauerkrautsaft um 9 auf der Kautsch. Naja. Aber ich denke weiter. Und entschließe mich noch ein bissi zu warten. Das war ein guter Plan. 10 Minuten später sind sie aus dem Gebüsch raus. Mutti war deutlich zu erkennen, und die Kleinens halt drumrum. Mal 3 mal 5 mal 4 zu sehen.
Ich sitze auf einem Drückjagdbock. Entfernung ungefähr 80 Meter. Auflage - nicht vorhanden. Wie gut, daß ich vorher genau darüber nachgedacht hatte. Linken Ellbogen auf die Querstrebe (die, damit man nicht runterfällt) rechter Ellbogen halt rechts auf dem Holm aufsetzen. Thermic ist an, ich hab die Vergrößerung auf 4,5 - 5 hochgedreht, alles noch gut zu erkennen. Ein Ferkelchen steht frei und fällt dann plötzlich tot um. Ein bissi Aufregung und alle waren weg.

Ok, repetieren, drauf bleiben, nix passiert mehr. In Ruhe zusammenpacken, runterklettern und in Richtung Ferkelchen.
Gar nicht so einfach sag ich euch. Überall Stolperfallen, ein fies tiefes Bachbett, allerdings war ein paar Meter weiter gut Durchkommen. Also in Richtung Schwein. So ganz grob. Und das ist nachts ja auch so dunkel. Ich hab mir im Schießthermik dreimal das Schießvideo angesehen bis ich zwei markante Bäume erkannt hab. Echt nicht einfach. Ich sags euch. Da war es dann das Wutzjen.

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Vor dem Aufbrechen etwas schwerer alzwie Frau Braun, wenn ich sie in den Kofferraum hebe. Also 35-40 Kilo.
Eine halsbrecherische Aktion, durch das Tal durch, auf einen Rückeweg, der tatsächlich befahrbar ist. Allerdings doch noch 50 Meter den Berg hoch, weil da liegt ein Baum. Weiterfahren ging nicht. Wutz und Gepäck abgelegt, Waffe mitgenommen ans Auto, waren noch so 2-300 Meter, im Dschungel wenden, zur Wutz, aufbrechen, verladen, Hunde bändigen. Die laß ich nämlich nicht an die Sau. Wieder im Dschungel wenden und ab in die Kühlung. Es war halb 11. Da war ich aus der Dusche, es gab einen schnellen Sauerkrautsaft im Stehen und dann ins Nest. Heute morgen Anruf vom Bauern - ich hab ne Sau für dich, nicht so groß, 50 Kilo, beweg dich, ich muß um 11 weg. 50 Kilo vielleicht, nachdem ich den Kopf und die Füße abgeschnitten hatte.

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Und die kleine ist gewissermaßen Beifang, 15 Kilo, die machen wir am Spieß. Ein gemütlicher Abend. Und danach gehen wir dann auf den Ansitz... ;-) wer´s glaubt..... Jetzt kann ich mir überlegen, was ich mit dem Monster mache....

der kleine schwarz-weiße Vogel-Vorstehhund....


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Die unschönen Dinge die auch mit zur Jagd gehören.

Jedes Jahr der selbe Müll, dieses Mal war der Zaun unter Strom und die Litze auch gespannt. Hat den Hirsch aber leider nicht interessiert. Ich möchte nicht wissen wie elendig der Todeskampf war.

Das Abschärfen war auch nicht wirklich lecker, da der Hirsch nicht erst einen Tag dort lag. >:(
 

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Heute hätte ich meinen schwarz-weißen-englischen-Vogelvorstehhund verschenken können. Oder so. Derblöde Kerl verwüstet ja seit neustem den Kofferraum wenn er warten muß. Der Anfall kann nach 5 Minuten genauso kommen wie nach 2 Stunden. Fazit - ich muß die Karre am Leasingende übernehmen. Scheißvieh. Ich hab jetzt einen Kofferraumkäfig bestellt, wollte das Ding zusammenbauen, Herr Wang, vielmehr die fleißigen kleinen Hände im Kindererziehungslager 17 im Land der aufgehenden Sonne haben die Schrauben vergessen. Kein Käfig. Also heute. Die erste Treibjagd naht und ich habe randaliert. Gegen die Suppe mittags. Ein eiterfarbener Schleim ohne jeden Geschmack. Keine Ahnung wie man sowas macht. Keiner hat sich getraut was zu sagen, weil man die Frau des Kameraden nocht brüskieren wollte, aber ich habe hinter den Kulissen Strippen gezogen und mich heldenhaft angeboten, die junge Mutter von dieser lästigen Aufgabe zu entbinden. Diese "Suppe" hat erst dann ein wahrnehmbares Aroma entfaltet, wenn man sie im Verhältnis 1:1 mit Maggi gestreckt hat. Über die Farbe wollen wir dann nicht reden. Mit den Treibern sind wir im ersten Durchgang ungefähr 50. Also ein Projekt, brauchste wenigstens 7-8 Kilo Fleisch damit das was wird. Also ein waldübliches Reh. Ohne den Rücken. Und nu zurück zum Hundezwerg. Den mußte ich ja dann mitnehmen. Es gibt nur einen Sitz wo das geht. Das Bushäusjen. Ein Verschlag ungefähr so groß wie eine Bushaltestellenhäusjen. Reichlich Platz mit fast ebenem Zugang.
Also mit dem Terroristen da hin gestiefelt, Spinnweben weggekehrt, eingerichtet und darauf gehofft, daß der Kerl nach einer Viertelstunde Ruhe gibt. Scheiße Herzjen. Nichts dergleichen. Es war ein Eiertanz sondergleichen für Ruhe zu sorgen. Es hat vor dem Ansitz halt die Zeit für anderhalb Stunden Spaziergang mit ausgiebiger Vogeljad gefehlt.
Ziemlich genervt wollte ich schon heimfahren, dann hat er irgendwann endlich Ruhe gegeben. Und nicht mehr jede einzelne Spinnwebe gejagt.

Ich hatte mich ja nach all dem Trubel davon verabschiedet Wild zu sehen. Von Rehen nichts zu sehen. Aber - vor mir eine 90 Meter lange und 5 Meter breite Schneise im wilden Stangenholz. Mit reichlich Eicheln. Irgendwann raschelt es im Gebüsch. Merklich. Thermik. Mutti mit Winzlingen. Absolut winzig. Ich konzentriere mich auf den Hund und daß der cool bleibt. Schläft zum Glück. Handwärmekuck weglegen, zum Spaß durch den Schießwärmekuck kucken. Da waren es dann schon deutlich mehr. Nicht nur die Zwerge sondern offensichtlich deren Vorgänger aus dem Frühjahr. Und ein paar noch eine Nummer größer, also geschätzte 30-35 Kilo. Die waren mir dann aber zu heikel, wer weiß wo die Zwerge hingehören.
Ich hab mich dann auf die konzentriert, die zwischen Zerge und 35 Kilo lagen. 5 Stück waren das. Insgesamt schätze ich mal waren das 20-25. Und es wären wahrscheinlich noch mehr geworden.

Also: Ziel erkannt und angesprochen, Vorder - und Hintergelände fei, natürlicher Kugelfang gegeben. Päng. Wutz fällt um, Hund wird wach und kuckt verschlafen, ein mega Durcheinander und alle waren weg. Bis auf eine.

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Sehr interessant, der Ausschuß sieht genauso aus. Und es waren 60-70 Meter. Und das Wutzjen hat knappe 20 Kilo. Schätze ich mal. Eher ein bissi unter 20. Das reicht für die Suppe. Mahlzeit.
 
Damit es hier nicht so langweilig wird....

Die Sauen sind im Wald fleißig unterwegs, in 14 Tagen ist die erste Jagd, deswegen - Wald zu.
Aber - es gibt ja nicht nur 600 ha Wald, nein, das sind auch noch 300 Wiese/Felder.

Ich sitze am Rand einer kleinen Waldinsel im Feld. Leicht bergab, 600 Meter vor mir die näxte Waldkante, Nachbar. Die Grenze ist iwo so ungefähr in der Mitte. Normalerweise kommen die Rehe immer aus der Kiefernschonung rechts, aber heute halt nicht. Recht früh kommt aus dem Nachbarswald Ricki mit dem Kleinen und zieht unendlich langsam in meine Richtung. Meine Überlegung, die ziehen in den Windschatten der Kiefern. So war es dann auch. Das Licht wurde immer weniger, aber noch gut zu machen. Kitz liegt. So auf ungefähr 90 Meter. Wunderbar kurz hinters Blatt, noch 5 Schritte dann war´s dunkel. Repetiert und schauen was macht Ricky. Die war noch ein gutes Stück weiter weg, kam aber irgendwann in Richtung Kitz. Immer spitz zu mir. Nein, keine Zirkulationen. Sie war auf ein paar Schritte am Kitz dran, macht Anstalten sich breit zu stellen, aber dann ging es zu schnell, die Skepsis hat gesiegt und sie war weg. Dann halt nicht.

Weil ich ja ein Held im Sachen Verschlampen und Vergessen bin, hab mich mir ja eine neue Routine nach dem Schuß angewöhnt. Alles zusammenpacken. Standardmäßig 8 Dinge.

Fernglas
Schießauflage
Thermic
Schießthermik
Schalldämpfer
Patronenetui
Sitzkissen
Händi

Pos. 1-7 wandern in den Rucksack, Kissen fliegt aus dem Fenster vom Hochsitz.
Wenn diese Routine abgearbeitet ist, Sitz kontrollieren, liegt noch was rum?
Dann Gepäck und je nach dem - Waffe - ans Auto.
Dann zur Beute. Das dauert dann mit dem Warten nach dem Schuß schon mal eine halbe Stunde und dann is aber auch dunkel. Macht es nicht einfacher, ist aber so.

Ihr glaubt es nicht, finde mal in der Dämmerung auf dem Stoppelacker ein Kitz. Thermic hin oder her. Zum Glük wußte ich einigermaßen genau wo es liegt und noch viel mehr zum Glück in einer Treckerspur. In der Flucht der Spur ging das dann auch mit dem Thermik.

Nachdem ich wußte, wo es liegt hab ich den kleinen Hund aus dem Auto geholt und hab ihn gegen den Wind 40-50 Meter vor das Kitz gestellt. Es hat einen kleinen Moment gedauert bis er begriffen hatte, worum es geht. Ganz lange Schleppe an den Hund, weil - großes Setterehrenwort hin oder her - in der Dämmerung trau ich dem Kerl soweit, wie ich einen Elch werfen kann. Also - er hat Wind von der Sache bekommen, hat sich ein bissi orientiert und dann an das Kitz "rangearbeitet". Dann ein Satz und drauf war er. Guter kleiner großer Hund.

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