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Kalbshaxe aus dem DO

9auge

Militanter Veganer
Als ich letzte Woche beruflich in Regensburg zu tun hatte, besuchte ich auf dem Rückweg die METRO, wo mir eine Kalbshaxe in den Einkaufswagen fiel. Ich dachte gleich an eine Zubereitung im DO und fand ein Rezept, das leicht modifiziert am Sonntag zum Einsatz kommen sollte. Hier zunächst die Bilder:

Zuerst einmal alles richtig hinstellen

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Dann werden die Fleischscheiben mit großer Hitze angebraten

2139_Anbraten_1.jpg


Fleisch raus - Gemüse rein

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Nach dem Anrösten Fleisch und die restlichen Zutaten rein

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Nach 2 Stunden

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Leider waren die Fotos besser als das Ergebnis. Die Soße war prima, aber das Fleisch blieb auch nach 3 Stunden, obwohl es vom Knochen fiel, etwas fest und faserig. Da ich keinen Fehler bei mir finde, wird es wohl am Fleisch gelegen haben. Ist halt doch METRO-Ware, das heißt: irgendein Kalb wird irgendwo und irgendwie gemästet, irgendwo und irgendwie geschlachtet, verpackt und versendet. Nächstes mal gehe ich wieder zu meinem Hofmetzger: Die schlachten alle 2 oder 3 Wochen einen Ochsen oder Bullen (mal so mal so), den sie selbst aufgezogen haben. Da kann es einem dann passieren, dass man das nicht kriegt, was man sich ausgedacht hatte, weil das Fleisch noch nicht fertig abgehangen ist oder das betreffende Stück bereits verkauft worden ist. Dann muss man eben umdisponieren und ein anderes Stück nehmen. Wenn Überangebot besteht oder das Winterfutter knapp wird, schlachten die auch schon mal ein Kalb, aber sicher sein kann man nie. Andererseits ist das Fleisch von sensationeller Qualität. Fazit: Man sollte sich eigentlich nicht im Laden verführen lassen.

Zutaten:

1 Kalbshaxe, vorgesägt, in Scheiben (ca. 1,3 kg)
100 g Butterschmalz
1 Möhre
1 Zwiebel
1 Stück Sellerie
1 Petersilienwurzel
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
Zitronensaft
1 Dose Tomaten 425 ml
250 ml Geflügelbrühe
1/2 Fl. dunkles Bier
1 Port. Kalbsfond
Petersilie
1 Kräutersträusschen frisch (Thymian, Rosmarin, Salbei, Lorbeer)
Pfeffer, Salz

Zubereitung:

25 Kohlebrikett im AZK weißglühend vorbereiten.
Zum Anbraten 20 Kohlen unter den DO, die Halfte des Butterschmalz hinein, heiß werden lassen.
Fleischscheiben salzen und Pfeffern, nach und nach anbraten (nicht alle auf einmal, sonst wird das Fett kalt).

Fleisch raus, das sehr klein geschnittene Wurzelgemüse mit dem Rest vom Fett anbraten.
Nach kräftigem Anrösten das Fleisch wieder rein, alle übrigen Zutaten (Brühe, Bier, Zitronensaft, Tomaten und Kalbsfond) und die Kräuter dazu.

Deckel drauf. Jetzt Kohle umschichten: 17 oben, 8 unten. 3 Stunden schmoren. Immer wieder kontrollieren, umschichten abschmecken.

Nach der Garzeit das Fleisch raus in eine vorgewärmte Schüssel, mit feingehackter Petersilie bestreuen. Die Soße durch ein Spitzsieb geben, leicht ausdrücken (nicht zu fest, damit kein Gemüse in die Soße gelangt). Abschmecken, evtl. reduzieren, mit gehackter Petersilie servieren.

Beilagen: Kartoffelpüree, gemischter Salat; dazu dunkles Bier.

Guten Appetit!
 
Oberlecker!
Rinderbeinscheiben gibts grade bei Marktkauf.
Das werd ich am Samstag mal nachkochen. Danke fürs Rezept. :prost:
:patsch: Mist Samstag geht ja nicht. :(
 
Osso Bucco.

Eins meiner (vielen) Lieblingsessen
:prost:
 
9auge Du schreibst "1. Port. Kalbsfond" wieviel ist das? Und ist das selbstgemachter Fond oder ein Würfel?

Grillschlurch
 
Sehr lecker das.
:prost:
 
Du schreibst "1. Port. Kalbsfond" wieviel ist das? Und ist das selbstgemachter Fond oder ein Würfel?

Grillschlurch[/quote]

Wir machen Fond selbst. Das geht in etwa so:

Knochen (gekaufte oder beim Zerlegen übriggebliebene), mit Abschnitten (Sehnen, Häute) und weniger wertvolles Fleisch in der Bratenröhre des Herdes auf dem Backblech ohne Fett anrösten. Mit Wasser ablöschen, wieder trocken rösten, wieder ablöschen. 2-3 mal das Ganze. Dann kommt grob geschnittenes Wurzelgemüse dazu. Mitrösten - ablöschen. Wiederholen. Es darf ruhig dunkel werden, sollte aber nicht verbrennen, weil das Ganze dann bitter wird. Das dauert so 3-4 Stunden . Dann das ganze in einen großen Topf. Darauf achten, dass vom Backblech alle Röststofe abgekratzt werden. Mit Wasser aufgießen und nochmal 2 Stunden kochen. Dann alles durch einen groben Durchschlag (Behälter mit Löchern im Boden, heißt sicher überall anders). Dann durch ein Spitzsieb, damit alle kleinen Bestandtteile zurück bleiben.. Die sehr konzentrierte Brühe weiter konzentrieren (einkochen), bis so 200 bis 300 ml übrig bleiben. Achtung: Dabei stehen bleiben. Wenn man jetzt alles verbrennt, sind 6 Stunden Arbeit und 10 KW/H im Eimer! Der dann übrig bleibende Fond steht, wenn er erkaltet ist, wie Gelee und hat ein wunderbares Aroma. Jetzt füllen wir ihn in TK-Boxen von ca 1 EL Inhalt. Die kann man dann zu jeder Soße einfach dazugeben. Der so gewonnene Fond ist unerreichbar. Dagegen ist Lacroix ein schwacher Versuch. Auf diese Weise kann man von Kalb, Rind, Lamm und - vor allem - vom Reh Fond kriegen (wir kaufen beim Jäger immer ein ganzes Reh - da bleibt viel übrig, was man so verwenden kann.

9auge
 
ah jetzt versteh ich, es entspricht so zirka eine Esslöffel eingekochenten festen Fond (Konzentrat). Ich koche ja auch ständig meinen Wildfond selbst, allerdings lass ich ihn noch flüssig und füll ihn in 200 ml Gläser.
Rinderfond hab ich noch nie selbst gemacht.( ist doch etwas größer als ein Reh oder eine Wildsau :prost: )

Werd ich nachmachen
Vielen Dank Grillschlurch
 
Wichtig ist noch, daß man vor dem Kochen mit kaltem Wasser aufgiesst. So werden wesentlich mehr Geschmackstoffe gelöst, als mit heissem Wasser. :)
 
boah ....

Geschmack pur .

im Do leider noch nicht probiert.
Aber kann s mir Direkt vorstellen . - wie Geschafen dafür !

butch
 
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