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Kalbsragout mit Okraschoten

Okraschote

Sterneköchin
5+ Jahre im GSV
Liebe GSV-ler,

eigentlich sollte dieser Beitrag unter Dutch Oven stehen, aber dann kam uns - wie so oft - der Regen dazwischen. Regen lässt die Kohlen ausgehen, und darum verziehe ich mich heute wieder mal in meine kleine aber feine Indoor-Küche.

Heute habe ich mal wieder ein arabisches Kochbuch herausgekramt. Wir hatten uns für ein tunesisches Gericht entschieden und entsprechend eingekauft. Es sollte Kalbsragout mit Okraschoten geben. Okraschoten sind Gemüse, die schon vor 4000 Jahren in Ägypten verspeist wurden. Der Geschmack erinnert ein wenig an grüne Bohnen. Sie sind eins meiner Lieblingsgemüse.

Wenn wir nach Tunesien gehen, kommen wir um die Gewürzpaste "Harissa" kaum drumherum. Eigentlich wollte ich die heute selbst herstellen, aber dann kamen das Einlegen von Jalapenos, Kuchen backen, Geocachen und ein Besuch bei meinen heißgeliebten Schwiegereltern dazwischen, so dass ich auf eine fertige Paste zurückgegriffen haben. Der Rest der Zutaten ist relativ schlicht, an Gewürzen kommen noch Paprikapulver, Korianderpulver, zwei von meinen selbstgezogenen Chilis und Salz dazu, außerdem Tomatenmark, Zwiebeln und eben Kalbsfleisch und Okraschoten.
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An Fleisch hatte ich ein Stück aus der Unterschale vom Kalb. Die Fettschicht und die Sehnen hab ich weggeschnitten.
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Und das Fleisch anschließend gewürfelt.
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Anders als in unserem Rezeptbuch vorgeschlagen habe ich das Fleisch portionsweise in Olivenöl scharf angebraten. Ich mag es nicht, wenn es im eigenen Saft vor sich hinköchelt und keine Röstaromen bildet.
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Kurz herausnehmen und die in Würfel geschnittenen Zwiebeln anbraten.
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Okraschoten sondern, wenn sie gekocht werden, einen Schleim ab (den man unter anderem zum Binden der Soße nutzen kann, wenn man das mag). Will man das verhindern, dürfen die Schoten nicht verletzt werden. Aus dem Grund habe ich sie nur am Stielansatz leicht angespitzt und kurz abgewaschen.
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Wenn die Zwiebeln etwas angeröstet sind, gibt man das Fleisch zurück in den Topf. 2 EL Tomatenmark und 1/2 TL Harissa (gern auch mehr, wenn man es schärfer mag) werden mit etwas Wasser glattgerührt und in den Topf gegossen. Dann würzt man das Gericht mit Salz nach Geschmack sowie 2 TL Korianderpulver und 2 TL edelsüßem Paprikapulver. Anschließend mit etwas mehr Wasser aufgießen (insgesamt ca. 1/2 Liter). Nach 15 Minuten Kochzeit habe ich die Okraschoten dazugegeben.
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Nun sollte man nicht mehr rühren, damit die Schoten nicht verletzt werden. Den Topf nur leicht hin und her rütteln. Gegen Ende der insgesamt etwa einstündigen Kochzeit (ich lasse die Okraschoten immer sehr weich werden, dann schmecken sie mir besser) habe ich den Deckel geöffnet und die Soße noch etwas einreduzieren lassen. Serviert wurde der Eintopf in tiefen Tellern, für mich ohne Kohlenhydratbeilage, Markus hat ganz unkonventionell ein Brötchen dazu gegessen, am besten passt natürlich ein schönes Stück Fladenbrot.
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Schaut super aus,werd ich auf jeden fall nachbauen! :thumb1:

Vielen Dank,gruß Jens. :prost:

(Jetzt überlege ich,was ich mal grillen kann um meinem Nick gerecht zu werden):rotfll:
 
Ja, der blöde Regen macht einem schon mal einen dicken Strich durch die Rechnung. Bei uns hat es auch den ganzen Tag geregnet :motz:

Schaut sehr lecker aus . :happa:

Arabische Eintöpfe habe ich in unserem Ägyptenurlaub auch kennen und lieben gelernt. Und Okraschote(n) mag ich auch ganz gerne ;)

Grüßle
Beate
 
Ui - da hat unsere Kerstin wieder einmal etwas feines gezaubert.
Da wäre ich sehr gerne Gast gewesen.

hatte mal Harissa selbst gemacht, ich denke du verrätst uns deine Variante auch irgendwann...

:prost:
 
Spitze :thumb2: Irgendwann muss ich unbedingt was mit Okraschoten machen. Am Freitag habe ich sogar frische in der METRO gesehen (aber nicht gekauft).

:prost:
 
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