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Kesselfleisch und Presssack

Alex W.

Räucherkini
5+ Jahre im GSV
Hallo Zusammen,

Gestern war es mal wieder so weit, wir haben Kesselfleisch gemacht. Eigentlich war alles (so wie immer) vorbestellt bei meinem Metzger, doch leider gab es dieses Mal beim Schlachthof Lieferschwierigkeiten. Daher mussten wir auf einige Dinge verzichten, zum Beispiel das gute Kronfleisch :( Vom Metzger habe ich dann noch zwei halbe Köpfe und ein ganzes Wammerl bekommen, ein paar Zungen und Herzen (sind bei uns am beliebtesten) haben wir zum Glück kurzerhand noch im Großhandel aufgetrieben. So stand dem Vergnügen nichts mehr im Wege, und es blieb auch noch einiges für den weißen Presssack über. Es war ein schöner Tag, nebenbei haben wir uns mit reichlich Glühwein warm gehalten :D

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Ich fädele immer alles auf Schnüre auf, so kann man die einzelnen Zutaten bequem aus dem Kessel herausholen und muss sie nicht mit dem Wurstheber in der Brühe suchen
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Guad schauts aus :-)
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Von der Presssackherstellung habe ich leider keine Fotos machen können, da ich dauernd fettige Finger hatte. Ich mag es sehr gern, wenn man auch Stücke von Herz und Zunge als Einlage für den Presssack verwendet. Alles was als Einlage dient wird in "Gulaschgröße" geschnitten, gekochte Schwarten und frische Zwiebel werden durch die 3mm-Scheibe gewolft. Dazu gibt man heiße Brühe, die möglichst fettarm sein sollte (vorher abschöpfen). Dann wird alles gut vermengt und abgeschmeckt "bis es passt", ein genaues Rezept mit Grammangaben gibt es dabei nicht. An Gewürzen verwenden wir:

Kochsalz
Essigessenz
Pfeffer schwarz, gemahlen
Majoran
Piment


Wenn man nicht genug Schwarten hat, kann man Speisegelatine zugeben (mache ich gerne, auch wenn es viele strikt ablehnen :D) um die gewünschte Schnittfestigkeit zu erreichen.

Wichtig bei dieser Herstellungsweise ist, dass die Masse sehr kräftig (über!)würzt sein muss, da die Geschmacksintensität später stark nachlässt (die Fleischeinlage muss die Gewürze erst aufnehmen). Heute hab ich gleich einen angeschnitten, und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden :)

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Gruß,

Alex
 

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Prima Aktion. Das mit dem Anbinden ist ne gute Idee.
 
Großartig! Ich krieg das leider nie hin von der Aspikmenge her, entweder zu wenig Bindung oder es wird's ein Flummi, der wieder zurückspringt wenn er auf den Boden fällt. Da braucht's wohl noch Übung. :)
 
Sehr lecker... Muss ich auch mal wieder machen...
Guter Tipp mit dem Faden.
 
@LGresch Ja, das ist wirklich saugut, im wahrsten Sinne des Wortes. Vielen Leuten graust es schon vor dem Geruch von gekochtem Schweinefleisch, für mich gibt es nichts Besseres. Dazu Salz, Pfeffer, frisches Brot und Zwiebeln (mehr gibts bei uns nicht dazu) :-) bei einer richtigen Hausschlachtung würden meine Freunde allerdings nicht glücklich werden, ein Schwein hat ja leider nur eine Zunge und ein Herz. :-D

@Quasidodo Ich muss sagen, dass ich den "Flummi" bevorzuge, d.h. der ist schon ziemlich schnittfest. Lieber so als dass man ihn aus der Hülle "herauslöffeln" muss :D
 
:thumb2:

Die Zutaten schlummern derzeit noch im Froster,
vor Weihnachten wirds bei mir nix mehr,
aber das Neue Jahr ist ja nedd weit und lang genug. :)
Da steht Presssack auch wieder mal an.

grüssle
 
wenn ich mal was scharf anbraten möchte oder es muss längere zeit kochen und das wetter läßt es zu (ich habe keine "sommerküche") mach ich das auch draußen auf der tragbaren induktionsplatte . . .
 
Also wir kochen die immer so wie sie vom Schlachthof kommen. Ich schneide aber danach noch verhältnismäßig viel weg, manche essen ja echt alles mit.
 
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