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Klonfleisch - ja, oder nein?

Buffalo

Vegetarier
15+ Jahre im GSV
Hallo,

heute war "Klonefleisch" das Hauptthema in den Medien:

Gibt es bald Milch und Fleisch von Klontieren beim Metzger um die Ecke? Die Bundesregierung will den Verkauf einem Zeitungsbericht zufolge künftig erlauben - sofern die Nahrung nicht von Klontieren selbst stammt, sondern von deren direkten Nachkommen... http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,631682,00.html

Würde gerne wissen, was ihr davon haltet. Wer würde sich ein geklonetes Fleisch kaufen?
 
von mir aus knnen sie klonfleisch gerne verkaufen. ich bin aber dafür, dass es deutlich gekennzeichnet wird. dann kann jeder selbst entscheiden, ob er es kaufen will oder nicht. ich würds jedenfalls lassen.
 
Sollen halt die Leute wie bei BSE, Vogelgrippe oder Schweinepest wieder Panik schieben

Mehr Fleisch für mich, auch Recht
 
Ich sehe kein Problem beim Verzehr von Klonfleisch.

Mir erschließt sich nur nicht ganz der Sinn davon Tiere für die Massentierhaltung zu klonen.
Wenn am Ende alle Tiere aus der gleichen "Familie" stammen dauert es bestimmt nicht lange, bis sich ein Virus oder Bakterium findet, das sich auf diese Blutlinie spezialisiert. :roll:
 
Doc_Cleaner schrieb:
Mir erschließt sich nur nicht ganz der Sinn davon Tiere für die Massentierhaltung zu klonen.
Wenn am Ende alle Tiere aus der gleichen "Familie" stammen dauert es bestimmt nicht lange, bis sich ein Virus oder Bakterium findet, das sich auf diese Blutlinie spezialisiert. :roll:
der sinn dürfte darin liegen, dass nur die besten tiere geklont werden...
 
DonGeilo schrieb:
der sinn dürfte darin liegen, dass nur die besten tiere geklont werden...
Klar, ich finde es trotzdem quatsch. Züchten schränkt die genetische Vielfalt ja schon genug ein.
Wenn nun aber die deckenden Tiere größtenteils identisch sind wird der Genpool ja noch kleiner.
 
Ich würde mir sowas niemals kaufen.
Wieso werden nicht hier bei uns erst mal unter artgerechten Bedingungen gute Rassen gezüchtet, und wir hören auf, unser Fleisch für horrendes Geld aus aller Welt einzuschiffen, weil es von dort besser schmeckt :-? Die subventionierte Flächenstilllegung wurde gerade von der EU abgeschafft, es könnte losgehen.
Wo bleibt nun das Konjunkturpaket "bestes deutsches Angus"?

Auf Klonfleisch kann ich genauso verzichten wie auf Genmais. ;-)
 
Doc_Cleaner schrieb:
DonGeilo schrieb:
der sinn dürfte darin liegen, dass nur die besten tiere geklont werden...
Klar, ich finde es trotzdem quatsch. Züchten schränkt die genetische Vielfalt ja schon genug ein.
Wenn nun aber die deckenden Tiere größtenteils identisch sind wird der Genpool ja noch kleiner.

mag sein. aber dafür hat man dann eine armee aus superschweinen oder was aus immer, die besonders viel fleisch bringen. und viel fleisch bringt viel geld. alles andere ist doch egal...
 
Gestrige Stellungnahme von Foodwatch: Es gibt keinerlei gesundheitliche Risiken, lediglich ethische Bedenken.

Also ich hätte damit kein Problem.

Nicht verwechseln mit Genmanipulation ;)
 
rheingriller schrieb:
Wieso werden nicht hier bei uns erst mal unter artgerechten Bedingungen gute Rassen gezüchtet, und wir hören auf, unser Fleisch für horrendes Geld aus aller Welt einzuschiffen, weil es von dort besser schmeckt :-?


Du gibst Dir die Antwort doch schon selbst :-?

Weil es eben anderswo teilweise besser schmeckt!

Und so horrend ist der Preisunterschied nicht. Geh mal zu nem "Bio"-Bauern
 
Mrhog schrieb:
Du gibst Dir die Antwort doch schon selbst :-?

Weil es eben anderswo teilweise besser schmeckt!

Ich geb mir keine Antwort, ich stell ne Frage - woran liegt es denn, wenn es von dort besser schmeckt?
Weil wir in Deutschland flächendeckend überhaupt keine guten Fleischrassen zB. beim Rind haben (wegen unserer Tradition in der Milchwirtschaft....), und wenn, dann nur lokal auf kleinen Höfen, die nicht jeder in der Nähe hat. Das ist noch zu wenig, um überhaupt deutschlandweit auf den Markt zu kommen. Dem gegenüber stehen hektarweise ungenutztes Land, zB. im Osten, wo genauso gut Vieh grasen könnte.
Und deshalb rennen wir für argentinisches Angus, Rind aus Brasilien oder American Beef zur Metro, andere bekommen es gar nicht erst zu kaufen. Fahr im Vergleich mal nach Frankreich und schau dort in einen einfachen Supermarkt.
Das ist für mich auf Dauer gesehen ein Irrsinn in der Energiebilanz und Kostenstruktur, den man beheben könnte. Aber lieber schiebt man Klonfleisch in die Nachrichten, wir nähern uns dem Sommerloch.... :puke: :evil:
 
Ich dachte, das Fleisch sollte geklont werden um unter anderm gleichbleibende Qualität zu erreichen ? Wenn z.B. alle Schweine genetisch gleich sind schmecken die auch alle gleich oder haben alle den selben Fettanteil oder oder oder.... ?

Mit dem Preis wirds wohl auch was zu tun haben, da man Klontiere sich patentieren lassen kann und jeder der sie haben will muss lizenzgebühr bezahlen.


Ich verstehe sowieso schon seit langem den Fleischmarkt nicht mehr. In letzter Zeit kaufe ich öfters mal gemischtes Hackfleisch für unseren Hund da es BILLIGER ist als die gleiche Menge Hundefutter.... (ich brate es vorher natürlich an).

Das sollte uns allen zu denken geben.... :o
 
Ich wünsche mir einfach nur Fleisch, das schmeckt. Und das habe ich
bisher meistens bei meiner Lieblingsbäuerin erhalten oder bei Schaper.

Wie soll's denn sonst schmecken? Ich kann doch nicht täglich bei
Otto-Gourmet bestellen.

EU-Norm für das Standardmaß eines geklonten Rinderfilets, darauf warte
ich... 15 Jahre lang, dann bin ich 67 Jahre alt. Vielleicht schmeckt's ja...


:prost:

Uwe
 
Beim Thema Klonen fällt mir zuerst ein, das es der Industrie bestimmt gelingen wird, irgendwie ein standardisiertes Verfahren patentfähig zu machen um dann richtig abzukassieren.
Irgendwann hat dann jeder Erzeuger ein Tier im Stall, ob nun gewollt oder nicht, für das er Lizenzgebühren zahlen muß. Ein abschreckendes Beispiel ist hier das Getreide. Eine Vielfalt an Sorten existiert hier dochauch nur noch in wenigen Instituten die das Genmaterial sammeln.

Mein Fazit also : Vielfalt statt Einfalt
 
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