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Kochen mit Schweineschmalz? Bin ich zu empfindlich?

G

Gast-SSWCst

Guest
Hallo zusammen,
hin und wieder habe ich gelesen, dass man Wiener Schnitzel/Schnitzel Wiener Art idealerweise in Schweineschmalz ausbacken soll. Also hatte ich mal 500g Schweineschmalz im Supermarkt in Deutschland gekauft. Eigentlich gibt es da immer nur eine Variante in so einer weißen Verpackung in 250g Blöcken. Dann alles in der Pfanne erhitzt, dran gerochen und mir gedacht, nee, da legst du das Fleisch lieber nicht rein.
Jetzt habe ich wieder im Radio gehört, dass es für ein gutes Gulasch unerlässlich sei die Zwiebel in Schweineschmalz zu schmoren ... also ich weiß nicht. Bin ich da eventuell etwas empfindlich oder geht es hier einigen wie mir? Ich befürchte halt sowohl das Schnitzel, als auch das Gulsch zu ruinieren.
Oder muss man einfach durch den Geruch durch und das Kochergebnis schmeckt dann nicht wie es riecht? Freue mich über eure Erfahrungsberichte.
 
Beim Schnitzel wäre mir Schweineschmalz auch zu "schweinig", da wäre ich eher beim Butterschmalz ( kann man sich aber bald nicht mehr leisten). Und wenn dir das Schweineschmalz nicht schmeckt, lass es sein.
 
Wobei es beim Schweineschmalz schon erhebliche Unterschiede in Geruch und Geschmack gibt. Im Supermarkt würde ich keines kaufen, aber das Schmalz, das wir mit unseren Schweinevierteln bekommen ist äußerst hochwertig und relativ geruchsarm.

Das gesagt ... für Wienerschnitzel nehm ich es trotzdem nicht... :D
 
Wiener Schnitzel/Schnitzel Wiener Art idealerweise in Schweineschmalz
Wiener Schnitzel ist aus Kalbfleisch - dies in Schweinefett auszubacken (Sautieren) macht imho keinen sinn.
Entweder Butter oder Butterschmalz oder Kalbsfett (Butter und Kalb haben wenigstens etwas mit dem Gericht etwas zu tun)

Raffinierte öle find ich eh, sind keine Lebensmittel aber das sehen die meisten anders.

ich nehm Olivenöl/Butter aber 1. nenne ich es nicht Wiener .... 2. bin ich süditaliener und mag olivenöl zu Brot (Pannade)
Bei panierten Geflügel nehm ich gern Gänsefett/Butter
 
Schweineschmalz ist die Geheimzutat unserer kroatischen Köchin. Peka schmeckt nicht wirklich ohne. ;)
 
Für Schnitzel nimmt man in Ö Butterschmalz her. Egal ob Kalb oder Schweineschnitzel.

Und: das heiße, verwendete Butterschmalz regelmäßig sieben, damit verbrannte Semmelbrösel nicht am Schnitzerl picken 😀
 
Das Schweineschmalz aus dem Supermarkt-Bloecken ist harmlos. Meinen ersten richtigen Kontakt mit Schweinearoma hatte ich, als ich angefangen habe, roemische Pasta (zB Carbonara) mit Guanciale zuzubereiten. Guanciale ist ein Backenspeck, und der scheint ein besonders starkes Schweinearoma zu haben. Ich hab das durchgezogen und beim zweiten Mal fand ich es schon richtig lecker.
 
Ich weiß, was du meinst. Geht mir nicht nur bei Schweineschmalz sondern auch bei Gänseschmalz so.

Den Geruch von erhitztem Schweineschmalz für Schnitzel oder Reibekuchen finde ich eher unsympathisch, aber das Ergebnis saulecker.

Gänseschmalz (selbst gemacht), für einen Rotkohl Ansatz erhitzt, stinkt mir auch, aber das Ergebnis finde ich Bombe.

Bin also eher für „da muss man durch“.

In meiner Jugend fand ich den Geschmack von Olivenöl sehr penetrant. Heute liebe ich die diversen Ausprägungen.

Bin wohl ein Sensibelchen ;)

:prost:
cripo
 
Hallo,

der Geruch ist wohl Gewöhnungssache,
habe leider keinen Vergleich, da wir unser Schweineschmalz, Wurstfett, etc ....
"Selber machen" oder "Privat" bekommen ...

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Wenn man schon einmal beim Schlachten und zerlegen eines Schweins dabei war*,
gibt es eine Vielzahl von Gerüchen - so können Viele das abflammen / abbrühen des Schweins
nicht sehr gut riechen - da ist aber in meinen Augen, Vieles einfach Gewohnheit.

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Rechts ein gut ausgelassenes Schweineschmalz, das riecht in meiner Nase auch wirklich gut.
Links hatte es ein wenig zu viel Hitze und es wurde nicht schnell genug abgekühlt,
im Geschmack leicht nussig und zwiebelig (ja ich siede immer eine Zwiebel mit).

Rechts ist für Alles gut, vom Schmalzgebäck, über Schnitzel ...
Links nehme ich für Kartoffelpuffer ...

Heiß in die Gläser gefüllt = ein Jahr haltbar.
Und im neuen Jahr wird neu geschlachtet.


GrillGruß

* ca. 10 Jahre lang - von meinem 7 Lebensjahr an - habe ich jährlich an >3 Hausschlachtungen teilgenommen
 
Guanciale ist ein Backenspeck, und der scheint ein besonders starkes Schweinearoma zu haben. Ich hab das durchgezogen und beim zweiten Mal fand ich es schon richtig lecker.
Ja, durch die Reifung an der Luft entwickelt sich ein, ich sage mal,
"arttypisches Aroma".
Ich mag es inzwischen.
Am Geschmacksempfinden meiner Frau muß ich noch arbeiten. ;)
Da ich den selbst herstelle, lässt sich durch die Würzung der Geschmack
auch beeinflussen.
 
ich hab es beim Rindsgulasch ein paar mal probiert, es gibt schon einen Unterschied im Geschmack zu neutralem Öl, aber besonders groß ist der nicht

bei einem Wiener Schnitzel frag ich mich eher wie man es in nur 500 ml Fett herausbacken kann, das kommt mir sehr wenig vor. ich nehm in unserer Schnitzelpfanne 2 Liter.
 
Ich mag Schweineschmalz auch nicht ..... der Geschmack ist mir zu dominant. Sonnenblumenöl genügt mir völlig. Gänseschmalz habe ich noch nicht versucht, es soll auch sehr gut sein....
 
Ich kenne diese 250g Blöcke die Du meinst auch und habe sie auch schon desöfteren für Grünkohl und Gulasch verbraucht. Auf's Brötchen würde ich mir das Zeug nicht schmieren. Aber Stundenlang verkocht geht's durch den Hals.
 
Ich nehme Schweineschmalz zum Beispiel fuer Gulasch, Gruenkohl, Schupfnudeln mit Kraut (solange braten, bis das Kraut karamellisiert. Yummy!). Noch ein paar Sachen, die mir gerade nicht einfallen. Auf's Brot selten Griebenschmalz vom Schwein mit Harzer, eher Gaenseschmalz wenn's das gibt.
 
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