In Schweden finden im September bei den letzten warmen Tagen Krebsfeste statt, sog. kräftskiva. Hierbei sitzt man gemåtlich zusammen und ist frisch gekochte Krebse. Die kauft man entweder frisch, y. B. in der Feskekyrkan in Göteborg oder tiefgefroren. Unsere waren gefroren. Man taut die empfindlichen Krustentiere in drei Tagen im Kåhlschrank von -18 auf Raumtemperatur auf.
Dann werden die in Dillwasser gekocht. Dazu gibt es frisches Weissbrot und Majonnaise. Man serviert auch einen frischen Salat dazu.
Zwischendurch gibt es einen Schnapps. Der wird aus einem sog. nubbe serviert, ein Schnappsglas. Aber Vorsicht, die Grösse kann schon einmal 6 cl gross sein

Man singt traditionelle Snapsvisor, Schnappslieder und hat eine gute Zeit.
Man darf Kräftor nicht mit Räkor verwechseln. Räkor sind das was wir Garnelen oder Granat nennen, nur etwas grösser. Räkor gibt es wie Muscheln am Besten in allen Monaten mit R am Ende.
Kräftskivor gab es ein paar Jahre beim grossen Schweden in Deutschland auch. Wir waren ein paar Mal dabei. Das war ganz lustig.
Die Luxusversion ist dann, wenn man Injökräftor kauft, Binnenseekrebse. Die duerfen nur zu einer bestimmten Woche gefangen werden und kosten so ab 500 SEK (ca. 60 Euro das Kilo) aufwärts. Eine Person sschafft schon mal locker ein Kilo und bei mehrern Personen geht das ganz schön ins Geld.
Die gefrorene Version gibt es so ab 100 SEK das Kilo, ca 12 Euro.