Hallo, Also....
Vorab: Auf der Suche nach einem Gasgrill [-> zum Gelegenheitsgrillen] sollte es ja eigentlich ein kleiner Napoleon oder Broil King werden. Aber weil sich die Gelegenheit ergab und hier ein Händler ein paar Landmann Grillchefs wirklich sehr günstig rausgeworfen hat, hab ich mir gedacht "versuchs einfach mal … wenn er nix ist, ist der Verlust halt tragbar... "
Ziel dieses Themas:
Ganz einfach, was taugt der Grill und wie schlägt er sich im Langzeittest. D. h., werde sporadisch mal immer was posten und es entsprechend dokumentieren. Kann durchaus sein, dass da mal 1/2 Jahr nix passiert.
Meine Erwartung:
Er soll einfach nur grillen ohne *Schnickschnack*, einigermaßen gut zu bedienen sein (Hitzeverteilung etc.), also kurz: brauchbare Ergebnisse liefern. Ich setzte eine Haltbarkeit von 4 Jahren an. Wenn er also bis 2023 hält, wäre alles super. Er wird draußen unter Verpackung abgestellt.
Bezahlt habe ich:
149,00 Euro
Zu den Daten:
3 Flammen à 3,5 KW, Edelstahlhaube, Edelstahlbrenner, Blechunterbau, emaillierte Roste
Heute Zusammenbau:
Unboxing: kommt ordentlich verpackt her
Materialqualität
Würde ich mal als durchwachsen ansehen
a. die Seitenteile des Unterschrankes sind massiv ausgeführt, aber von der Verarbeitung her nicht besonders sauber ausgeführt. Ob das zu einem Funktionsproblem wird (Rost) kann ich nicht sagen, optisch fällt es halt definitiv nicht auf, weil da unten die Räder drangschraubt sind
b. Das man auf der Platte keine Pulle draufstellen darf / soll, ist für mich schon ein echtes Manko. Bei anderen Herstellern ist das kein Problem. Würde man hier einfach mal ein etwas dickeres Blech nehmen … hat der Hesteller hier echt "50 Cent am falschen Ende gespart". Ärgerlich
c. Die Schweißpunkte sind generell "Sehr sparsam" ausgeführt. Da liegen aus meiner Sicht recht sicher eine Sollbruchstellen vor, die irgendwann zu Schäden führen dürften. Eigentlich auch schade, weil hier auch nur ein klein wenig mehr Sorgfalt eine deutliche Qualitätsverbesserung bedeuten würde.
d. Blechdicke: nicht sehr massiv, aber entscheidend ist, ob sie reichen.....werde ich später sehen...
Die Haube / Grilleinheit
Die Einheit kommt komplett vormontiert, das finde ich wirklich gut. Im Detail
> Wie zu sehen ist, ist auf den ersten ca. 7 cm keine Brennerleistung vorhanden. Da wird wohl vorne der Warmhaltebereich werden.... ob nun gut /lala / oder schlecht … wird die Zeit zeigen. Immerhin: man verbrennt sich da vorne auch nicht so schnell die Flossen
> Der Deckel ist aus VA, sieht gut aus, ist ordentlich verarbeitet, aber nur einschalig. Das lässt gewisse Wärmeverluste naheliegen.
Wenn man diese Einheit mal fairerweise im Verhältnis zum Preis sieht, bin ich ehrlich gesagt auf den ersten Blick doch ziemlich zufrieden. In gewissen Baumärkten bekommt man für nur einen ähnlichen Tarif schon deutlich schlechtere Ware. Also hierfür gemessen am Preis ein "+"
Beschlagsatz zum Montieren / Anleitung
Eindeutig ein "Daumen hoch". Idiotensicher und vorbildlich
Zusammenbau:
Der Zusammenbau geht überraschend gut von der Hand, die Teile passen ordentlich und flutschen gut rein, die Bohrungen sind alle passgenau.
Einzig die dünne Blechdicke erschwert das Ganze ein wenig, weil es doch anfangs ein wenig "wabbelig" ist. Dies führt später noch zu einem kleinen Problem....weil sich trotz größter Mühen diese Abstandshalter an einer Stelle nicht einbauen lassen. Der Grund ist einfach, dass der Unterschrank anfangs wegen der geringen Materialdicke zu instabil ist und sich so recht schnell verzieht.
Insgesamt aber trotzdem ein Daumen halb-hoch
Fettwanne
Gemessen an den kleinen "Tropfeimerchen", die selbst bei teureren Grills verbaut werden.... Also die Dinger, wo man erst unter die Kiste krabbeln muss und die dann mit Mühe rausbekommt, finde ich die Lösung dieses Grills von der Idee her sehr elegant. Die haben einfach eine Art Backblech benutzt, was die komplette Grillfläche abdeckt und man hinten einfach rausziehen kann. Da kann definitiv nix mehr in den Schrank tropfen. Meiner Meinung nach ist auch der Abstand zu den Brennern groß genug, dass die nach unten strahlende (Rest-) hitze da für keine Anbrennprobleme sorgt (das könnte man aber vermutlich mit Sand "wegpimpen"). Für diese Lösung ein fettes "Daumen hoch"
Hitzeprüfung / Grilltest
Da ich leider kein Paket Toastbrot hier hatte, habe ich mal die Hitzeverteilung grob mit ein paar kleinen Würstchen geprüft. Soweit ich das bisher sagen kann
> Vorne in der Mitte war doch mehr Hitze als erwartet, die Seiten vorne bieten sich vermutlich zum Warmhalten an.
> Im übrigen Bereich (Mitte / Hinten) SCHEINT es so zu sein (genau konnte ich ja nicht prüfen), dass die Hitze doch einigermaßen gleichmäßig verteilt ist
> Im Deckelthermometer hatte ich 200 Grad, Wind war keiner da. Bei 10,5 KW Leistung ist das m. A. entweder sehr wenig (Folge des einschaligen Deckels, also Wärmeabstrahlung s. o.) oder aber das Thermometer ist nicht das Beste.
Die Testobjekte jedenfalls hatten am Ende jedenfalls ein ordentliches Ergebnis, wenn auch hier noch nicht zu sehen
Zusammenfassung heutiger Tag
> Die Bleche und die Schweißpunkte könnten was besser sein, Sollbruchstellen sind m. A. quasi vorprogrammiert
> Hier gebe ich die einzige Note, und zwar eine "5": Keine Gasflasche unten reinstellen zu können ist schon sau doof...tu ich aber trotzdem...
> Teilweise gute Ideen (Tropfblech für Fett statt der fiddeligen Töpfchen)
> Gute Anleitung und einfacher Aufbau
> M. A. dem Preis angemessene Grilleinheit
Mal schauen, wie es nach dem ersten Grillen aussieht ...
Vorab: Auf der Suche nach einem Gasgrill [-> zum Gelegenheitsgrillen] sollte es ja eigentlich ein kleiner Napoleon oder Broil King werden. Aber weil sich die Gelegenheit ergab und hier ein Händler ein paar Landmann Grillchefs wirklich sehr günstig rausgeworfen hat, hab ich mir gedacht "versuchs einfach mal … wenn er nix ist, ist der Verlust halt tragbar... "
Ziel dieses Themas:
Ganz einfach, was taugt der Grill und wie schlägt er sich im Langzeittest. D. h., werde sporadisch mal immer was posten und es entsprechend dokumentieren. Kann durchaus sein, dass da mal 1/2 Jahr nix passiert.
Meine Erwartung:
Er soll einfach nur grillen ohne *Schnickschnack*, einigermaßen gut zu bedienen sein (Hitzeverteilung etc.), also kurz: brauchbare Ergebnisse liefern. Ich setzte eine Haltbarkeit von 4 Jahren an. Wenn er also bis 2023 hält, wäre alles super. Er wird draußen unter Verpackung abgestellt.
Bezahlt habe ich:
149,00 Euro
Zu den Daten:
3 Flammen à 3,5 KW, Edelstahlhaube, Edelstahlbrenner, Blechunterbau, emaillierte Roste
Heute Zusammenbau:
Unboxing: kommt ordentlich verpackt her
Materialqualität
Würde ich mal als durchwachsen ansehen
a. die Seitenteile des Unterschrankes sind massiv ausgeführt, aber von der Verarbeitung her nicht besonders sauber ausgeführt. Ob das zu einem Funktionsproblem wird (Rost) kann ich nicht sagen, optisch fällt es halt definitiv nicht auf, weil da unten die Räder drangschraubt sind
b. Das man auf der Platte keine Pulle draufstellen darf / soll, ist für mich schon ein echtes Manko. Bei anderen Herstellern ist das kein Problem. Würde man hier einfach mal ein etwas dickeres Blech nehmen … hat der Hesteller hier echt "50 Cent am falschen Ende gespart". Ärgerlich
c. Die Schweißpunkte sind generell "Sehr sparsam" ausgeführt. Da liegen aus meiner Sicht recht sicher eine Sollbruchstellen vor, die irgendwann zu Schäden führen dürften. Eigentlich auch schade, weil hier auch nur ein klein wenig mehr Sorgfalt eine deutliche Qualitätsverbesserung bedeuten würde.
d. Blechdicke: nicht sehr massiv, aber entscheidend ist, ob sie reichen.....werde ich später sehen...
Die Haube / Grilleinheit
Die Einheit kommt komplett vormontiert, das finde ich wirklich gut. Im Detail
> Wie zu sehen ist, ist auf den ersten ca. 7 cm keine Brennerleistung vorhanden. Da wird wohl vorne der Warmhaltebereich werden.... ob nun gut /lala / oder schlecht … wird die Zeit zeigen. Immerhin: man verbrennt sich da vorne auch nicht so schnell die Flossen
> Der Deckel ist aus VA, sieht gut aus, ist ordentlich verarbeitet, aber nur einschalig. Das lässt gewisse Wärmeverluste naheliegen.
Wenn man diese Einheit mal fairerweise im Verhältnis zum Preis sieht, bin ich ehrlich gesagt auf den ersten Blick doch ziemlich zufrieden. In gewissen Baumärkten bekommt man für nur einen ähnlichen Tarif schon deutlich schlechtere Ware. Also hierfür gemessen am Preis ein "+"
Beschlagsatz zum Montieren / Anleitung
Eindeutig ein "Daumen hoch". Idiotensicher und vorbildlich
Zusammenbau:
Der Zusammenbau geht überraschend gut von der Hand, die Teile passen ordentlich und flutschen gut rein, die Bohrungen sind alle passgenau.
Einzig die dünne Blechdicke erschwert das Ganze ein wenig, weil es doch anfangs ein wenig "wabbelig" ist. Dies führt später noch zu einem kleinen Problem....weil sich trotz größter Mühen diese Abstandshalter an einer Stelle nicht einbauen lassen. Der Grund ist einfach, dass der Unterschrank anfangs wegen der geringen Materialdicke zu instabil ist und sich so recht schnell verzieht.
Insgesamt aber trotzdem ein Daumen halb-hoch
Fettwanne
Gemessen an den kleinen "Tropfeimerchen", die selbst bei teureren Grills verbaut werden.... Also die Dinger, wo man erst unter die Kiste krabbeln muss und die dann mit Mühe rausbekommt, finde ich die Lösung dieses Grills von der Idee her sehr elegant. Die haben einfach eine Art Backblech benutzt, was die komplette Grillfläche abdeckt und man hinten einfach rausziehen kann. Da kann definitiv nix mehr in den Schrank tropfen. Meiner Meinung nach ist auch der Abstand zu den Brennern groß genug, dass die nach unten strahlende (Rest-) hitze da für keine Anbrennprobleme sorgt (das könnte man aber vermutlich mit Sand "wegpimpen"). Für diese Lösung ein fettes "Daumen hoch"
Hitzeprüfung / Grilltest
Da ich leider kein Paket Toastbrot hier hatte, habe ich mal die Hitzeverteilung grob mit ein paar kleinen Würstchen geprüft. Soweit ich das bisher sagen kann
> Vorne in der Mitte war doch mehr Hitze als erwartet, die Seiten vorne bieten sich vermutlich zum Warmhalten an.
> Im übrigen Bereich (Mitte / Hinten) SCHEINT es so zu sein (genau konnte ich ja nicht prüfen), dass die Hitze doch einigermaßen gleichmäßig verteilt ist
> Im Deckelthermometer hatte ich 200 Grad, Wind war keiner da. Bei 10,5 KW Leistung ist das m. A. entweder sehr wenig (Folge des einschaligen Deckels, also Wärmeabstrahlung s. o.) oder aber das Thermometer ist nicht das Beste.
Die Testobjekte jedenfalls hatten am Ende jedenfalls ein ordentliches Ergebnis, wenn auch hier noch nicht zu sehen
Zusammenfassung heutiger Tag
> Die Bleche und die Schweißpunkte könnten was besser sein, Sollbruchstellen sind m. A. quasi vorprogrammiert
> Hier gebe ich die einzige Note, und zwar eine "5": Keine Gasflasche unten reinstellen zu können ist schon sau doof...tu ich aber trotzdem...
> Teilweise gute Ideen (Tropfblech für Fett statt der fiddeligen Töpfchen)
> Gute Anleitung und einfacher Aufbau
> M. A. dem Preis angemessene Grilleinheit
Mal schauen, wie es nach dem ersten Grillen aussieht ...