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Landmann Grillchef 12739 (oder Low Budget im Langzeittest)

Smack

Putenfleischesser
5+ Jahre im GSV
Hallo, Also....

Vorab: Auf der Suche nach einem Gasgrill [-> zum Gelegenheitsgrillen] sollte es ja eigentlich ein kleiner Napoleon oder Broil King werden. Aber weil sich die Gelegenheit ergab und hier ein Händler ein paar Landmann Grillchefs wirklich sehr günstig rausgeworfen hat, hab ich mir gedacht "versuchs einfach mal … wenn er nix ist, ist der Verlust halt tragbar... "
Ziel dieses Themas:
Ganz einfach, was taugt der Grill und wie schlägt er sich im Langzeittest. D. h., werde sporadisch mal immer was posten und es entsprechend dokumentieren. Kann durchaus sein, dass da mal 1/2 Jahr nix passiert.
Meine Erwartung:
Er soll einfach nur grillen ohne *Schnickschnack*, einigermaßen gut zu bedienen sein (Hitzeverteilung etc.), also kurz: brauchbare Ergebnisse liefern. Ich setzte eine Haltbarkeit von 4 Jahren an. Wenn er also bis 2023 hält, wäre alles super. Er wird draußen unter Verpackung abgestellt.

Bezahlt habe ich:
149,00 Euro
Zu den Daten:
3 Flammen à 3,5 KW, Edelstahlhaube, Edelstahlbrenner, Blechunterbau, emaillierte Roste



Heute Zusammenbau:

Unboxing: kommt ordentlich verpackt her
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Materialqualität
Würde ich mal als durchwachsen ansehen
a. die Seitenteile des Unterschrankes sind massiv ausgeführt, aber von der Verarbeitung her nicht besonders sauber ausgeführt. Ob das zu einem Funktionsproblem wird (Rost) kann ich nicht sagen, optisch fällt es halt definitiv nicht auf, weil da unten die Räder drangschraubt sind
b. Das man auf der Platte keine Pulle draufstellen darf / soll, ist für mich schon ein echtes Manko. Bei anderen Herstellern ist das kein Problem. Würde man hier einfach mal ein etwas dickeres Blech nehmen … hat der Hesteller hier echt "50 Cent am falschen Ende gespart". Ärgerlich
c. Die Schweißpunkte sind generell "Sehr sparsam" ausgeführt. Da liegen aus meiner Sicht recht sicher eine Sollbruchstellen vor, die irgendwann zu Schäden führen dürften. Eigentlich auch schade, weil hier auch nur ein klein wenig mehr Sorgfalt eine deutliche Qualitätsverbesserung bedeuten würde.
d. Blechdicke: nicht sehr massiv, aber entscheidend ist, ob sie reichen.....werde ich später sehen...

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Die Haube / Grilleinheit
Die Einheit kommt komplett vormontiert, das finde ich wirklich gut. Im Detail
> Wie zu sehen ist, ist auf den ersten ca. 7 cm keine Brennerleistung vorhanden. Da wird wohl vorne der Warmhaltebereich werden.... ob nun gut /lala / oder schlecht … wird die Zeit zeigen. Immerhin: man verbrennt sich da vorne auch nicht so schnell die Flossen
> Der Deckel ist aus VA, sieht gut aus, ist ordentlich verarbeitet, aber nur einschalig. Das lässt gewisse Wärmeverluste naheliegen.

Wenn man diese Einheit mal fairerweise im Verhältnis zum Preis sieht, bin ich ehrlich gesagt auf den ersten Blick doch ziemlich zufrieden. In gewissen Baumärkten bekommt man für nur einen ähnlichen Tarif schon deutlich schlechtere Ware. Also hierfür gemessen am Preis ein "+"
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Beschlagsatz zum Montieren / Anleitung

Eindeutig ein "Daumen hoch". Idiotensicher und vorbildlich


Zusammenbau:
Der Zusammenbau geht überraschend gut von der Hand, die Teile passen ordentlich und flutschen gut rein, die Bohrungen sind alle passgenau.
Einzig die dünne Blechdicke erschwert das Ganze ein wenig, weil es doch anfangs ein wenig "wabbelig" ist. Dies führt später noch zu einem kleinen Problem....weil sich trotz größter Mühen diese Abstandshalter an einer Stelle nicht einbauen lassen. Der Grund ist einfach, dass der Unterschrank anfangs wegen der geringen Materialdicke zu instabil ist und sich so recht schnell verzieht.
Insgesamt aber trotzdem ein Daumen halb-hoch
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Fettwanne
Gemessen an den kleinen "Tropfeimerchen", die selbst bei teureren Grills verbaut werden.... Also die Dinger, wo man erst unter die Kiste krabbeln muss und die dann mit Mühe rausbekommt, finde ich die Lösung dieses Grills von der Idee her sehr elegant. Die haben einfach eine Art Backblech benutzt, was die komplette Grillfläche abdeckt und man hinten einfach rausziehen kann. Da kann definitiv nix mehr in den Schrank tropfen. Meiner Meinung nach ist auch der Abstand zu den Brennern groß genug, dass die nach unten strahlende (Rest-) hitze da für keine Anbrennprobleme sorgt (das könnte man aber vermutlich mit Sand "wegpimpen"). Für diese Lösung ein fettes "Daumen hoch"
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Hitzeprüfung / Grilltest
Da ich leider kein Paket Toastbrot hier hatte, habe ich mal die Hitzeverteilung grob mit ein paar kleinen Würstchen geprüft. Soweit ich das bisher sagen kann
> Vorne in der Mitte war doch mehr Hitze als erwartet, die Seiten vorne bieten sich vermutlich zum Warmhalten an.
> Im übrigen Bereich (Mitte / Hinten) SCHEINT es so zu sein (genau konnte ich ja nicht prüfen), dass die Hitze doch einigermaßen gleichmäßig verteilt ist
> Im Deckelthermometer hatte ich 200 Grad, Wind war keiner da. Bei 10,5 KW Leistung ist das m. A. entweder sehr wenig (Folge des einschaligen Deckels, also Wärmeabstrahlung s. o.) oder aber das Thermometer ist nicht das Beste.

Die Testobjekte jedenfalls hatten am Ende jedenfalls ein ordentliches Ergebnis, wenn auch hier noch nicht zu sehen
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Zusammenfassung heutiger Tag
> Die Bleche und die Schweißpunkte könnten was besser sein, Sollbruchstellen sind m. A. quasi vorprogrammiert
> Hier gebe ich die einzige Note, und zwar eine "5": Keine Gasflasche unten reinstellen zu können ist schon sau doof...tu ich aber trotzdem...
> Teilweise gute Ideen (Tropfblech für Fett statt der fiddeligen Töpfchen)
> Gute Anleitung und einfacher Aufbau
> M. A. dem Preis angemessene Grilleinheit

Mal schauen, wie es nach dem ersten Grillen aussieht ...
 
schön beschrieben...bin gespannt wie er sich über die Zeit schlagen wird...
 
Moin @Smack

das mit der Gasflasche hat schon einen Grund.
Grills, in die man eine Flasche hineinstellen darf, haben nach oben immer ein Edelstahlblech, welches bei einem Fettbrand die Ausbreitung nach unten verhindert.
Ein Tropfblech ist sicherlich nicht dazu geeignet, das zu verhindern.
Daher würde ich eine Gasflsche immer nach außen stellen.

Munter bleiben,
Arnd
 
Moin @Smack ,
Ich würde da wie Arnd schon schrieb, ich war auch gerade am schreiben, 😅 Keine Flasche reinstellen, sie ist nicht sicher.
auch für draußen gibt es super Ideen, um die Gasflasche zu platzieren.
Ansonsten hast Du einen super Beitrag geschrieben.
👌👍
 
Diesen Grill hat mein Vater seit ca. 3 Jahren.

Zu dem Preis ok, nicht mehr und nicht weniger.
Die Hitzeentfaltung und -verteilung finde ich stark gewöhnungsbedürftig. Man muss das Grillgut immer schön über den Rost bewegen, um eine gleichmäßige Bräunung zu erreichen.

Für indirekte Geschichten bei niedrigen Temperaturen aber nicht verkehrt.
 
der ist doch vergleichbar mit dem Grillchef, der vor kurzem im Lidl für 179 war oder?
Bin froh den wieder los geworden zu sein. Taugte mMn gar nichts, hat nichtmal 200° geschafft.
 
1. Danke..... nun wird mir der Grund mit Gasflasche außen klar ….
2. Ich gehe wie oben gesagt total unvoreingenommen an die Sache ran. Das er wohl nicht an einen Grill mit Druckgussteilen rankommt erwarte ich übrigens auch nicht. Wäre bei dem Preis auch vermessen.

@Gebbo @Micha_SL
Wenn er zwar nicht gut (direkt) grillen kann (wegen Hitze, Hitzeverteilung nicht gut), aber dafür noch für indirekt tauglich ist -> also bzw. für Beilagengemüse usw ... wäre es vielleicht immerhin ein tauglicher Zweitgrill...
Wenn er wirklich gar nix ist, so dass ich noch nicht mal Lust auf den Langzeittest habe, geht er auch weg.
Zahl ich zwar vielleicht 80 Euro drauf, aber das Risiko kannte ich ja schon vorher​

Wie gesagt, Test mit offenem Ergebnis …
 
Zwischenstand 1: 3x das Ding bisher benutzt...für:
1x "Standardgrillen" (Nackensteaks etc.)
1x 2 frische Grillhähnchen in Form indirekt (Außenbrenner "an", innerer Brenner "aus"
1x Hamburger

Das negative zuerst:
- Das Thermometer ist - muss man einfach so sagen - "Müll", das zeigt halt irgendwas an. Echt unbrauchbar.

Mittelmäßig
- Wie erwartet muss man die Hitzeverteilung "kennen lernen", geht aber. Die Ergebnisse sind bauchbar.
- Hitzeverteilung: das zeigt sich z.B. an den Hamburgern. (Ich habe daher den leisen Verdacht, dass der Grill nicht genug Hitze für Top Steaks entwickelt -> der Test steht aber noch aus...)

Positiv:
- Das Reinigen des Fettbleches ist extrem leicht, wenn man es einfach mit Alufolie auslegt. Folie raus und in die Mülltonne, das Blech kurz mit was Spüli nachwaschen, Thema erledigt... (-> Bei Bedarf kann man da auch einfach ein altes Backblech drauflegen und mit reinschieben, so dass das Fett darauf tropft...bei den beiden Ex-Körnerfressern [s.o.] war das echt klasse. Backblech raus, Fett wegkippen, Grill putzen quasi nicht erforderlich. Toll für alles, was viel Fett verliert...)
- Die Hähnchen waren wirklich toll

__________________________
 
Wie versprochen, es ist ein Langzeittest. Der Grill ist jetzt 3 Jahre alt.
Der Grill stand die ganze Zeit draußen, meist abgedeckt, manchmal aber auch nicht.
Insgesamt schlägt der Grill sich - bezogen auf den Preis- doch durchaus wacker.

Mal im Detail:
1. Das damals gelobte flache "Fettblech" ist der größte Schwachpunkt. Das muss jedes Mal sauber gemacht werden, weil es sonst sehr schnell zu einem Fettbrannt kommen kann, einfach weil die Fettreste zu nah am Brenner sind.
2. Die Abdeckungen von den Brennern geben langsam den Geist auf, was ich aber unter Verschleiß buche.
3. Der Grill rostet recht leicht, siehe Foto. Aber dem lässt sich imo einfach entgegenwirken. Einfach Konservierung vom Auto nehmen. Wachs oder Fett ("Haddu altes Auto, Kenn Du die Lösung")
4. Die Funktion ist weiterhin zu 100% gegeben, kein Ausfall oder ähnliches

Anbei die Fotos Stand Juni 2022

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Der Grill rostet recht leicht, siehe Foto. Aber dem lässt sich imo einfach entgegenwirken. Einfach Konservierung vom Auto nehmen. Wachs oder Fett ("Haddu altes Auto, Kenn Du die Lösung")
Um Murphys Gesetz etwas vorzubeugen, von meiner Seite der Hinweis, dass es Teile am Grill gibt, die dann doch heißer werden als man erst denkt. Das kann in Flammen (brennbar) oder in weniger schlimmen Fällen in einer durch Wachs versauten Terrasse (wird wieder flüssig) enden.

Das kann entweder gefährlich, ärgerlich oder beides werden. Daher hat Hohlraumkonservierung für mich am Grill nichts zu suchen... Auch wenn der Fuß vom Grill unten sicher die kälteste Stelle ist.
 
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