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Leberwurst die 2.

Matador

Fleischtycoon
10+ Jahre im GSV
Guten Abend zusammen,

genau vor einer Woche hatte ich mich an Leberwurst versucht. Die war mir allerdings ein wenig feste geworden. Nach einigen Tipps von Ralph hatte ich Ideen was ich ändern könnte/sollte um meinem Ziel einer streichfähigen Leberwurst näher zu kommen . Also wurde es am Freitag wiederholt.

Ich fange mit der Zutatenliste an die sich nicht dramatisch geändert hat.

2100 g Bauch
700 g Leber
150 g Schmalz
300 g Zwiebeln

30g NPS
30g Salz
15g Pfeffer
6g Macis
1/2 Muskatnuss
4g Piment
15g Thüringer Majoran
(20g Ahornsirup) ich schreibs mal in Klammern... warum kommt später

Hier ein Bild von einigen Zutaten:

Zutaten.jpg


Das Fleich wurde eine halbe Stunde im Schnellkochtopf mit Salz, Lorbeer und Pfeffer gekocht. Dieses mal habe ich die Schwarte vorher abgemacht, oder genauer gesagt gleich Bauch ohne Schwarte gekauft.
Die Leber dann noch blanchiert nach dem Fleisch und ab in den bösen Wolf.
Die Zwiebeln in dem Schweineschmalz angebraten und das auch alles in den Wolf gekippt.

Wolf bei der Arbeit.jpg


Die entstandene Masse mit, dieses mal mehr, Brühe vom Kochen aufgefüllt bis eine richtig schön dickflüssiger Brei entstanden war. Da musste ich öfters nachgießen weil je länger man rüherte die Masse immer wieder eindickte.

dünnere Masse.jpg


Die Masse wurde dann mit einem Trichter in Kranzdärme gefüllt die ich vorher auf Länge zugeschnitten hatte und auf einer Seite abgebunden.
Das Füllen und Zubinden ist eine Arbeit die man schwerlich allein durchführen kann. Ich glaube da verzweifelt man.

Irgendwann war alles drin und das sah so aus:

gefüllt1.jpg



Man beachte auf dem folgenden Bild das Schnapsglas mit dem Ahornsirup. Der hat es leider nicht in die Wurst geschafft. Vergessen ;-)
gefüllt 2.jpg


Die Würste habe ich dann in 2 Töpfen gebrüht.

brühe.jpg


Plan war die Würste ca. 80 min zu brühen. Man sagt ja so 1 min/mm Wurstdurchmesser.
Diese Zeit habe ich leider nicht ganz geschafft weil mir nach 55 min die Würste anfingen zu platzen. Eine war ganz hinüber und ausgelaufen und die anderen fingen an Fett raus zu spritzen und dünne Stellen am Darm zu bekommen. Bevor ich alle einbüßte habe ich das brühen abgebrochen und sie raus genommen

fertig gebrüht.jpg


Ich denke das ich vielleicht ein wenig zu heiß war. Habe die Temperatur immer kurz vorm kochen gehalten. Aber auch die knappen 60min haben gereicht hoffe ich.

Die Würste habe ich dann abgekühlt und abgetrocknet und 2 Stunden trocknen lassen und in den Räucherofen verfrachtet.

fertig zum räuchern.jpg


Über Nacht geräuchert und am Morgen befreit

fertig im ofen.jpg


Mensch wieso steht der Beitrag schon online. War doch nur auf Vorschau. :-)

schnell noch den Rest dazu.

fertig geräuchert.jpg


Hier der Anschnitt:

Anschnitt.jpg


Und das Frühstücksbrötchen:

Frühstücksbrötchen.jpg


Und das Abendbrot:

Abendbrot.jpg



Fazit:

Dieses mal war die Wurst absolut streichfähig. Vielleicht schon ein ministück zu sehr. Die richtige Balance zu finden ist wahrscheinlich nun eine Sache der Übung und Erfahrung.
Geruch und Geschmack sind absolut überzeugend!

Bin nun zufrieden und kann mich anderen Projekten zuwenden.

viele Grüße und ein schönes WE

Jens
 

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Hallo Matador,
schau doch mal bitte hier: Leberwurst die 2.. Da wirst Du fündig!
 
Das ist ja schön, dass es geklappt hat. Ist alles nur eine Sache der Erfahrung.
Und die bekommt man nur, wenn man viel ausprobiert.
Gerade bei Leberwurst gibt es unzählige Varianten. Zudem ist Leberwurst
leicht herzustellen und schmeckt.

Ich bin mir sicher, dass das nicht die letzte Leberwurst war. Lass es dir schmecken.

Ralph
 
Die Leberwurst schaut genial aus, mhm , besonders wenn sie geräuchert wurde. :thumb1:
Und dein Abendbrot-Holzbrett gefällt mir ganz besonders.

Ahoi sgddd10
 
Schaut gut aus, und wie Ralph ja schon richtig angemerkt hat, die Erfahrung machts.

Meine erste Leberwurst war mir zwar gelungen, beim haltbar machen in Gläsern hab ich dann aber irgendwie versagt, so dass die Wurst leider sehr schnell verdorben war :cry:
 
Lecker!!!

Moin Moin Jens
Das sieht doch mal richtig lecker aus.

Sind in deinem Rezept die Gewürzmengen auf ein Kilogramm Brät bezogen oder auf die Gesamtmasse? Ich nehme nur Marcis und lasse Muskatnuss weg, da sonst die Gefahr besteht, dass das Brät schnell einen bitteren Beigeschmack bekommt.
Probiere bei der nächsten Leberwurst doch mal, das Fleisch nicht im Schnellkochtopf zu kochen, nimm einen normalen Topf auf die Platte und lass das Fleisch kurz vor dem Siedepunkt gar ziehen. So bleibt wesentlich mehr Aroma im Fleisch und die Bindekraft bleibt erhalten, außerdem reduzierst du den Kochverlust.
Zum Brühen der Wurst passt es , eine Minute pro ein mm Durchmesser der Wurst, bloß Deine Temperatur ist viel zu hoch, du schreibst „ Ich denke das ich vielleicht ein wenig zu heiß war. Habe die Temperatur immer kurz vorm kochen gehalten. „Senke mal Deine Temperatur auf 80° bis max 82°C und Dir wird keine Wurst mehr platzen, es sei den, sie werden beim Wenden mechanisch verletzt, oder der Darm hat Bindegewebsschwäche. Ich nehme nur noch meinen elektrischen Einkochtopf mit Thermostaten, da kann ich die Temperatur vorwählen, Eieruhr einstellen, Würste versenken und die Wurstküche reinigen, bis die Uhr bimmelt. Schön ist es noch einen sogenannten Schwimmer zu verwenden, ein aus Latten gefertigter Deckel, der etwas kleiner als der Topfdurchmesser ist, der wird auf die Würste gelegt und hält durch sein Gewicht die Würste unter Wasser. So spart man sich das Wenden.
Ach so , beim Einlegen der Wurst kann Dein Brühwasser ruhig eine Temperatur von 80° bis 85° C haben, da das Wasser durch die Wurst herab gekühlt wird, denn die Brühzeit läuft erst, wenn das Wasser mindestens 80°C hat.
Nun wünsche ich Dir gutes Gelingen für Deine nächst Produktion.
Liebe Grüße Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
@all: vielen Dank für die Lobe und Tipps

@calenberger: die Gewürzmengen sind für die Gesamtmasse

Was du schreibst klingt schlüssig. Das nächste mal werde ich den Bauch gar ziehen lassen. Auch wenn sehr viel von der Brühe wieder in die Masse kam kann es zumindest nicht schaden das Fleisch nicht so sehr aus zu kochen.

Das sich das brühern der Wurst mit einem Einkochtopf komfortabel gestaltet glaube ich dir aufs Wort. Da ich aber leider keinen habe entfällt diese Option. :sad:
Ich hatte nicht mal ein Thermometer zur Verfügung. Darum meine "Lösung" es immer kurz vorm kochen zu halten. War schließlich auch erst das zweite mal das ich Wurst gebrüht habe. Wird jedes mal besser werden.

Aber auch mit Thermometer bleibt es wohl ein ständiges an und abschalten der Herdplatten vermute ich mal. Stört aber nicht weiter. Darum ist es ja Handarbeit. :thumb1:

vielen Dank nochmal für die Antwort

viele Grüße

Jens
 
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