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Lebkuchen V, oder: Pfefferkuchen beim Bär

Bär

Master in applied Whiskylogie & Diätassistent
10+ Jahre im GSV
R.I.P.
Angekündigt hatte ich ja schon, dass ich heute diesen Teig nach Vorlage von unserem User NT81Bonn, Andreas, machen werden. Und - auch wenn mir der Gedanke immer noch ein bisschen unangenehm ist - ich werde ihn auch reifen lassen. Grad hab ich in Andreas' Thread nochmals geschaut. 18 Tage waren es bei ihm, an denen werde ich mich orientieren, und sie gewiss nicht überschreiten.

Soviel sei vorausgeschickt: Genascht habe ich natürlich schon, und ich muss sagen: ich bin begeistert. Geschmacklich schon jetzt eine Wucht. Ich musst mich regelrecht bremsen, den nicht gleich auszubacken :)
 
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Du bist ja schon voll im Weihnachts-Backfieber. Meine ersten Lebkuchen sind fast gegessen, das Apfelbrot ebenso. Muss dringend nächsteWoche anfangen.
 
Ein paar wenige Bilder dieser ersten Phase habe ich auch :)



Das waren die Zutaten, die ich noch nicht kannte:


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Mandeln (bei mir haben sich noch Reste von Walnüssen reingemogelt :roll: ), Gewürze, Blockschokolade und Kakao


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Hier werden Wasser, Rübensirup, Honig und Zucker erhitzt bis sich der Zucker auflöst


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Nach deutlichem Abkühlen aufm Balkon wurden dann die Nüsse, Gewürze, etc. zugegeben und untergemengt und dann - hier habe ich die Reihenfolge verändert, hoffe das hat keine negativen Auswirklungen - die Eier, etwas Mehl, dann die Pottasche, und zu guter Letzt das restliche Mehl.

Das Bild zeigt den Zwischenstand nach 1000 g eingearbeitetem Mehl, ...


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... und erwartungsgemäß habe ich etwas mehr als die angegebenen 1,5 kg Mehl benötigt. Knapp 1,7 kg, um genau zu sein.
Tipp meiner Großmutter: Mehl erst einarbeiten, wenn die Masse richtig kalt ist; je wärmer sie ist, desto mehr Mehl nimmt sie auf, verliert dabei aber etwas an Güte :pfeif:


So, am Samstag, den 23. November - zeitlich genau passend, noch vor dem ersten Advent - werden die Pfefferkuchen gebacken, sofern der Teig bis dahin nicht schon weggelaufen ist :(


Cheers
Bär
 

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oh man Bär wenn du nicht bald aufhörst mit der backerei dann platzt du ja noch....für ein ordentliches Winterfell reicht das bisherige doch schon 3 mal...:essen!:...:rotfl:...:prost:...
 
...dann platzt du ja noch..

Bärengewicht ganz aktuell heute früh: 69,2 kg!

Noch zu wenig, um über den Winter zu kommen :evil: :grin:
 
Den ganzen Tag frag ich mich, warum mir meine linke Hand stellenweise so komisch punktuell schmerzt... :hmmmm:

:o Ich hab mir gestern Abend bei dem Teig tatsächlich Blasen gerührt! So was aber auch ...... :patsch:
 
Seit gestern Nachmittag, 17:00 Uhr hat der Teig einen neuen Ruheplatz; er sitzt jetzt im kühlsten Raum in der Bärenhütte, in der Sauna. Kling paradox, aber solange die nicht angeheizt ist, ist's tatsächlich der kühlste Raum; keine Heizung, keine Fenster, Nord-West-Ecke, durch Beflanzung wenig Sonne....

Bin gespannt, wie er sich in 15 Tagen anlässt... :pfeif:
 
Eine kleine Planänderung ist eingetreten.

Manche von Euch wissen ja, dass Göga und ich mit viel Spaß seit wir uns kennen, einmal in der Woche Tanzen gehen. In dem illustren Tanzkreis ist unter anderem ein Dr. der Chemie, der mich heute Abend wegen Baumfällarbeiten auf seinem Gartengrundstück angerufen hat, um mich um Hilfe zu bitten; die er selbstverständlich bekommt :)
Während dem Gespräch kamen wir auch auf den Teig und die Frage, warum der stehen, oder ziehen soll. Aus seiner Sicht trägt das Treibmittel, hier Pottasche nichts bei, das entfaltet seine Wirkung erst beim Backen....

Dass die rohen Eier nichts anrichten, hat er mir, die Info hatte ich bereits im Laufe des Tages, von einem - von mir inzwischen hochgeschätzen Mitglied - erhalten, bestätigt, dass es schlicht der osmotische Druck ist, warum das nix passiert. Die Masse hat in Relation zu den Eieren viel zu wenig Flüssigkeit, als dass da was passieren könnte; und das wenige an Flüssigkeit wird zum Zucker aufgenommen und so den Bakterien entzogen.

Aber: Nach dem Gespräch, und weil Göga seit gestern Abend nach dem Tanzen bei einer Freundin ist, diese heute früh zu einer OP in die Klinik gefahren hat, und seither, zu deren Beruhigung nicht mehr von ihrer Seite gewichen ist, und sich für die nächsten Tage etwas Süßes gewünscht hat, habe ich spontan beschlossen, die Pfefferkuchen bereits heute auszubacken.

Bilder folgen demnächst ;)
 
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So, hier die ersten Bilder:


So sieht der Teig nach 10 Tagen Ruhe in der Schüssel aus:





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Etwas näher....


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...er geht überraschend gut aus der Schüssel...




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und sieht dann erst mal so aus.



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Er wird in zwei, möglichst gleich große, Hälften geteilt...


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..nochmals durchgeknetet und in Kugeln geformt...


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...und ausgewellt...


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...zweites Blech...



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...und Reste auf dem dritten Blech



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Ausbacken...


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und Anschneiden:


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...etwas näher...



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Sau-lecker! Die werden in mein Standard-Reportoire aufgenommen. Weich, fluffig, gewürzig, schokoladig, einfach klasse!

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Hei Gerhard,

Ist schon manchmal interessant, wenn man auch die Hintergründe kennt und diese schlüssig erklären kann.

Deine Pfefferkuchen sehen auch sehr gut aus, zum Anbeissen! Ich kämpf seit fast drei Wochen mit einer üblen Erkältung und lass Backen, Grillen etc. gerade deshalb ins Hintertreffen kommen. Aber sobald ich wieder auf Zack bin, werde ich mir eines Deiner leckeren Rezepte rauspicken und gnadenlos nachmachen!

Viele Grüsse, Patrick
 
Klasse Bär,

Du bist mein Pfefferkuchenmann!
:thumb2:
 
Hallo,

eigentlich wollte ich das ja nicht nachbauen, aber bei den Bildern geht das nicht anders...am Wochenende werde ich Teig ansetzen :D.

Gruß

Marc
 
In der Weihnachtsbäckerei ... :pfeif:

Schönes Lebkuchenrezept.
Machst auch noch einen Guss drauf?
 
...Machst auch noch einen Guss drauf...

Nein, manchmal hab ich's ganz gerne minimalitisch... :pfeif:

Zuckguss wäre mir schlicht zu süß und wäre dem feinen Geschmack des Pfefferkuchens e.E. eher nicht förderlich und durch die Blockschokolade im Teig schmeckt er für mich auch schon so schön schokoladig, dass es keinen Schoko-Guss braucht. Aber das ist ganz klar individulle Geschmackssache. Auf all meinen Lebkuchensorten sind nur die Orangentaler mit einem Orangenguss überzogen.

Grüße
Gerhard

PS: Ich hatte auch Bedenken, den Teig zu lange stehen zu lassen, weil ich mir dachte, dass der mit der Zeit Feuchte an die Umgebungsluft verliert und immer trockenener wird... Diese Bedenken waren aber wohl unnötig; als ich den Teig gestern aus der Schüssel gelöst habe, hatte ich vielmehr den Eindruck, dass die obere Schicht des Teigs tatsächlich ausgetrocknet ist, dafür aber die Masse vor Feuchtigkeitsverlust geschützt hat. Man sieht's auch ein bisschen auf den Bildern, dass der noch schön elastisch war.

PS2: Und nachmachen lont sich, das Rezept ist echt klasse!
 
Oooopsss......
da lese ich doch erst ein Jahr später, dass Du es nachgebaut hast, sorry!
Wir haben letzte Woche auch wieder angesetzt, es sind dieses Mal "nur" 5,5 KG geworden.

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Wer eine Glasur möchte, kann 2 Minuten vor Backende mit Eigelb verquirlte Kondensmilch aufpinseln, so haben wir das früher gemacht.
Als Deko haben wir in die ausgestochenen Pätzchen (die sind schön kross, so mögen wir sie lieber) mit nassen (kleben dann besser ) Mandeln dekoriert.

Andreas
 

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da lese ich doch erst ein Jahr später, dass Du es nachgebaut hast, sorry!
Wir haben letzte Woche auch wieder angesetzt, es sind dieses Mal "nur" 5,5 KG geworden...

Jesses, Andreas, wie die Zeit fliegt....

Meine Aktion ist tatsächlich schon über ein Jahr her, aber heuer fehlt mir noch total die Motivation für Weihnachtsbäckerei. Kein Wunder, konnte man am Wochenende doch noch im T-Shirt spazieren gehen. Wenn's so weitergeht, wird es dieses Jahr nix mit selbst gebackenen Lebkuchen etc...
 
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