Ja ich hab da auch viel drüber gelesen und mir ist auch klar Zement gibts noch nicht so lange aber auch der stahl / eisen wurde über die Jahrhunderte durch zugaben und behandlungsmethoden verbessert.
Mich interessiert was den dagegen sprechen würde ich hab nichts gefunden das dies jemand jemals ausprobiert hätte sonst posten die Leute ja auch wenn etwas mal schiefgeht.
Hab auch gehört das manche Zucker zugeben um der Rissbildung vorzubeugen
Zement bindet hydraulisch das Anmachwasser. Zucker hat keine Auswirkung auf Rissbildung, sondern nur geringfügig auf die Fließfähigkeit im noch nicht abgebundenen Zustand. Und für eine ausreichende Festigkeit darf der Fein- und Feinstanteil an Zuschlagstoffen wie Sand/Kies etc. im Beton eine gewisse Menge nicht überschreiten. Dazu gibt es definierte Sieblinien für die entsprechenden Betonfestigkeitsklassen, die eingesetzt werden.
Lehm ist ein reines Mineral, was eingentlich nicht mit Wasser selbst reagiert. Es bindet chemisch kein Wasser, sondern durch Zugabe von Wasser wird er Formbar, da das Wasser sich um die plättchenförmigen Mineralfragmente legt. Das Wasser wird dann nachträglich wieder aus dem Lehm-Sand-Wasser-Gemisch austreten (Trocknen, Diffusion etc) und es bleibt der gestampfte oder geformte Lehmkorpus übrig - also das Wasser zwischen den Mineralteilchen entweicht und der Lehm wird fest.
Lehm verhält sich grundsätzlich anders als Beton. Beton bekommt durch den Abbindeprozess eine Festigkeit, die nicht (bzw. nur durch Hochtemperatur unter kontrollierten Bedingungen) wieder reversibel ist. Lehm wird einfach nur wieder mit Wasser angesetzt und erhält seine Formbare Struktur.
2 völlig verschiedene Baustoffe, die miteinander nicht kombiniert werden sollten, da das entstehende Material keine definierten Eigenschaften haben wird. Wie sich der Lehmanteil im Beton genau verteilt, ist nicht abzuschätzen.
Ferner Quillt Lehm stark, wenn er feucht wird - Beton hingegen im abgebundene Zustand nicht. Rein dadurch kann es zu Schäden am gemischten Baustoff kommen, die nicht abgeschätzt werden können. Beton nimmt auch kein Wasser mehr auf und gilt im Bauwesen ab einer rissfreien Dicke von ca. 20 mm als Wasserdicht (auch Mikro- und Dampfdiffusion).
usw. usf.
Entweder das eine oder das andere.
Es beschäftigen sich übrigens auch Fachhochschulen mit der Materie Lehm und versuchen diesen Baustoff zu ergründen. Bisher gibt es da aber noch keine normkonformen Ergebnisse da auch die Herkunft über die Qualitäten des Lehms entscheidet (Anteil sonstiger Materialien im Gemisch ...). Und ich habe auch bisher noch nicht gehört, dass eine Kombination mit anderen Baustoffen zu einem sinnvollen Ergebnis geführt hat.