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Mein 2. Grill - welcher soll es werden? Kohle oder Gas? Direkt oder Indirekt?

BrutzelNewb

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo zusammen,

nachdem der erste Holzkohle-Grill einfachster Art drei Jahre lang seine Dienste verrichtet hat, möchte ich jetzt oder spätestens im Frühjahr upgraden. Mittlerweile ist alles eingefriedet, Hecken wachsen und es gibt auch mal eine uneinsehbare Ecke zum "verstecken" bzw. eine Gartenhütte zum Reinstellen. Nach wie vor gilt, dass es hier ländlich ist und die Abstände zu den Nachbarn, welche auch alle Grillen (die meisten mit Holzkohle-Kugelgrill), sind auf jeden Fall mehr als ausreichend.

Im Moment jedenfalls, bin ich noch kein Fan von langwierigem Grillen, Low & Slow etc. - ich will eher mal schnell anmachen, Würste & Steaks grillen (evtl. bisschen Gazi Grillkäse, kein Fisch, eigentlich auch kein Gemüse) und fertig. Hätte auch gedacht, dass es damit eher für einen Gas-Grill spricht. Habe jetzt aber gehört, was der Gasgrill beim Grillen an Zeit gewinnt, verliert er beim Sauber machen. Bei meinem Holzkohlegrill ist es ja so, da habe ich drei Jahre lang nichts außer dem Grillrost sauber gemacht. Asche ausgekippt - okay. Wenn dort noch bisschen unverbrannte Reste waren, wurden die einfach beim nächsten Mal verbrannt. Grillrost säubern, Asche weg - fertig.

Habe jetzt von einem befreundeten Gas-Griller gehört, dass da eine Stunde schrubben normal wäre. Konnte ich fast nicht glauben. Da würde wohl das Fett runtertropfen usw. - genau habe ich das alles nicht verstanden. Das wäre jetzt eigentlich meine Frage - was ist da alles notwendig bei einem Gas-Grill? Gibt es wartungsarme Gas-Grills, wo man einfach nur Grillrost säubern muss und fertig?

Und schlussendlich, was würdet ihr mir eigentlich empfehlen für meinen Anwendungsfall? Möglichst schnell an, Temperatur möglichst regulierbar oder zumindest ablesbar, Wurst & Steaks, möglichst wenig Aufwand. Gibt jetzt keine feste Budgetgrenze - soviel, wie eben notwendig. Muss jetzt nicht extrem teuer sein, da wir doch eher nur mal alle zwei Wochen grillen (bei gutem Wetter). Wenn der Aufwand (vor dem Grillen warten bis es heiß ist und das Säubern - am Grill stehen zähle ich eher zu Spaß statt zu Aufwand) deutlich reduziert wäre, würden wir es vielleicht öfters machen und auch mal bei niedrigeren Temperaturen.
 
Also wenn es Gas werden soll, dann finde ich ist der Putzaufwand bei den Gaskugeln von Outdoorchef am geringsten.
Platz zwei belegt für mich hier die Weber Q Reihe.

Bei Kohle würde ich dir zu einer Weber Kugel und einem guten AZK raten. Damit bist du auch nicht wesentlich langsamer am Start.
 
Also der Putzaufwand von Gasgrills beschränkt sich auch wenn man nicht dauernd in Öl mariniertes Fleisch oder Bratwürste grillt. Nach ca. 10 Grillorgien wird mal grob gereinigt, d.h. Fatwanne undauffangbehälter grob abspachteln und einmal im Jahr mach ich richtig sauber, was bei mir auch nur ne halbe Stund dauert. Beim Kohlegrill fällt das natürlich weg. Den Grillrost (Edelstahl) mache ich eigentlich nie sauber, der Grill wird vor dem Auflegen des Grillgute gut vorgeheizt und mit der Bürste gut abgebürstet, dann glänzt der wieder. Bei Guss muss man da allerdings schon Zeit investieren.
 
Die Aussage zur Outdoorchef Kugel kann ich bestätigen. Sehr gutmütiges Grillverhalten, d.h. auf dem Rost in indirekter Stellung überall gleichmäßige Hitze, so dass du Würste z.B. gar nicht drehen musst. Die garen überall gleichmäßig.

Säubern: Einfach aufheizen, Roste abbürsten, fertig. Ab und an mal im Kessel den trockenen Schmodder abbürsten und aus der Schmodderschale kippen.

Ich hab einen 480 Ambri und das ist echt ein gutmütiges Teilchen. Und Pizza geht darauf auch super wei er bei Bedarf auch sehr heiß wird und Oberhitze bringt.

Leider nicht besonders rostresistent. Unser ist nach 7 Jahren einigermaßen durch.
 
Also der Putzaufwand von Gasgrills beschränkt sich auch wenn man nicht dauernd in Öl mariniertes Fleisch oder Bratwürste grillt. Nach ca. 10 Grillorgien wird mal grob gereinigt, d.h. Fatwanne undauffangbehälter grob abspachteln und einmal im Jahr mach ich richtig sauber, was bei mir auch nur ne halbe Stund dauert. Beim Kohlegrill fällt das natürlich weg. Den Grillrost (Edelstahl) mache ich eigentlich nie sauber, der Grill wird vor dem Auflegen des Grillgute gut vorgeheizt und mit der Bürste gut abgebürstet, dann glänzt der wieder. Bei Guss muss man da allerdings schon Zeit investieren.
genauso. Mir waren die Edelstahlroste wichtig, kaum Pflege notwendig und keine übertriebene Vorsicht beim Abbürsten.

Die Kombi Gas für schnell und Kamado für langsam ist für mich ideal, heute abend kommt noch ne runde Plancha für den Schwenkgrill für gemütlich dazu.
Fast perfekt ;-)
 
Wurden schon gute Tipps genannt. Falls Du Dich steigern willst wäre allenfalls auch ein Keramikei etwas für Dich. Betreff Gasis ist es schon so dass die verfetten können, je nach Grillgut. ODC hat da schon ein sehr gutes Konzept bei Ihren Kugeln. Das Ausbrennen eines richtig mit Schweinebauchfett verschmodderten Holzkohlegrills geht mit einer Ladung glühender Holzkohle und 2-3 Buchenholzstücken aus meiner eigenen Erfahrung halt schon viel bequemer. :-)
 
Es wird langsam kälter, da stoßen etliche ihre Grills wieder ab, guck mal auf dem Gebrauchtmarkt.

Ich würde dir auch zu einer (gebrauchten) Kugel (Weber, Napoleon, Rösle oder Outdoorchampion) raten nebst einem guten Anzündkamin. Vor allem letzterer hat mein Grillen auf ein anderes Niveau gehoben.
 
Wurst & Steaks, möglichst wenig Aufwand.
Da kann man gut über einen Thürosgrill z. B. T4 nachdenken
und Kamado für langsam ist für mich ideal
ein Keramikei etwas für Dich.
Keramik Grill sind recht gut, das ist richtig.
Ein Säulengrill ist mit einem Ventilator aber auch so laufruhig wie ein Kamado. Kostet bei 60cm Brisket Grösse fast neu aber nur ca. 150€.
Kamados mit 60cm Rost kosten schnell mal 4stellig.
 
Du solltest Dir wirklich diesen Grilltyp auch noch ernsthaft vornehmen.... :-) Die Resultate haben mich vollends überzeugt.
Mal schauen...
Ich habe mir ein Full Packer Brisket gekauft...
IMG_20210721_203512.jpg

.. um zu vermeiden dass meine Frau den Grill weiter beschlagnahmt habe ich mir gedacht nehme ich den Säulengrill.
Weil ich glaube dass der genauso ruhig wie ein Kamado läuft.
Oder ist da ein Denkfehler drin?
 
zu Holzkohlegrills wurde ja schon einiges gesagt.

Wenn du doch einen unkomplizierten Gasgrill willst, würde ich mir den Weber Q3000 anschauen. Bekommst für unter 400€ und hast bei normaler Benutzung 10 Jahres ohne Probleme. Preis-Leistungs-Technisch findet man kaum was vergleichbares.

Haben bei mir im Freundeskreis seit Jahren einige die einen Unkomplizierten Grill zum Flachgrillen wollten und es sind alle glücklich damit.

(Und wenn man sich ein bisschen mühe gibt kann der noch viel mehr, wenn man da im Forum älter beiträge durchstöbert vom vorgämger Q300... glaubt man kaum was damit alles möglich ist)

Für mich ist das der Gasgrill der am aller wenigsten Reinigung/Pflege braucht.
Ich hab das mit meinem wie folgt gehalten:
Nach dem Grillen die Roste solange sie noch warm sind , grob abbürsten und sollte der Guss sehr trocken aussehen kurz Backtrennspray drauf, fertig.
Wenn du nicht gerade Hühnchen oder andere extrem fettige Sachen machst (ohne was drunter zu stellen) reicht es eigentlich nach jeder 20ten Benutzung das Schälchen grob zu leeren. Davor kurz die Roste raus und schauen ob viel in der Wanne klebt, wenn ja: ohne Rosten 5 -10 Min aufheizten und mit einer Holzspachtel den Dreck grob zur Mitte in die Schale schieben.
1x im Jahr (oder alle 5-10 Jahre:pfeif:) mal gründlich Putzen, ist aber auch nach 1h erledigt.
Zwei meiner Freunde machen das 1x im Jahr mit dem großen Hochdruck-Dampfreiniger und selbst das überstehen die Grills seit Jahren ohne Probleme.

Was bei jedem Gasgrill zu beginn die größte Umstellung, zu einem ganz einfach Holzkohlegrill ist : "Immer Deckel zu!"
 
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