"Wenn Du ersteres mit balligem Schliff hättest kompensieren wollen, dann wäre das recht albern geworden." 1. Dann ist es aber die Kombination aus Geometrie und Stahl, die das Ausschleifen auf Null nicht verträgt, nicht nur der Stahl. Das heißt die Geometrie ist schon fix und fertig vorgegeben und man stellt fest, dass sie nicht für den Stahl passt. 2. Wenn bei so einem dünnen, spröden Messern ein balliger Schliff nicht mehr geht, weil man zuviel abnehmen müsste, dann gilt das auch für die Schneidfacette. Dann ist die Geometrie zu dünn für den Stahl, dann hilft nur ein steilerer Winkel, der ein wenig Klingenhöhe verbraucht. Ob dann eine Schneidfacette dran kommt oder ein balliger Anschliff ist eher zweitrangig. 3. Hat man doch eigentlich immer das gegenteilige Problem, dass die Geometrie zu dick ist.
Balligkeit ist auf dem Stein schwer herzustellen, auf der Maschine aber eigentlich nicht. Man braucht nicht unbedingt einen balligen Anschliff. Wie gesagt ein normaler Solinger Standardstahl verträgt flachere Winkel, als man denkt.
"so wenig würde ich das Nachdünnen vom Messer ernsthaft jemandem ans Herz legen, der kein absoluter Messerenthusiast ist." Jemand der sich nicht für Messer interessiert und nicht für's schleifen, würde ich das auch nicht empfehlen. Der bessere Weg ist gleich ein dünnes Messer zu kaufen. Aber jemand der seine Messer gern schleift und sich leidlich für Messer interessiert, warum nicht. Wellenschliffmesser mag ich eh nicht. Habe meines trotzdem selbst wieder scharf bekommen. Wie gesagt, versaut man ein Messer nicht so schnell und dann kann man es immer noch weggeben. Außerdem ist man selbst schuld, wenn man zum Üben sackteure Messer verwendet. Da würde ich mir auch überlegen, ob sie beim Profi nicht besser aufgehoben sind.