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Messer vom flohmarkt

"Nagelprobe" hat zig Bedeutungen. Wenn es um Messer geht, dann ist normalerweise das Prüfen des Dünnschliffs gemeint. Die Prüfung der Härte mit einem Eisennagel solltest du erläutern. Ich hab mit Google auf die Schnelle nicht gefunden, was du meinen könntest. Ich hab übrigens keine Zweifel am Damast. Ob sie gut schneiden ist eine andere Sache. Kommen mir etwas dick vor hinter der Wate. Aber das lässt sich beheben und eine Sache des Schliffs.

Ich meine den "Flextest" mit dem Nagel nach Roman Landes....

OKeeey stimmt auch wieder.... hat man Damastmesser wirklich so am ganzen Stück gemacht ? ?

Ja, ist gesenkgeschmiedet. und wenn 3/4 vom Material im Griff vergeudet werden, kannst Dir denken wie hochwertig das Material ist.
 
@lebori: Mit dem Flextest prüft man aber nicht die Härte der Klinge, sondern die Flexibilität der Schneide, also den Dünnschliff.
@Brat-wurst: Das obere mit den Pins ist nicht gesenkgeschmiedet, man sieht ja die durchgehende Klinge. Die Schalen sind eben statt Holz auch aus einem Damaststahl. Wie das untere gemacht ist weiß ich nicht. Auf jeden Fall besteht es aus einem Stück, was man an dem durchlaufenden Damastmuster sehen kann. Es könnte auch ohne Gesenk grob in Form geschmiedet worden sein. Der Rest wurde dann in Form geschliffen. Gegen ein Gesenk spricht, dass man ein schon vorhandenes Gesenk hätte benutzen müssen, denn extra für die geringen Stückzahlen eines Damastmessers eines anzufertigen, wäre zu teuer.
 
Im Ernst? Ich hätte jetzt gesagt, wenn's knistert, ist die Schneide (bald) hinüber. Denn das Knistern muss ja irgendwo herkommen und ich würde vermuten, dass das Material anfängt zu brechen. Bei mir hat noch nie was geknistert. Der Flextest soll ja gerade eine seitliche Auslenkung im elastischen Bereich des Stahls bewirken und keine Schäden hinterlassen. Heißt auch Flextest und nicht Knistertest. - Oder du meinst was anderes. Darüberhinaus ist "hart" sehr wenig aussagekräftig.

@Brat-wurst: Sieht das Gemüsemesser immer noch so aus. Das tut schon weh. Wäre es nicht besser, für den Garten ein rostfreies Billigmesser zu nehmen? Ich weiß ja nicht was der Damast taugt, aber im Garten ruiniert man das rostende Messer fast zwangsläufig.
 
@carbo Wenn´s nach dem Härten knistert hat die Härtung funktioniert, beim Anlassen verlasse ich mich auf meinen Temperaturregler. Hab das mit dem Härteprüfer gegengeprüft, man bekommt das ins Gefühl. Und wenn sich die angelassene Schneide gleich verbiegt, passt was nicht.
 
Wenn du vom Härten sprichst, ist das aber kein Flextest/Nagelprobe, weil beim Härten die Schneide nicht dünn genug für einen Flextest ist. Beim Härten muss die Schneide je nach Klingenhöhe 0,3 - 0,6 mm stark sein, sonst gibt es Wellen und man kann die Klinge entsorgen. Du wirst nach dem Abschrecken, also in glashartem Zustand wohl kaum irgendwelche Biege/flexversuche anstellen, weil sonst die Klinge bricht. Die Klinge knistert dann wohl von ganz alleine durch die inneren Umwandlungskräfte (durch die Umwandlung von Austenit in Martensit und durch die thermische Längenänderung des Stahls), die während dem Härten und kurz danach auftreten.
 
@Brat-wurst: Sieht das Gemüsemesser immer noch so aus. Das tut schon weh. Wäre es nicht besser, für den Garten ein rostfreies Billigmesser zu nehmen? Ich weiß ja nicht was der Damast taugt, aber im Garten ruiniert man das rostende Messer fast zwangsläufig.

Das ist kein Damast..das ist nur bisserl geäzt ...ob ichs nu wegwerfe oder meine Frau nimmts im Garten...
Lieber das wie eines meiner guten.
 
Klar ist das Damast. Das sieht man am Rost und an der Struktur. Wenn's bloß geätzt wäre, wäre es viel weniger plastisch. Ich nehme an, dass es eines von diesen in Pakistan gefertigten Damastmessern ist, die in der Bucht angeboten werden. Das schlechte ist, dass die Klinge so dick ist, dass man Holz damit spalten kann. Ausdünnen macht zuviel Arbeit. Die Stahlsorten dürften auch nicht die besten sein. Ich kann verstehen, dass es echt schwer ist für so ein Messer eine sinnvolle Verwendung zu finden. Aber als Gartenmesser ist es wegen des Rostes auch nicht wirklich geeignet.
 
OK
Und das erkennst du trotz schlechter Handy Bilder..Respekt..Ohne Ironie
das hätte ich im Ernst nicht gedacht das das wirklich Damast ist :o
Danke für deine Aufklärung dadrüber.
Aber wie du schreibst, zu was soll ich es jetzt sinnvoll verwenden?
Ich habe ein selbst zusammengestelltes 20 Jahre altes Goldhamser Messer Set mit dem ich richtig glücklich bin.
Für grobe arbeiten? Zum zerhacken.. da hab ich aber ein kleines Dick Hackbeil.
Wenn ichs jetzt zur Seite lege weil es im Garten zu schade ist, liegts gänzlich ohne Nutzen im Keller :D
Ein Teufelskreis ;)
Kann man eigentlich die Maßerung wieder besser zur Geldung bringen :)
ich hätte da noch ein kleiners Allzweckmesser ich weiß nicht genau für welche Arbeiten es gedacht ist.
Es ist zwischen Gemüse und Fleischmesser, irgentwo da.
Bilder kommen gleich.

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@ PuMod das sind echt schöne Schmuckstücke dabei.

Und du denkst das bekomm ich mit nem Dremel hin. Da bist du der einzige der das glaubt :D
 
Da habe ich schon viel viel schlechtere Händibilder gesehen. Deine sind immerhin scharf. Ich habe ein olles Messer, das ich als Ziehklinge benutze, wenn mein Plastikbrett mal wieder unschön aussieht. Bei rostenden Messern geht löslicher Kaffee, bei dem rostfreien Petty, braucht man was chemisches. Das Petty ist ein gutes Messer. Von der Anwendung hast du schon richtig gesagt zwischen Gemüse und Fleisch. Wenn man ein handliches Messer will. Man kann es zur Not zum Gemüseputzen, zum schnippeln kleiner Gemüse, wie Peperoni, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, mittlere Zwiebel hernehmen, aber man kann wegen der schlanken Form auch Fleisch parieren. Es ist das kleine Allzweckmesser unterhalb von Chefmesser und Santoku.
 
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